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Kategorien > 2. Weltkrieg > 2. Weltkrieg

Stätte des Grauens

von Ronny

29. August 1939 (Polen,Warschau Innenstadt)

Es war eine außerordentlich ruhige Nacht.Im Regierungsviertel von Warschau, gleich hinter der Weichsel war um diese Zeit fast keine Menschenseele mehr unterwegs.Durch eine dunkle Gasse ging einsam
und alleine ein Mann.Sein Name war Salomon Salem.Den Kragen seines Mantels hatte er vorne zusammengerafft,das Genick eingezogen.Er war auf dem Weg nach Hause.In die Stare Miastro.Dort lebte er,seit über 30 Jahren.Zusammen mit seiner Frau Elvira und den beiden Kindern Leo und Maria. .Salomon Salem war 47 Jahre alt,seine Frau 2 Jahre älter.Salomon arbeitete seit seinem 16 Lebensjahr
in der Schneiderei und Kleiderfabrik von Leo Langbein.Salomon war Schneidermeister.Oft wenn der Chef über Tags durch die Firma ging,
und laut nachfragte wer dazu bereit sei einige Überstunden zu machen
dann meldete sich Salomon .Das Geld war bitter nötig in diesen schlechten Zeiten,das wußte er nur zu gut.Auch an diesem Abend war es wieder spät geworden.Die Uhr zeigte 21.30 Uhr alls Salomon die Werkstatttüre hinter sich ins Schloß fallen ließ.Sein Weg führte ihn auch heute wieder am Israelitischen Friedhof vorbei.Über die niedrige Sandsteinmauer konnte er die meist leuchtend weißen Grabsteine der Gräber sehen.Ihn fröstelte bei dem Anblick des Friedhofes.
Immer wenn er nachts hier vorbei kam, dann hatte er ein ungutes Gefühl.
Er wußte selbst nicht warum eigentlich,aber es war einfach so.All die Toten die dort ruhten ,hier mitten in der Stadt,ließen ihn frösteln.Eines Tages lag er selbst dort,vielleicht war es das was ihn so beunruhigte.Das Haus tauchte auf.Salomon wohnte in einem alten,etwas baufälligen 5 Familienhaus aus dem vorigen Jahrhundert.Er kramte nach dem Schlüssel,fand ihn sofort in einer seiner unzähligen Taschen die er selbst angenäht hatte.Seine Hose war ein Unikat,ein Einzellstück auf das er sehr stolz war.Salomon verstand seine Arbeit,und sein Chef Leo Langbein wußte nur zu gut was er an seinem treuen und langjährigen Mitarbeiter hatte.Im laufe der Jahre hatte sich zwischen den beiden eine regelrechte Freundschaft endwickelt.Jeder achtete den jeweils anderen alls guten rechtschaffenen Bürger,was beide auch sicherlich waren.Salomon steckte den Schlüssel ins Schloß und drehte ihn vorsichtig um.Auf leisen Sohlen schlich er sich die vielen Sandsteinstufen hinauf in den zweiten Stock.Dort klopfte er still an die alte Hölzerne Korridortüre.Zwar hatte er immer einen Haustürschlüssel bei sich,
aber den eigentlichen Wohnungsschlüssel nahm er meist nicht mit in die Firma.Seine Frau Elvira war abends erst ab 17,30 zu Hause,das wußte er.
Unter Tags war auch sie auf ihrer Arbeit.Sie arbeitete alls Verkäuferin in einer Metzgerei,keine zwei Straßen weiter weg.Die Kinder,Maria und Leo waren meist bis 2 in der Schule beschäftigt.Nachher verbrachten sie die restliche Zeit bei Salomons Bruder Ismahiel,der ganz in der Nähe wohnte.Dort bekamen sie Essen und Hilfe bei den Hausaufgaben.Ismahiels Frau Dora war ohne Arbeit.
Sie führte den Haushalt und kümmerte sich um die Kinder ihres Schwagers.
Salomon kratzte sich behäbig am Hinterkopf.Er klopfte noch einmal leise an die Türe.Schließlich hörte er leise Schritte.Die Türe wurde geöfnett.Er blickte in das Gesicht seiner Frau Elvira.Sie lächelte ihn an.Hallo Salomon,schön das du endlich da bist.Er nickte zufrieden und trat ins innere der Wohnung.Die zwei Zimmer in denen Salomon und Elvira, zusammen mit ihren Kindern lebten waren einfach und recht spartanisch eingerichtet.Eine kleine Küche mit Kochnische,ein hölzerner Klapptisch der normalerweise an der Wand hing,und ein Steinernes Spülbecken machten das meiste hier aus.
In einer Kaminnische war ein kleiner Schrank untergebracht in dem Elvira das notwendigste bevoratete.Kartoffeln, eine Ranke Speck, Zwiebeln und Gewürze,Salz und Pfeffer,mehr nicht.Die Zeit und die Verhältnisse gaben einfach nicht viel mehr her.Die Mahlzeiten waren karg,die Löhne mehr alls dürftig und so mußte Elvira immer wieder schauen das sie 4 hungrige Mäuler stopfen konnte,auch mit dem wenigen das es gab.
Salomon nahm sich eine Flasche Bier aus dem Kasten, der in der Küchenecke stand und setzte sich müde und abgespannt an den Tisch.
Er schnippte den Bügelverschluß zur Seite und nahm einen kräftigen Schluck des herben Gebräus.Das Bier war der einzige Luxus den sich Salomon ab und zu leistete,alle paar Tage ein Fläschchen wenn ihm danach war.Elvira hatte ihm gegenüber am Tisch Platz genommen.
Mitleidig blickte sie Salomon an und sprach; Es ist heut wieder sehr spät geworden,du armer Kerl,du tust mir ja so leid. Salomon schüttelte lächelnd den Kopf.War ja nur halb so schlimm,ich hab den ganzen Tag wohl keine drei Anzüge fertiggebracht,und das obwohl ich mich durchaus beeilt habe.Ungläubig schüttelte Elvira ihren Kopf.Aber warum Salomon,was war los?
Na Herr Langbein, immer wieder hatt er mich zu sich ins Büro gerufen,und stell dir vor,er hatt heute sogar mit mir Kaffee getrunken.Elviras Augen wurden weit. Stell dir vor,fuhr Salomon fort, er hatt gemeint solch einen guten und zuverläßigen Mitarbeiter wie mich hatt er noch niemals gehabt,und jetzt rate mal was er noch gesagt hat? Elvira zuckte mit den Achseln.Dabei hatte sie die Augenbrauen fragend nach oben gezogen.Ich bekomme ab dem nächsten 1. eine kleine Gehaltserhöhung!Elvira hatte jetzt die Hände vor den Mund geschlagen.Sie freute sich über diese ausgespochen gute Nachricht ihres Mannes.Das ist ja wunderbar Salomon,ich freu mich ja so für dich.
Er setzte die Flasche an und nahm einen großen Schluck.
Die Freude über diese gute Nachricht währte jedoch nur kurz.
Elvira machte Augenblicke später wieder ein ernstes Gesicht, das Salomon nichts allzu gutes versprach.
Was ist los?fragte er,du schaust so.... traurig!
Elvira schluckte.Für Augenblicke schwieg sie.Ist was mit dem Leo,oder der Maria?fragte Salomon.Sie schüttelte den Kopf.Nein Salomon, es ist nur, hast du heute keinen
Radio gehört in der Firma,oder die Zeutung,hast du keine Zeitung gelesen?
Salomon schüttelte den Kopf.Nein, hab ich heute nicht, hab ich da irgendwas verpasst? Elvira stand auf und ging zum Schrank.Sie nahm die Zeitung die dort zusammen gefaltet lag und kam zurück zum Tisch.
Dort schlug sie das Blatt auseinander und legte es vor ihren Mann auf den Tisch.Salomon nahm seine Brille aus seiner Jackettasche und setzte sie auf die Nase.Die Schlagzeile schlug ihm ins Gesicht wie eine Faust.
"Überfall der Deutschen"? hieß es dort fragend in dicken schwarzen Buchstaben.
Er blickte seine Frau an.Dann schüttelte er ungläubig den Kopf.
Was meinen die damit? Lies den Artikel, dann wirst du verstehen!endgegnette sie.
Er senkte den Kopf und vertiefte sich in den Artikel.
Von einem Überfall der Deutschen Armee war dort die Rede.
An mehreren stellen sollen deutsche Verbände in Polen eingefallen sein,ein Überfall in Polen?Das konnte Salomon nicht glauben.
Alls er den Artikel gelesen hatte blickte er Elvira mit großen Augen an.
Machen die da Witze, oder warum sollen Deutsche Soldaten bei uns hier einen Überfall wagen,weshalb denn, ich versteh das nicht ganz?
Den ganzen Tag haben sie nichts anderes im Radio gebracht Salomon.
Über Berlin und Görlitz sollen Panzer und Soldaten nach Polen gekommen sein.Dieser Adolf Hitler hatt im Radio gesagt das er die Welt beherrschen will,und hier bei uns will er damit anfangen,Salomon, ich hab Angst!
Er lächelte.Dann schüttelte er verhalten seinen Kopf. Das kann ich einfach nicht glauben Elvira,die müssen da irgendeinem falschen Bericht auf den Leim gegangen sein,glaub mir, das ist alles ein rießengroßer Irrtum,das kann einfach nicht sein!Elvira Salem deutete mit der Hand auf die Zeitung die vor ihr auf dem Tisch lag. Aber ich sag dir doch, im Radio haben sie es auch gesagt,und hier in der Zeitung stehts auch, die können sich doch nicht alle Irren.
Salomon schnaufte tief durch.Jetzt mach dir mal nicht solche Sorgen Elvira, und wenn es so ist das dieser Hitler Polen überfallen hatt, wir haben eine starke Armee,soll er nur kommen,wir werden uns zu wehren wissen.Er klopfte leicht mit der Faust auf den Tisch.Hoffentlich hast du recht Salomon,
trotzdem hab ich Angst,denk doch nur an Maria und Leo.Er reckte seine Hand über den Tisch und legte sie auf den Arm seiner Frau.Er war jetzt doch ein klein wenig beunruhigt.
Warum um alles in der Welt hatte niemand davon gehört in der Firma?
Normalerweise lief doch immer irgendwo ein Radio,nur heute scheinbar nicht.Es wird alles gut werden liebes,wir Polen werden das schaffen, wir, die Jüdische Gemeinde, wir werden das schaffen,du mußt nur fest an Gott glauben,dann wird alles gut werden,ich versprech es dir.Obwohl er jetzt selbst ein wenig beunruhigt war versuchte er Ruhe und Zuversicht auszuströmen.Salomon Salem war ein sehr gläubiger Mensch,zu allen Zeiten war er das geweßen,und dieser Glaube verlieh ihm Kraft,eine schier unerschöpfliche Kraft die er in all den Jahren weitergegeben hatte an seine Frau.In der schwehren Zeit wo Leo der Sohn sechsjährig an Kinderlähmung erkrankt geweßen war hatte er mit seinem festen Glauben Ruhe und Kraft gegeben.Das Leben des einzigen Sohnes war damals schwehr auf dem Prüfstand geweßen ,aber der lange Kampf gegen die Krankheit hatte Erfolge gezeigt.In keinem Moment hatte
Salomon die Hoffnung auf eine Genesung aufgegeben,die Kraft seines festen Glaubens hatte ihm viel geholfen dabei.Jetzt,da alles so aussah alls ob wieder eine schwehre Zeit auf ihn und seine Familie zukam war er ebenso fest davon überzeugt das nichts und niemand das Gefüge seiner Familie erschüttern konnte.Auch nicht ein hergelaufener Österreicher,der sich an die vorderste Front der deutschen Wehrmacht gedrängt hatte .Salomon drückte fest die Hand seiner Frau.Ich bin bei dir,vergiß das nie,ich werde immer bei dir sein.
Er lächelte zuversichtlich.Nun kam auch über das Gesicht von Elvira Salem ein leicht gequältes Lächeln.Sie wollte versuchen die gleiche Zuversicht zu haben wie ihr Mann sie hatte,aber so einfach war das nicht.


1.September 1939 ( Küche von Familie Salem)

Elvira Salem stand am Herd und schälte Kartoffeln.Am Tisch in der Küche saßen die Kinder über ihren Hausarbeiten.Leo, der Ältere der beiden war mittlerweile 11 Jahre alt.Maria die kleine 8.Elvira nannte sie immer noch die Kleine,obwohl sie ihren älteren Bruder fast von der Größe her eingeholt hatte.Das Radio spielte ein Lied von den Comedian Harmonists.Zu jeder vollen Stunde
wurden Nachrichten verlesen.Plötzlich verstummte die Musik unerwartet.
Ein Mann meldete sich zu Wort;er sprach; Wir unterbrechen unser Programm für eine wichtige Meldung.Wie soeben von der Regierung bekannt gegeben wurde hatt Großdeutschland unter der Führung von Reichskanzler Adolf Hilter uns Polen den Krieg erklärt.Der Präsident hatt in einer Ansprache aber versichert das zur Zeit noch keinerlei Gefahr für die Zivilbevölkerung besteht.
Bleiben sie deshalb wenn es geht zu Hause und unternehmen sie keine größeren Reisen im Land.Wir werden sie bei gegebenem Anlass weiter informieren.Jäh setzte die Musik wieder ein.
Elvira Salem hatte die Hand mit dem Kartoffelmesser sinken lassen. .Dann ging sie zum Radio und schaltete es mit betroffenem Gesicht aus.
Auch die Kinder hatten die Worte des Sprechers gehört.Stumm und verwundert schauten sich jetzt alle an,fragende Blicke gingen in der kleinen Küche hin und her.
Mama,ist jetzt Krieg? fragte Maria ihre Mutter.Müssen wir jetzt alle sterben?
Elvira lächelte ein gezwungenes lächeln.Sie legte das Kartoffelmesser zur seite und ging zu den Kindern an den Küchentisch.Sie legte ihre Hand auf den Kopf ihrer Tochter und sprach; Nein mein Schatz, so wie es der Radiosprecher gesagt hatt ist jetzt Krieg hier bei uns,aber deshalb müßen wir doch nicht gleich alle sterben,hab mal keine Angst deshalb,ich denke das alles gut werden wird.Aber wenn diese Deutschen hierher zu uns kommen?fiel Leo seiner Mutter ins Wort.Sie werden schon nicht zu uns kommen,ich hoffe es zumindest Leo.Der Junge schaute seine Mutter mit großen Augen an.
Der Lehrer hatt in der Schule gesagt das vielleicht der zweite Weltkrieg bevorsteht,was ist dann Mutti?Elvira legte auch ihrem Sohn eine Hand auf den Kopf.Wir werden am Sontag in die Synagoge gehen und Beten das es nicht soweit kommt,Gott wird uns beistehen,du mußt nur fest daran glauben Leo ,dann hilft er uns auch diese sache zu durchstehen.
Vorerst beruhigt vertiefte sich Leo wieder in seine Schreibarbeit.
Elvira horchte auf.Es hatte an der Korridortüre geklopft.Sie wischte sich noch einmal die feuchten Hände an der Schürze trocken,dann ging sie hinaus.
Sie öfnette die Türe.Es war Salomon.Mit betroffenem Blick kam er herein.
Warum bist du schon da?fragte Elvira ihren Mann,es ist doch erst....kurz nach zwei!Er folgte ihr in die Küche.Wir wurden alle nach Hause geschickt,
hast du es gehört,der Krieg ist ausgebrochen,jetzt ist es offiziel!
Ja, gerade eben haben sie es im Radio gesagt,ich kann es aber immer noch nicht richtig glauben.Doch doch,endgegnette Salomon,der liebe Chef Herr Langbein war vollkommen konfus heute Mittag,er hatt alle heimgeschikt,der Schreck über das alles,weist du.Ungläubig schaute Elvira ihren Mann an.Er spürte ihren Blick,spürte ihren Unglauben über die Reaktion seines Chefs.
Du mußt das verstehen Elvira,er hatt den ersten Weltkrieg mitgemacht,alls Soldat,die Nachricht von diesem Krieg ist sehr schwehr für Herrn Langbein zu verkraften.Es war wie ein Schock für ihn,eigentlich für uns alle.Sie setzten sich an den Tisch zu ihren Kindern.Er hatt gesagt
das uns allen sehr schwehre Zeiten bevorstehen,uns Polen,vor allem aber uns in der Jüdischen Gemeinde.Elvira nickte.Er wird wohl recht haben, der Herr Langbein,ein Krieg ist halt nie etwas leichtes,ich hab zwar auch noch keinen erlebt,aber es muß doch furchtbar sein.Salomon nickte.Was auch kommen mag, wir werden zusammen halten,werden gegen diese Deutschen angehen bis zuletzt,und wenn ich selbst eine Waffe in die Hand nehmen muß,egal,ich werde uns verteidigen bis zum letzten Blutstropfen.Leo blickte aus seinem Buch auf,blickte seinen Vater an.Was wollen die Deutschen überhaupt von uns? Salomon zuckte seine Schultern in die Höhe.Was werden sie wollen, Land wollen sie,Land das ihnen nicht gehört,sie sind Diebe,dieser Hitler ist ein Dieb,er ist nicht bei Trost sagen viele in der Firma,er sei verrückt.
Ich habe Angst Papa,fiel Maria die Kleine ins Wort.Was passiert wenn sie hier her kommen?Es wird schon nicht soweit kommen,mach dir da mal keine Sorgen Kind.Salomon schaute recht betroffen.Viele seiner Kollegen hatten die schlimmsten Befürchtungen ausgesprochen,hatten darüber geredet das die Deutschen nichts gutes im Schilde führten,Gerüchte über ein bevorstehendes Weltreich Deutschland hatten die Runde gemacht,dieser Reichskanzler hatte in einem Buch prophezeit das er der alleinige Herrscher über die Welt werden wollte,mit allen mitteln die ihm zur Verfügung standen.Salomon schauderte bei dem Gedanken daran unter einer Deutschen Herrschaft leben zu müßen.Er wußte, die Schmäh die man den Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg angetan hatte war ungesühnt geblieben bis jetzt,was wenn die Prophezeihungen dieses Hitlers keine leeren Phrasen blieben,wenn er es Ernst meinte mit seiner Weltherrschaft?In Gedanken versunken saß Salomon am Tisch.Er versuchte von diesen furchtbaren Gedanken weg zu kommen,an etwas anderes zu denken,aber es ließ ihn nicht los.Er dachte an die Zukunft,an seine und die seiner Familie.Innständig hoffte er das sich alles zum guten wendete.Leise betete er an Gott den Allmächtigen.Ein kurzer Vers fiel ihm ein.(Nichts tröstet mächtiger alls die Gewißheit,mitten im Elend von der liebe Gottes umgeben zu werden.)Noch ging es Salomon und seiner Familie verhältnismäßig gut, was aber wenn die Deutschen einrückten?Wie gut, dachte sich Salomon, das man die Zukunft nicht vorhersehen kann,alles liegt in Gottes Händen,nur er weiß wie es weitergeht,und wir, wir leben danach.


27.September 1939 (Innenstadt Warschau)

Das Schicksal der Polnischen Landsleute,und das von Salomon und seiner Familie lag aber nicht in Gottes Händen,es lag in den Händen der Deutschen Wehrmacht.Hunderttausende Soldaten waren in das Land eingefallen und hatten die Polnische Armee im Schlaf überrumpelt.
Am Morgen des 25 Septembers 39 ging ein Donnerhallen durch die Straßen von Warschau.Salomon war gerade auf dem Weg zur Arbeit alls er an einer Straßenecke abruppt halt machte.Höllischer infamer Lärm hallte durch die Straßen.Salomon lauschte,spitzte die Ohren und horchte wieder.Was war es das diesen Krach verursachte?Er bog um die Ecke des Hauses.Plötzlich blieb er in der Bewegung stehen,wie versteinert starrte er auf die andere Straßenseite.
Zwei schwehre mächtige Panzerfahrzeuge hatten sich dort drüben drohend postiert.
Die Motoren brüllten kreischend auf,schwarze Wolken aus Ruß bliesen eine mächtige Fontaine in den Himmel.Menschen rannten an Salomon vorbei.Erschreckte Gesichter in denen Angst und Schrecken zu lesen war.
Da waren auch Uniformierte.Soldaten.Eine ganze Schaar Deutscher rannte quer über den großen Platz neben den Panzerfahrzeugen.Es mußten Deutsche sein.
Sie riefen,ja sie schriehen sich etwas in einer fremden Sprache zu ,die Salomon nicht verstand.Wie ein Schwarm wilder Bienen verbreiteten sie
sich,auf den Gehwegen, auf den Straßen,überall. Erschreckt wich Salomon zurück.Er preste sich instinktiv mit dem Körper an die Wand des Hauses,wollte sich irgendwie unauffällig machen,aber es war bereits zu spät.Zwei der Soldaten hatten ihn gesehen und ins Visier genommen.Sie kamen rasch auf ihn zu.Mit vorgehaltener Maschienenpistole forderten sie ihn zu irgend etwas auf.Einer der beiden Deutschen schrieh Salomon an.Salomon aber verstand nicht was der Soldat von ihm wollte.Mit Angstverzerrtem Gesicht,und unschlüssiger Geste versuchte er dem Soldaten klar zu machen das er die Sprache nicht verstand.Wieder schrieh
der junge Deutsche Salomon an.Er kam auf ihn zu, dann packte er den völlig verstörten an der Schulter und drückte ihn mit aller Gewalt zu Boden.Salomon ging in die Knie.Noch fester drückte der Soldat zu.Bis Salomon flach auf dem Boden lag.Der zweite der beiden Deutschen nahm sein Maschienengewehr und stieß den Lauf der Waffe unsanft in Salomons Genick.Ihm wurde mit einem male eiskalt.Er jammerte leise,immer wieder sprach er aber die gleichen Worte.Ich verstehe sie nicht, was wollen sie?Sekunden verstrichen.
Innerlich betete Salomon.Die kalte Waffe im Genick betete er um sein bißchen leben das jetzt so bedroht schien wie noch nie zuvor.
Schließlich,nach ewigen Augenblicken ließen die beiden von ihm ab.Unter Geschreihe rannten sie davon.Sie schloßen sich wieder der auseinanderstebenden Truppe an.
Sicherlich eine halbe Minute lag Salomon so auf dem kalten Bürgersteig.
Nur langsam realisierte er das seine Peiniger von ihm abgelassen hatten.
Sein Körper zitterte wie an einem kalten Wintertag.Seine Beine zitterten,seine Arme,einfach alles.Er schaffte es aber wieder auf die Füße zu kommen.
Voller Panik blickte er sich um.Die Soldaten waren jetzt fast außer Sichtweite,sie rannten weiter in Richtung Innenstadt.Die beiden Panzer aber standen nach wie vor an der gleichen Stelle,die Motoren liefen jetzt ruhig,sie warteten auf irgend etwas.Es waren die Deutschen.Jetzt war es Gewißheit für Salomon,die Deutschen hatten Warschau erreicht.Mit immer noch zitternden Knien erreichte er Minuten später schließlich das Haus von Leo Langbein,seinem Chef.
Spät am Abend hörte Salomon zu Hause,zusammen mit seiner Frau die Abendnachrichten im Radio.Dort hieß es das die Polnische Regierung kapituliert hatte.Die deutsche Wehrmacht hatte in nur 27 Tagen Polen besiegt und besetzt.Der Blitzkrieg von Adolf Hitler hatte funktioniert.
Die lange Leidenszeit für Salomon Salem und seiner Familie hatte an diesem Tag seinen Anfang gefunden.Die Leidenszeit für alle Polen,vor allem aber für die Jüdische Bevölkerung Warschaus.


