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Kategorien > Wahre Geschichten > Schicksalswege

So schnell kann sich das Leben ändern....

von heidi

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So schnell kann sich das Leben ändern! (Eine wahre Geschichte)


Wir waren eine ganz normale Familie bis zu einem Ereignis, das alles änderte. Erst einmal einiges über uns:
Meine Familie sind mein Mann, eine Tochter auch verheiratet , 2 Kinder, einen Sohn ebenfalls verheiratet,
1 Kind und ich die Erzählende.

Wir lebten vor der Wende glücklich, hatten unsere Arbeit und sahen die Kinder heranwachsen. Doch seit dem Jahr 1990 begann sich , unser Leben zu verändern. Angst vor der Arbeitslosigkeit, eine große Pleite durch den Verlust unseres Vermögens infolge einer falschen Beratung und unserer Gutgläubigkeit. Aber es musste weiter gehen.

Wir, mein Mann und ich hatten Glück, denn bis zum 60. Lebensjahr hatten wir unsere Arbeit, so dass wir uns auch den gesehnten Urlaub leisten konnten.

Wir beschlossen, da die Kinder aus dem Haus waren, nun endlich wieder eine Urlausfahrt zu buchen. Meine Suche im Internet hatte Erfolg, ich fand das günstigste aber auch seriöses Angebot. Der September war unser Urlaubsmonat stets in die Sonne. Nur weg von dem wechselhaften Wetter unserer Breiten - Nähe Berlin.

Unsere Urlaubswünsche erfüllten sich und auch für das Jahr 2004, 14 Tage Lanzarote - sehnlichster Wunsch meines Mannes. Alles war im Juni/Juli 2004 unter Dach und Fach, Termin der Reise war der 18. September 2004 bis zum 02. Oktober 2004.
Wir bereiteten alles für einen schönen Urlaub vor, der Garten wurde abgeerntet. Es war in diesem Jahr eine Superernte auf allen Gebieten, wir kamen uns diesmal wie richtige Ackerbürger vor. Ob Rhabarber, Tomaten, Gurken, Erbsen, Bohnen grün und gelb, Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren, Zierkürbisse, Kürbisse, Astern, Pfingstrosen, Äpfel, Birnen, Kirschen usw. - eine reiche Ernte.

Vor unserer Urlaubsreise hatten mein Mann und ich aber noch einen Termin zur Darmspiegelung, lange vorher schon geplant und für den 14. September 2004 vorgesehen. Wir sagten uns, besser vor der Urlaubsreise als nachher. Wie gesagt - getan. Da es, wie allgemein bekannt sein wird, eine etwas unangenehme Sache ist, gingen wir mit gemischten Gefühlen an den Fall heran, aber es musste sein.

Unsere Tochter fuhr uns zum Arzt und was soll ich sagen, etwas sehr unangenehmes eröffnete sich meinem Mann. Der Dickdarm hatte einen bösen Eindringling, der nach Ansicht des Arztes schnellstmöglichst entfernt werden müsste. Das war ein Schock für uns.

Die Zeit lief - am 15. 09. 2004 nochmals ein Arztbesuch, und es stand nun fest, so schnell wie möglich eine Operation empfohlen.
Unsere Hausärztin setzte sich sofort mit einem Facharzt in Verbindung und vereinbarte einen Termin zur Vorstellung am 21. 09. 2004.
Wir gingen beide den schweren Weg, der Arzt eröffnete uns, dass es ein bösartiger Tumor sei. Die Operation wurde für den 24. 09. 2004 festgesetzt.
An dem Tag betete ich, das alles gut werden möchte.
Nach Aussagen des operierenden Arztes bestätigte er uns, dass die Operation gut verlaufen sei und keine Metastasen die anderen Organe befallen haben und die Lymphdrüsen ebenfalls befallsfrei sind. Ich danke für alles und hoffe, dass die Aussage des Arztes auch den Tatsachen entspricht!

Vom 22. 09. - 04. 10. 2004 war mein Mann im Krankenhaus, ich besuchte ihn jeden Tag. Unsere Kinder und alle Verwandten und Bekannten waren sehr besorgt und halfen uns, indem sie meinen Mann besuchten, danke dafür!

