Sonnenkinder
von
MaybeUniqueWomen
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Sonnenkinder
Personen:
Erzähler
Junge
Mädchen 1
Mädchen 2
Wir befinden uns am Strand. Der Sonnenaufgang beginnt in wenigen Minuten. Der Himmel schwankt zwischen schwarz zu dunkelblau und Hellblau. Außer dem Rauschen des Meeres und das heftige Atmens des Jungen hört man nichts.
Der Junge steht am Strand. Fühlt den harten kernigen Sand unter seinen zerschundenen Füßen. Er trägt ein zerfleddertes Hemd mit einer grauen Jeanshose. Seine Tränen fließen leise seine Wangen runter, während er die Arme ausstreckt und der Sonne entgegen läuft. Er spricht mit leiser zittriger Stimme zur aufgehenden Sonne:
„Wie gut ich mich an dich erinnre
in meinen Herzen drinne,
so hell, so durchscheinend ,
in deinen Armen ich mich entsinne,
schwach und weinend.
Warum oh Sonne hast du mir das Liebste genommen?
Ist sie nun bei dir?
Sag es mir und bleib stehn,
will doch nur meine Liebste sehn!“
Leise und langsam wandert die Sonne nach oben. Der Junge steht still, seine Tränen tropfen von Kinn.
„Bleib stehn!
Sonne!
Will es nur einmal noch erleben,
mit der Seeligen Wonne,
meiner Geliebten zu reden
bleib stehen!
Ich bitt dich sosehr!
Bleib stehn!
Ich werde sonst nimmer heiter,
bitte,
wandere nicht weiter!“
Der Junge läuft der Sonne entgegen,
will sie doch nur einmal berühren,
um durch die Berührung,
die Anwesenheit seiner Geliebten zu spüren.
„Warte, warte, ich will zu dir gehen!
Meine Geliebte in den armen halten,
Warte Sonne, will dich berühren,
will dein glühen spüren,
will wieder was fühlen,
als nur der schmerz!
als nur der Kalte,einsame Schmerz
in meinen herz!
Bitte sonne bleib doch stehn,
will meine Geliebte doch im
Glanze deines licht stehn sehn!“
Die Sonne ist schon zur Hälfte oben, der Junge ist verzweifelt.
Er rennt zur Sonne hin, geht ins Meer hinein, spürt das Salzwasser schon bis zum Hals.
Schmeckt das kalte Salz im Mund. Er geht weiter mit ausgestreckten Händen,will wieder was spüren außer die Kälte in seinem Herzen. Will die sägend heiße Hitze spüren, ahnt seine Geliebte in der Sonne. Plötzlich ist er ganz unter Wasser. Er denkt:
<„Wie seltsam doch,
diese Welt unter Wasser,
die Welt unter der meerischen See,
da krieg ich richtig Heimweh.
Will immer bleiben im weichen Samt,
des Wassers,
will nie verlassen,
das geborgene Gefühl des Allein seins
will nie das mich jemand rausholt,
will immer hier bleiben,
oben die sonne
unten das Meer
und zwischendrin ich-
zum ersten mal wieder glücklich.
Warte Geliebte,
gleich bin ich wieder bei dir,
nur noch paar Atemzüge trennen dich von mir.“>
Der Junge verliert durch die wilden Wellen und der strudelten Bewegungen sein Bewusstsein. Doch er lächelt dabei und sinkt weiter bis zum Meeresgrund, merkt alles nur stumpf, im Bewusstsein ist er mit seiner Geliebten am Leben. Plötzlich wird sein Bild zerbrochen, als er im Bewusstsein merkt das eine Hand ihn berührt. Er will NEIN! Schreien, doch er kann nicht, er ist wie gefangen, er ist in Ekstase- er will nur einfach für immer unter bleiben! Doch die Hand begreift das nicht! Sie zieht ihn langsam aus den Wasser raus und es fühlt sich alles so komisch an. Die Hand zieht ihn raus und er versucht seine Augen zu öffnen und öffnet sie doch nicht.
Mädchen 1:
„Warst du bei Sinnen,
als du warst gegangen,
ins feuchte nass da drinnen????“
Eine liebliche Person fragt ihn. Er liegt jetzt am Strand,sie kniet über ihn. Sie ist so hell wie die sonne und spricht ihn mit Du an. Er kann ihr Gesicht nicht sehen, da er versteckt ist mit ihrem Schleier.
Junge:
„Ja zum ersten mal seit langem!