27.01.1940

Was Salomon Salem niemals geahnt hätte und das doch eingetreten war.
Die Nationalsozialistische Verfolgung seines Volkes,der Juden war Tatsache.
In Polen wütete diese Menschenverachtende Verfolgung aber am allerschlimmsten.
Speziell in Warschau nahmen Leid und Wiederstand der Juden aber ihre extremsten Formen an.Nach dem Einfall und der Besetzung durch die Deutschen hatte man die Jüdische Gemeinschaft Warschaus gezwungen
ihr Viertel mit einer Mauer von 4 Metern Höhe zu umzäunen.Dieses 18 km lange Bollwerk der Niederträchtigkeit wurde von Jüdischen Bauarbeitern unter
Bewachung der Deutschen Besatzer in einjähriger Bauzeit erichtet.Tag für Tag wenn Salomon zur Arbeit ging mußte er zusehen wie diese Mauer wuchs und an länge zugewann.Das Jüdische Viertel sollte nach Ansicht der Nationalsozialisten zu einem Gehege umfunktioniert werden.Ein Gehege in dem Menschen leben sollten.Menschen beraubt ihrer allermeisten menschlichen Grundrechte.Vor dem Beginn des Krieges hatten über eine halbe Million Menschen dort gewohnt,ein halbes Jahr später aber waren durch
zusammenpferchen weit über zwei Millionen Menschen in diesem sogenannten Getto untergebracht.Salomon mußte die Arbeit bei seinem Chef
aufgeben.Auch Elviera war ohne Arbeit,wie alle anderen im Getto auch. .Den Juden wurde verboten irgendwelche Arbeiten zu verrichten.So verbrachten Salomon und seine Frau die meiste Zeit des Tages damit auf der Straße
umherzugehen.Es gab nach einer gewißen Zeit auch keinen Strom mehr für das Viertel. Nachts, wenn die Dunkelheit über das Land kam blieb alles dunkel im Getto.Auch die Nahrungsmittel wurden drastisch gekürzt.Die Rationierungsbestimmungen schlossen die Juden von jeder Zuteilung von Fleisch, Milch und Fett aus.Jedem der 2000 000 Bewohner stand pro Monat eine Ration von 2 kg Brot zu,mehr gab es nicht.Die Juden sollten bis auf den letzten Einwohner des Gettos ausgehungert werden.Außerdem wurden den Juden verboten Telefone,Zeitungen und Radios zu besitzen.
Die Tage verliefen driest und Trostlos.Auf den Straßen herrschte Not und
Trostlosigkeit.Auf dem freien Platz,hinter dem alten Friedhof trafen sich Tags über viele um zu Reden,um beisammen zu sein,um die wenigen Dinge die noch da waren zu tauschen.Auch Salomon traf sich hier regelmäßig mit seinen Bekannten,seinen Freunden aus vergangenen besseren Tagen.
In einer kleinen Gruppe, die auf dem Rande eines Steinernen Brunnens saßen war seit einer dreiviertel Stunde eine hitzige Diskussion im Gange,auch Salomon saß dort und redete. Er unterhielt sich mit seinem alten Schulfreund
Anton Ferstenberg,der zusammen mit Frau und drei Kindern unweit in einem alten überfüllten Stadthaus wohnte.Eines kann ich dir sagen Salomon,so wie die uns behandeln wird das nicht in alle Ewigkeit weitergehen.Aber was willst du tuen Anton, sie haben nun mal Waffen, sie sind in der Überzahl,sie ...sie sind brutal und unmenschlich!Anton zuckte mit den Augen.Du sagts es,brutal sind sie diese Nazis.Salomon hob seine Hand und deutete seinem Freund an er möge doch etwas leiser sprechen,er fürchtete Spitzel,auch unter den Juden selbst.Die Kinder können nicht mehr in die Schule gehen,wir dürfen nicht mehr arbeiten,dürfen noch nicht einmal aus diesem verdammten Getto rauß, wir sind hier gefangen wie Tiere,und da soll ich ruhig sein?Wieder mahnte Salomon seinen Freund zur Ruhe.Ich weiß Anton,es sind schwehre Zeiten die uns da ganz und gar die Luft zum Atmen rauben,aber es wird auch wieder besser,ich hab sogar von Untergrundbewegungen gehört die hier irgendwo
laufen,zwar weiß ich nichts genaues,aber es ist wirklich so.Ungläubig schaute Anton seinen Freund an.Untergrundbewegungen?wiederholte er vorsichtig.
Salomon nickte.Aber ja, Wiederstandkämpfer die versuchen sich den Nazies endgegen zu stellen.Und glaube mir, eines Tages werden wir wieder freie Menschen sein,aber bis dahin müssen wir ausharren.Anton spuckte aus,spuckte auf den Boden.Pah, ausharren, wie lange, bis wir ebenso irgendwo auf der Straße tot umfallen wie viele andere hier,abgemagert bis auf die Knochen,halb verhungert? Schau dich doch mal um, fast jeden Tag treffe ich hier am Straßenrand zu tode gehungerte Menschen an ,die ausgezehrten Leiber derer die versucht haben auszuharren.Und dann die, die Täglich von hier verschwinden.Über Nacht.Hast du noch nichts davon gehört das hier immer öfter Menschen verschwinden die nicht mehr auftauchen?Salomon schüttelte den Kopf.Was weißt du darüber Freund,erzähl mir von was du redest.
Zum Beispiel die Familie Guttenberger,drüben am Kohlenkai,du hast ihn doch auch gekannt den Herbert Guttenberger,oder? Salomon nickte und sprach; Ja, nathürlich hab ich den Herbert gekannt,was ist mit ihm? Sie sind über Nacht verschwunden,niemand weiß irgend etwas über ihren verbleib, und dann
Freddy Hirsch mit Frau und Kindern, weg, spurlos verschwunden.Und so giebt es noch viele von meinen Bekannten,sag mir Salomon, wo sind all diese Menschen hin?Aus dem Getto führt normalerweise kein Weg ,es sei denn du hast einen Sonderausweis der Deutschen.Wo allso sind sie geblieben?
Salomon schüttelte wieder seinen Kopf.Ich weiß es nicht Anton, vielleicht durften sie ja ausreisen?Anton schüttelte den Kopf. Ich sag dir mal was Salomon, da stimmt irgend etwas nicht bei der sache,da ist irgend etwas faul,das spür ich, das sagt mir mein gesunder Menschenverstand.Was meinst du damit,da ist etwas faul? Salomon hatte ein fragendes Gesicht .Toni kam ganz nah an seinen Freund heran,er flüsterte jetzt und sprach; die Deutschen, man munkelt da etwas hinter vorgehaltener Hand, sie bringen die Leute in Lager und dort...... sie bringen die Leute um! Salomon wich erschreckt zurück.
Aber warum sollten sie das tuen?Anton zuckte mit den Schultern.
Er griff sich an die Brust,legte seine rechte Hand darauf und endgegnette;Wir sind Juden, genügt das nicht um uns umzubringen? Denk doch mal an die Vergangenheit, in allen Zeiten hatt es genügt Jude zu sein um umgebracht zu werden,warum nicht auch bei den Deutschen?Salomon war jetzt innerlich aufgewühlt,sein Herz klopfte laut,er schnaufte auf.Allso Anton, wenn ich alles glauben kann, aber diese Geschichte ist mir doch einen deut zu hoch gegriffen.Die Deutschen mögen böswillig sein, sie sind Nationalsozialisten,aber einen Völkermord wie du ihn beschreibst traue ich selbst ihnen nicht zu,beim besten willen nicht.Anton wich zurück.Er nickte ein paar mal mit dem Kopf,dann sprach er; Ich hoffe für uns alle das du recht behälst Salomon, möge unser Gott gnädig sein mit uns und uns vor diesen....
Verrätern beschützen.



19.04.1941

Die anfängliche Überbevölkerung des Warschauer Gettos brachte ihre eigenen immensen Probleme mit sich.Viele Tausend Menschen verhungerten förmlich auf den Straßen von Warschau.Man litt nicht nur unter dem Hunger, auch die nächtliche Stromsperre und der Mangel an Brennmaterial
sorgten für Menschliche Tragödien innerhalb der 4 meter hohen und 18 km langen Mauer die das Getto umgab.Doch auch durch schärfste Kontrollen gelang es findigen Menschen Nahrungsmittel und Gebrauchsgüter zu schmuggeln,aber nur für einige wenige.In diesem Jahr 1941 wurde es einem Teil der Bevölkerung erlaubt
Hemden und Uniformen für die Wehrmacht herzustellen und sich so eine kleine Aufbesserung der anfänglich kleinen Brotrationen zu erarbeiten.
Man nähte Uniformen für seine Unterdrücker.Trotz der vielen schwierigkeiten aber
ließen sich die Bewohner des Gettos nicht in die Knie zwingen.
Salomon der ja Schneidermeister war konnte sich so ein kleines Zubrot für sich und seine Familie verdienen,nicht viel, aber in diesen Zeiten da fast nichts da war, war das wenige mehr alls genug.Salomon hatte jetzt eine Monatliche Brotration von 6 kg pro Kopf erreicht,die Mahlzeiten waren zwar monoton und einfach aber es reichte wenigstens um zu überleben.

19.01.42 (Reichssicherheitshauptamt -Berlin)

Ein Jeep fuhr vor dem großen mit allem Pomp versehenen Gebäude vor.
Ein Uniformierter Mann,etwa 40 Jahre alt endstieg dem Wagen.Unter dem Arm trug er eine braune Lederne Aktentasche.Er eilte die Stufen des Reichssicherheitsamtes empor und trat ein.Schnell hatte er sein Ziel erreicht,Stube 224,das Büro von Reichssicherheitsführer Heinrich Himmler,der außerdem auch Chef der deutschen Polzei war zu dieser Zeit.Der Besucher hieß Rudolf Höß.Er klopfte an die Türe.Ein lautes ,Ja bitte ,war aus dem innern zu hören.Höß trat ein.Hinter einem mächtigen, aus Eichenholz gezimmerten Schreibtisch saß Reichsführer Himmler.Hinter ihm an der Wand prangte ein übergroßes Schwarzweisbild von Adolf Hitler.Aus seinen durch die Brille stark verkleinerten Augen blickte er Höß an.Da sind sie ja endlich Höß,ich hab schon auf sie gewartet,setzten sie sich doch.Himmler deutete auf den freien Stuhl vor dem Schreibtisch.
Rudolf Höß nahm Platz.Sie haben mich zu sich bestellt,giebt es einen wichtigen Anlass Herr Reichsführer? Himmler lehnte sich zufrieden zurück und zog die Lippen nach oben.Richtig Höß, es giebt tatsächlich einen gewichtigen Grund warum ich sie hier her gebeten habe.Himmler öfnete eine Hölzerne Schachtel die auf dem Schreibtisch stand und endnahm eine Zigarre.Er reichte sie Höß und sprach; möchten sie eine?Soweit ich informiert bin sind sie kein Kostverächter wenn es um gute Zigarren geht, und diese hier ist eine der besten.Höß nahm die handgedrehte Cubbanische Zigarre und zog sie unter der Nase endlang.Genüßlich zog er den herrlichen Duft in die Nase.
Um was geht es?fragte er kurz und bündig.Himmler nahm einen dünnen Aktenordner der vor ihm lag und öffnette das Papier.Die Wannseekonforenz,sagt ihnen das etwas Höß? Der schüttelte den Kopf.
Sollte es das? Es giebt einen neuen und vorrangigen Beschluß,ich war dort
und hab den direkten Befehl erhalten sie darüber einzuweihen.Höß blickte Himmler mit fragendem Gesicht an.In was einzuweihen? Es geht um die beseitigung des
Ewigen Deutschen Feindes,der Judenschaft.Dieser Klassenfeind ersten Ranges
war die längste Zeit unser aller Feind.Höß verstand immer noch nicht ganz.
Himmler fuhr fort in seinen Ausführungen. Herr Heydrich hatt gestern angekündigt das die Massenvernichtung der Judenschaft in greifbare Nähe gerückt ist.Der Führer hatt die Absicht ernst zu machen.Sie lieber Höß sind von Herr Heydrich dazu auserkoren worden ein Lager zu errichten das dazu in der Lage ist diese Endlößung zu bewerkstelligen.Ein Gefangenenlager?Mehr alls das lieber Höß, ein Arbeitslager,ein ich drück es jetzt mal etwas treffender aus,ein Vernichtungslager.Höß zog die Augenbrauen hoch.Er hatte zwar schon von einem derartigen Vorhaben gehört,in internen Kreisen,das die sache jetzt aber tatsächlich angegangen wurde kam selbst für ihn überraschend.Und wo soll dieses Lager errichtet werden?fragte er Himmler.Herr Heydrich hatt sich
dahingehend eingehend beraten,und ist zu dem Endschluß gekommen das man dieses Lager in Polen,genauer gesagt in Auschwitz errichten will.Es giebt da ein ehemalieges Kasernengelände der Polnischen Armee,dort lieber Höß wird ihr zukünftiges Reich sein.Sie werden gleich Morgen dort hin fahren und sich ein genaues Bild machen von diesen Anlagen.In ihrer Hand liegt dann alles weitere.Sie haben den Auftrag dort ein Lager für 10 bis 20 000 Häftlinge zu erichten.Außerdem sollen Vernichtungsanlagen endstehen.Der Führer hatt die Ausrottung der Juden befohlen,an uns liegt es diesen Plan zu bewerkstelligen,sind sie dazu bereit?Höß nickte bedächtig.Ich habe verstanden,sie können sich da ganz auf mich verlassen Herr Reichssicherheitsführer,so wie sie sich bisher auf mich verlassen konnten.Himmler grinste zufrieden.Die Entjudung von Europa hatt begonnen Höß,eine Sternstunde für unser aller weiteres Schaffen.
Über die Einzelheiten der Judenvernichtung wird sie mein Adjudant Mildner
unterichten.Herr Heydrich hatt sie alls Komandanten dieses Lagers vorgesehen,denken sie das sie dieser Aufgabe gewachsen sind?
Höß nickt und sprach; Nathürlich Herr Reichsführer,ich werde allen Feinden des Deutschen Reiches zeigen wer hier die Herren sind,unter meinem Komando wird auch der letzte dieser Hunde ins Gras beißen,dessen können sie sich sicher sein.Himmler grinste wieder zufrieden.Ich wußte das ich mich auf sie verlassen kann Höß!


20.Juni. 1942 (Getto Warschau)

Mit der Zeit stellte man innerhalb des Gettos immer häufiger fest das Menschen über Nacht verschwanden.Seit April wurden fast täglich an die 4000 Menschen in Züge verladen die mit einem unbekannten Ziel abfuhren.Viele der abtransportierten waren freiwillige die glaubten man bringe sie zur Umsiedlung in andere Lager oder freie Wohnsiedlungen Richtung Osten .So wollte man der qualvollen Überbevölkerung und der erstickenden Atmosphäre des Gettos entkommen.Gegen Ende des Jahres 1942 war das Getto bereits merklich endvölkert.Zu diesem Zeitpunkt gab es in Warschau nur noch etwa 80 000 Juden.Keiner von ihnen konnte sich auch nur im geringsten vorstellen was ihn draußen vor den Türen des inzwischen verhaßten Gettos erwartete.
Immer wieder durchstöberten Wehrmachtsangehörige und Himmlers Waffen SS die Stadt um Menschen für die Transporte zusammen zu treiben.
Oftmals hörte man Nachts Schüsse durch die Straßen hallen.Des Nachts, wenn die meisten Menschen schliefen wurden solche Razien meist durchgeführt.Abertausende Menschen fielen den Pistolen der SS dabei zum Opfer.Die Waffen SS,die Schutzstaffel Heinrich Himmlers war eine der berüchtigsten Einrichtungen während des Nationalsozialismus.Diese besonders brutal und rücksichtslos agierende Truppe zeichnete sich durch besondere Brutalität aus.Wer sich weigerte wurde nicht selten an Ort und Stelle durch einen Genickschuss niedergestreckt.Einer solchen Razzia fiel auch Salomon Salem ,mit Familie zum Opfer.Es war Nacht.Alles war ruhig,alles war dunkel.Salomon, seine Frau und die beiden Kinder schliefen schon seit Stunden.

12.Oktober 1942 (Wohnung der Familie Salem)

Es krachte und schepperte an der Korridortüre.Eine Stimme schrieh laut;
aufmachen, sofort aufmachen!Wieder donnerte ein dumpfes poltern durch den Korridor.Salomon fuhr erschreckt im Bett hoch.Wer ist das,was ist los?fragte Elvira verstört.Sie hatte sich ebenfalls im Bett aufgerichtet und horchte in die Dunkelheit.Abermals krachte es im Flur.Salomon sprang aus dem Bett und rannte schlaftrunken zur Korridortüre.Sofort aufmachen ihr verdammten Juden,gehlte es von draußen durch das Holz der Türe.Wer ist da? fragte Salomon vorsichtig. Mach die Tür auf,oder wir brechen sie auf du.......
Salomon drehte den Schlüssel und drückte die Klinke nach unten.
Die Tür wurde heftig aufgestoßen und knallte ins innere der Wohnung.Erschrocken wich Salomon zurück.Drei SS Männer drängten in die Wohnung,überrannten ihn förmlich.Einer der drei trug eine starke Lampe die den Flur gespenstisch erhellte.Er leuchtete Salomon damit direkt ins Gesicht.
Benommen schloß er die Augen,der Schein der Lampe blendete ihn.
Ein anderer hatte eine Maschienenpistole im Anschlag.Der dritte rief barsch;
Bist du der Jude Salomon Salem?Er endgegnette ein leises ja, der bin ich! was wollen sie denn?.Los, sofort alle aufwecken und die Koffer packen!Salomon war noch verschlafen, er wußte nicht was das alles zu bedeuten hatte,aber er sah die Machienenpistole,sah den Lauf der Waffe auf sich gerichtet.Eben kam Elvira aus dem Schlafraum.Deine Frau? fragte der dritte SSler barsch. Ja, antwortete Salomon. Ihr packt jetzt eure Koffer,euren Schmuck, Wertsachen Bargeld,alles,in einer viertelstunde ist Abmarsch,verstanden?Salomon stand wie angewurzelt im Flur.Er war nicht fähig sich zu regen.Der SS Mann der die Waffe trug merkte das Salomon nicht sofort reagierte.Er kam an ihn heran und holte mit dem Rückteil seiner
Maschienenpistole aus.Hart schlug das Metall auf die Schulter von Salomon.
Er schrieh auf,und sackte ein wenig zusammen.Elvira aber war bei ihm und schnappte sich sofort seinen Arm.Sie half ihrem Mann auf den Beinen zu stehen.Schmerz durchbohrte Salomons Schulter,stechender furchtbarer Schmerz.Warum haben sie das getan?schrieh Elvira laut durch den Flur.
Schnauze Judenschlampe,endgegnette der zweite.Pack lieber deinen Koffer,oder willst du das wir dich hier gleich an Ort und Stelle erledigen?
Die Lage war zunächst aussichtslos,das merkte Elvira schnell.Zusammen mit Salomon stopfte sie zwei braune alte Lederkoffer voll der wichtigsten Kleidungsstücke die sie besaßen.Die Kinder wurden geweckt.Verschlafen und vollkommen verstört standen die beiden im Flur.Der SS Mann der die Waffe trug hatte sich neben der Korridortüre postiert,er hielt Wache das niemand durch die Türe endwischen konnte.Die anderen derweil überwachten das Koffer packen.Hast du auch alle Wertsachen eingepackt?rief der Kerl drohend zu Elvira. Alles was wir haben,endgegnette sie.Die Aktion hatte keine 15 Minuten gedauert.Maria fing leise an zu schluchzen,sie klammerte sich an den Arm ihrer Mutter und stand neben ihr . Salomon versuchte den Koridorschlüssel ins Schloß zu stecken,er wollte die Türe von außen verschließen.
Laß das, die brauchst du nicht zu zu schließen fauchte ihn einer der SS Männer an.Aber..... ich muß....... Nichts da!Salomon bekam einen Schlag in die Seite,er ließ den Schlüßel aus der Hand fallen.Er kam polternd auf dem Boden zum liegen.
Getrieben von den drei Uniformierten stiegen alle die Treppe hinab.Es war eine kühle von Nebel durchfeuchtete Nacht.Man konnte keine 10 Meter weit sehen.Vor dem Haus stand ein Geländejeep.Einsteigen, schnell schnell!fauchte einer der Kerle.
Hastig schmiß der SS Mann die zwei Koffer in das Heck des Wagens.
Der Motor heulte jaulend auf,und mit quitschenden Reifen fuhr der Jeep los.
Salomon aber betete im innern zu Gott,er betete das er uns seine Familie gut aus dieser sache wieder herauskamen.Und wieder fiel ihm ein Vers ein;(
Es gefällt dem Herrn in der Nacht zu kommen, darum fürchte die Nacht nicht!)
Er aber fürchtete sich,vor diesen brutalen Schlägern.Wo nur brachten sie ihn und seine Familie hin,mitten in der Nacht,weg von Zu Hause?Er betete weiter,er flehte zu Gott im Himmel.


