So I Thought (Teil 1)
von
pinkyrose
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-Geliebt zu werden,
kann eine Strafe sein.
Nicht wissen, ob man
geliebt wird,
ist eine Folter-
(Robert Lembke)
Prolog
All your twisted thoughts free flow To everlasting memories Show soul Kiss the stars with me And dread the wait for Stupid calls returning to us to life We say to those who are in love It can't be true 'cause we're too young I know that's true because so long I was So in love with you So I thought
Man hätte befürchten müssen, die Stereoanlage würde explodieren, angesichts der Lautstärke, in der sie das Lied von Flyleaf wiedergab. Doch all die Konsequenzen, die daraus hätten entstehen können, waren mir in diesem Moment egal. Es war sowieso alles kaputt. Mein Leben, meine Liebe… Es war kaputt gegangen in einem einzigen Moment. Dem Bruchteil einer Sekunde. Dem Bruchteil einer Sekunde, in der er die Worte gesagt hatte, von denen ich gehofft hatte sie nie mehr hören zu müssen.
Kapitel 1
Lachend legte ich meine Arme um Simon. „Du kleiner Spinner!“, sagte ich, als ich ihm liebevoll durch die Haare wuschelte. Daraufhin gab mir Simon einen langen zärtlichen Kuss, den ich glücklich erwiderte. Zusammen ließen wir uns auf mein großes Bett fallen in ein Meer aus Kissen und blieben eine Weile stumm nebeneinander liegen. „Ist es nicht komisch, wenn du als einziges Mädchen mit vier Jungs in einem Haus wohnst?“, fragte er in die Stille hinein. Ich überlegte kurz. „Nein, eigentlich nicht. Also, doch schon, aber ich finde es nicht schlimm oder so. Sie sind total nett und spaßig drauf, das ist die Hauptsache.“ Fragend schaute ich Simon an. „Machst du dir etwa Sorgen sie könnten mir was tun?“
„Ach Quatsch!“, erwiderte er.
„Du misstraust mir“, konterte ich.
Seufzend drehte er sich zu mir. „Ich weiß, dass ich keinen Grund dazu habe. Und ich weiß auch, dass ich der Letzte bin, der das Recht dazu hat dir Untreue in die Schuhe zu schieben. Ich meine nur…ihr seid Tag und Nacht zusammen…“
Mit einem kurzen Kuss auf den Mund brachte ich ihn zum Schweigen.
„Simon, die Jungs sind seit ungefähr einer Woche da. Seit wann denkst du so über mich, dass ich mit jedem x-beliebigen Typen in die Kiste steige? Ich mag die vier echt, weil sie total nett sind, aber wir sind nur Freunde. Ich verstehe dich grade nicht. Im Übrigen will ich diese alte Sache ja nicht wieder ausgraben, aber du hast ganz recht damit, wenn du sagst, dass es dir nicht zusteht mir zu misstrauen. Weißt du was? Ich glaube du bist eifersüchtig.“
Für einen kurzen Moment schloss Simon die Augen und atmete einmal durch. „Süße, ich bin n i c h t eifersüchtig…“
„Oh, doch, das bist du!“, unterbrach ich ihn.
„Bitte…ich will dir nichts unterstellen. Aber ich hab solche Angst dich zu verlieren. Ich liebe dich so sehr und brauche dich. Nur manchmal…manchmal habe ich das Gefühl, dass du mich nicht sosehr brauchst, wie ich dich. Und das macht mir Angst“, erklärte er mir.
Lange Zeit schaute ich ihm nur in die Augen. Ich liebte Simons Augen. Sie waren ganz dunkelbraun, fast schwarz und von schönen Wimpern umrandet. Schon als ich das erste Mal in diese Augen geblickt hatte, hatte ich mich in sie verliebt. Und mit der Zeit auch in den Rest, der dazugehörte.
Simon war mein erster richtiger Freund. Wir gingen beide als „Jungfrauen“ in unsere Beziehung, allerdings hat einer seine Unschuld inzwischen verloren. Simon.
