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So I Thought (Teil 12)

von pinkyrose

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Kapitel 30

Sie liefen direkt vor mir über den kleinen roten Teppich, der vor der Halle, in der das Konzert stattfinden sollte, ausgebreitet war. Es war mehr als Gag gemeint, denn schließlich war das keine feine Gala.
Hinter den Absperrungen auf beiden Seiten drängten sich schreiende Fans herum, die alle in die erste Reihe wollten. Entweder um ein Autogramm zu ergattern, ein Foto oder einfach nur einen Blick auf ihren Lieblingsstar.
Ich warf freundliche Blicke in die Kameras, versuchte ein fröhliches Lächeln zu zeigen, doch ich behielt Joel aus den Augenwinkeln immer etwas im Blick.
Er machte seine Sache wie ein Profi. Seine Gefühle hatte er wunderbar im Griff und er sah verdammt gut aus. Am liebsten wäre ich zu ihm gerannt und hätte ihn vor all diesen Fans und der Presse umarmt und geküsst, worauf ich auch schon angesprochen wurde, warum ich nicht mit Joel lief, aber ich gab einfach keine Antwort darauf.
Joel trug eine schwarze Hose und seine Chucks, die er, wie er mir gesagt hatte, immer bei Auftritten trug, weil sie ihm Glück bringen würden. Dazu ein zerschlissenes Jackett mit einem weißen Shirt und um seinen Hals baumelte locker eine schwarze, schmale Krawatte. Von seiner Frisur wollte ich gar nicht anfangen.
Immer wieder blieben die Jungs stehen, schrieben Autogramme, schauten zu ihren Fans. Einmal streiften sich unsere Blicke, doch ich wandte mich sofort wieder ab. Meine Knie hatten augenblicklich angefangen zu zittern und ich ermahnte mich, dass ich doch kein verrückter Fan sei.
Als ich endlich in der Halle angekommen war, wurde ich in die Lounge geführt, wo ich mich an die Bar setzte.
Nach und nach kamen die restlichen anderen Bands, Sänger und Sängerinnen herein und machten es sich bequem. Zwar war ich schon bei den einen oder anderen Konzerten und Auftritten meiner Mutter dabei gewesen, doch das war schon längere Zeit her.
Ich gab hin und wieder kleine Interviews, wurde auf der Straße fotografiert oder machte wie an diesem Abend den Gastmoderator, und obwohl ich damit aufgewachsen war, war es ein seltsames Gefühl unter all diesen großen Stars und Musikern zu sitzen.
Eine Weile hing ich meinen Gedanken nach, bis sich ‚Bloody Butterfly’ zu mir gesellte. Joel hielt sich etwas abseits und zog an einer Zigarette.
„Na, kennst du ein paar Leute?“, fragte Dean und nahm einen Schluck aus seinem Glas.
„Ja, eigentlich schon. Vom Sehen und Hören halt. Ein paar hab ich auch schon mal persönlich getroffen, wenn ich mit meiner Mutter dabei war.“
Er nickte. „Und wann bist du dran? Mit deiner Ansage meine ich“, erkundigte sich Ben neugierig.
„Ich weiß es grade gar nicht genau. Aber ich soll ‚Die Happy’ ansagen.“
Wissend nickte er. „Deutsche Band, oder?“
„Ja.“
Wir alberten noch eine Weile herum und bis ich zu meinem Auftritt gerufen wurde, unterhielt ich mich mit einer Menge Leute, lachte und hatte Spaß, auch wenn es nicht immer ganz ehrlich war, weil die Betrübtheit in mir drin nicht nachlassen wollte…

