Soraya, die Elfe
von
Soraya
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(Eigentlich wollte ich diese Geschichte erst vieeeeel später schreiben, da ich sie dann (bei meiner naiven Zukunftsplanung) veröffentlichen wollte. Aber letztens hatten wir in Musik so ein Lied, da gings um eine Missa, wie hieß weiß ich echt nicht mehr. Auf jeden Fall fand ich diese Missa so toll, dass ich sie in eine Story einbringen wollte...und nunja, da ist meine Fantasie mit mir durchgegangen und in zwei Nächten waren da dann schon die ersten Umrisse...Wenn das mal gut geht^^
Es kann sein, dass ich wochenlang nicht weiterschreibe, dass alles total unlogisch wird, dass ich den Titel änder, aber ich habe eine neue Geschichte begonnen und kann nichts dagegen tun, sie zieht mich in ihren Bann^^)
Ein lauter Ruf drang in die Stille und Geborgenheit des Stalls: „Missa! Wo steckst du schon wieder? Komm her!“ In der Box des Silbergrauen raschelt das Stroh. Kurz darauf erschienen Kopf und Oberkörper eines jungen Mädchens über der Tür. „Shivan, liebster Shivan. Wie gern würde ich dir sagen, dass wir bald zuhause sind, wie gern würde ich dir sagen, dass wir bald in Sicherheit sind, doch das sind wir noch lange nicht. Du weißt nicht, wie schwierig es ist, zu schweigen.“ Wie zur Antwort schnaubte der Hengst. „Ach, Shivan, mein Elfenpferd.“
Ihre letzten Worte ersticken unter ihrem Heimweh, dann rannte sie über den Hof der Herzogsburg und wischte sich noch im Laufen die Tränen aus den Augen. Atemlos betrat sie die Küche und verbeugte sich eilig vor der Köchin. „Na endlich. Und jetzt eile zum Brunnen und hol Wasser.“ Missa nickte kurz und ging dann zum Brunnen. Mit Leichtigkeit holte sie den Eimer hoch und schüttete den Inhalt in einen anderen Eimer um. Lächelnd betrachtete sie ihr Spiegelbild auf dem Wasser. Sie liebte ihre tiefbraunen Haare, ihre hellgrünen Augen, die sonst fast niemand hatte und ihre Stupsnase. Alles in allem gefiel ihr das was sie sah sehr gut, sah sie doch besser aus, als all die mit Gold, Silber und Seide geschmückten Hofdamen. Sie füllte noch einen zweiten Eimer und lief dann zurück in die Küche. „Schnell bist du ja.“ murmelte die Köchin.„So, und nun lauf zu Octavia und sag – ach, verdammt, warum kannst du nicht einfach so sein wie alle anderen und nicht immer schweigen! Also, dann hilfst du der alten Irma beim Kartoffelschälen!“ Folgsam nickte Missa und ging in die hintere, etwas dunklere Ecke der großen Hofküche. Nachdem sie sich ein Messer und einen Schemel besorgt hatte, setzte sie sich zu einer gebückten Frau. „Guten Tag, kleine Missa! Hat sie dich wieder zu mir geschickt? Jaja, Wenn es so viel zu tun gibt, sind wir es wieder, die schuften müssen. Aber du bist ja frei, Mädchen, warum gehst du nicht? Wir müssen hier bleiben, sind wir ja Leibeigene, aber du, du bist noch so jung und hast noch viel vom Leben. Aber stattdessen bleibst du hier und arbeitest eifriger als das gesamte Gesindel zusammen. Wenn du nicht mit dieser Strafe Gottes, der dir die Zunge gelähmt hat, bestraft wärest, dann würdest du ein hohes Ansehen genießen. Aber, um ehrlich zu sein, bin ich froh, dass du nicht gehst.“ Lächelnd nickte Missa und sah die alte Irma fragend an, während sie in die Richtung der Köchin zeigte. Sie verstand sofort, hatte sie doch in der Zeit, die Missa schon auf diesem Hof lebte, gelernt, jeden noch so feinen Gesichtsausdruck zu deuten. „Es sind zwei Gäste eingetroffen, sie kommen wohl von ganz weit her. Hunnk oder so ähnlich soll ihr Land heißen. Wenn du mich fragst, sind die komisch. Der eine schleicht wie eine Raubkatze umher, während der andere ein Gesicht wie ein Frettchen hat, aber der Herzog scheint sie sehr zu schätzen.“ Erschreckt weiteten sich Missas Augen. Doch die alte Frau scheint dies gar nicht wahrgenommen zu haben, denn sie schälte ruhig weiter die Kartoffeln und summte vor sich hin. Nach einem Augenblick ist der Ausdruck des Erschreckens von Missas Gesicht gewichen, doch in Wirklichkeit wartet sie ungeduldig auf die Nacht.
