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Kategorien > Alltag auf meiner Art > Familienleben

Sonntag Morgen

von LaLuna

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An diesem Tag klingelt kein Wecker. Statt dessen hüpfen zwei kleine Monster schon kurz nach sieben Uhr in meinem Bett herum. Sie verwechseln mein Bett mit einem Trampolin und vergessen das auf dem Trampolin jemand schläft, der ungern als Absprungfläche dient. Ich versuche es zuerst mit der Taktik meines Mannes. Der sich auf der anderen Seite unserer Schlafstätte ganz tief in seine Decke eingemummelt hat und sich schlafend stellt. Ich bin mir nicht ganz sicher ob er sich wirklich schlafend stellt, weil das Schnarchgeräusch doch ziemlich echt klingt und man meinen könnte er ist noch in einer seiner Tiefschlafphasen. Trotz alledem finde ich diese Taktik gut und stelle mich ebenfalls schlafend. Was die kleinen Monster nicht sonderlich beeindruckt. Durch jahrelange Erfahrung haben sie herausgefunden das es einfacher ist mich zum Leben zu erwecken, als den schnarchenden Menschen auf der anderen Seite des Bettes. Ich bin aber tapfer und ignoriere die Schmerzen, die daher kommen das jemand immer wieder nach geglücktem Absprung auf mir unsanft landet. Die Beharrlichkeit zahlt sich aus, denn irgendwann wird das Hüpfspiel doch zu langweilig und die Meute zieht ab. Glück gehabt, ich kann mir noch einwenig die Decke über den Kopf ziehen und träumen. Schön wäre es wenn mir jetzt jemand einen Kaffee ans Bett bringen würde. Oder vielleicht ein leckeres Frühstück. Ich will es ja nicht übertreiben, ein Kaffee würde mir schon genügen. Aber für Wunder bin ich hier wohl alleine zuständig. Die kurze Verschnaufpause gewährt nicht sehr lange. Schon ziehen kleine Hände an meiner Zudecke und quiekende Kinderstimmen fordern ihr Recht auf Nahrung ein. Schade. Was habe ich nur früher mit all der Zeit gemacht. Ich musste ja Unmengen davon übrig gehabt haben. Ich meine mit Früher die Zeit vor der Invasion der kleinen Monsterschar. Ich schlage die Augen auf und kleine Lippen küssen mich dafür dankbar. Ich versuche meinen Mann zu wecken, der bewegt sich aber immer noch nicht. Anscheinend haben männliche Wesen mit ihrer Geburt das Anrecht zum Ausschlafen mit erworben. Hilft ja nichts. Ich schlage die Decke zurück und stehe auf. Ich werde mich jetzt erst mal selbst mit einem Kaffee belohnen und dann munter die Fragen, die die Welt am heutigen Sonntag bewegen, am Frühstückstisch beantworten. Als das Oberhaupt der Familie erscheint, haben wir schon unser Allgemeinwissen bei der "Sendung mit der Maus" erweitert. Wir haben den Vormittag genossen und jede Menge wertvoller Zeit gewonnen. Ich liebe diese Sonntage.

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Kommentare

toasty schrieb am 2009-07-25 14:56:38:
...also irgendwoher kenne ich das ja... [:
Catlyn schrieb am 2008-08-06 09:11:51:
genau das Richtige´! schön geschrieben und gutes tempus verwendet!
gruß catlyn
LUNA K. schrieb am 2008-06-25 22:56:24:
HERLICH!!!!!!!!!!!JA ES IST SCHON HART WENN MAN MUTTER, FRAU UND GELIEBTE GLEICHZEITIG SEIN MUSS!UND DABEI AM BESTEN NOCH GUT AUSZUSEHEN, ERFOLGREICH IM JOB UND AUSGEGLICHEN SEIN SOLL !!!!ABER...DIESE ZUCKERSÜßEN MAUSE, MIT IHREN KLEINEN HÄNDEN UND DEN SÜCHTIG MACHENDEN KÜSSE, ENTSCHÄDIGEN ALLES WENN, SIE ZUFRIEDEN SCHLAFEN!PS KALTES WASSER HILFT BEI AKUTEM, DAUERHAFTEN TIEFSCHLAF! LIEBE GRÜßE
Johannes Beck schrieb am 2008-04-11 08:54:37:
*Grins*, tolle Geschichte, auf angenehme, niveauvolle Weise lustig und sehr intelligent.
Hab die Geschichte gelesen, weil ich eine mit dem selben Titel hier habe und es mich doch interessiert hat, was andere dazu schreiben.
Es ist echt eine Geschichte, die einen froh werden lässt. Danke schön!

Gruß Jo

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