Soldat, Soldat
von
melina ludwig
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Die Ehre die ihm gebührte hat er nie bekommen, der Soldat aus der Provinz. Sein Opfer war das größte, das er bringen konnte- sein Leben. Niemals ist er zurückgekehrt, nicht wie die anderen, die sich feiern liesen und betrunken tanzten. Er blieb dort, fern von der Menschheit, begraben in seiner Militärstracht, blutüberströmt. Seine Schreie hatten noch lange in den Ohren seiner Kameraden wiedergehallt, schrill, laut, erschreckend ängstlich. Der Tod kam auf ihn zugerückt, wie eine unausweichbare Schlacht. Hatte er sein Vaterland bis zum Schluss geliebt? So gerne hätte er seine junge Frau gesehen, sie in die Arme geschlossen. In seinen letzten Briefen hatte er den Krieg verflucht, hatte er geahnt, dass deine Zeit gekommen war? Wieviel Dreck, Blut und Tod hing wohl an seinen Stiefeln? Wieviel war ihm sein Leben noch wert?
Konnte er die Anblicke der zerfetzten Körper, die sich ihm geboten hatte noch aus seinem Gedächtnis verdrängen, oder zerfraßen sie bereits sein Bewusstsein, schickten ihn hinfort ins Unbewusste, die Leere des Wahnsinns...?
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Kommentare
hoi schrieb am 2007-11-07 09:42:47:
das ist krass...
sina franke schrieb am 2007-07-11 16:12:21:
eine gaensehaut-geschichte.
das thema ist sehr gut ausgewaehlt
ich lese deine werke gerne
lg sina
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