Vom Arzt wurde sofort eine 3-wöchige Rehabilitationskur beim Rententräger beantragt. Die Bewilligung erfolgte durch den Rententräger, der Termin war vom 26.10. - 16. 11. 2004.

Wenn ich zurückschaue, kann ich das noch gar nicht glauben, aber es ist die Realität.

Ich begleitete meinen Mann am 26. 10. 2004 zur Kur und zwar nach Buckow in der Märkischen Schweiz.
Wir bekamen ein Doppelzimmer, sehr schön eingerichtet. Das Personal, die Schwestern und Ärzte waren die Freundlichkeit in Person. Wir waren angenehm überrascht.

Am 16.11.2004 war mein lieber Mann endlich wieder zu Hause.

Es erfolgten seitens des Arztes Kontrollen, danach sollte alles in Ordnung sein. Wir waren erst einmal zufrieden.

Nach zirka einem Jahr, 1. November 2005, fuhren wir wieder zu einem Kontrollbesuch, lt. Aussagen des Arztes alles ok.
Jedoch am 15.12. 2005 gegen 18.30 Uhr rief unsere Hausärztin an, mein Mann müsse morgen zur Computertomographie mit der Begründung: der damals operierende Arzt will auf Nummer sicher gehen, wahrscheinlich hätte er beim Röntgen doch etwas gesehen? Wir waren beide am Boden zerstört.

Nach Anruf beim Arzt erhielten wir aber erst für den 05.01.2006 einen Termin, darüber wunderte ich mich.
Nach dieser erneuten Prozedur lag dann am 12.01.2006 der Befund vor und oh Schreck, kein guter, denn wir mussten am nächsten Tag zur Vorstellung beim Pulmologen, es waren auf den Röntgenbildern Flecken an beiden Lungenflügeln zu sehen.
Ich habe den Befund gelesen , es stand darauf etwas von Metastasen am oberen Lungenrand. Darüber habe ich mit meinem Mann aber nicht gesprochen, er war so schon genug geschockt.

13.01.2006, beim behandelnden Arzt angemeldet, er schaute sich die Bilder an und bemerkte, dass es Metastasen sind, die er mit einem Laser wegoperieren wird, er erklärte uns alles. Er war der Meinung, das mein Mann heute noch die Untersuchungen wahrnehmen möchte. Also sind wir dorthin gefahren, EKG, Radfahren, Blutabnahme – es dauerte ca. 2 Stunden.
Dann nach Hause, das Auto wegbringen und meine Tochter brachte uns wieder ins Krankenhaus.

Die Zeit verlief , der Termin der Operation sollte der 17.01.2006 sein, doch das Gerät war leider defekt, keine Op. Vielleicht morgen!
Aber es war ein Hin und Her, so dass die Operation dann schon am 23.01.2006, Diagnose: Thorakotomie, durchgeführt wurde. Der Befund käme erst in einer Woche – und dann der Schreck, es handelte sich um eine Metastase von der Dickdarm – OP!
Man operierte dann auch die andere Lungenseite am 06.03.2006.
Die Ablagerung wurde entnommen und noch verkapselte Stellen sowie Lymphknoten - und eingeschickt.

Also war nach der Darm-OP doch nicht alles in Ordnung, wer hätte das gedacht, wir waren alle sehr besorgt.

An einem Besuchstag setzte sich der Arzt zu uns und erklärte, wenn es nach ihm ginge, würde er raten, doch eine Chemotherapie vorzunehmen! Das musste erst einmal sacken, aber heute würde ich ja dazu sagen. Nach der Abschlussuntersuchung wurde jedoch darüber kein Wort verloren.

Wir bereits nach der 1. Operation erhielt mein Mann ebenfalls wieder eine Reha-Kur, zu der ich ihn wieder begleitete und zwar nach Plau am See. Er erholte sich wieder ganz gut. Wir hofften doch alle, dass dieses Merthyrium ein Ende hätte.
Das Jahr 2007 verlief wieder in geregelten Bahnen und wir schöpften wieder Mut.
Doch leider ging es weiter im Jahr 2008.
Wir bemerkten, dass mein lieber Mann ein schiefes Gesicht hatte, so dass der Weg zum Arzt am 14.08.2008 erfolgte. Nach seinem Ermessen sollte sich das ein Neurologe anschauen, doch wir bekamen keinen Termin, ich meine

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