Wir hatten uns schon häufiger etwas gezankt, aber irgendwann kam unser erster riesengroßer Krach. Zuerst gingen wir uns tagelang aus dem Weg, hatten keinerlei Kontakt mehr zueinander. Solange bis mir bewusst wurde, dass ich ihn brauchte und es ohne ihn nicht aushielt. Also ging ich wieder auf ihn zu und bat ihn um ein Treffen, worüber er total froh war und nachdem wir uns ausgesprochen und versöhnt hatten, schien erst einmal alles gut, doch ich merkte bald, dass da noch etwas im Busch war.
Irgendwann gestand Simon mir, dass er mich betrogen hätte in der Zeit unserer Funkstille. Ich war am Boden zerstört gewesen und habe ihn prompt wieder rausgeschmissen. Aber Simon hat um mich gekämpft, was ich anfangs großzügig ignoriert habe, doch mit der Zeit, als die Wut verflogen war und auch die Trauer sich schon etwas verflüchtigt hatte, begann ich wieder auf ihn zu achten.
Bis zum Schluss hat er unsere Liebe nicht aufgegeben und um eine zweite Chance gekämpft. Solange bis ich sie ihm gegeben habe.
Das Ganze war jetzt ungefähr ein viertel Jahr her und wir waren fast glücklicher miteinander als zuvor. Simon überraschte mich immer wieder mit kleinen Gesten und zeigte mir jeden Tag aufs Neue, dass er mich liebte.
„Ich liebe dich“, sagte ich zu ihm mit einem Kuss auf die Nasenspitze. Dann drehte ich mich wieder auf den Rücken und verschränkte meine Arme über einem Kissen.
Die Worte waren wahr und sie kamen von Herzen. Simon hatte sehr viel zu geben und verdiente es sein Glück zu finden, aber auch wenn ich ihn liebte, war ich mir nicht sicher, ob ich für ewig mit ihm zusammen sein konnte.
Wie er selbst ein paar Minuten zuvor gesagt hatte: Er brauchte mich, wahrscheinlich mehr, als ich ihn. Und er hatte Recht damit. Ich brauchte ihn nicht so sehr, denn ich war jung, süße 16, und wollte in meinem Leben noch so viel ausprobieren, mich noch nicht binden, während ich manchmal das Gefühl hatte, Simon suchte schon nach einer Frau fürs Leben. Obwohl auch er erst 18 war.
„Woran denkst du?“, riss Simon mich aus meinen Gedanken.
Daran, dass du nach deinem Seitensprung angefangen hast zu klammern und du es nicht merkst, obgleich du weißt, dass ich meinen Freiraum brauche. Hinter jedem Kerl, mit dem ich rede, vermutest du Konkurrenz. Ich liebe dich und ich weiß, dass du es nicht böse meinst…, dachte ich müde.
Sachte strich er mit seiner Hand eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Ach, mein Kopf ist grade wie leergepustet“, log ich.
Plötzlich ertönte aus dem Gästezimmer laute Musik. Eine alte Liebesschnulze und obwohl Dahinschmelz-Lieder nicht gerade zu meiner Lieblingsmusik gehörten, gefiel mir dieses Lied doch sehr gut. Simon und ich hatten es…
„Das haben wir bei unserem ersten Date gehört. Weißt du noch?“, flüsterte er mir ins Ohr.
Verspielt lächelte ich ihn an. „Ja, ich erinnere mich. War das nicht da, als du dir deinen Eisbecher über die Hose geleert hast?“
Simon schaute mich gespielt empört an. Dieses Erlebnis war ihm heute noch so peinlich, dass er sich leicht damit aufziehen ließ.
Er griff zu zwei meiner Kissen und wirbelte sie mir im nächsten Moment entgegen.
„Boah, na warte!“, rief ich und schleuderte ihm ebenfalls die Kissen um die Ohren.
Nachdem wir uns ausgetobt haben, ließen wir uns erschöpft aufs Bett zurücksinken.