Sobald die Dämmerung einsetzt, eilte sie aus der Küche. Sie wusste, dass die anderen es inzwischen normal finden, dass sie, sobald es auch nur leicht dämmert fluchartig das Gebäude verließ. Schnell rannte sie aus der Burg des Herzogs, über die Felder und Weiden, bis am Obsthain angekommen ist. Erschöpft lehnte sie sich an einen Baum, als ihr Gesicht auch schon von Schmerzen verzerrt wurde. Binnen Sekunden hat sich eine große Lichtblase um sie gebildet.
Als das Licht ausgeklungen ist, erkennt man ihre Verwandlung. Ihre Haare haben dasselbe Hellgrün, wie das ihrer Augen angenommen, ihre Ohren sich laufen spitz zu und ihr schmutziges Kleid ist einem schlichten, gelben Ballkleid gewichen, das von einem bodenlangen, dunkelblauen Umhang verdeckt wird. Sie schenkt dieser Veränderung keinen Blick und läuft zurück zum Hof. Leise, darauf bedacht, nicht aufzufallen schleicht sie sich zu den Gästeräumlichkeiten. Doch die Flure bleiben leer. An der ersten Tür angekommen drückt sie ihr Ohr an die Tür und beginnt zu lauschen. Als sie nichts hört, sucht sie das Gemäuer nach Lücken ab. Schnell hat sie eine gefunden, die groß genug ist, um hindurchzusehen. Der Raum scheint nicht bewohnt zu sein. Ähnlich verfährt sie bei den nächsten drei Gemächern, von denen nur eins von einer alten Verwandten der Herzogin bewohnt wird. Erst im letzten hört sie Stimmen. Wieder sucht sie einen Spalt in der Mauer und wird auch schnell fündig. Wegen dem Blickwinkel erkennt sie nur einen Mann, weiß jedoch sofort, dass es sich um diejenigen handelt, die Irma ihr beschrieben hat. Nur vereinzelte Gesprächsfetzen dringen zu ihr, reichen jedoch, um sich ganz sicher zu sein, dass sie den beiden gegenüber vorsichtig sein sollte. „...sagte, dass wir die Kaiserin...“ „... nicht nachts planen, denn sie ist eine dieser verdammt mächtigen Elfen...“ „... dann? Am Tag? Da haben wir keine Kraft, das weißt du do- Verdammt, da lauscht jemand!“ Hastig stößt Soraya sich von der Wand ab und flieht in den nächsten Gang. „Komm her, du Miststück!“ Sie hört, wie die zwei näher kommen und rennt weiter durch die engen Gänge, bis nichts mehr hört und sich sicher ist, ihre Verfolger abgehängt zu haben. Nachdem sich ihr Atem ein wenig beruhigt hat, läuft sie wieder zur Obstwiese. Wieso muss sie sich nur diesen Gefahren aussetzen? Wie gern wäre sie eine normale, unbedeutende Elfe oder gar eine Menschenfrau! Aber er geht nicht, denn schon vor ihrer Geburt wurde ihr Schicksal bestimmt und so wird sie ihren Weg als zukünftige Elfenkaiserin weitergehen. Wenn nur jemand bei ihr sein würde, denn in dieser so fremden Welt, die Seherinnen als Hexen verbrennt und Zwerge als Strafe ihres Gottes ansieht, fühlt man sich schnell einsam, ohne jemanden, der einem beisteht. Alte Erinnerungen steigen in ihr hoch.
// „So, Kinder. Ihr seid die Stellvertretenden der fünf Elfenrassen, dass ist euch doch bewusst, oder?“ Der Luftelf, der Waldelf, die Luftelfe und die Nachtelfe nickten pflichtbewusst, nur der Feuerelf blickte versonnen in die Luft. Die Nachtelfe stupste ihn an. „Der Meister hat was
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Kommentare
Soraya schrieb am 2008-07-01 12:04:58:
So ausgereift ist das alles noch gar nicht, ich weiß nicht mal, wie es weitergehen soll, daher hat sie sich im zweiten Teil dann ganz plötzlich mal verändert, weil ich nicht weiterwusste^^ so geht das bei mir...
Und ich mag solche Wortgefechte auch *lach*
Liebe Grüße, Soraya
Gimliy schrieb am 2008-06-30 13:35:51:
Also Ganz Ehrlich … ich find die Story genial! Einfach nur genial! Das klingt alles so ausgereift, als hättest du dir eine Ewigkeit darüber den Kopf zerbrochen! Jedenfalls ist es dir sehr gelungen. Ich liebe es, wenn in actionreichen Szenen die Kämpfer sich gegenseitig durch Worte fertig machen und jeder immer einen passenden Spruch aus dem Handgelenk schüttelt. Bitte, du musst diese Geschichte unbedingt weiterschreiben!
Viele liebe Grüße: Gimliy
Ps: Meine Lieblingsstelle: „Seufzend hatte sie auch ihm innerhalb kürzester Zeit ihr Wappen eingeritzt. „Das ist so langweilig mit euch! Könnt ihr jetzt gehen?““ (rofl)
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