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Kategorien > Liebe und Drama > Gluecklich oder nicht

Smaragdgrüne Augen

von Hermione

1

Was Neues von mir...
Diesmal kein Mädchen, sondern ein Junge...
Freue mich wie immer über Kommentare von euch...

Danke...


~*+*~


Schülermassen jeder Altersgruppe strömten zum Bahnhof, um endlich nach Hause fahren zu können.
Auch er eilte schnellen Schrittes mit schwarzem, im Wind leicht wehenden Mantel den Weg entlang, damit er seinen Zug nicht verpasste.
Oh Gott, wie sehr er es hasste, wenn all die dummen kleinen Kinder sich an ihm vorbeidrängten, laut schreiend und nicht auf ihre Mitmenschen achtend.
Er strich sich eine lange dunkle Strähne seines gelockten Haares aus dem ausgemergelten Gesicht, das für seine neunzehn Jahre noch sehr jung wirkte.
Es war kühl, also vergrub er seine Hände in den Manteltaschen und spielte, ohne es zu merken, an dem Schlüssel, den er einstecken hatte.
Er überquerte mit einer Gruppe von Jugendlichen die Straße, ohne darauf zu achten, ob ihm ein Auto entgegen kam oder nicht.
Sein Weg führte ihn eine weitere Straße entlang, an deren linken Seite eine Bushaltestelle lag.
Seine Gedanken kreisten wieder nur um sie, dieses eine Mädchen, dem er sein Herz geschenkt hatte.
Bei Gott, sie war eine wahre Augenweide und ihr Charakter so sanft und gut, als er sie näher kennen gelernt hatte.
Mit ihr zu reden erfüllte ihn mit Glück, er fühlte sich geborgen und erzählte ihr so vieles aus seinem Leben – leider aber zu viel.
Wenn sie mit ihm sprach, dann hing er an ihren Lippen und begehrte nichts anderes mehr, als diese Lippen einmal küssen zu dürfen.
An einem verhängnisvollen Abend, nachdem sie zusammen Kaffee trinken waren, hielt er es nicht länger aus und musste sie einfach küssen.
Wie süß und weich ihre Lippen waren… ein Schwall voll Wärme durchfluchtete seinen Körper, und der Augenblick schien nicht zu enden – bis das Mädchen ihn mit einer schallenden Ohrfeige beendete und davonlief.
Er war wie angewurzelt stehen geblieben und musste erst realisieren, was geschehen war.
Dann kamen die Tränen, und sie versiegten nicht, die ganze Nacht lang fand er keinen Schlaf.
Wie lange liebte er sie schon? Wie lange hatte er sie heimlich lieben müssen?
Er hatte ihr schon so oft sagen wollen, wie schön und klug sie für ihn war und dass sie sich für IHN allein interessieren sollte, nicht für wildfremde Typen, die sie nur ausnutzten.
Am Bahnhof angelangt, steckte er sich eine Zigarette in den Mund und zündete sie an.
Er bemerkte nicht einmal, dass ihm eine Gruppe hübscher Mädchen beim Vorbeigehen ein Lächeln schenkte und er bemerkte auch nicht, dass er für andere Mädchen an seiner Schule und in seiner Klasse ein Schwarm war.
Für ihn existierte nur dieses eine Mädchen, das allen Mitschülern seine tiefsten Gedanken verriet und ihn somit zum Gespött bei seinen männlichen Kollegen machte.
Der Zug war von der Ferne bereits zu sehen. Der Rauch der Zigarette brannte im Hals und hinterließ einen bitteren Geschmack auf seiner Zunge.
Er schmiss die Zigarette auf den Boden, drückte sie langsam mit seinen schwarzen Schuhen aus.
Den nächsten Augenblick konnte er sich nicht erklären; mit einem einzigen Sprung warf er sich vor den einfahrenden Zug, der ihn sofort erfasste.
Entsetzensschreie der Menschen ertönten.

Die Zeit reichte nicht einmal mehr, um einen letzten Gedanken an sie zu verschwenden.
Das einzige, was er vor sich sah, waren ihre wunderschönen smaragdgrünen Augen.

12.2.2007

1

Kommentare

Wonderland Phantasy schrieb am 2009-03-05 21:07:34:
Du schreibst richtig toll, genau in dem Stil in dem ich auch schreibe... ich kann nur eins dazu sagen: TOP...mach weiter so, ich will noch viel von dir lesen in Zukunft ;)

Liebe Grüße,
Stella
BlackRose schrieb am 2007-12-28 17:49:00:
+heul+ also echt, gefühlsmäßig richtig geil. War ein paar stellen die ein bisl holpter an echt gut ^^ >fan is back ^^ <

LG BlackRose ^^
Leaden schrieb am 2007-05-05 20:49:28:
Hi, du kannst echt super schöne Geschichten schreiben! Mach echt weiter so! Liebe Grüße Felix.

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