So langsam verlor der Koffein, den ich den ganzen Tag über wegen meiner schlaflosen Nacht, in mich hineingeschüttet hatte, an Wirkung. Müde verfolgte ich auf den Bildschirmen, die in der Lounge angebracht waren, was draußen auf der Bühne vor sich ging, doch mein Blick war trotzdem gebannt.
Dean, Ben und John betraten die Bühne. Gingen zu ihren Instrumenten und begrüßten die jubelnde Menschenmenge. Sie spielten ein kurzes Intro, währenddessen Joel auf die Bühne kam. Ein regelrechtes Tosen brach auf, die Menge kreischte und schien ihm zu Füßen zu liegen. Überall waren Hände in der Luft, einige brachen in Tränen aus, als er ein paar Worte ins Mikro rief.
Jede seiner Bewegungen verfolgte ich mit angehaltenem Atem. Wie er es damals zu mir auf dem Balkon gesagt hatte: Er fühlte sich frei auf der Bühne und seine Bewegungen waren selbstsicher.
Es war seltsam zu sehen, wie sehr sich diese Leute wünschten ihm einmal nahe sein zu können, ihn nur einmal aus der Nähe betrachten zu können. So nahe wie ich es schon gewesen war…? Ich wusste, es war völlig idiotisch, aber plötzlich fragte ich mich, ob er wohl mit einigen von den Leuten da draußen auch schon etwas gehabt hatte.
Mir wurde schwindelig. Nur noch dieser Gedanke schien in meinem Kopf zu hausen. Ich sah Joel, die kreischenden Fans und hatte nur noch den Drang von hier zu verschwinden.
Schnell stand ich auf und bat jemanden mich zurück ins Hotel zu fahren. Ich wollte ihm doch unbedingt verzeihen. Ich wollte es wirklich, aber ich konnte einfach nicht.
Aber wieso tat er auch nichts, sodass ich ihm verzeihen konnte?
Im Hotel angekommen, suchte ich eine Bar auf. Außer ein paar wenigen Leuten, die ich alle nicht kannte, war ich alleine. Das Hotel war ja auch fast völlig ausgebucht durch das Konzert an diesem Abend und die Künstler befanden sich noch fast alle auf der Show.
Ich bestellte mir einen Drink in der Hoffnung, dass ich durch den Alkohol alles, was in den letzten Wochen passiert war, vergessen konnte. Auch wenn mir klar war, dass nichts rückgängig zu machen war und alle Erinnerungen wiederkommen würden, wenn die Wirkung des Alkohols nachließ, aber ich wollte wenigstens für ein paar Stunden meine Sorgen vergessen.
Ich bestellte mir einen Drink nach dem anderen und erntete schon skeptische Blicke von dem Kellner, doch das kümmerte mich ziemlich wenig. Ganz im Gegenteil, ich trieb es absichtlich immer weiter, fühlte wie der Alkohol langsam meine Gedanken trübte.
Irgendwann, ich konnte nicht mehr sagen wie lange ich schon an der Bar gesessen bin, setzte sich jemand neben mich und bestellte sich ebenfalls etwas.
Ich war schon stockbetrunken und kicherte blöd herum, als ich einen besorgten Blick erntete.
„Sa-Sammal, dich kenn ich…och igendwoer“, lallte ich ihn an.
„Kann sein.“
„Du bis eina von dissn…wie hießn dat noch gleich…“ Mit großen Augen schaute ich den jungen Mann neben mir an. Wie ein kleines aufgeregtes Kind, gab ich plötzlich einen wissenden Laut von mir. „Aaaah…vonne Ver…Verrücktn, ja?“
„The Kooks, ja“, antwortete er freundlich, musterte mich aber immer noch besorgt.
„Klingt ja ma wie Koks.“ Ich kicherte wieder und schlug mit der flachen Hand auf die Tischplatte. So plötzlich wie ich angefangen hatte, hörte ich wieder auf zu kichern. „Hasu mal was su rauchn?“
„Nein.“
„Maich ja-ja eigntlich eeeh nich, ne“, gab ich weiter dummes Zeug von mir. „Aber weißu, scheißzeit erfor…erfordat scheiße Handlungn.“
Ich schüttete meinen kleinen Tequila in einem Zug hinunter und musterte den Typen wieder. „Luke, richdich?“
„Weiß dein Freund, Joel, was du hier treibst?“
Tief sog ich die Luft durch meine Zähne ein und knallte das Glas auf den Tisch. Dann drehte ich mich abrupt zu Luke um und presste ihm meine Lippen auf den Mund, doch er schob mich wieder von sich weg.
„Ich…glaube das ist keine gute Idee.“
„Gott, seid ihr alle venünftich…aber sag niiie, n i e mehr diesn Namn!“, blaffte ich ihn an.
„Soll ich dich auf dein Zimmer bringen?“
„Zimmer…ja.“ Meine Augenlider wurden plötzlich

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Kommentare

pinkyrose schrieb am 2007-03-09 13:24:02:
Ein ganz dickes Dankeschön noch! Freut mich total...und motiviert mich natürlich sie endlich fertig zu schreiben =)
@mimi: nein, nein, da kann ich entwarnung geben ;)
mimi schrieb am 2007-03-05 16:23:11:
is ihr übel weil sie schwanger von joel ist?
kuku schrieb am 2007-03-01 18:30:38:
die geilste geschichte die ich je gehört habe
Bina schrieb am 2007-03-01 11:51:31:
Tja liebe pinkyrose, was soll ich dazu schreiben?!
Ich kann Tini nur zustimmen, ich liebe deine Geschichte!!!!
Bitte bald weiter chreiben, bin schon sooo neugierig wie es weiter geht.
GLG Bina
Kaugummi schrieb am 2007-02-28 19:25:19:
Bidde bidde ggaaaaaaaaaaaaannz schnell weiter schreiben...voll cool...
Tini16@hotmail.de schrieb am 2007-02-26 20:16:17:
bitte schnell weiter schreiben, die story is sooooooooooooooooo hamma mega geil
Heaven schrieb am 2007-02-25 16:27:07:
Ich bin echt gespannt auf den nächsten Teil!! Das wird ja immer verworrener ;-), aber ich hoffe doch, dass es ein Happy End gibt XD!!

lG Heaven

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