13.Oktober 1942

Die Warschauer Innenstadt war Salomon wohlbekannt.Dort war er aufgewachsen,dort hatte er sein ganzes Leben gelebt,gewohnt,gearbeitet.
Sie passierten den Schlagbaum der das Getto abgrenzte.Die Schranke wurde nach oben gezogen und der Jeep fuhr ohne anzuhalten weiter.Salomon drückte die Hand seiner Kinder,so fest er nur konnte.Auch Elvira drückte die Kinder.Maria hatte jetzt begonnen leise zu weinen.Sie drückte das Gesicht in die Arme ihrer Mutter und weinte.Elvira versuchte sie zu trösten.
Weine nicht Maria, es wird alles gut werden,weine nicht.
Die Fahrt ging vorbei am alten Stadtfriedhof.Endlang der Velencersee,paralell zu den Eisenbahnschienen hin zum Bahnhof.Durch die Scheiben des Jeeps konnte Salomon schon von einiger Endfernung sehen das sich um das Bahnhofsgebäude eine große Menschenansammlung bewegte.Beim näherkommen erkannte er das es sich dabei meist um Uniformierte SS Leute handelte.Jeeps, Lastwagen und Wehrmachtsmotorräder standen wild durcheinander gewürfelt herum.Los ausstseigen!befahl der bewaffnette Kerl.Koffer nehmen, und mir folgen!befahl er weiter. Die Kinder an der einen Hand,die Koffer an der anderen,so gingen Salomon und Elvira hinter den SSlern her.Sie erreichten den Bahnhof.Durch die große Türe traten sie ein.Etliche Menschen waren hier versammelt.Alle hatten sie Koffer oder Taschen,viele hatten ihre Kinder an den Händen.In der Mitte des Bahnhofgebäudes stand ein Tisch an dem zwei Männer saßen.Salomon und Elvira wurden an diesen Tisch geführt.
Zur rechten saß ein kleiner dicker Mann mit Nickelbrille.Er war Wortführer.
Daneben saß der Schriftführer,der das Protokoll führte. Ihr Name?fragte er kühl und gleichgültig. Salomon Salem, und Elviera Salem,und das sind unsere Kinder Maria und Leo.Der Dicke suchte einige Listen durch,dann stieß er auf das was er gesucht hatte.Salomon Salem, geboren am18.05.1893 in Warschau?
Salomon nickte, aber der Kerl hatte nicht aufgeschaut beim vorlesen.
Er blickte Augenblicke später auf und fuhr Salomon barsch an.Machen sie doch mal den Mund auf Mann,sind sies oder nicht? Salomon bejahte noch einmal. Der Kerl zählte nacheinander die Geburtsdaten von Elvira,Maria und Leo auf.Dann drückte er einen übergroßen Stempel auf das Papier. Der Mann daneben schrieb irgend etwas in ein Buch, dann war die Sache vorerst erledigt.
Fuhre 3 sprach der dickleibige Mann am Tisch. Die wartenden SSler kamen und nahmen Salomon am Arm.Los mitkommen!Sie führten ihn,Elvira und die Kinder in einen anderen Raum,nebenan. Dort saßen bereits an die 100 Menschen,teils auf ihren Koffern,teils auf dem Boden.Sie warteten ebenfalls.
Was geschieht jetzt mit uns?fragte Maria schluchzend ihre Mutter,warum mußten wir hier her kommen? Elvira strich ihrer Tochter mit der Hand über den Kopf.Ich weiß es auch nicht mein Schatz, mach dir aber keine Sorgen, wir sind ja bei dir.Salomon schaute sich um.Überall blickte er in die gleichen erstarrten und fragenden Augen,niemand hier wußte warscheinlich warum er eigentlich hier war.Er wendete sich schließlich einem älteren Mann zu der direkt neben ihm stand. Entschuldigen sie, wissen sie warum wir hier sind?
Der Alte verneinte,ich weiß es nicht, sie haben uns von zu Hause geholt,wir haben geschlafen alls sie kamen.Genau wie bei uns!endgegnette Salomon.
Was wollen die von uns? Wieder schüttelte der Alte Mann den Kopf.
Wir hier sind alle Juden,wenn ihnen das weiterhilft!Salomons Augen wurden starr.Er erinnerte sich mit einem male an das Gespräch mit Anton Ferstenberg,das in dem der von der Verschleppung in Lager geredet hatte.
Kamen sie jetzt in eines dieser Lager?Wollte man sie umsiedeln?
Weg von Warschau,hinaus aufs Land?Er wußte es nicht.
Innerlich war er ein klein wenig ruhiger geworden,die Aufnahme der Geburtsdaten vor wenigen Minuten konnte auf eine Umsiedlung schließen lassen.Ein Schuss krachte draußen vor den Fenstern.Alle die in Fensternähe standen versuchten rasch irgend etwas in der Dunkelheit zu sehen.Sie pressten ihr Gesichter an die Scheiben,jeder wollte einen Blick erhaschen,jeder wollte vorne sein.Salomon kniff beide Augen zusammen,er ging näher an das milchige Glas heran.Vage konnte er zwei Uniformierte Männer erkennen.
Sie standen gebeugt über einem....... Menschen. Dort lag ein Mann auf dem Boden.
Einer der beiden Männer hatte eine Pistole in der Hand. Salomon blickte genauer hin.Seine Augen weiteten sich vor endsetzen.Der Uniformierte nahm die Pistole,hielt sie in das Genick des am Boden liegenden,und drückte ab.
Wieder krachte ein Schuss durch die Stille der Nacht.Der Körper am Boden zuckte auf und fiel leblos in sich zusammen.Lachend gingen die beiden SSler davon,ließen den Mann am Boden liegen.Salomon wurde mit einem male siedentheis.Der Schweiß brach ihm aus den Poren,dicke Perlen rannen ihm über Gesicht und Hals.Bleich wendete er sich seiner Frau zu.Er hatte mit an gesehen wie zwei SS Männer einen flüchtenden erschossen,brutal ins Genick.
Er wollte schweigen,wollte Frau und Kindern nicht sagen was sich eben draußen vor dem Fenster abgespielt hatte.Totenbleich setzte er sich auf seinen Koffer,schlug die Hände vors Gesicht,schloß die Augen. Der Traum der Umsiedlung aufs Land war eben zerplatzt wie eine Seifenblase im Wind zerplatzt.In diesen Augenblicken wußte er,ja er ahnte das ihnen schlimeres bevorstand.

(Bahnhof von Warschau)


Die Nacht zog sich endloß in die Länge.Die Luft war verbraucht,es roch muffig und klamm in dem kleinen Bahnhofswarteraum.Die vielen Menschen hatten kaum ein Auge zugemacht.Kinder weinten überall.Mancher der wartenden versuchte irgendwie auf seinen Koffern oder Taschen zu schlafen, etwas zur Ruhe zu kommen was aber nur schwehrlich gelang.
Durst plagte die allermeisten, auch die Übernächtigung machte sich jetzt bemerkbar.
Die Bahnhofsuhr zeigte 7,33 Uhr. Plötzlich wurde die Türe mit einem lauten Knall aufgestoßen.Zehn SS Männer mit Maschienengewehren kamen in den Saal.
Jetzt gehts los,alle mir nach,schnell und zügig !brüllte einer der Männer.
Ein Aufruhr ging durch die Menschen.Hastig wurde das karge Gepäck zusammengerafft.Wie ein grauer Pilgerstrom ergoß sich die Schlange der Menschen über den Bahnsteig.Alte und junge Männer, alte Frauen,junge Frauen und Kinder.Eingekreist von Maschienengewehren gingen sie so dahin.Ein trauriger endloser Pilgerstrom der ins Ungewiße ging.
Über die Gleise hinweg zu einer Bahnrampe.Über eine Treppe gelangten die Menschen auf die Rampe, die direkt ins Innere von Güterwaggons führte.Diese Waggons waren mit Stroh ausgestreut.Altes fauliges Stroh,es stank fürchterlich nach Moder und Fäulnis.Dort hinein!schrieh einer der SS Männer,immer 50 in einen Waggon! Ein junger Offizier stand am Eingang der Waggons und zählte.Er zählte bis die 50 voll war,dann schrieh er; Stop!In die anderen Wagen!
Die folgenden wurden in die nächsten Waggons geführt.Es war eng und stickig im innern .50 Personen waren viel zu viel,einige der Menschen fanden keinen Sitzplatz,notgedrungen wechselten sich die Menschen nach einer Zeit mit dem sitzen ab.In der Ecke jedes Waggons stand ein großer Bottich.Dort hinein sollte man seine Notdurft verrichten.In einer anderen Ecke standen zwei Holzeimer mit Wasser.Trinkwasser wie einer der SS ler höönisch bemerkte.Teilt euch die zwei Eimer gut ein, es giebt nichts mehr vor der Ankunft! Damit schob er die rießige Schiebetür des Waggons langsam zu.Ein großer Riegel wurde umgelegt.Es wurde dunkel im innern.Fenster gab es keine,nur kleine gebogene Oberlichter die kaum Licht,und noch weniger Luft ins innere ließen.Die Wagen waren ehemalige Viehwaggons.Was für die Kühe und Schweine gut war ist für diese Juden ebenso gut!hatte einer vom Planungsstab des Komandos"Judenvernichtung"in einer Konforenz gesagt.
Noch war es kühl und weitgehendst angenehm im innern der Waggons.Aber das sollte sich Stunden später ändern.Noch über 5 Stunden stand der Zug regungslos auf den Gleisen des Warschauer Bahnhofs.Kinder quengelten,Alte Leute weinten und beteten laut zu Jehova,auch Salomon betete jetzt wieder.

Es war mittlerweile 12 Uhr mittags alls sich der Zug langsam und ruckend in Bewegung setzte.Die Lokomotive fauchte stampfend auf und zog die endlos aneinander gereiten Viehanhänger langsam an.Die Luft war sehr stickig und schwühl im innern,die ausgeatmete schlechte Luft füllte die Bretterverschlagenen Waggons und nahm den Menschen den Atem.Neben Salomon lag eine alte Frau röchelnd im Stroh.Sie rang schon seit über einer Stunde nach Luft.Ihr Mann,genau wie die Frau sicher schon weit über 80 Jahre alt saß im Stroh.Den Kopf seiner Frau hatte er auf seinen Schoß gelegt.
Mit seinen alten zerfurchten Händen strich er ihr sanft über die Wangen,dabei betete er leise und ruhig vor sich hin.Mit der anderen Hand versuchte er ihr frische Luft ins Gesicht zu fecheln.Die Frau atmete schwehr und laut.Jetzt erst fiel Salomon der Stern auf der auf ihrer Brust klebte.Ein goldener Pappstern,der Judenstern.Auch ihm hatte man einen solchen Stern angeklebt,vor Monaten alls die Deutschen in Warschau wüteten und seine Glaubensbrüder und Schwestern ins Getto verbannten.Er hatte dieses aufgezwungene Ding aber schon einen Tag später wieder abgerißen.Jetzt da er die Alte Frau sah fiel ihm diese sache plötzlich wieder ein.Soll ich einen Schluck Wasser holen?fragte er den Alten Mann.Der unterbrach sein Gebet und blickte Salomon traurig an.
Ja Bitte!sprach er leise.Salomon zwängte sich quer durch den Waggon,vorbei an den Menschen die ebenfalls unter der qualvollen Enge und der Hitze litten.
Er faßte mit der alten verosteten Schöpfkelle Wasser.Dann zwängte er sich zurück durch den Moloch der schwitzenden keuchenden Leiber.Er kniete sich neben die Alte Frau und gab ihr vorsichtig zu trinken.Sie trank.Der Alte Mann blickte Salomon verzweifelt an.Sie ist krank,seit Tagen schon,aber es giebt ja keinen Doktor! Ich weiß,endgegnette Salomon.Was hatt sie ?
Der Alte Mann strich seiner Frau über die Stirn.Sie hatt schon Tagelang Fieber,ich weiß nicht was los ist mit ihr.Sind sie Arzt?fragte der Alte Mann.
Betroffen verneinte Salomon. Leider nicht,aber ich kann eines tuen für deine Frau,ich kann für sie beten wenn du möchtest.Der Alte Mann nickte und lächelte Salomon an.Eine Träne lief ihm über die Wange,rollte über Nase und Mund.
Salomon griff in seine Tasche und zog ein weises Tuch hervor.Damit wischte er dem Alten Mann das Gesicht trocken.Es wird alles gut werden,du wirst sehen Alter Mann.Die zerfurchte und knochige Hand des Alten griff nach Salomons Arm. Seine Augen waren glasig und feucht.Ich ... ich möchte nicht sterben,nicht ohne meine Ada,verstehst du mich? Salomon schluckte.
dann nickte er und endgegnete; ich versteh dich,du brauchst keine Angst zu haben.Wie heist du Alter Mann?Israel Unger,endgegnette der ,und das ist meine Ada!
Ich werde dich in mein Gebet einschließen Israel ,dich und deine Ada! Damit stand Salomon auf.In irgendeiner Ecke des Waggons schrieh eine Frau auf.
Minutenlang schrieh sie fürchterlich ,immer wieder.Ihr Mann versuchte sie zu beruhigen,aber es gelang ihm zunächst nicht.Ein Kind fing an zu weinen.Es brüllte nach Wasser das es kaum noch gab. .Überall war Aufruhr und Verzweiflung unter den Menschen.
Die Fahrt dauerte jetzt schon 12 Stunden an.Die qualvolle Enge und die Hitze wurden von Minute zu Minute unerträglicher.Außerdem wurde das Wasser,das der SS Mann in zwei Eimern herangetragen hatte knapp.
Die zwei Eimer reichten bei weitem nicht aus um den Durst der Menschen auch nur annähernd zu stillen,die Leute litten qualvoll,aber fast alle fügten sich mehr oder minder leise
in ihr Schicksal.Die Frage nach dem wohin wurde je länger die Fahrt dauerte mit jeder Minute lauter.Man fragte sich wo die Fahrt endete?Angst und Unruhe kam wieder auf.
Der Kloakeneimer in der Ecke stank fürchterlich,die umstehenden litten unter Übelkeit und Brechreiz,eine Frau mußte sich übergeben,sie würgte und würgte,es war furchtbar mit anzusehen wie sie sich quälte. An schlafen war aber auch nicht zu denken
in diesem Moloch aus Menschenleibern,die aneinandergepresst waren wie Vieh in einem viel zu engen Stall.Übermüdet quälten sich die Menschen von Stunde zu Stunde weiter.Draußen hatte es begonnen zu regnen.Dieser Regen verschaffte jetzt wenigstens etwas Abkühlung .Die Tropfen klatschten prasselnd auf das Wellblechdach der Waggons.An einigen undichten Stellen tropfte Wasser seicht ins innere.Wie gierig verdurstende versuchte man einen Platz an solch einer tropfenden Stelle zu ergattern.Wie ausgedörrte Schwämme sogen die verzweifelten Menschen dieses Tropfwasser auf.Ein regelrechter Kampf entbrannte an einigen Ecken.Aber zum Glück nicht im Waggon von Salomon und seiner Familie.Dreißig solcher Waggons ,die bis zum Rand voll
mit Menschen gestopft waren gab es in diesem Transport dessen Ziel unbekannt lautete.Salomon hatte jetzt einen der begehrten Sitzplätze ergattert.Eingezwängt zwischen zwei Männern saß er müde im Stroh.Auf seinem Schoß saß Leo,sein Sohn.Er war trotz der unmenschlichen Verhältnisse eingenickt,die Müdigkeit hatte ihn übermannt.Salomon versuchte ihm den Kopf zu stützen,so gut es eben ging.Elvira stand an der Wand,gleich daneben gezwängt saß die kleine Maria im Stroh.Immer wieder brach das Kind in Tränen aus,bittere Tränen der Verzweiflung.Aber die Fahrt dauerte immer noch an, und ein Ende war nicht abzusehen.
.Salomon betete wieder,er sprach Vers um Vers,flehte zu Gott dem Allmächtigen.aber dieses Flehen verhallte ungehört irgendwo im weiten Raum.(Nichts tröstet mächtiger,alls die Gewißheit,mitten im Elend von der Liebe Gottes umfangen zu werden).Über seinen Gebeten nickte er erschöpft ein,für Augenblicke nur,dann war alles wieder so nah wie vorher,all die schrecklichkeit der letzten 20 Stunden brach wieder über ihn herein.Teil 2