Simon betrachtete mich von der Seite. Dann sagte er: „Du bist wunderschön, weißt du das?!“
Ich boxte ihn lachend in die Seite. „Ja, klar. Wahrscheinlich total knallrot im Gesicht mit völlig zerzausten Haaren.“
„Ich könnte dich in einen Müllsack stopfen und du wärst immer noch wunderschön“, gab er zurück. Mit diesen Worten legte er sich auf mich und küsste mich lange
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Kommentare
Janine schrieb am 2007-08-01 00:04:54:
Wow
Bombe die Geschichte, ich glaube insgeheim wünscht sich jedes mädchen mal mit berühmten leuten in einer WG zu wohen, und auch noch mit jungs *träum*
echt cool, du hast keine fehler gemacht ( mir sind keine aufgefallen xD)
pinkyrose schrieb am 2007-05-07 21:10:54:
du knallst mir hier grad wirklich ein brett vor den kopf...aber ich bin dir auch dankbar dafür :) naja, ich weiß auch nicht. ich seh mich nicht als schriftsteller, weder als jemand, der gut schreiben könnte...ich bin selbst nicht überzeugt von meinen sachen, bin ziemlich selbstkritisch...aber nur wenn andere leute mir ihre meinung sagen, kann ich besser werden, also danke :)
hab schon ewig nicht mehr weitergeschrieben bzw. daran gearbeitet...aber ich halte mich an deinen rat.
Alles Liebe
chopper schrieb am 2007-04-29 00:42:07:
wenn deine geschichte fertig ist, lasse sie ein paar monate liegen (wobei dir die wochen wie jahrzehnte vorkommen), streiche 20-25%% raus, lasse sie wieder ein paar wochen oder monate liegen und acker. schreiben ist kein unkraut jähten, manchmal ist es etwas humorloser, wenn man es denn wissen will. ein lektor hat mir mal gesagt: "nur weil du schnell tippen und kluges zeug sagen kannst, das irgendwie literarisch klingt, bist du kein schriftsteller. gewinne abstand." ich denke, so ähnlich gilt das auch in deinem fall. das ist aber nur meine meinung und ich hoffe, das resigniert dich nicht, denn ich finde dich talentiert, da kannst du was draus machen.
ciao
chopper
pinkyrose schrieb am 2007-04-21 12:45:16:
@chopper: Danke für den Kommi und die Kritik. Um dir deine Frage (naja, mehr oder weniger Frage) zu beantworten: Ich bin 16. Mit 15 habe ich aber schon angefangen sie zu schreiben. Sagen wir mal so, sie ist mein dritter Versuch. Ich hatte vorher schon zweimal die selbe Geschichte geschrieben, aber weil sie mich dann immer so angekotzt haben, habe ich nochmal neu angefangen. Und um ehrlich gesagt schreibe ich gerade schon wieder ziemlich viel um...naja, ich laber schon wieder zu viel :D
Dankeschön auf jeden Fall!
@ Rory: Auch danke :)
Liebe Grüße
Rory schrieb am 2007-03-04 10:00:28:
Zum Dahinschmeltzen!
Einfach großartig.
chopper schrieb am 2007-02-28 19:09:42:
authentisch und talentiert. würde mich interessieren, wie alt du bist. du kannst zwar schreiben, bringst deine geschichte aber nicht in form. bisher ist das alles ganz nett, du touchierst einen konflikt, den du als "kernproblem" tarnst (wie wird es mit euch beiden weitergehen) für einen ganzen roman ist das allerdings zu wenig.
hat was von einem epischen tagebuch. dir fehlt noch ein wenig das richtige handwerkszeug, ansonsten ist das vielversprechend; schnörkellos und "lebig".
viel spaß weiterhin
ciao
chopper
klappstuhl schrieb am 2006-12-06 12:12:09:
super geschichte.. gefällt mir sehr.. hoffe es geht weiter;-) lg klappstuhl
su-c schrieb am 2006-12-01 19:22:44:
Ich liiiiiiiiiiiiebe deine Geschichte, Vanschn =)
Und ich lieb den Joel ;)
Allerdings will ich endlich mal wissen, wie der aussieht *hehe* Geht sicher nicht nur mir so!!
Tjaa... zu meckern gibts nix, das kennen wir ja schon, keine Schreibfehler, nix =)
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