Mein Verstand war wieder völlig da,
dachte ich,
seh das meiner Geliebten haar!
Aber sie!
Sie sind so hell wie die sonne, so hell!
Sind sie ein Sonnenkind?“
Sie lächelt, streicht über seine schwarzes haar als würden sie sich schon Ewigkeiten kennen.
Mädchen 1:
„Ja so zusagen. Bin im Sommer geboren,
wohne in der Nähe bei ihr,
wurde sozusagen von Gott dazu erkoren
um dich zu retten,jetzt und hier.“
Junge:
„ Ihr Haar ist so blond!
Ihr Lächeln so hell wie das Strahlen der Sonne!
ihre Augen sind so blau wie das Meer,
wie kann das sein?
Warum haben sie mich rausgeholt?
Wollte bleiben in der Glückseligkeit!
Wollte bleiben im kalten Meer!
Oh.... wie vermisse ich doch meine Geliebte so sehr.“
Mädchen 1:
„Wieso? Wo ist ihre Geliebte?“
Sie schaut in seine Augen,
die es wirklichen wissen wollen,
so erfahren, so wiese,
und irgendwie.... so bekannt?
So antwortet er wahrheitsgetreu und etwas scheu:
„Meine Geliebte ist fortgegangen, und ich bin schuld,
war nicht bei ihr,
als der Tod sie holen kam,
hab versucht ihr Tod zu rächen,
WIRKLICH!
doch umsonst,
alle Versuche waren zwecklos,
denn als sie starb war ich nicht da
sah die Schuldigen nicht,
sah so lange nicht mehr ihr Gesicht.....
Es war vor etwa einem Jahr,
war auf eine ausbildende Dienstreise in Venezia,
ich erinnre mich noch so gut an ihr helles blondes Haar,
sie war genauso wie ich,
16 Jahr,
ich erinnre mich,
an ihre fröhliches lachen,
so strahlend wie die sonne.
Wenn sie lachte,
empfand ich reinste Wonne.
Sie sagte immer zu mir:
<Wenn ich einmal sterbe
will ich auf der sonne weiterleben
und die Menschen mit meinem Licht beglücken,
sie mit meiner Vielfältigkeit entzücken.>
Dieser Gedanke machte sie so froh,
und ich hoffte für sie so,
das er sich bewahrheitete.
Dann wollte ich das sie mitkomme,
auf meiner Dienstreise nach Venezia,
doch sie sagte einfach nicht ja!
<Ich bleib hier!>
ihr Entschluss war Felsenfest,
„Nein! Bitte nicht!“
hab ich herausgepresst,
hatte eine Vorahnung,
vielleicht,
doch sie war wie Wasser,
nur durchsichtig und seicht.....
Dann überredete sie mich-
wie immer....
Nur dieses mal waren die folgen schlimmer....
Während ich war,
im schönen Venezia,
blieb sie zu Haus,
doch wir ließen kein Tag
ohne Telefongespräche aus.
Der Abend an dems geschah war Lau,
die ganze Welt fiel in grau,
und es war stockdunkel
als zwei Einbrecher kamen,
und ihr Leben nahmen,
schneller als ein Wind,
lag sie wie ein Gotteskind,
in den Todes Armen,
kein Erbarmen,
berührte den Einbrecher und Mörders Herz,
noch bis heute fühle ich ihren entsetzten Schmerz!
Wie tu ich mich schämen....
war ich nur bei ihr geblieben....
aber nein....
ich tat meine Ausbildung zu sehr lieben....
Wieso hat sie mich verlassen...
wie kann mich Gott nur so hassen,
wollte sie so gern Wiedersehen!
Wollte doch nur der sonne entgegen gehen,
um noch einmal ihr Haupt zu berühren,
ihr nahe zu sein,
um ihre weichen Lippen
noch einmal auf meine zu spüren....“
Das Mädchen schaut ihn stumme an,
mit einem blicke sagte sie dann:
„Ich war nie ganz weg.“
Er schaute sie an, versteht es nicht ist verwirrt und ruft wütend:
„Lüfte dein Gesicht! Wer bist du? Ich Kenne dich nicht!
Wie ist dein Name! Sag es geschwind,
ich werd sonst zum rasenden, nörgelnden Kind!
Erlaubt jemand ein
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Kommentare
lara schrieb am 2010-12-26 00:01:37:
also ich finde es total gut, es ist zwar bissl lang aber wirklich schön geschriebne und alles-perfekt wirklich =)
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