Es herrschte eine überaus beklemmende Stille im Innern des Waggons .
Gespenstisch Still. Niemand redete mehr,niemand weinte mehr,niemand betete mehr.In einigen Ecken lagen Tote Körper.
Tief im Innern spürte man das die Fahrt bald ein Ende hatte.Man wartete.
Auf das Ungewisse,das nahende Furchtbare,das unvorstellbare.
Draußen regnete es immer noch immer in Strömen.Das Stroh auf dem Boden des Wagonns war seit langem durchweicht und durch und durch naß.Die Menschen waren naß,die Kleidung klebte schwehr an den klammen Leibern.Salomon spürte das die Lokomotive ihre Fahrt verlangsamt hatte.Der ganze Zug wechselte jetzt kurz hintereinander ein paar mal die Gleise.Die Menschen wurden unsanft hin und hergedrängt,alte Leute verloren das Gleichgewicht und fielen,teils auf andere,teils auf den Boden.Nur mühsam konnte man sich auf den Beinen halten.Immer langsamer wurde die Fahrt .Schließlich kam der Zug zum stehen.Ein Ruck ging durch die Waggons,Bremsen quitschten ,die Räder standen still.Aufgewühlte Stimmen hallten durch den peitschenden Regen.Viele verschiedene Stimmen.Es waren Männerstimmen.Von fern hörte man Hundegebell.Komandos wurden gegeben.
Für Augenblicke setzte sich der Zug noch einmal in Bewegung,stoppte dann aber abruppt wieder ab.Waggontüren wurden aufgeschoben,Banges warten im Innern.Waggon um Waggon wurde endladen .Schließlich kam die Reihe an den Wagen von Salomons Familie.Licht drang ins innere,die schwehre Türe wurde von einem Uniformierten zur Seite geschoben.Ein Mann brüllte; alle aussteigen, aber schnell!Salomon war geblendet vom Licht,die lange Zeit in der Dunkelheit des Waggons hatte
die Augen der Menschen empfindlich gemacht.Benommen drängten die ersten nach draußen.Es herrschte ein unheilvolles durcheinander,keiner konnte irgendeinen vernünftigen Gedanken fassen,Chaos herrschte.Eine ganze Anzahl von schwehr bewaffnetten SS Männern stand im Halbkreis um die Neuankömmlinge herum.Salomon blickte sich ängstlich um.Er sah ganz in der Nähe einige Lastwagen stehen,auf den Planen prangerte ein großes Rotes Kreuz.Die Menschen atmeten irgendwie auf alls sie diese Lkws da stehen sahen.
Elvira zupfte Salomon am Jackenärmel und flüsterte leise; schau Salomon, dort stehen die Wagen des Roten Kreuzes,so schlecht kann es hier allso gar nicht sein, wenn schon das Rote Kreuz da ist, dann wird schon alles gut werden.
Salomon versuchte zu lächeln.Wenige Minuten später waren schließlich alle Ankömmlige aus den 30 Waggons in langen Reihen nebeneinander aufgestellt.Häftlinge in gestreiften Uniformen bestiegen die leeren Waggons und sammelten die Toten ein.Die, die es nicht geschafft hatten ,die vor Endkräftung oder Durst gestorben waren.Alte,meist kranke Menschen.
Offiziere mit Peitschen in den Händen hatten die Aufsicht über all das,und sie machten regen Gebrauch von ihren Schlaggeräten .Stand einer der Neuankömmlinge nicht in der Reihe bekam er das Leder zu spüren.Zwei junge SSler begannen nun damit die Menschen zu sortieren.Die stark und gesund ausehenden Männer mußten nach vorne rechts gehen,die etwas schwächer wirkenden,und die alten Männer nach vorne links.Junge und gesunde Frauen wurden unter Einsatz der Peitschen nach vorne rechts getrieben.Gleich dahinter kamen die alten und gebrechlichen Frauen,Kinder und Schwangere wurden extra ausgesondert.Salomon sträubte sich zunächst,er wollte bei seiner Elvira und den Kindern bleiben.Ich geh nicht,rief er zu einem der SS Männer,ich will bei meiner Familie bleiben!Der junge Uniformierte sprang heran und holte mit der Peitsche aus.Knallend landete das Leder auf Salomons Gesicht.Ein dicker blutiger Striemen zog sich über die Wange,er ging in sich zusammen und schrieh auf.Gehst du jetzt du Judenhund!schrieh der SSler mit der Peitsche.Sein Gesicht war Haßerfüllt.
Salomon schlingerte,dann fing er sich wieder ,und.....er ging.Elvira aber schrieh auf.
Salomon, ich will nicht weg gehen von dir.....laßt mir meinen Mann!Aber sie wurde von einem weiteren SS Mann weg gezogen,kurz noch wehrte sie sich,dann gab sie schließlich doch nach.Sie versank in der rießigen Menge der Menschen.Salomon blickte noch einmal kurz zurück.Er sah Elvira,sah Maria und Leo ,dann augenblicke später waren seine Frau und die Kinder weg.Er sollte sie nie mehr wieder sehen.Von Wachposten umgeben machten sich jetzt die Neuankömmlinge auf den schwehren Weg ins Lager.
Alles Gepäck war auf der Rampe bei den Viehwaggons zurückgeblieben.
Ein junger Jude fragte nach seinem Koffer.Was ist mit meinem Gepäck, meine Kleider,meine Schuhe,was ist damit?Lachend rief einer der Bewacher;
das brauchst du nicht mehr,mach dir mal keine Sorgen deshalb,hier brauchst du kein Gepäck!Ein Sonderkomando,das sogenannte Kanadakomando begann Stunden später mit dem Aussortieren des Gepäcks.Wertsachen wurden an die Reichsbank abgeführt,Kleidung für ankommende Häftlinge und Frontsoldaten gesammelt.In Dreierreihen marschierten die Männer jetzt in Richtung des Lagers.Salomon stapfte durch Kniehohen Schlamm.Überall standen rießige Seen aus Regenwasser,dicke Dreckbrühe die in die Schuhe lief,die die Knöchel vergrub.Salomon blickte sich gehetzt wie ein wildes Tier auf der Flucht vor seinem Feind nach allen Seiten um.Wachtürme,überall standen rießige Wachtürme auf denen bewaffnette Posten standen.Elektrisch geladener Stacheldraht umgab das ganze Lager.Alls sie das große Eiserne Tor durchschritten las Salomon auf dem Schild,welches über dem Eingang angebracht war,dort stand in großen Buchstaben; "Arbeit macht frei!"Beim näherkommen erstarrte Salomon.Überall im Lager liefen zerlumpte bleiche Gestalten umher,auf ihren Schultern trugen sie Hacke oder Schaufel,sie wirkten auf ihn wie Gespenster.Aufseher standen an jeder Ecke,auf ihren Armbinden stand groß der Buchstabe C für(Capo).Sie trugen entweder Peitschen oder dicke Holzprügel.Das Grauen stieg in Salomon hoch,alle anfängliche Hoffnung auf einen einigermaßen guten Ausgang der sache waren in diesen sekunden zerschlagen.Salomon krampfte sich das Herz zusammen.In jenen momenten erkannte er das sich hier eine Tragödie abspielen mußte deren Ausmaße niemand auch nur hatte ahnen können..Immer wieder schlugen die Aufpasser mit ihren Peitschen zu,unbarmherzig und hart.Wer aus der Reihe kam bekam schläge.
Man trieb die Menschen schließlich zu einer großen Baracke.Salomon schnaufte auf ,jetzt dachte er bekommen wir unser Lager.Immer wieder schriehen die Aufseher,schnell, schnell,schnell!Mann um Mann stolperte durch die schmale Tür ins innere der Holzbaracke.Die Körper der Männer waren durchnäßt,Salomon fror endsetzlich,er zitterte am ganzen Leib.
Im Innern des Baus gab es keine Sitzgelegenheit.Männer die sich erschöpft zu Boden fallen ließen wurden mit Peitschenhieben wieder auf die Beine geprügelt.Hier wird gestanden ihr Judenhunde!schrieh einer der Aufseher,dem es anscheinend besonderen Spaß bereitete zu Prügeln.Ein haufen Elend stand dort,erschöpft,nass und voller Angst.Die Tür wurde aufgeschlagen und ein Mann trat in Innere der Baracke.Ein langer hagerer Kerl mit furchtbar schlechten Zähnen die weit nach vorne abstanden.Er blickte sich in die Runde der erschöpften und erklärte ohne lange Einleitung;
Gefangene von Großdeutschland!Während ich hier zu euch spreche, sind eure Frauen und Kinder warscheinlich schon tot!Er ging ans Fenster und zeigte mit der Hand durch die Scheibe .Er deutete auf mehrere Gebäude nebenan aus denen hohe Flammen züngelten.Die Flammen die ihr dort aufsteigen seht,
kommen von den brennenden Leibern eurer Familien,wenn nicht heute, dann sicher morgen.Die rießigen Gebäude die ihr dort seht,die wie Fabrikhallen ausschauen,das sind Krematorien.Verbrennungsstätten für Feinde des Deutschen Reiches,solche wie ihr es seid.Salomon verstand die Welt nicht mehr.In seinem Kopf schien sich alles zu drehen.Feinde des Deutschen Reiches?Warum um alles in der Welt bezeichnette der Kerl ihn und all diese Menschen alls Feinde der Deutschen?Gut, er war Pole, aber warum verschleppte man angebliche Feinde hier her um sie zu töten,er verstand das alles nicht.
Der SS Mann fuhr fort in seinen Ausführungen.Von jetzt an ist jeder von euch allein auf der Welt!Ihr werdet schlimmer alls Gallerensträflinge arbeiten müßen,viel schlimmer.Jeder muß versuchen durch zu kommen wenn er so lange alls möglich leben will.Salomon glaubte seinen Ohren nicht zu trauen,er glaubte wirklich das diese Rede, die Hirngespinste eines Geistesgestörten waren ,im Moment fiel ihm wirklich nichts anderes ein.
Wieder öfnette sich die Tür der Baracke und vier Männer in Sträflingkleidung betraten den Raum.Unter den Armen trugen sie dicke Mappen.Es waren Schreiber,ebenfalls Polnische Häftlinge. Es begann eine umständliche und Zeitaufwendige Registrierung der Neuangekommenen.Salomon, und all die anderen mußten ihre Wertsachen die sie bei sich trugen abgeben,Schmuck,Uhren,Ringe, einfach alles.Die sachen wurden in eine große Holzkiste geworfen.
Einer der SS Männer schrieh;wenn ihr registriert seit,dann stellt euch hier in einer Reihe auf,mit euren Papieren in der Hand,aber schnell.
Die Männer taten wie ihnen befohlen wurde.Kein Laut war zu hören,niemand redete auch nur ein Wort,zu groß war die Angst vor den immer griffbereiten Peitschen.In langen Reihen standen die Häftlinge, und das waren sie jetzt,an.An einem eigens dafür aufgestellten Tisch saß ein grimmig ausschauender fettleibiger Mann.In der Hand hatte er ein Tätowiergerät.Jeder der Gefangenen mußte sich auf den Stuhl setzen,der direkt vor dem Tisch stand.Nachdem der Tätowierer einen kurzen Blick auf die Registrierungspapiere geworfen hatte begann er sein grausiges Werk.Jedem der Häflinge wurde auf brutalste und rücksichtsloseste Weise eine laufende Nummer in den linken Unterarm eintätowiert.Viele der Häftlinge fielen dabei unter den furchtbaren schmerzen in Ohnmacht.Salomon Salem hatte in diesem Augenblick aufgehört zu existieren.An seine Stelle trat der Häftling mit der Nummer 124.355.
Ein Häftling der all seiner Menschlichen Rechte beraubt war.Über dessen Leben und Tod jeder SS Posten in diesem Lager willkürlich verfügen konnte.Draußen vor der Baracke wurden die so registrierten anschließend zusammen getrieben.Ein SS Mann brüllte laut und unüberhörbar über den Platz.Alle in dreierreihen aufstellen,aber dalli.!
Mit Hieben halfen seine Terrorgehilfen nach.Jeder der Häftlinge hatte spätestens jetzt erkannt das es hier in diesem Lager um Leben und Tod ging.Eine Unachtsamkeit,ein aus der Reihe tanzen,jeder noch so kleine Anlass war Rechtfertigung genug um die Häftlinge zu prügeln.Schließlich, nach über zwei Stunden hatte der letzte Häfling seine Häftlingsnummer im Unterarm eintätowiert.Wildes Gebrüll hallte über den Platz,von überall her schriehen und brüllten die Aufseher irgendwelche Befehle,versuchten nach deutscher Gründlichkeit eine Struktur in die langen Reihen der aufgescheuchten,und desorientierten Menschen zu bringen.Schließlich standen 256 erbärmlich wirkende Gestalten,aufgereit in Dreierreihen vor der Baracke.Geschwächt von der langen Fahrt in viel zu engen Güterwaggons,verzweifelt über all das was sie bisher gesehen hatten.Über dieses Lager,die brüllenden , schlagenden Aufseher,alles schien nicht wirklich statt zu finden.Salomon zitterte am ganzen Leib.All das was hier passierte,das konnte einfach nicht wahr sein.
Man hatte ihn von seiner Frau und den Kindern getrennt,sie.........sie waren vielleicht schon nicht mehr am Leben,es war so furchtbar vernichtend,der Gedanke daran war vernichtend.Salomon spürte wie seine Beine nachgaben,er kämpfte und rang mit ihnen,er wehrte sich dagegen ,mit all seiner Kraft stemmte er sich dagegen.Irgendwo, in einiger Endfernung krachten Schüsse.
In Salomons Kehle steckte plötzlich ein Kloß,er begann zu würgen,ihm wurde mit einem male speiübel,aber er wußte,er durfte nicht schwach werden,nicht jetzt in diesem Augenblick.
Das Apell hatte begonnen.Was hinter diesem Begriff stand,Salomon wußte es nicht,noch nicht.Die Deutsche Gründlichkeit hatte diesen Begriff mit ihren eigenen Maßstäben neu geformt,hatte ihm all die Grausamkeit eingehämmert die
den Feinden des Deutschen Reiches gerecht wurde.Der Himmel hatte all seine Schleusen geöfnett,so schien es Salomon jetzt.Prasselnd ging der Regen in dicken Tropfen auf die stehenden nieder.In Minuten waren die Kleidungsstücke abermals durchweicht,hingen wie Blei an den Häftlingen.
Minuten vergingen,endlose Minuten.Stunden brachen an,noch endlosere Stunden alls die in denen die Menschen in den stickigen Viehwaggons verbracht hatten.In einiger Endfernung,gut geschützt durch eine kleine Unterstandhütte saßen die Bewacher.Auf einem kleinen Tisch standen Flaschen mit Bier.Genüßlich beobachteten die SS Männer die Zeremonie des Apells.Man genoß es die vom Regen durchnäßten,zerschlagenen Gestalten dort stehen zu sehen.Von Zeit zu Zeit stapfte einer der SSler quer über den Platz zu den Häftlingen.Unter seinem Regenschirm war er trocken.Er ging
die Reihen auf und ab und betrachtete mißmutig die Männer.Immer wieder suchte er sich,wohl aufs geradewohl einen der Häftlinge aus.Diesmal hatte er es auf einen kleinen hageren Polen abgesehen.Höönisch grinsend baute er sich vor dem Mann auf und betrachtete ihn von oben bis unten.Woher kommst du?schrieh er laut heraus. Der verängstigte wich zurück.Ich.. ich komme aus Warschau!. So so, aus Warschau,du bist Jude? Der Mann nickte verhalten.Der SS Mann holte ohne jede Vorwarnung mit dem Arm aus und schlug zu.Krachend landete seine Faust auf dem Kinn des Häftlings.Ein Aufschreih,und der Mann fiel zu Boden.Dort blieb er regungslos liegen.Der SS Mann lachte höönisch auf.Dafür das du aus Warschau bist,du Judenhund!Haßerfüllte Augen richteten sich von allen Seiten auf den Schläger.Aber nichts regte sich,kein Laut,kein Einspruch war zu hören,alles schwieg.Die Umstehenden waren nur heilfroh das es nicht einen von ihnen getroffen hatte.Der SS Mann drehte sich um und ging wortlos weiter.Ging die Reihen weiter durch.In seinen Augen züngelte tiefer Spott,und Haß.Haß auf diese Judenschaft,Haß auf diese Kreaturen,die es nicht verdienten aufrecht zu stehen.Er wollte sie im Dreck sehen,wie Schweine,wollte sehen wie sie im Dreck erstickten.Er wollte ihnen eine gehörige Begrüßung zukommen lassen.Er wendet sich ab und rannte zu seinem Unterstand zurück.Dort wechselte er einige Worte mit den anderen Wachen.Sekunden später kamen die SS Männer zurück.Die Maschienengewehre im Anschlag schriehen sie quer über den Hof.
In den Dreck mit euch ihr Hunde,los, runter in den Dreck!
Viele verstanden nicht gleich ,ungläubige Blicke gingen umher,Ratlosigkeit,Angst.
Viele aber wieder verstanden sofort.Sie ließen sich ohne lange zu überlegen in den Knietiefen Morast fallen.Wieder schriehen die Wachen.Einer der SS Männer ging auf einen Häftling zu der immer noch stand.Er holte aus und schlug den völlig unvorbereiteten mit dem Schaft des Maschinengewehrs zu Boden.Knochen krachten in der Schulter des unglücklichen.Auch Salomon hatte nicht gleich verstanden. Er verstand die Deutsche Sprache nicht.Fassunslos stand er da,sah zu wie andere auf den Boden fielen,er sah den SS Mann , sah wie er auf ihn zurannte.Runter in den Schlamm du Schwein,schrieh der Wachmann.Instinktiv fiel Samonon auf die Knie,er kniggte ein und landete mit dem Oberkörper im Schlamm.Er versuchte sein Gesicht über Wasser zu halten.Ein Stiefeltritt krachte auf seinen Hinterkopf.Sein Gesicht tauchte unter.Wasser drang in seinen Mund,in seine Kehle,er schluckte Dreck.
Sekunden der absoluten Panik kamen auf,er spürte den Stiefel immer noch auf seinem Hinterkopf,spürte wie der Wachmann sein ganzes Gewicht auf seinen Kopf legte .Endlich,nach langen Sekunden des schreckens tauchte er auf.
Er hatte Wasser und Dreck geschluckt.Er hustete,rang nach Luft,spuckte die braune klebrige Brühe aus dem Mund.Er spürte den Lehm zwischen seinen Zähnen.
Die Wachmänner gingen nicht eher in den sicheren Unterstand zurück bevor auch der letzte der Gefangenen im Morast lag.Für 3 lange Stunden mußten Salomon und seine Leidengenossen im aufgeweichten Boden liegen,bei strömendem Regen.
Heiteres Lachen dröhnte über den Platz.Schallendes Gelächter.Die SS Männer amüsierten sich köstlich und tranken weiter ihr Bier.


12.12.1942 (Auschwitz Frauenlager)


Elvira Salem wurde, nachdem man die Kinder Leo und Maria brutal und rücksichtslos von ihr getrennt hatte ins Frauenlager gebracht,das unweit des Hauptlagers, in einem extra Bereich untergebracht war.Auch ihr blieb die furchtbare und quälerische Prozedur der Registrierung und Tätowierung nicht erspart.Ihr wurde die Nr. oberhalb der linken Brust eintätowiert.
In engen dunkeln Baracken mußte Elvira nun zusammen mit 300 anderen Frauen
Leben und Überleben lernen.Die Verhältnisse innerhalb des Lagers waren in jeder weise katastrophal.Die Hygienischen Zustände waren erbärmlich,es gab kein Wasser zum Waschen,das wenige das man erhielt reichte gerade um zu überleben,um zu trinken.Nach einigen Tagen im Lager wurde sie in die Wäscherei zur Arbeit abkommandiert.Ihr stockte für Augenblicke der Atem alls man ihre Häftlingsnummer ausrief.Zusammen mit einer SS Aufseherin ging sie nach dem morgendlichen Apell in die Wäscherei.
Die Wäscherei.Das war ein graues,viereckiges Gebäude das von außen wie ein mächtiger Betonklotz auf Elvira wirkte.Zusammen mit zwei anderen Frauen wurde sie ins Innere dieses Blocks geführt.Es war stickig,und siedentheis im Innern.Die Fenster der Wäscherei waren so winzig klein, das man im Innern nicht unterscheiden konnte ob draußen Sommer oder Winter war,ob die Sonne schien, oder ob es regnete.Eine burschikose Polin wies sie in die Arbeit ein.Sie war ebenfalls Häftling im Frauenlager.Hier wird die Wäsche der Häflinge gewaschen,erklärte sie lautstark.Es war aber nicht die Wäsche der lebenden Häftlinge,sondern vielmehr die der vergasten.Sie wurde aufbereitet und an die fernen Fronten geschickt um den Vaterlandsverteidigern warme Leiber zu beschehren.Wie alles im einzelnen vor sich geht, das erklärt euch die Vorarbeiterin,dort drüben.Die Polin deutete in eine Ecke der Wäscherei.Vierzig Frauen arbeiteten hier,allesamt Jüdinen aus Warschau und Umgebung wie Elvira in kurzen und flüsternden Gespächen erfuhr.Immer ging alles flüsternd vor sich,ja kein aufsehen erregen war die wichtigste Überlebensregel hier im Lager.
Rießige runde Blechwannen standen im Raum verteilt.Der Boden war über und über mit schmutziger Wäsche bedeckt.Elvira schnappte nach Luft,sie rang nach Atem,aber die Luftfeuchte nahm einem fast jede Möglichkeit zum Atmen.Die Wäsche die Elvira zu waschen hatte bestand meist aus zerfallenen farblosen Lumpen,überaus schmutzig und kotig.In jedem noch so kleinen Zwischenraum saßen Läuse und Flöhe,anfänglich stieg regelrecht der Ekel in Elvira hoch wenn sie die Parasiten zwischen ihre Hände bekam,aber dieser Ekel verlor sich mit der Zeit.Manchmal kam es ihr vor alls säßen überall Scharen von freßenden beisenden Läusen.Elvira sah übergroße Fratzen die sie auslachten, die sie verspotteten,es war furchtbar.Nun stand sie über einem der Bottiche.Heißer dampf und übelriechender Gestank stieg aus den Wannen empor,schlug in ihr Gesicht wie Ekelerregende Gicht.Ihr Körper war naß,überall rann ihr der Schweiß hinab,Wasser spritze umher,überall bildeten sich in der Wäscherei übergroße Pfützen die fürchterlich stanken.
Von Zeit zu Zeit kam eine Aufseherin ins innere,für kurze Augenblicke nur,dann verschwand sie wieder vor die Türe.Ging die Arbeit nicht schnell genug gab es Schläge.Oft sogar Tritte,überall standen Aufseher vor den Türen,sie trieben die Frauen an,schriehen,prügelten nach Lust und Laune.Aber Elvira kämpfte tapfer,sie wußte, wenn sie überleben wollte in diesem Lager, dann durfte sie keine schwäche zeigen.Nur keine schwäche zeigen.Wer schwach ist, der geht in die Gaskammer.Diesen Spruch kannten die Frauen hier alle,er machte immer wieder still die Runde,ungehört und leise,wie die stille Post reihum geht.
Gleich neben dem Frauenlager standen die mächtigen Krematorien.Tag und Nacht züngelten aus den großen Kaminen die Flammen.Das waren die Flammen des Todes.Das was dort oben aus den Kaminen herauskam ,das waren die Überreste der anderen Menschen, Leidensgenossen,Häftlinge.Sie hatten es hinter sich gebracht,
Unlieb gewordene,die die verbraucht waren,die nicht mehr zur Arbeit taugten.Deshalb, nur keine schwäche zeigen,und wenn es noch so hart kommt.Nach einiger Zeit hatte Elvira aufgequollene, aufgeweichte Hände.Die Finger waren Wund,reste des Desinfektionsmittels Zyklon das immer wieder in der Wäsche zurückblieb hatten ihre Hände aufgeweicht,hatten sie furchtbar rissig werden lassen,oft verzog sie ihr Gesicht vor schmerzen.Aber sie wollte nicht aufegeben,noch nicht.
Immer wieder dachte sie an die Kinder,ihre über alles geliebten Kinder.
Tränen übermannten sie ,immer wenn sie sich unbeobachtet fühlte,wenn sie einsam und erschöpft in der Koje lag.Immer wieder stellte sie sich die eine Frage; Leben die Kinder noch? Der Gedanke das sie nicht mehr da waren, er war zu schrecklich,sie wollte es nicht glauben,sie hoffte das sie davon kamen.
Wieder weinte sie still vor sich hin,es sind Tränen der tiefsten Verzweiflung die sie quälen und durchschütteln.
Dieses Lager war so voller verzweifelter Tränen,mehr Tränen auf solch einem kleinen Raum giebt es sicher nirgendwo sonst auf der Welt dachte sich Elvira während sie ein Wäschestück nach dem anderen in den stinkenden Bottich wirft.Ein Bottich ,gefüllt mit den Tränen all der Menschen die hier leiden mußten.

15.12.1942 ( Auschwitz Stammlager)Kinderbaracke


Leo und Maria Salem lagen in einer der Schlafkojen,dicht aneinander gepresst,und friedlich wie zwei schlafende Engel.Die Türe der Baracke wurde mit einem Ruck aufgerißen.Zehn SS Männer stürmten ins innere des Baus.Zwei der
Männer brüllten in die Dunkelheit hinein.Aufstehen, alles aufstehen, aber dalli!
Leo fuhr erschreckt hoch.Lichter wurden angeknipst.Grelle Lampen die fast alles im Innern der Kinderbaracke ausleuchteten.Ein weiterer SS Mann, der eine Liste bei sich trug begann laut vorzulesen.Er nannte zehn Namen,darunter auch die von Leo und Maria Salem.Verschlafen und benommen standen nach fünf Minuten alle Kinder vor den SS Männern.
Ein Junge weinte leise vor sich hin.Der Unterschaarführer,sein Name war Schierrach trat an den kleinen Jungen heran.Warum flennst du,sei still,das kann ich gar nicht leiden wenn Kinder flennen.Der 7 jährige Junge ,ein kleiner Ungar blickte weiter unter sich und weinte.Schierrach zog ein langes Gesicht.Er holte mit der flachen Hand aus und schlug zu.Es klatschte laut.Der Junge wankte und fiel nach hinten.Hab ich dir nicht gesagt du sollst ruhig sein du Balg?schrieh der SS Mann aufgebracht.Los, alle mitkommen!Die SS Männer, und die zehn Kinder gingen hinaus vor die Baracke.Sie überquerten den Hof.
Ein Lkw wartete mit offener Ladeluke.Dort hinauf!rief Unterschaarführer Schierrach.
Die kleineren Kinder wurden nach oben gehoben,die größeren stiegen alleine,
mühsam die Eiserne Treppe ins Heck des Lkw s hoch.Der Transporter setzte sich in Bewegung.Leo und Maria Salem saßen dicht nebeneinander,ihre Hände waren ineinander verschlungen, so ging die Fahrt ins Ungewisse.Wo fahren wir hin? fragte eines der Kinder,ein 8 Jähriges Mädchen aus Danzig.Es hatte ein Rosa Kleid an.Seine Haut war zart wie die eines Pfirsichs.Im Arm hielt es ängstlich eine kleine
Puppe.Das werdet ihr schon sehen, ihr bekommt eine bessere Behausung,war die knappe Antwort des SS Mannes,dabei grinste er zufrieden.Der Fahrer des Lkws kannte seinen Weg nur zu gut,viele male hatte er diesen Weg genommen.Rauß aus dem Hauptlager,hinüber ins Zigeunerlager.
Nach dem passieren eines Wachpostens kam der Lkw schließlich unsanft vor einem aus Ziegelsteinen gemauerten Bau zum stehen.Die Medizinische Station des SS Arztes Werngruber.Die Häftlinge im Zigeunerlager kannten Werngrubers Arbeit. Hunderte von ihnen hatte er zu Versuchszwecken verschlissen.
Tausende waren seit Eröffnung des Lagers unter seiner Hand verendet wie Tiere.Das vorrangige Ziel seiner Arbeit hier im Lager war die möglichst effizenteste Methode zu erarbeiten wie man Häftlinge schnell und lautlos zu Tode brachte.Er hatte eine Methode endwickelt ,den ahnungslosen Menschen
Phenol zu spritzen.Auf seiner zum schein eingerichteten Krankenstation wurden immer wieder Häflinge gebracht.Alte, schwache,die die zur Arbeit nicht mehr zu gebrauchen waren.Männer und Frauen,und Kinder.
Werngruber gab vor den meist kranken Menschen ein harmloses Vitaminpräparat zur Stärkung zu verabreichen.Sobald sich das Phenol in den Venen dieser Lebenden Skellette begann auszubreiten begann der Todeskampf.Unsagbare Minuten für diese ausgemergelten,von der harten Arbeit zerschundenen Menschlichen Leiber.Selbst im Tod gewährte man ihnen keine Gnade. Die zu Tode gespritzten Körper wurden von eigens dafür abkommandierten Häftlingen auf großen Schiebekarren direkt ins Krematorium gebracht.Dort wurden sie Stunden später zusammen mit den vergasten verbrannt.Jeder der Männer die tagtäglich die Leichen aus Dr. Werngrubers Bau abholten wußten eines,ja sie ahnten es.Heute waren es die, morgen vielleicht schon sie selbst.Jeder Tag hier im Lager konnte der letzte sein.Überall gab es Momente und gefährliche Augenblicke in denen man dem Tode sehr nahe war.Beim morgendlichen Zählapell, bei der Arbeit in irgendeinem Komando,ja im Lager selbst.Es konnte gut sein, wenn einem SS Mann das Gesicht eines Häftlings nicht gefiel das dieser nur allein deshalb zu Tode kam.Es gab häufig Schläge fürs schlechte Aussprechen der Häftlingsnummer,fürs in die Luft schauen beim Apell,für alles und jenes.Leo und Maria Salem wurden zusammen in ein Zimmer geführt.
Dieser Raum sah aus wie der Praxisraum eines Arztes.Dr. Werngruber saß auf einem Stuhl,neben einer Liege.An einem Tisch saß ein Häftling,ein Schreiber.Er hatte lange Listen vor sich ausgebreitet auf denen die Protokolle der Versuche geführt wurden.Wie ist euer Name?fragte der Schreiber.
Ich heise Leo ,und das ist meine Schwester Maria.Und der Nachname?fragte er.Salem,aus Warschau. Dr. Werngruber zog die Nase nach oben,Warschauer, wen er das schon hörte.Er haste alle die aus Warschau kamen,er wußte selbst nicht genau warum,aber er haste sie.Mißmutig musterte er die Kinder von oben bis unten.Zieht euch aus,befahl er laut und streng.
Leo Salem blickte etwas verlegen unter sich.Aber warum?fragte die kleine Maria.Ich will euch untersuchen,gab Werngruber alls Antwort.
Er wartete einen kurzen Moment,dann verlor er die Gedult.Habt ihr nicht gehört was ich gesagt habe,ausziehen,und zwar ganz!fauchte er die Kinder an.
Ein Schreih gehlte plötzlich durch den Bau.Ein Kind hatte geschriehen.Markerschütternd und jämmerlich laut.
Maria und Leo zuckten verängstigt zusammen.Verdammt, wetterte Werngruber,ich hab doch angeordnet das.... schau nach was da los ist,dabei blickte er den Schreiber mit stierigen Augen an.Der erhob sich und verließ den Raum.Werngruber wendete sich wieder den Kindern zu.
Leo hatte jetzt zögerlich damit begonnen sein Oberteil auszuziehen.Er nickte seiner Schwester zu,gab ihr ein Zeichen es ihm gleich zu tuen. Leo ahnte das man hier nicht zimperlich war,selbst mit den Kindern.Er hatte sich allso endschloßen die sache mit zu machen,so schlimm konnte es nicht kommen.Der Mann war Arzt,was sollte ihnen allso passieren?Minuten später waren beide, bis auf die Unterhosen endkleidet.Maria blickte verschämt unter sich, sie schämte sich vor dem großen Deutschen der da saß,er hatte zwar einen Arztkittel an,aber sie schämte sich trotzdem .Werngruber hörte die Kinder mit einem Stetoskop ab.Dann warf er einen Blick in den Mund von Leo.
Er fühlte den Puls des Jungen und maß mit einem Meterband die Größe.
Alles wurde eingetragen,in die Liste die auf dem Tisch lag.
Der Schreiber kam zurück.Er blickte Werngruber verängstigt an.Und ,machen die kleinen Biester schwierigkeiten?fragte Werngruber . Der hagere ausgehungerte Mann nickte stumm.Werngruber hatte jetzt seine Untersuchung abgeschlossen.
Er führte die Kinder nun in einen Nebenraum.Dort standen fünf Liegen,die mit braunem Leder überzogen waren.Er redete ruhig auf die Kinder ein.Redete
wie ein Arzt der einem wirklich helfen wollte.Er war ein Meister der Täuschung,
unter seinem Arztkittel aber lauerte nichts anderes alls der Tod.Er versprach wieder sein Vitaminpräparat,schwärmte Leo und Maria von der kräftigenden Wirkung seiner Spritzen vor.Ängstlich legten sich die beiden auf die Liegen.
Werngruber ging zum Arzneischrank und holte eine große Flasche heraus.
Dazu zog er zwei Silberne Spritzen aus der Schublade hervor.Mit sicherer Hand zog er je 25 ml der glasklaren Substanz auf die Spritzen.Er redete und redete,ließ keine Sekunde verstreichen in der er nicht redete.Er kam näher.Zuerst zu Maria.Zielsicher setzte er die Nadel an.Er blickte lächelnd in das Gesicht des Mädchens.Du brauchst überhaupt keine Angst zu haben,danach wird es dir viel besser gehen,du wirst sehen.Damit stach er zu.
Ein Brennen durchfuhr den Arm von Maria.Sie verzog den Mundwinkel,sekunden später war es vorbei.Schnell ging Werngruber zu Leo.
Er fand die Vene,und stach auch bei ihm zu.Hastig drückte er das Phenol in den Arm des Jungen.Leo behielt sein starres Gesicht,er wollte keinen schmerz zeigen vor diesem Deutschen,er wollte stark sein.
Werngruber setzte sich zufrieden auf einen Stuhl der in der Ecke des Raumes stand.Zwei drei Minuten später begann der Todeskampf der Kinder .Maria röchelte zuerst nach Luft. Sie spürte wie sich ihre Kehle zugeschnürt hatte.Sie atmete schwehr,versuchte mehr Luft zu bekommen,aber es war zu spät.Das Phenol hatte sich im Körper ausgebreitet.Schnell hatte es das Herz des Mädchens erreicht.Sekündlich wurde der Herzschlag langsamer.In Marias Kopf drehte sich alles,alles verschwamm vor ihren Augen,es wurde schwarz um sie herum .Das Herz hatte schließlich aufgehört zu schlagen.Wie Maria starb auch Leo an Herzstillstand.Der Todeskampf der Kinder hatte keine fünf Minuten gedauert.
Werngruber ging nach nebenan und notierte in seine Papiere.
Die Kinder Leo und Maria Salem sind nach Injektion von je 25 ml PH. verstorben.Die Versuche sind Routinemäßig verlaufen,die optimale Dosis für
30- 40 kg schwehre Objekte ist gefunden.Er schloss den Ordner und ging in den nächsten Raum,dort warteten bereits seine nächsten Opfer.Die deutsche Grausamkeit zeigte in diesen Morden durch Phenol ihre ganze Gründlichkeit.
Die Opfer wurden bevor sie getötet wurden noch einmal untersucht,vermessen,gewogen.Aber wozu das alles ? Die ganze Perversion dieser
fehlgeleiteten kranken Gehirne kam dann zum Vorschein,kein normaler Mensch war zu solchen Taten fähig,aber die große Ansammlung all dieser SS Männer und Frauen die für ihren Führer hier die Drecksarbeit verrichteten war so erschreckend groß .Eine ganze Generation aus Mördern war in dieser Epoche herangewachsen.Deutsche Gründlichkeit,selbst beim Massenmord.

19.01.1943 Morgenapell.( Die Stätte des Grauens)

Die Baracken waren katastrophal überbelegt mit Menschen.Die Wände waren zugig und überall klafften Löcher durch die der Wind streifen konnte.Draußen war es bitter kalt,das Termometer zeigte seit Tagen 9 Crad unter Null.Es gab zwar einen alten Holzofen im Innern ,aber der brannte nicht. Es gab kein Feuerholz zumindest nicht für die Häftlinngsbaracken.
Die Männer froren unmenschlich.In drei übereinander gezimmerten Schlafkojen lagen an die 900 Häftlinge dicht an dicht nebeneinander eingepfercht.Der Untergrund dieser sogenannten Schlafkojen bestand meist aus altem verfaulten Stroh.Kopfkissen gab es keine.Wer einen Schlafplatz in einer der oberen Kojen fand hatte es etwas besser.Unten war es stickig und eng.
Ständig rieselte durch die feinen Ritzen Strohspreu nach unten auf die schlafenden Häftlinge.Salomon hatte einen dieser wenig begehrten unteren Plätze.Am Abend hatten sie 20 Gramm Brot bekommen.Das war Abendessen und Frühstück zugleich.Dazu einen Becher stinkenden Tees.Salomon lag zusammen gerollt im Stroh und hielt sein Stückchen Brot in der hohlen Hand.Er Hatte Hunger, furchtbaren Hunger der ihn mehr alls alles andere quälte.Hunger wurde zum ständigen Begleiter für die Häftlinge.Und Durst.Wenn sich abends hunderte bleiche ausgemergelte Gestalten am Teekessel anstellten war es abzusehen das für die letzten nichts mehr da war wenn sie nach vorne kamen.Wenn der Boden des Kessels sichtbar wurde,dann wurden die Rationen immer dürftiger,von mal zu mal tauchte der Älteste am Kessel die Schöpfkelle weniger ein.Oft war der Kessel leer,aber viele standen an die noch Tee wollten. Mit ausgedörrten
trockenen Kehlen die nach Flüssigkeit lechzten.Auch Salomon war diesmal leer ausgegangen.Der Durst hatte ihn die ganze Nacht über furchtbar gequält,seine Lippen waren rissig und aufgesprungen,seine Kehle brannte,aber es gab nichts.Salomon träumte von einem Meer aus Wasser,überall sah er das kühle Nass um sich herum,es war furchtbar. Es war Morgen geworden,plötzlich wie so oft m ging ein Brüllen durch die Barracke.
Aufstehen ihr Säcke,schrieh ein SS Mann,der unter der Türe stand.
Salomon öfnette seine Augen,verschlafen horchte er in die Dunkelheit.
Der tägliche Morgenapell stand bevor.Die Häftlinge mußten sich wie Soldaten,in Dreierreihen hintereinander aufstellen.Vier Aufseher mit Knüppeln bewaffnet überwachten das ganze.Es war furchtbar kalt an diesem Morgen,alle, auch Salomon froren endsetzlich.Die dünnen alten Uniformen
Russischer Kriegsgefangener,die zerfetzt an den Leibern der Häftlinge hingen
hielten kaum die Kälte ab.Die Holzschuhe, in denen die nackten Füße steckten
schüzten kaum die bloßen Füße.Nachdem sich alle in Reih und Glied aufgestellt hatten ging ein SS Mann die Reihen nacheinander ab.Er musterte die Männer von Kopf bis Fuß.Hatte er gute Laune geschah meist nichts.Hatte er dagegen schlecht geschlafen so sah es weniger gut aus für die Häftlinge.
Brüllend und schlagend durchkämmte er dann die Reihen der frierenden.
Stunden konnten so vergehen.Immer wieder kam es vor das ein stark geschwächter Gefangener die Strapazen des stundenlangen stehens nicht mehr durchhielt.Passierte das so sprang der SS Aufseher zu diesem zusammengebrochenen.Mit Stockschlägen wurde dieser unglückliche dann bearbeitet.
So auch an diesem Morgen.Direkt neben Salomon war ein kleiner von den Strapazen arg geschwächter Häftling in sich zusammen gebrochen.Es hatte sich angekündigt.Der Mann war Minutenlang hin und her geschwankt,hatte mit all seiner Kraft gegen den drohenden Zusammenbruch gekämpft,aber schließlich doch verloren.Mit endsetzten mußte Salomon zusehen wie der unglückliche auf den Boden fiel.Dort blieb er röchelnd liegen.Steh auf,flüsterete Salomon leise,bitte steh auf Isak! Der Mann hieß Isak Freud.
Er kam wie Salomon aus Warschau,hatte dort wie er zwei Jahre im Getto gelebt.
Mit gierigen Augen kam der Capo herbeigerannt.Er schrieh Isak Freud brüllend an.Steh auf du Dreckskerkl,aber dalli! Isak lag stöhnend auf dem Boden,er hörte die Stimme des Aufshehers,er wußte wenn er es jetzt nicht schaffte aufzustehen,dann war er verloren.Unter Einsatz all seiner letzten kräfte versuchte er sich hochzurapeln,aber sekunden später kniggte er wieder ein.
Er fiel abermals zu Boden.Der SS Mann drückte seine Augen endseztlich aus den Höhlen,er hatte für diesen Morgen sein Opfer gefunden.Er zog seine Lederpeitsche aus dem Gürtelschaft und begann damit auf Isak Freud einzudreschen.
Immer und immer wieder schlug er zu.Auf Kopf, Gesicht und Oberkörper.
Isak stöhnte vor schmerzen auf,aber er war unfähig etwas zu tuen.
Steh endlich auf, du verdammtes Miststück,du Judenhund, brüllte der SS Mann,dabei schlug er immer wieder zu.Dicke rote Striemen zogen sich übers Gesicht des armen.
Blut quoll aus den Wunden hervor,Blut das über das Gesicht rann .Alls der SS Mann merkte das Isak seinem Befehl nicht nachkam wurde er noch wilder,er raste vor Wut.Schließlich begann er zu treten.Mit den Spitzen seiner schwehren Steifel trat er Isak in die Seite, in die Rippen,in den Bauch.Blind vor Wut ,und wie ein Marder der im Hühnerstall im Blutrausch mordete so gebahr sich dieser Aufseher.Salomon, der direkt neben dem armen schreihenden Mann stand kamen die Tränen.
Innerlich bebte er,er wußte aber ,wenn er sich jetzt rührte,wenn er auch nur die Augen zur seite schlug erging es ihm ebenso wie Isak.Die Gegenwehr
des Opfers wurde schwächer.Er war bewustlos geworden.Der SS Mann winkte schließlich zwei seiner Kollegen herbei.Zusammen schleppten sie Isak Freuds Körper
quer über den Apellplatz.Kurz vor dem Elektrischen Stacheldrahtzaun,der das ganze Lager umgab ließen sie den bewustlosen zu Boden fallen.Blut rann aus Mund und Nase dieser armen Kreatur.Etliche Rippen waren gebrochen,Zähne waren eingeschlagen.Der Aufseher baute sich vor den Reihen der Gefangenen auf und brüllte; Der dort, der bleibt solange dort liegen bis er verreckt.Und wehe einer von euch Bastarden kommt ihm zu nahe,dann gehts dem genauso wie dem.Ich hoffe ich hab mich klar genug ausgedrückt!
Kein Ton kam aus den Reihen der Gefangenen. Den triumphierenden Henkersknecht vor Augen schwiegen sie.Zwei Tage lang blieb Isak Freund neben dem Stacheldrahtzaun liegen bis er endlich am dritten Tag starb.
Ein Schild wurde aufgestellt.Gleich neben der Leiche von Isak Freud.
Ein Schriftenmaler,ein Gefangener aus Danzig mußte im Auftrag eines SS Mannes einen Spruch auf das Holz malen.Im vorbeigehen sollten alle Inhaftierten immer wieder daran erinnert werden das es jedem zu jeder Zeit ebenso ergehen konnte.Auf dem Schild stand; Der Führer lebe,Juda verrecke!
An diesem Abend lag Salomon lange wach in seiner Strohkoje.Er dachte an die schrecklichen Augenblicke in denen dieses Schwein den armen Isak so übel zugerichtet hatte.Salomon wünschte sich nichts ärger alls das dieser Kerl irgendwann seine gerechte Strafe bekam.Aber sie alle waren hier ausgeliefert,die Übermacht dieser Monster war zu groß und übermächtig.
Ja, es waren Monster in Salomons Augen,keine Menschen konnten so brutal und Rücksichtslos sein,nur Monster.

19.02.1943 ( Mara)
In den fünf Monaten, seit man Elvira und ihre Familie in das Konzentrationslager verschleppt hatte, hatte sie, wie Salomon in verschiedenen Arbeitskomandos gearbeitet.Die Zeit in der Wäscherei war nicht spurlos an ihr vorüber gegangen.Ihre Hände, waren durch den anhaltenden Kontakt mit verseuchter verdreckter Wäsche rissig und verunstaltet.Die kleinen Mengen des Desinfektionsmittels Zyklon B das nach dem Waschen in den Wäschestücken zurückblieb,hinterließ seine Spuren,nicht nur an Läusen und Flöhen,auch an den Leibern der Frauen die täglich 14 bis 16 Stunden in den siedentheißen Bottichen mit Wäsche hantierten. Auch die Zustände in den Baracken hatten sich in diesen fünf Monaten katastrophal verschlechtert .Massen von Flöhen und Läusen machten den Frauen das tägliche Barackenleben zur Hölle.Überall krochen Larven,nicht nur auf den alten faulen Strohsäcken die alls Zudecke dienten, auch im innern der Strohsäcke wimmelte es von Ungeziefer.In manchen Nächten war an schlafen oder ausruhen nicht zu denken.Im Halbschlaf döste man vor sich hin,immer wieder passierte es das einer der Parasieten zubiss um Blut zu saugen,die Frauen schreckten hoch,waren wach vor schmerz.Die Bisse wurden meistens zu schlimmen Hautausschlägen die sich oft zu fürchterlichen Endzündungen ausweiteten.
Aber trotz allem,Elvira kämpfte tapfer gegen alle Arten von Wiedrigkeiten im Lager an.Insgeheim hoffte sie,gegen alle Erwartungen eines Tages lebend wieder aus dem Lager heraus zu kommen,nicht durch einen der vielen Schornsteine wie man es ihr immer wieder prophezeite.Seit drei Tagen hatte man sie in ein Arbeitskomando auserhalb des Lagers eingeteilt.Nach dem Morgenapell
und einer kargen Mahlzeit die aus einer braunen stinkenden Brühe und einem Stückchen trockenen Brotes bestand marschierte die Truppe von Elvira hinaus aus dem Lager.In Dreierreihen gingen die Frauen nebeneinander her.
Die Häftlinge wurden an eine Außenstelle des Lagers geführt wo sie unter unmenschlichen Bedingungen Ausgrabungen zu machen hatten.Ein tiefer Graben mußte ausgehoben werden.Für was dieser Graben gedacht war, das wußte niemand.Jede der Frauen hatte einen Abschnitt von zwei Metern zu bearbeiten.Mit einer Spitzhacke wurde die beinharte Erde gelockert,und mit einer Schaufel diese lockere Erde dann auf eine Art Trage geschaufelt.Anschließend mußten die Frauen diese Erde zu einem bereitgestellten Karren bringen und dort abladen.Bewacht von unzähligen Capos, die den ganzen Tag mit nichts anderem beschäftigt waren ihre Häftlinge zu quälen und zu malätrieren.Mit Stöcken und Peitschen hielten die SS Wachen Ausschau nach vermeintlichen Schwächlingen.Die Frauen schwitzten bei ihrer Arbeit, und das obwohl das Termometer 5 Crad unter Null zeigte
wurde den schweher schuftenden Frauen heiß.Dicker Reif überzog die dünnen Drillichanzüge der Häftlinge.Das Schweißwasser gefror auf der Stelle an der Oberfläche der Kleidung und bildete einen Reifpanzer.Schwehr keuchend lief Elvira mit ihrer Trage hin und her.Ihre Kehle brannte wie Feuer.Sie war ausgetrocknet und fürchterlich pappig.Aber es gab nichts zu trinken,noch nichts.Erst gegen Mittag kam der Versorgungstrupp mit dem Kessel Supp ,einer dünnen Suppe mit Kartofelschalen oder Rübenstückchen bestenfalls , vielleicht aber auch nur mit fadem Teewasser,das mehr einer Kloake ähnelte alls einem Getränk.Die Bewacher hatten sich seit geraumer Zeit etwas zurückgezogen.In einem kleinen Unterstand saßen die SS Männer auf Stühlen und tranken mitgebrachten heißen Tee.Dies war die Gelegenheit für die meisten der Frauen die Arbeitsgeschwindigkeit etwas zu drosseln.Mann ließ sich jetzt, da die verhassten Bewacher zum Tee trinken saßen,mehr Zeit um die festgefrorene Erde zu lockern.Elvira kam dabei ins leise flüsternde Gespräch mit einer jungen Frau.Wie heist du?fragte Elvira,ich hab dich erst gestern zum ersten mal hier gesehen,bist du neu?Das Mädchen, es mochte wohl um die siebzehn Jahre alt geweßen sein blickte erstaunt auf und sprach;ja, ich bin neu,seit drei Tagen bin ich hier.Und du?Elvira schwieg.
Was sollte sie dem jungen Mädchen antworten?Sie wußte nicht wie lange sie jetzt schon in diesem Vorhof der Hölle vor sich hinvegetierte.Wochen, Monate,oder waren es schon Jahre?Sie wußte es einfach nicht.Sie schüttelte vorsichtig den Kopf. Ich kann dir garnicht sagen wie lange ich schon hier bin Mädchen,wie heist du? Das junge Ding setzte die Hacke ab und endgegnette; Ich heise Mara, Mara Mozes aus Danzig.Du hast Glück gehabt Mara.Warum?fragte das junge Mädchen. Weil du noch lebst, weil du nicht direkt in die Gaskammer gewandert bist.Mara blickte Elvira mit starrem Blick an.
In die Gaskammer?wiederholte sie. Mach weiter Mara, hör bitte nicht auf zu arbeiten,denn sonst ist gleich einer dieser Aufseher hier und........sie treiben dich an zu arbeiten,verstehst du? Mara nickte,sie verstand. Zögerlich begann sie wieder die Erde mit der Hacke aufzulockern. Wie bist du hierher gekommen Mara?Das Mädchen zögerte etwas zu sagen,dann nach einer weile fing sie an zu erzählen. Ich hab im Getto in Lodz gewohnt,seit fast zwei Jahren hab ich dort gewohnt,zusammen mit meiner Mutter und dem Vater.Ich war im Spital in Lodz,seit vier Wochen war ich dort, ich hatte eine Lungenendzündung,weist du.Und dann?fragte Elvira zögerlich.
Sie......... sie haben das Spittal gestürmt,das Getto, sie haben alles aufgelöst,haben alle die noch dort gewohnt haben zusammen getrieben,auch die Kranken in den Spitälern.Elvira schüttelte den Kopf . Diese verdammten Schweine,noch nicht einmal die Kranken lassen sie in Ruhe.
Mara nickte. Die Alten, die die nicht mehr gehen konnten, die haben sie nach draußen getragen und auf Lastwagen geworfen,Männer und Frauen,auch die Kinder.Alls ich draußen vor dem Spital stand und auf den Abtransport gewartet habe, da hab ich gesehen wie sie so kleine Bündel aus den Fenstern geschmißen haben,auf die Lastwagen unten.Das waren Babys,ich konnte es zunächst nicht glauben was ich da gesehen habe,aber es war wirklich so.Die haben die kleinen eingewickelten Bündel bei lebendigem Leibe aus den Fenstern geschmißen,auf die Ladeflächen der Lastwagen.Es war furchtbar.
Sie haben noch geschriehen,die armen kleinen Würmer.
Es sind keine Menschen diese Nazis,sie sind Monster,wie können Menschen nur anderen Menschen all das antuen?fragte Elvira. Ich weiß es nicht, sie haben keinerlei Achtung vor irgendetwas,sie sie sind....... Mara beendete den Satz abruppt.Ein Capo kam in raschem Schritt näher.Er hatte wohl die Unterhaltung der beiden Frauen beobachtet.Bedrohlich baute er sich vor dem jungen Mädchen auf und schrieh; hier wird nicht gequatscht, hier wird gearbeitet,was habt ihr zwei die ganze Zeit zu Reden?Mit stechenden Augen blickte er Elvira an.Wir...... wir haben uns über die Arbeit unterhalten,fiel Mara ins Wort.Von jetzt an wird ein Schritt Tempo zugelegt,ihr schlaft ja gleich ein bei der Arbeit.Im laufschritt, habt ihr verstanden?
Mara und Elvira nickten einträchtig.Sie hatten verstanden.Die Luft war staubtrocken,die Arbeit unmenschlich anstrengend und so blieb es nicht aus das nach und nach die schwächeren der Häftlinge vor Erschöpfung nachgaben und zusammen brachen.Aber immer noch mußten die Frauen ihre Arbeit im Laufschritt erledigen,zur Belustigung der Knüppelschwingenden Capos.
Wer in die Knie ging wurde unbarmherzig mit dem Knüppel auf Kopf und Arme geschlagen.Alls endlich der erlösende Versorgungstrupp kam
lagen 5 der anfänglich 46 Häftlinge tot am Grubenrand.Die Frauen die ohnehin sehr schwach geweßen waren hatten das Mörderische Lauftempo nicht mehr geschafft,sie waren an Erschöpfung und Herzschlag gestorben.
Alls sich schließlich der ganze Trupp am Abend auf den Rückweg ins Lager machte waren von den 46 am Morgen ausgezogegnen noch 32 am Leben.
Die Leichen der zu Tode gearbeiteten mußten die Frauen ebenfalls mit ins Lager schleppen.Mit übermenschlicher Anstrengung schaffte es Elvira.Auch die junge Mara
war lebend zurückgekehrt.Ihr erster Arbeitstag im Lager Auschwitz war vorbei.






20.02.1943 (Im Arbeitskommando)

Jeder Häftling, der einigermaßen zur Arbeit taugte wurde auch dazu eingesetzt.Salomon war zwar keiner der Jüngeren,aber er war kräftig
genug um in Arbeitskommandos eingesetzt zu werden.Ziel dieser Arbeitseinsätze war es die Häftlinge Schritt für Schritt zu zerstören.
Seelisch wie Körperlich.Die Männer starben bei diesen Arbeitseinsätzen wie die Fliegen.An Nachschub mangelte es nicht,für jeden bei der Arbeit umgekommenden Häftling rückte ein neuer nach.Die Krematorien auf dem Lagergelände Auschwitz brannten Tag und Nacht.Immer wenn Salomon im Halbschlaf aus den kleinen Fenstern der Baracke nach draußen schaute sah er das der Himmel über dem Lager feuerrot war,die Schornsteine der Verbrennungsanlagen die die Überreste der Vergasten oder bei den Arbeitseinsätzen ums Leben gekommenen in den nächtlichen Himmel endließen.Salomon lag oft wach.Obwohl ihm die Arbeit manche Tage unmenschliche Kraft abverlangte lag er dennoch wach.Er dachte an seine Frau, dachte an die beiden Kinder,an vergangene Tage,an all das Elend das er hier schon gesehen hatte.Und er dachte an seinen Gott.In Manchen Augenblicken hatte Salomon seinen Glauben an diesen Gott verloren.Hatte Gott ihn und all die anderen hier vergeßen?Warum nur ließ Gott all das Elend und das Morden hier nur zu?Was war das für ein Gott?Salomon weinte still vor sich hin.Er war verzweifelt,war so verzweifelt wie noch nie vorher,aber er wollte nicht aufgeben.Noch nicht.Ab und zu, in manchen wenigen Augenblicken keimte ein Fünkchen Hoffnung auf,aber dieses Fünckchen wurde jäh zerschlagen beim Anblick eines zu Tode gehetzten Kameraden.Beim Anblick all der Ausgezehrten ausgemergelten Leiber die hier im Lager vor sich hinvegetierten.Wenn er nur ein Lebenszeichen von Frau und Kindern hätte,alles wäre viel erträglicher wenn er ein Lebenszeichen hätte.
Wieder weinte er still vor sich hin.Erschöpft schlief er schließlich ein.
Die Nacht ging, der nächste Morgen kam.Ein lautes schreihen weckte Salomon aus seinem leichten Schlaf.Hastig, wie alles hier sprang er aus der Koje.
Alles lief wild durcheinander,wie immer wenn Morgenapell war.Zehn minuten blieben zum waschen,wenn man denn Wasser dazu hatte.Dann stellten sich die Männer vor dem Block zum Zählapell auf.So wurde jeden Morgen überprüft ob alle Häftlinge da waren.Fehlte niemand war meist alles in Ordnung.Die Männer wurden den Arbeitskomandos zugeteilt,und nach einer kargen Mahlzeit,die meist aus einem Stückchen trockenen Brot bestand marschierten die verschiedenen Gruppen los.Zusammen mit drei anderen jungen Männern war Salomon an diesem Morgen zu einem Sonderkommando zugeteilt worden.Was das für ein Komando war das wußte man meist nicht,erst vor Ort und Stelle erfuhren die Häftlinge um was für eine Art Arbeit es sich handelte.Salomon und die anderen drei Männer wurden zusammen mit 20 weiteren Häftlingen auf einen LKw verladen.Die Fahrt ging hinaus aus dem Lager.An einem nahen Birkenwäldchen stoppte der Lkw.Schippen wurden von der Ladefläche heruntergeworfen.Salomon blickte sich um.In einiger Endfernung sah er das die Erde auf einer Fläche von 20 mal 20 metern frisch aufgewühlt war,relativ frisch.Ein bestialischer gestank lag in der Morgendlichen Luft,es roch süßlich verfault.Ein Aufseher stellte sich auf die Ladefläche des LKWs und brüllte von oben herab; Ihr werdet die Toten die hier liegen ausgraben und sie auf die Ladefläche des LKWs werfen,habt ihr verstanden? In den bleichen Gesichtern der Häftlinge war nichts zu lesen,keiner der Männer dachte in diesen Augenblicken daran diesen Befehl zu verweigern.Salomons Miene aber hatte begonnen sich zu verfinstern. Ihn würgte innerlich bei dem Gedanken an das was ihn hier,etwas abseits des Lagers erwarten konnte.Der Gedanke an viele Tote Körper,an ein Massengrab was dies hier sicherlich war ließ ihn erschaudern.Nachdem der SS Mann die Grabgeräte vom LKW geworfen hatte nahm sich jeder der Männer eine Schaufel.Mit Wiederwillen begannen die Häftlinge die Erde abzutragen.Die SS hatte zeitweise,alls das Lager Auschwitz nur über zwei Krematorien verfügte die Leichenberge hier verscharren lassen.Alls man mit dem verbrennen der Leichen nicht mehr nachgekommen war hatte man Häftlingen befohlen hier rießige Gruben auszuheben,in die dann die vergasten Körper.fein säuberlich nebeneinander gelegt wurden.Über 10 000 tote Körper lagen hier aufgeschichtet in über
5 metern höhe.Nachdem die Verbrennungsöfen erweitert waren und nun 4 Krematorien zur verfügung standen wollte man die Massengräber wieder öffnen und die Leichenberge verbrennen.Um jegliche Spuren für kommende Generationen zu vernichten.Auch hatte das austretende Leichengift dieser Massengräber begonnen das Grundwasser der Umgebung zu verseuchen,Fischzüchter hatten sich beschwehrt das ihre Fische zugrunde gingen.Salomon begann zu schaufeln.Die Erde war noch weich.Schon nach 10 Minuten stieß Salomons Schaufel auf einen Wiederstand.Ihm stockte der Atem.Es stank bestialisch,er würgte und übergab sich sofort.
Er grub dennoch weiter.Eine Hand tauchte vor ihm auf.Eine dreckverschmierte knochige Hand.Salomon wendete sich ab.Weitermachen!brüllte einer der SS Männer, der etwas abseits am Reifen des LKWs angelehnt saß.Salomon grub weiter.Mit bloßen Händen mußte er die Leichen aus der Erde ziehen.Es war der Körper eines Mannes.Salomon wurde speiübel.Wieder würgte er beim Anblick des teils verwesten,von Würmern zerfreßenen Körpers.Aber er kämpfte weiterzumachen.Er wußte, wen er jetzt aufgab,wenn er sich weigerte weiter zu machen dann war er ebenso wie diese da verdammt dazu zu sterben.Und er wollte nicht sterben.Allso machte er weiter.Der Körper den er aus der Erde zog war sehr stark abgemagert.Die Haut spannte sich wie dünnes Papier über die Knochen,über die Rippen,der Anblick war furchtbar.Den Mund hatte der Mann weit aufgerißen,die Augen geschloßen,Erde klebte überall,am Gesicht,an den Armen,an den Beinen.Salomon zog den Leichnahm an den Handgelenken über die Wiese.Vorm LKW legte er seine grausige Fracht ab.Dann ging er zurück.Mit der Schippe kratzte er die Erde beiseite.Ein weiterer Körper kam zum Vorschein.
Diesmal eine Frau.Ihr Körper war ebenso fürchterlich abgemagert,die Wangenknochen ragten spitz aus dem Gesicht,aus den leeren Augenhöhlen quoll Erde.
Wieder faßte er den Leichnahm an den Armen und schleifte ihn quer über die Wiese.Alle anderen Männer taten es ihm gleich.Binnen einer Stunde hatte sich ein rießiger Leichenberg vor dem LKW aufgetürmt.Es stank bestialisch nach Verwesung.Ein junger Pole ,er mochte wohl um die 20 geweßen sein fiel auf die Knie und weinte bitterlich alls ihm der Körper eines kleinen Kindes in die Hände kam.Er brach in sich zusammen,schluchzend blieb er so auf dem feuchten Gras liegen,mit dem Gesicht nach unten.
Ein Aufseher kam herbei.Was ist los, mach weiter schrieh er lautstark.
Der junge Mann erwiederte weinend; ich kann nicht mehr, ich kann das nicht bitte ich kann das nicht mehr !Der Aufseher lachte höönisch auf.
. Warum kannst du nicht mehr, brauchst du eine Pause? Immer noch lag der Junge weinend am Boden,er schluchzte und jammerte wie ein Kind das sich eben die Beine aufgeschlagen hatte.Komm, mach eine Pause!sprach der SS Mann in sanftmütigem Ton.. Er nahm den Jungen an der Schulter,half ihm aufzustehen und führte ihn weg.
Er ging quer über die Wiese,durch das hohe Gras.Etwas abseits forderte er den Jungen auf sich zu setzten.Ohne einen Augenschlag zu tuen zog er seine Pistole aus dem Schaft und drückte ab.Die Kugel traf den Jungen in den Hinterkopf.
Der Pole kippte zur Seite und blieb regungslos auf dem Boden liegen.
Der Henkersknecht kam zurück.Ihr zwei da, rief er , ihr holt den Waschlappen und werft ihn alls erstes auf die Pritsche!Damit hatte er Salomon und einen anderen älteren Mann gemeint.Mit würgen im Hals trugen Salomon und der andere Häftling den Armen Jungen zum LKW zurück.Salomon wurde plötzlich starr vor schreck.Der Junge hatte eben die Augen aufgeschlagen,für einen moment nur.Er lebte allso noch.
Salomon nahm all seinen Mut zusammen und faßte sich ein Herz.Er ging auf den SS Mann zu. Mit zittern in der Stimme sprach er; der Junge ist am Leben.Der SS Mann lachte auf.
Was, er ist noch am leben?Dann hab ich wohl schlecht gezielt! Werft ihn trotzdem auf die Pritsche!Salomon erstarrte.Er schluckte.Diese Bestien!dachte er insgeheim,diese furchtbaren Bestien!Mit Tränen in den Augen hob er den Jungen auf die Pritsche des LKWs.Der stöhnte auf. Und jetzt die anderen!forderte der SS Mann Salomon auf. Aber..... der Junge lebt noch!fuhr Salomon erneut heraus. Halts Maul du Judenhund!schrieh der Aufseher .Tust du jetzt was ich dir sage,oder willst du ebenfalls auf dem LKW liegen?Salomon hatte verstanden.Mit einem unbeschreibbaren furchtbaren Gefühl im innern tat Salomon was ihm aufgetragen war. Zusammen mit dem anderen Häftling warf er die Leichen,die vor dem LKW aufgeschichtet lagen auf die Pritsche.Zuunterst der noch lebende Junge.Minuten später war nichts mehr zu sehen.Der Junge war unter Leichenbergen begraben.Depremiert ging Salomon schließlich an seine Arbeit zurück.Alls am Abend die Sonne hinter dem Horizont verschwand war die hälfte der Grube geleert In dieser Nacht,und auch in den folgenden konnte er kein Auge zumachen.Vor sich hatte er immer dieses Gesicht.Das Gesicht des armen Jungen.

21.03.1943 ( Schlafbaracke für Häftlinge)


Fast täglich kamen neue Gesichter in den Block von Salomon.Sterbende oder
Selektierte wurden durch neue, die immer wieder aufrückten ergänzt.
Freundschaften konnten so nur sehr schwehr,oder garnicht endstehen im Konzentrationslager Auschwitz.Fast Wöchentlich wurde Selektiert, das heist
ausgesondert.Schlechtes Spreu vom Guten Weizen getrennt.Die noch Arbeitsfähigen von den alten,kranken unbrauchbaren getrennt.Diese wanderten dann in die Gaskammern,und anschließend in die Krematorien.
27 neue waren an diesem Tag aufgerückt.Neben Salomons Schlafkoje lag plötzlich nicht mehr der Alter Serbio.Ein junger Bursche mit Namen Mizio hatte jetzt seinen Platz eingenommen.In der Nacht, alls die meisten in der Baracke schliefen kam Salomon mit Mizio ins Gespräch.Flüsternd unterhielten sich die beiden miteinander.Die Angst vor heimlichen Zuhörern war immer sehr groß in den Schlafbaracken,überall hatte die SS Spitzel die nur darauf warteten einen Fluchtversuch oder eine Verschwöhrung zu melden.Seit wann bist du hier? fragte Salomon leise.Mizio zögerte..Ich, ich komme aus Mlawa,ich bin seit einer Woche hier ,kennst du Mlawa?
Salomon schüttelte den Kopf.Nein, ich hab zwar schon mal was über die Stadt gelesen,aber dort war ich noch nie.Es ist schön in Mlawa endgegnette Mizio.Wenn wir hier rauskommen mußt du alls erstes mal nach Mlawa fahren.
Salomon zog ein bitteres Gesicht.,ja wenn sie hier rauskommen.Er hatte die Hoffnung aufgegeben dieses Lager lebend zu verlassen.Und du, woher kommst du?fragte Mizio. Ich bin aus Warschau, ich hab dort 2 Jahre im Getto gelebt.Mizio schwieg eine weile.Warschau muß auch sehr schön sein.
Salomon nickte.Das ist es, sicherlich.Ich hab mein ganzes Leben in Warschau verbracht, fast ein halbes Jahrhundert.Wie heist du Junge?fragte Salomon.
Ich bin Miziore Kasalakis,aber nenn mich einfach nur Mizio,das ist irgendwie leichter zu merken.Salomon lächelte jetzt ein wenig.Das erste mal seit Monaten das er gelächelt hatte.Aber niemand konnte es sehen,es war ja dunkel in der Schlafbaracke, auserdem schliefen die meisten der Männer.
Wie lange bist du schon hier in diesem.... Mizio zögerte kurz.....in diesem Lager?Salomon schwieg wieder eine ganze weile.Weist du Junge, in den ersten Tagen hab ich versucht die Tage im Kopf weiter zu zählen,aber nach einer gewißen Zeit hab ich das aufgegeben.Die Zeit spielt hier drinnen überhaupt keine Rolle mehr.Tage, Wochen, Monate, ich weiß es nicht mehr wie lange ich schon hier bin,es ist egal geworden.Denn eines ist mir ganz klar geworden hier,ich werde dieses..... Lager.... dieses Vernichtungslager nicht lebendig verlassen.Mizio wich erschrocken zurück.Aber...... aber warum Alter Mann?Salomon lachte leise auf. Du nennst mich Alter Mann?Seh ich wirklich so alt aus?Entschuldige,das hab ich nicht sagen wollen,endgegnette Mizio ,aber wie heist du eigentlich?
Mein Name ist Salomon,Salomon Salem,aus Warschau.Du hast gewiß recht,das Lager hatt mich alt werden lassen,ich bin nicht mehr der selbe wie früher.All das Grauen das ich bisher mit ansehen mußte, es sitzt tief in einem,es zerstört einem ,es drückt dich nieder,es vernichtet dich langsam,und das wollen diese Schergen Hitlers nur. Meine geliebte Familie lebt warscheinlich nicht mehr, sie haben sie umgebracht und in einem der Krematorien...... verbrannt.Mizio wurde bleich.Er konnte nicht fassen was Salomon da sagte.
Alls man mich auf diesen Transport geschickt hatt, da hatt man mir gesagt das sie uns umsiedeln wollen,aufs Land, ich hab wirklich gedacht das sie es gut mit uns meinen.Salomon schüttelte den Kopf. Hier giebt es niemanden der es gut mit dir meint,glaub mir,sie werden uns alle vernichtenAber wie.......wie wollen sie so eine Menge Menschen einfach ...vernichten?Wie ich schon sagte, dieses Lager hier ist ein reines Vernichtungs und Arbeitslager ,alles ist darauf ausgerichtet die Menschen zu zerstören.Und wenn sie dann irgendwann körperlich und selisch am Boden sind,abgemagert bis auf die Knochen,zerschunden,durch die schwehre Arbeit weich gemacht,dann landen sie in der Gaskammer,oder werden an der schwarzen Wand hinter der Baracke erschossen.Wenn sie gnädig sind durch einen Schuß in das Genick.
Das was dann von dir übrig bleibt schießt durch die langen Schlote der Krematorien,zusammen mit tausenden anderen jeden Tag.Aber... woher weist du das alles Salomon,woher? Salomon überlegte lange und sprach dann;
Die Kunde darüber geht von Mund zu Mund,überall im Lager weiß man darüber bescheid,auch du wirst es noch erfahren,wenn du nicht vorher in die Gaskammer wanderst.Wenn du so lange alls möglich überleben willst,dann gebe ich dir einen Rat Mizio.Arbeite so gut du kannst,laß dir keine schwäche anmerken,die kleinste schwäche die man erkennt ist womöglich dein Todesurteil,vergiß das nie.Mizio lauschte geschockt den Erzählungen von Salomon.Innerlich konte er immer noch nicht richtig glauben was Salomon ihm da erzählte.Es war zu verrückt, zu unwarscheinlich um es zu glauben.
In dieser Nacht unterhielten sich Salomon und Mizio noch lange,bis in die frühen Morgenstunden erzählte Salomon dem jungen Mizio von seinen Erlebnissen im Lager.Auch Mizio erzählte von sich.Er sprach über die schönen Tage in Mlawa,über seine Jugendzeit, über all das was ihm in diesen Stunden in der nächtlichen Baracke einfiel.Salomon hatte einen Freund gefunden.

Reichssicherheitsamt Berlin
22.03.1943
(Besuch von Rudolf Höß)

Die Stufen zum Sicherheitsamt hatte Rudolf Höß bereits mehrere male beschritten.Er war wieder zu Besuch bei seinem direkten Vorgesetzten Heinrich Himmler,dem Chef der Sicherheitspolizei.Wie immer empfing er Höß mit einem lächeln.Setzten sie sich mein lieber Rudolf,ich habe sie bereits erwartet!
Höß nahm auf dem schwehren Sallonseßel Platz.Während der Fahrt nach Berlin hatte er hastig seinen Bericht für Himmler zu Ende verfaßt.Einen Bericht über das von ihm geleitete Lager in Auschwitz.Höß legte eine braune Lederne Mappe auf den Tisch.Himmler grinste bedächtig.Wie ich sehe sind sie recht fleißig geweßen mein lieber,und nach allem was ich so höre ist es nicht zu viel gesprochen wenn ich sie beglückwünschen kann zu ihrem tuen.
Höß lächelte zufrieden.Danke Herr Reichsführer,ich fühle mich sehr geschmeichelt.Nein nein lieber Höß, es endspricht nur den Tatsachen.Ich höre nur gutes von ihnen,sie haben ihr Lager ganz nach den Vorstellungen von Herrn Eichmann und natürlich von unserem Führer eingerichtet,ich bin sehr zufrieden.Wieder nickte Höß zufrieden.Erzählen sie mir doch mal ein wenig von ihrem Alltag alls Lagerkomandant!
Rudolf Höß lehnte sich zurück und begann zu erzählen.
Zur Zeit haben wir im Hauptlager 1 etwa 30 000 Häftlinge,es handelt sich bei diesen Gefangenen meist um Jüdische Männer und Frauen aller Art.Teils sind sie aus Polen,teils aus Grichenland und viele aus Ungarn.Auch einige Französische Juden sind dabei.Im Nebenlager 2 sind 22 000 Häftlinge untergebracht.Darunter etwa 13000 Frauen. In Lager 3, dem kleinsten Nebenlager haben wir die Zigeuner
und Politischen Häftlinge, aber auch Arieer die sich irgendwelchen vergehen schuldig gemacht haben.Somit beläuft sich die Gesamtzahl aller Häftlinge zur Zeit auf etwa 60 000. 60 000 ? wiederholte Himmler etwas bestürtzt,sind das nicht viel zu viele? Höß lachte etwas verlegen. Ich weiß, es hört sich sehr viel an, aber die Vernichtung der Judenschaft ist bereits seit Monaten in vollem Gange,täglich kommen wir auf über 6000 Verbrennungen,das ist weit mehr alls zunächst geplant war.Die Transporte stehen nicht still, tagtäglich rollen die Züge mit mehr Menschenmasse an,aber das wissen sie ja selbst , wir tuen unser bestes Herr Reichsführer.Himmler lächelte jetzt zufrieden. Können sie die Sache nicht irgendwie anderartig beschleunigen Höß? Zb. Gruben in denen die Leichen verbrannt werden?
Höß blickte seinen Vorgesetzten erstaunt an.Diese Idee war bisher niemandem gekommen,gut, zu Anfang hatte man die Toten in Massengräbern verscharrt,aber sie in den Gruben verbrennen war eine neue Art das Problem anzugehen.Ich werde mich bemühen das die sache beschleunigt wird,Herr Reichssicherheitsführer .Zufrieden nickte der Reichssicherheitsführer.Die Tür zum Büro wurde geöfnett und eine junge Frau brachte ein Tablett mit Tee. Sie schenkte zwei Tassen voll und ging wortlos.Sie müssen mich verstehen Höß,aber die Verpflegung all dieser unnützen Esser kostet das Reich Unmengen an Geld,Geld das wir dringend in der Rüstung brauchen,sie verstehen was ich meine?Höß nickte.Ich werde mich sofort nach meiner Rückkehr darum kümmern, sie können sich ganz auf mich verlassen Herr Reichsfüher.Beide nahmen die Tasse und tranken Tee.
Wie geht es Dr. Schuhmann,ich habe den alten Haudegen schon so lange nicht mehr gesehen?fragte Himmler.Schuhmann, dem gehts gut, erst gstern hab ich ihn im Lager getroffen,er steht zur Zeit mächtig in Stress.Die Versuche an denen er arbeitet sind in vollem Gange. Himmler lächelte .Der gute Schuhmann, er ist ein Arbeisttier.Sagen sie ihm einen netten Gruß von mir wenn sie ihn wiedersehen.Das werd ich tuen,endgegnette Höß.
Ich weiß das ich mich auf sie verlassen kann Höß, ich werde ihren Bericht eingehend studieren und ihnen falls notwendig Mittel zufließen lassen um die Vernichtung der Judenschaft weiter anzukurbeln.Wir müßen die Menge der Gefangenen unbedingt reduzieren,auch Herr Eichmann hatt mich dringenst darum gebeten.Ich verstehe Herr Reichsführer,ich verstehe,endgegnette Höß.
Die Unterredung dauerte noch eine weitere Stunde an.Details wurden besprochen.Höß beschrieb das Lagerleben und lud Himmler zu einer Besichtigung des Lagers ein.Gegen Mittag verließ Rudolf Höß das große Gebäude,mit einem klaren Befehl in der Tasche.Die Gefangenenzahl mußte unbedingt reduziert werden.

(Selektion im Frauenlager)

Auch die Baracken des Frauenlagers waren hoffnungslos überbelegt.Die meisten der Häftlinge waren verlaust und arg verwarlost.Die SS wußte das die Arbeistkraft der Frauen weit geringer war alls die der Männer.Allso wurde den Frauen auch weit weniger Beachtung geschenkt alls den Männlichen Gefangenen.Die Selektionen waren weit häufiger.Fast im Wochentakt wurden die unbrauchbaren von den noch gesunden,Arbeitsfähigen getrennt.
Elvira ging zusammen mit den restlichen Frauen ihres Blocks auf der Wiese umher.Die Wiese, so wurde der graue Lehmige Platz gleich hinter der Baracke genannt.Meist mußten die Frauen im Knöchelhohen Schlamm waten.
Um die Schuhe nicht zu beschmutzen geschah das meist Barfuß.Egal bei welcher Witterung.In großer Kälte mußten die Frauen ohne Schuhe durch das Eiskalte Wasser gehen.Erkältungen waren an der Tagesordnung,Lungenendzündungen die häufigste Todesursache.So beschleunigte man den Tod der Häftlinge auf natürliche weise.Auch
Elvira war seit Tagen stark erkältet.Mit hohem Fieber und Schüttelfrost lag sie in ihrem Strohsack.Das Kommando "Raus aus den Baracken "kam unerwartet und einem Schock gleich.Jeder wußte was dieses Kommando bedeutete.Draußen vor der Baracke reihten sich die Frauen in Dreierreihen auf.
Elvira nahm all ihre Kraft zusammen,trotz des hohen Fiebers kroch sie aus der Koje und stellte sich in die Reihe der bereits wartenden mit ein .Innerlich war ihr glühend heiß zumute,ihre Sinne waren durch das hohe Fieber benebelt,alles was um sie herum vorging schien sich in einem Schleier zu bewegen,sie wußte aber das sie nicht liegen bleiben durfte.Das Fieber kämpfte mit ihrem Körper,doch sie hatte sich aufgerafft hinauszugehen.
Stark geschwächt wartete sie zwischen den Reihen der ängstlichen Frauen.
Der SS Mann kam.Er ging die Reihen ab.Man wunderte sich.Niemand hatte das Komando" Ausziehen" gebrüllt.Bei jeder vergangegen Selektion hatten sich die Frauen ausziehen müßen.Nur heute nicht.Allso war dies keine gewöhnliche Aussortierung.Langsam und sehr bedächtig schritt der SS Mann die langen Reihen ab.Immer wieder stellte er Fragen an die eine oder andere Gefangene.Der Atem stockte den Frauen jedesmal.Aber der Mann ging weiter.
Mit zitternden Knien stand Elvira da.Schemenhaft sah sie den Mann vor sich.
Sah wie er sie musterte.Aber er ging vorbei.Nach einer halben Stunde war die
Sache vorbei,für dieses mal.Was der eigentliche Sinn des ganzen geweßen war das erfuhr niemand.Nur erleichtert waren alle das niemand in die Gaskammer gewandert war.So gingen die Frauen zurück in ihre Baracke.Erst sehr viel später
erfuhr man den wahren Hintergrund dieser Sache. Eine Polnische Jüdin, die auf einer Schreibstube arbeitete wurde der Spionage verdächtigt.Sie hatte im Verhör Personenbeschreibungen gemacht . Die SS war nun auf der Suche nach einer jungen Frau,die Beschreibung aber hatte auf keine der Frauen aus Elviras Baracke gepasst.Alles war gut gegangen,diesmal,aber die Zeit lief unbarmherzig weiter hinter den hohen Stacheldrahtzäunen des Lagers


22.03.1943 (Krankenblock im Frauenlager)

Dr Schuhmann,ein Lagerarzt aus Glauchau saß in seinem Zimmer und stöberte lange Listen durch.Die Listen endhielten die Daten und Häftlingsnummern von über 2000 Frauen die im Lager interniert waren.
Er war auf der Suche.Auf der Suche nach möglichen geeignetten Objekten für seine Versuche.Zwei Monate zuvor hatte Dr Schuhmann ein Schreiben erreicht in dem der Reichsführer Himmler ihn dazu aufforderte eine Methode zu endwickeln Frauen im großen Maßstab Steril zu machen.Die Nazis wollten so eine einfache Art und Weise endwickeln Nichtaarische Völker,wie Russen,
Polen und auch Holländer aussterben zu lassen.Dr .Schuhmann hatte den Auftrag diese Methode zu endwickeln und zu verfeinern.
Schuhmann war durch und durch Nazi,auf dem Weg des Führers zu einer neuen Weltordnung, machte er die grausamsten und bestialichsten Versuche an Menschen die man sich nur vorstellen kann.Gefühle kannte er keine.
Trotz allem aber , privat war er ein liebenswerter Familienvater von drei Kindern,er hatte eine Frau, und er führte seiner Ansicht nach eine gute Ehe.Seiner Ansicht nach.Sein Haus lag außerhalb des Lagers auf einer kleinen Anhöhe.Es war dies die dritte Woche der Versuchsreihe(Sterilisierung).

( Frauenbaracke)

Elvira Salem saß seit dem Morgen in der halbdunklen Stube und wartete.Wartete auf etwas das niemand genauer kannte.Man hatte den Frauen gesagt das sie hier sitzen und abwarten sollten.Es war still im Innern der Baracke.Keine der Frauen redete etwas,die Blockälteste,eine Warschauer Jüdin saß an der Tür und starrte durchs Fenster nach draußen.Im Abstand von etwa einer halben Stunde kam ein Lagercapo über den Platz zur Frauenbaracke.Er trat dann ins Innere und rief eine Nummer in den halbdunkelen Raum.Er hielt eine Liste in der Hand ,die Liste die Dr Schuhmann Tage zuvor angefertigt hatte.Häftlings Nr 22.324 schrieh er laut.Mitkommen!Elvira Salem wurde bleich.Sie überlegte fieberhaft,es gab aber keinen Zweifel,es war ihre Nummer die der Capo da eben ausgerufen hatte.Wie um sich zu vergewißern schob sie ihre Drillichjacke zur Seite und las die Nummer die man ihr über der linken Brust eintätowiert hatte.22.324.Mit bleichen Gesichtern saßen all die anderen Frauen da.Jede atmete hörbar auf.Sie hatte es nicht getroffen,diesmal nicht.Der Kelch war an ihnen vorüber gegangen.
Was ist jetzt los, wo ist der Häftling mit der Nr. 22.324? schrieh der Capo.
Hier!endgegnette Elvira leise.Sie stand auf.Aber sie ging nicht.Flüsternd stand sie so da.Ich will nicht. Immer wieder wiederholte sie die selben Worte.Ich will nicht.Ungehalten kam der Mann näher.Gehst du jetzt mit,oder soll ich dir erst Beine machen?fauchte er laut.Ich will nicht!schrieh Elvira zurück.Sie faßte sich mit beiden Händen an den letzten Schopf Haare.Sie ließ sich zu Boden fallen und schrieh laut; laßt mich, laßt mich in Ruhe ihr......
Der Capo verlor die Gedult.Er packte Elvira am Genick und versuchte sie nach oben zu heben.Er hatte einen Auftrag.Er mußte diese Frau in der Krankenbaracke abliefern,innerhalb der nächsten 5 Minuten.Allso griff er härter zu.Elvira lag am Boden und schrieh und tobte.Sie wehrte sich mit all ihrer Kraft gegen die mächtigen Arme des Capos.Aber sie hatte keine Chance.Der Mann packte sie von hinten und schleifte sie nach draußen.
Elvira schrieh immer wieder den gleichen Satz.Laß mich, bitte laß mich, ich will noch nicht sterben,bitte laß mich.......Der Capo verlor jetzt endgültig die Gedult.Er zog seinen Knüppel aus dem Gürtel und schlug zu.Ein paar mal.Er traf Elvira auf den Kopf,auf die Schultern.Immer wieder schlug er zu.
Schließlich gab Elvira doch nach.Weinend hatte sie sich aufgesetzt.
Mach jetzt was ich dir sage du Judenschlampe, oder ich hol einen SS Aufseher,der fackelt nicht so lange rum wie ich,der giebt dir gleich den Gnadenschuß.Die Augen des Mannes hatten sich dunkel verfinstert.Elviras Wiederstand war nun endgültig gebrochen.Schweigend und ohne weitere Gegenwehr ging sie schließlich neben dem Capo her.Sie betraten Minuten später die Krankenbaracke.
Elvira wurde in einen Nebenraum geführt.Schluchzend stand sie vor einem großen Tisch.Ihre Augen waren jetzt apatisch und leer.Innerlich hatte sie mit dem Leben abgeschloßen,sie wußte zwar nicht genau was sie hier erwartete,aber das sie dem Tod jetzt näher war wie nie zuvor das ahnte sie.Hinter dem Tisch saß ein Mann,es war Dr.Schuhmann der Versuchstleiter.Auf einem Stuhl in der Ecke saß ein Schreiber,er hatte einen Bogen Papier vor sich.In der anderen Ecke stand eine Frau,sie war in blaue Krankenschwesternkleidung gesteckt worden.Sie war ebenfalls wie Elvira eine Jüdische Gefangene.Die junge Frau hatte sich freiwillig zum Dienst in der Krankenstation gemeldet.Da sie aber Gehilfin bei Dr Schuhmanns Versuchen geworden war bereute sie ihr freiwillige Meldung nun bitter.
Der Schreiber las die Häftlingsnummer von Elvira Salem vor.
22.324,ist das deine Nummer?fragte er. Elvira nickte wieder apatisch.
Am anderen Ende des Zimmers stand eine große Aparatur.Ein hohes Gerüst,mit zwei Metallenen Platten auf der Vorder und Rückseite.Kabel gingen von der Aparatur weg,in eine Steckdose in der Wand.Dr Schuhmann blickte Elvira fest ins Gesicht.Wie viele Kinder hast du?fragte er streng. Aus müden Augen schaute sie jetzt den Arzt an.Leise und fast unhörbar sprach sie; zwei, ich hab zwei Kinder,Maria und Leo!Dr Schuhmann lächelte zufrieden.Ausziehen, du mußt dich ausziehen!Vollkommen abwesend und weggetreten begann nun Elvira ihre Sträflingskleidung auszuziehen.Sie wußte,wenn sie sich weigerte,war es ihr sofortiger Tod.Sie tat was der Arzt verlangte.Alls sie nackt dastand blickte sie unter sich.Sie blickte an ihrem Körper hinab,dieses bißchen Haut und Knochen das ihr geblieben war,die Brust war klein wie die eines 12 jährigen Knaben ,die Rippen standen spitz aus dem Bauch hervor.Dr Schuhmann stand auf und kam zu Elvira.Er nahm sie am Handgelenk und führte sie zu dem Aparat der im Zimmer stand.Minuten später stand sie eingeklemmt zwischen den kalten Metallplatten,zitternd und frierend da.Die Beine wurden mit Lederriemen festgezurrt,so war sichergestellt das sie sie nicht bewegen konnte.Ebenso verfuhr Schuhmann mit den Armen.Sie wurden oberhalb der Apparatur mit Lederbändern befestigt.Elvira wußte nicht was das alles sollte, sie hatte keinerlei Ahnung von den Versuchen und den Experimenten dieses Dr. Schuhmann.Er war Arzt,soviel hatte sie verstanden,und wenn er Arzt war, dann mußte er sich wohl in erster Linie um die Gesundheit der Gefangenen kümmern.Warscheinlich war alles nur halb so schlimm,sie hoffte es zumindest.Dr Schuhmann versuchte nun die Metallplatten in einer bestimmten höhe des Bauches auf einen ganz speziellen Punkt einzustellen.Alls er damit fertig war ging er zurück zu seinem Schreibtisch und setzte sich.Auf dem Tisch vor sich hatte er einen kleinen Kasten,auf dem drei Knöpfe und ein Schieberegler untergebracht waren.Ohne zu zögern betätigte Schuhmann einen der Knöpfe.Dann verließ er zusammen mit seinen Assistenten den Raum.Das ganze Zimmer war mit einem dicken Bleimantel von der Ausenwelt abgeschirmt so daß alle Arten von Röntgenstrahlen abgehalten wurden..Darauf kam es an.
Durch eine immens hohe Dosis von Röntgenstrahlung wollte Schumann erreichen das den Frauen die Eierstöcke verbrannt wurden,So sollten sie Unfruchtbar gemacht werden.Im großen Stiel .Mann wollte eine Methode endwickeln mit der es möglich war Frauen im großen Maßstab unfruchtbar zu machen.Durch eine dicke Glasscheibe, die in die Tür eingebaut war beobachtete Schuhmann nun sein grausiges Experiment.Ein Summen erfüllte den Raum,leben kam in die Röntgenaparatur.
Elvira spürte plötzlich brennende Schmerzen im Unterleib.Diese Schmerzen steigerten sich von Sekunde zu Sekunde.Ein stechen, wie von einem großen Messerstich ging vom Bauchraum aus.Schließlich wurden diese Schmerzen so stark das Elvira aufschrieh.Die Haut an der Oberfläche des Bauches begann zu schmohren.Feiner weißer Qualm stieg auf,der Geruch von verkohltem Fleisch lag in der Luft.Elvira schrieh fürchterlich,sie hatte jetzt unbeschreibbare Schmerzen im Unterleib.Diese Tortour ging Minuten so.Die kalten Augen des Dr. Alfons Schuhmann beobachteten alles durch die Glasscheibe in der Tür.Seine Gedanken schweiften immer wieder ab,selbst beim Anblick der schreihenden Jüdin die da drinnen stand.Er dachte an den nächsten Tag,an den Geburtstag seines ältesten Sohnes,an die Feier und an die vielen Gäste.Nach Minuten schaltete Schuhmann den Apparat ab.Elvira war längst ohnmächtig geworden.Sie hatte den starken Schmerzen nicht mehr standgehalten.Aber das tat nichts zur sache für Schuhmann.Die Verbrennungen an Elviras Hautoberfläche hatten die Ausmaße eines Handtellers,auch im innern hatten die Massiven gebündelten Röntgenstrahlen starke Verbrennungen verursacht.Nicht nur die Gebärmutter und Eileiter waren zerstört,auch all das umliegende Gewebe war stark verbrannt.
Große Quaddeln lagen auf der Haut die sich Tage später mit Flüssigkeit füllten.Aber sie hatte überlebt,und nur das zählte für Schuhmann.Die ohnmächtige Elvira wurde nach einer kurzen Untersuchung in den eigentlichen Krankenbau gebracht.Dort legte man sie in ein Bett.Die Wunden wurden notdürftig versorgt,und sie bekam Tee.
Alls sie Sunden später wieder zu sich kam verspührte sie stechende Schmerzen im Bauchraum.Sie spührte die dicken großen Pflaster auf Bauch und Rücken.So döste sie Stunden vor sich hin.Doktor Schuhmann hatte ihr eine große Dosis Beruhigungsmittel gespritzt.Immer wieder versuchte sie die Augen zu öffnen,aber so sehr sie sich auch anstrengte,es gelang ihr nicht.Um sie herum schien alles wie in einen Schleier gehüllt,die Leute die an ihrem Bett vorbei gingen,die Pflegerinen,der Arzt,alles war verschwommen und unklar.Mann hatte sie ruhiggestellt.

Tage darauf kam Dr. Schuhmann ins Krankenzimmer.Er setzte sich auf einen freien Stuhl der neben dem Bett stand.In der Hand hielt er eine Spritze in die ein Narkosemittel aufgezogen war.Der zweite Teil des Experiments stand an.
Schuhmann spritzte Elvira schließlich dieses Narkosemittel.Minuten später wurde sie auf einer Rollbaren Liege in den Operationstrakt geschoben.In einer halbstündigen Operation holte Schuhmann die verkümmerte und verkohlte Gebärmutter aus Elviras Bauchraum heraus.Er wollte so den Erfolg seines Experiments bestätigen.Innerhalb 2 Stunden wurden so 6 Frauen der Bauchraum geöffnet. Mit immer denselben Operationsinstrumenten.Die Wunden wurden von einem Assistenten nottdürftig vernäht.Anschließend brachte man Elvira wieder in den Krankenbau zurück.Alls sie erwachte fühlte sie sich hundeelend.Ihr war speiübel zumute,auch hatte sie starke Schmerzen die von der Operation herrührten.So gingen die Tage dahin.Elvira erholte sich etwas,aber es war nur ein kleiner Aufschub den man ihr vergönnte.Schuhmann kam mehrmals täglich um sich seine Patientin anzuschauen,er untersuchte sie eingehend um festzustellen wie sich die Operation ausgewirkt hatte.Am sechsten Tag schließlich kam er Morgens mit einer aufgezogenen Spritze ins Zimmer.Elvira hatte Angst vor diesem Mann.Sie hatte mittlerweile Angst vor allem was er tat.Sie wußte nicht was man mit ihr gemacht hatte.Sie hatte die Operationsnarbe gesehen,was aber der eigentliche Sinn der Operation geweßen war das wußte sie nicht.Jetzt wo er wieder mit einer Spritze vor ihr stand hatte sie Angst.
Schuhmann spürte diese Angst.Mit Engelszungen redete er auf Elvira ein; Sie brauchen überhaupt keine Angst zu haben ,ich werde ihnen ein Stärkungspräparat geben,damit sie stark sind wenn sie ihre Kinder in die Arme schließen können.
Elviras Augen begannen sich zu weiten.Die Kinder? Hatte sie richtig verstanden,die Kinder? Leise sprach sie,nachdem sie sich im Bett aufgesetzt hatte; darf ich meine Kinder wieder sehen?Schuhmann nickte lächelnd.
Aber ja ,sie sind drüben in den Kinderunterkünften,sie warten schon und können es garnicht mehr abwarten sie zu sehen!Eine Träne rollte Elvira über die Wange,ihre Augen wurden glasig und bekamen wieder etwas mehr Ausdruck.Momente lang glaubte sie diesem Mann wirklich die Geschichte, aber nur Momente.Alls er mit der Spritze näher kam zuckte sie unweigerlich zurück.
Ich...... ich will sie jetzt sehen, jetzt gleich. Aber liebe Frau, das geht nicht so einfach, da sind erst noch Formalitäten zu erledigen,aber morgen früh sind sie sicher hier,ich versprech es ihnen,sicher.Elvira wußte nicht was sie glauben konnte und was nicht.Aber der Gedanke an die Kinder ließ sie nicht mehr los,Freudentränen übermannten sie,sie ließ es geschehen das Schuhmann ihr die Spritze an die Armvene setzte.Was hätte sie auch anderes tuen können?
Nachdem er das Phenol in ihre Vene gespritzt hatte verabschiedetet er sich und ging.
Stunden später fuhren Häftlinge des Sonderkomandos Leichenbeseitigung vor dem Krankenbau vor,sie hatten ihren alten hölzernen Schiebekarren dabei.
Zehn zu Tode gekommene Frauen,unter ihnen Elvira Salem wurden auf den Karren verladen,nackt und bloß.
Alle hatten Verbände an Bauch und Rücken.Die Kleidung hatte man ihnen ausgezogen,für die nächsten Häftlinge die kamen.Jeden Tag holten die Leichenbeseitiger einen neuen Karren voller Leichen vom Krankanbau ab.
Quer über das Lager brachten sie die Toten zum großen Krematorium.Dort wurden sie zusammen mit tausenden anderen verbrannt.Schuhmann führte seine Experimente weiter,an Nachschub mangelte es dem SS Arzt nicht.
Nun war Salomon Salem allein.Und er wußte es nicht einmal.In all der Zeit da er im Männerlager interniert war hoffte er tief im innern das er seine Familie eines Tages wiedersehen konnte.Aber der Gott an den er immer gebetet hatte hatte ihn im Stich gelassen. 22.07.1943 (Apellplatz)

Salomon und Mizio gingen hintereinander her.In Zweierreihen marschierten die Häftlinge so über den Apellplatz.Seit Stunden taten sie das.Beim morgendlichen Zählapell hatten die SS Aufseher festgestellt das einer der Häftlinge fehlte.Er war in der Nacht durchgebrannt,wie, das wußte niemand..Jetzt mußte die ganze Baracke unter dieser Flucht leiden.Die morgendlichen Teerationen waren ausgeblieben.Und es war heiß an diesem Morgen,sehr heiß.Die Sonne stand brütend am Himmel und erwärmte alles furchtbar und unbarmherzig.Gleich nach dem Zählapell hatte man willkührlich 2 Häftlinge aus den Reihen der stehenden ausgewählt und an Ort und Stelle erschoßen.Zur Abschreckung; hatte einer der SS Männer laut gebrüllt.Jetzt mußten sie laufen,laufen um ihr Leben.Nach jeder Stunde wurde ein weiterer Häftling ausgewählt und mit der Pistole niedergestreckt.Die Toten aber blieben auf dem Apellplatz liegen.Alle laufenden Häftlinge mußten über die Leichen hinweghüpfen,auch zur Abschreckung.Die Zunge klebte furchtbar am Gaumen fest,Salomon keuchte und schnaufte schwehr,im innern merkte er wie seine Kräfte anfingen zu schwinden.Aber er kämpfte sich weiter,er wußte es war sein Tod wenn er aufgab.Wie oft schon war er an diesem Punkt geweßen,viele male war er kurz davor aufzugeben,aber er hatte es doch immer wieder geschafft weiterzumachen.Aber Mizio machte ihm Sorgen.Der Junge
schlingerte mehr alls das er rannte.Salomon spührte das Mizio nicht mehr lange durchhielt.Immer wieder fiel einer der erschöpften Häftlinge zu Boden.Ein gefundenes Fressen für die Capos,die nur darauf warteten zu prügeln.Ein alter Mann war eben zusammen gebrochen,erschöpft fielen einige andere Häftlinge über den querliegenden Körper des Alten hinweg.Capos kamen herbei,mit Peitschen und Knüppeln bewaffnet.Sie hieben auf den am Boden liegenden ein.Auf Kopf und Gesicht.Zähne knirschten,brachen ab.Blutt rann dem alten Mann aus Nase und Mund.Er keuchte und jammerte,schaffte es aber nicht mehr aufzustehen.Der SS Man zog seine Pistole ,legte sie ans Genick des Alten und drückte ab.Der Körper zuckte auf,dann war er erlöst.Salomon fuhr zusammen,er hatte mit angesehen was eben geschehen war,im Vorbeirennen hatte er es mitangesehen.Aber er rannte weiter.Der Alte blieb liegen.Brüllend baute sich einer der Aufseher vor den rennenden auf.Ich sag euch ihr Hunde, ihr rennt so lange bis der letzte von euch verreckt,wenn ihr mir nicht sagt wo dieser Misthund ist, dann verreckt ihr alle!Ein Teekessel wurde aufgebaut.Häftlinge schleppten große Kannen mit Wasser heran.Tee wurde gekocht.Alles geschah in unmittelbarer Nähe zu den rennenden erschöpften Menschen..Man wollte die Häftlinge zur Aufgabe zwingen.Einer mußte preisgeben wo der Flüchtige war,
egal wie .Der Capo stand grinsend da und wartete.Eine Stunde war vergangen.Von hundert Männern rannten noch ganze 62.Alle anderen lagen auf dem Apellplatz zerstreut umher.Salomon blickte wieder auf Mizio,den jungen Mizio den er alls lieben Freund kennen gelernt hatte.Der Junge schlingerte wieder.Renn weiter Junge, keuchte Salomon, der dicht hinter ihm rannte.Renn, gieb nicht auf! Aber es war zu spät.Mizio schlingerte abermals und fiel.
Er fiel über den Körper eines Toten.Bewegungslos blieb er liegen.Einer der Aufseher rannte herbei. Mit den spitzen seiner Stiefel bearbeitete er den Jungen.Aber es kam keine Gegenwehr.Alls der Aufseher merkte das Mizio sich nicht rührte nahm er den Absatz seines Stiefles und stellte sich damit auf den Hals seines Opfers.Genüßlich drehte er den Schuh auf dem Hals des Jungen hin und her.Mizio röchelte,Blut rann aus seinem Mund.
Immer fester drückte der Kerl zu. Salomon torkelte fassungslos vorbei.Er blickte in die verzweifelten Augen seines Freundes.Er konnte nichts tuen.
Dann blieb er doch stehen,und schrieh auf. Nein.......... du bringst ihn um......laß Mizio!Der Peiniger blickte sich um,blickte in die Augen von Salomon.In diesen Augenblicken ahnte Salomon das dies sein eigenes Ende war.
Der SS Mann holte mit dem Knüppel aus und schlug Salomon mitten ins Gesicht.Ihm wurde schwarz vor den Augen.Salomon fiel zu Boden,blieb dort regungsloß liegen.Stunden lag er so.Ohne Bewustsein.Alls er seine Augen wieder aufschlug war es düster.Momente später merkte er das er in einer Strohkoje lag.Sein Körper schmerzte,sein Gesicht,alles tat höllisch weh.
Er schlug die Augen auf..Er hatte Durst.Sein Hals war rauh und kratzig,sein ganzer Körper lechzte geradezu nach Wasser.Eine Hand legte sich auf Salomons Arm.Er blickte zur Seite.Ein Alter Mann lag ihm gegenüber auf der Strohmatte.Du hast verdammtes Glück gehabt! sprach er leise,
und du warst verdammt mutig! Was..... was ist los?... wo ist Mizio?
Der Alte machte ein bekümmertes Gesicht.Er schüttelte still den Kopf.
Er ist nicht mehr!Salomon schnaufte auf,er hatte die Worte des Alten Mannes wohl verstanden.Mizio war tot. Die haben geglaubt du seist auch tot,du hast großes Glück gehabt Salomon.Salomon legte seinen Kopf zur Seite .Tränen liefen ihm übers Gesicht und die Wangen.Warum nur hatte er Glück gehabt,und warum nicht Mizio? Was für ein Glück war das nur,wäre es nicht auch besser geweßen wenn ich tot geweßen wäre?fragte er den Alten.
Der nickte verständnissvoll. Ich weiß was du meinst,und ich muß dir sagen das ich dir recht gebe Salomon.Was ist das nur für ein Glück,hier zu leben,es ist kein Glück hier zu leben,vielmehr ist es Glück hier sterben zu dürfen.
Dein Mizio hatte dieses Glück,und auch wir beide kommen irgendwann an die Reihe,glaub mir.Salomon dachte in diesen momenten zum ersten mal in seinem langen Leben an den Tod.Er wünschte sich jetzt an Mizios Stelle.
Er war Verzweifelt.Sicher nicht mehr alls viele andere hier in diesem Lager.
Aber er war es.Nichts wünschte er sich jetzt mehr alls einen raschen Tod.Dann endlich hatte er all das hinter sich.Kennst du mich noch?fragte der Alte Mann.
Salomon wischte sich die Tränen aus den Augen und blickte ihn genauer an.
Er blickte in ein ihm unbekanntes Gesicht.Wer bist du? fragte er leise.Ich kenn dich nicht.Wir haben uns getroffen, vor Monaten, beim Transport hier her.Salomons Augen weiteten sich.Die alten abgemagerten Gesichtszüge,die feine ruhige Stimme, erst jetzt erkannte er den Alten Mann wieder.Du bist.....
Israel Unger,sprach Salomon.Jetzt erkenn ich dich wieder Israel,wir waren im gleichen Waggon,du,ich und deine Frau.Der Alte Mann nickte.Ja Salomon, ich hab mich verändert seitdem,aber du auch.Salomon nickte Israel zu.Was ist mit........ deiner Frau?fragte er vorsichtig. Israel Unger blickte unter sich.
Sie haben sie gleich nach unserer Ankunft ......vergast,ich hab es von einem
Häftling erfahren der in den Registrierungsstuben arbeitet,über viele Ecken.
Salomon hob seinen Arm und legte dem alten Mann die Hand auf die Schulter.Das tut mit leid Israel,ich kann dir garnicht sagen wie leid mir das tut,für dich.Der Alte Mann schnaufte tief durch.Aber sag, was ist aus deiner Familie geworden?Salomon schüttelte den Kopf.Ich weiß nichts, seit ich hier bin hab ich nichts mehr von ihnen gehört,all die langen Monate bin ich ohne ein Lebenszeichen,es ist zermürbend........ nichts zu wissen ist so furchtbar,ich kann es dir garnicht sagen.Israel nickte.Glaubst du das sie noch am Leben sind? Salomon schüttelte den Kopf.Nein mein lieber,ich hab die Hoffnung aufgegeben an irgend etwas zu glauben.
Kannst du dich an die Worte erinnern die du zu mir gesagt hast,alls wir im Viehwaggon zusammen saßen,alls du meiner Ada Wasser gebracht hast?
Salomon nickte.Ja, ich hab dir gesagt das ich für euch beide beten werde,das waren meine Worte.Israel nickte.Unser Gott hatt uns arg endtäuscht,nicht wahr Salomon,er hatt uns im Stich gelassen.Salomon nickte schluchzend.
Wenn es irgendwo einen Gott auf dieser großen Welt giebt, dann sind die Stacheldrahtzäune hier die Grenzen dieses Gottes.Innerhalb des Lagers giebt es keinen Gott,es giebt keine Gnade,weder für dich noch für mich.Und auch für unsere Familien.Ich frage dich Israel,wo ist dieser Gott,wo schaut er hin wenn nicht hierher,wo all dieses Leid geschieht,all diese unschuldigen Menschen ermordet werden,Frauen Kinder, uns Männer?Wo ist er?
Ich weiß es nicht Salomon, auch ich habe den Glauben an Gott aufgegeben,es ist traurig, aber es ist wirklich so,es giebt keinerlei Gerechtigkeit hinter diesen
Mörderischen Stromgeladenen Zäunen hier,und ich wage es zu bezweifeln das all diese Henkersknechte die hier pausenlos morden, das all diese Kreaturen jemals dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
Wenn es irgendwo eine Gerechtigkeit giebt,und sei sie noch so weit weg, so hoffe ich doch das sie eines Tages zuschlägt.Salomon wirkte jetzt gefaßt.
Ich hoffe, du hast recht Salomon,ich hoffe nichts mehr alls das.Israel Unger legte sich auf sein Strohbett zurück.Auch Salomon rollte sich zusammen.
Noch lange lag er in dieser Nacht wach.Das er den Alten Mann nach solch langer Zeit wiedergetroffen hatte erschiehn ihm wie ein kleines Wunder.
Aber er glaubte ja nicht an Wunder,nicht mehr.Alles hoffen war wegradiert aus seinem Leben,aus dem bißchen elendigen Leben das ihm noch geblieben war.

("Schlaflose Nächte")

Salomon lag seit Stunden wach .Draußen vor der Baracke tönten immer wieder Schüsse.Menschen schriehen auf,schriehen unter furchtbaren Schmerzen auf.Schüsse krachten immer wieder.Hundegebell war zu hören.
Immer wieder fuhr Salomon erschreckt hoch.In dieser Nacht suchten viele unglückliche Gefangene den Freitod.Sie versuchten sich in die Stromgeladenen Zäune zu werfen die das ganze Lager umgaben.Aber die SS war meist schneller.Mann gönnte den Menschen noch nicht einmal den Tod den sie wollten.Mit Scheinwerfern beleuchtete man die ganze Lagerumgebung und schoss unbarmherzig auf all diejenige die sich in die Stromzäune werfen wollten. Man gönnte den Menschen den Tod aus Eigensinn nicht,nur durch die Kugeln der SS durften die unglücklichen sterben.Immer wieder schriehen die Menschen auf.
Immer wieder krachten Schüsse.Viele versuchten in dieser Nacht sich so zu töten.Keinem wurde es vergönnt.Getroffene blieben den Rest der Nacht liegen.Mußten qualvoll verbluten,langsam sterben,auf Raten.Am Morgen danach wurde ein Sondereinsatzkommando zusammen gestellt.Mit einem Schiebekarren brachte man die teils Toten, teils nur Bewustlosen in die Krematorien.Teils bei vollem Bewustsein wurden die Menschen in die Verbrennungsöfen geworfen.Zusammen mit den Vergasten starben sie so einen grausamen Tod durch Verbrennen bei lebendigem Leibe.All das geschah zur Abschreckung, wie ein Sturmbahnfüher am nächsten Morgen beim Apell in die Menge der stehenden brüllte.Ich sag euch ihr Hunde, wenn ihr weiter versucht euch in die Zäune zu werfen, dann sorg ich dafür das ihr qualvoll verreckt,wie all die anderen.Keiner zeigte Regung, alles blieb ruhig,wie immer hier im Lager.Wiederstand gab es fast nie.Der Wiederstand all dieser Menschen war von Anfang an gebrochen worden,vom ersten Tag an.


25.07.1943 (Selektion)

Regelmäßig im Abstand von zwei drei Wochen veranstalteten die SS Mannschaften eine Selektion unter den Gefangenen.Alte,Kranke und die die zur Arbeit nicht mehr taugten wurden so ausgesondert.
Auch an diesem Tag stand wieder solch eine Selektion an.Alle Gefangenen rauß aus dem Block!brüllte einer der Aufseher schon am Morgen und scheuchte die noch schlafenden auf.Meist führte solch eine Aufforderung
zu einem heillosen durcheinander,jeder wollte der erste sein beim Apell,der letzte, oder einer der letzten zu sein hieß fast immer Prügel.
Alls alle Häftlinge in Dreierreihen vor dem Block standen ging ein neuer Befehl durch die Reihen.Alle Mann ausziehen!brüllte ein Knüppelbewaffneter Capo in die Menge.Sofort begannen die Häftlinge mit dem entkleiden.Nackt und endblößt standen so 269 Häftlinge da. Abgemagert bis auf die Knochen,die Haut Papierartig dünn über den Rippen,kahlgeschoren und meist Verlaust und von unzähligen Parasiten befallen.Wasser zum Waschen gab es nicht,die wenigen Wasserrationen die zum Trinken ausgegeben wurden reichten gerademal um die ausgemergelten Körper am leben zu erhalten.Salomon hatte seit einiger Zeit
innerlich aufgegeben.Die vielen unzähligen Sondereinsätze in den Leichenbeseitigungen hatten ihn innerlich abgestumpft,auch die schlechte Versorgung mit Eßen trug wesentlich dazu bei das sein Körper und auch seine Psyche stark abgebaut hatte.Es war dies der 7 Monat da er jetzt im Lager war.Er war zu einem Muselmann heruntergekommen.Muselmänner nannte man die im Lager die bleich wie Gespenster,abgemagert bis auf die Knochen umher liefen,appatisch und desorientiert.Sie hatten innerlich mit dem Leben abgeschloßen,hatten sich und ihren ehemals wachen Verstand aufgegeben.Waren verkümmert zu einem unscheinbaren etwas,ein Abbild ihrer selbst,Pysisch und Psychisch zerstört.
Nach einem halbstündigen Stehapell kam ein Jeep in rasanter Fahrt vor den Barackenbau.Er bremste.Zwei Männer stiegen aus.Einer war ein SS Arzt.Der andere ein Schreiber.Die Häftlinge mußten sich nun in einer langen Schlange
hintereinander aufstellen.Auf einem Stuhl vor der Baracke saß der SS Arzt.Seine Aufgabe war es nun zu entscheiden welcher der Häftlinge noch alls
Arbeisttauglich galt.Einzeln mußten die Männer vor den Arzt treten.
Er begutachtete sie ,rein oberflächlich.Jeder der Männer mußte seine Zunge aus dem Mund strecken.So stellte der Arzt Flecktyphuskrankheit fest.Wer befallen war wurde sofort ausgesondert, und kam ins Gas.
Die noch arbeitstauglichen Männer mußten nach links gehen.Die kranken,arbeitsuntauglichen wurden nach rechts geführt.
Auch Salomon kam an die Reihe.Schlappsend, mit schlürfenden Schritten trat er an den SS Arzt heran.Wie lange im Lager?fragte der Arzt kurz.
Salomon zuckte die Achseln.Zunge rausstrecken!befahl der Arzt. Nach rechts!fuhr er Salomon an.Apatisch ging Salomon nach rechts, zu den bereits wartenden.Nach einer halben Stunde war die Selektion vorrüber.
Die Häftlinge die es für diesmal noch geschafft hatten wurden zurück in die Baracke getrieben.Der Todesmarsch der anderen begann eine viertelstunde später.Es war dies der letzte Marsch.In Zweierreihen,von bewaffnetten SS Männern bewacht
zog sich die Endlose Schlange halb verhungerter,verendeter Menschen quer durch das Lagergelände,hin zu den Vergasungsstätten der SS. Salomon kannte die hohen Gebäude die gegenüber seiner Baracke standen zu gut.Er wußte seit langem was dort vor sich ging.Am aller ersten Tag hatte der Oberschaarführer in einer Todespredigt jedem der Gefangegen klar gemacht das dort Menschen vergast wurden.Langsam bewegte sich der Pulg auf das hohe Gebäude zu.Schüsse fielen irgendwo her,ein Geräusch das allgegenwärtig war im Lager.Es kümmerte nicht weiter.Draußen vor dem Betongebäude mußten die Männer warten,stehen und warten.Wie Kälber auf der Schlachtbank.Sie warteten gedultig auf den Henker.Keine Unruhe,keine Gegenwehr war zu spüren.
Kein Aufbäumen gegen die letzte Ungerechtigkeit die man ihnen nun antat.
Auf zwei LKWs rollte eine Schaar Menschen heran.Es waren Neuankömmlinge.. Alte Männer, Frauen und... Kinder.Ein Transport der erst vor Stunden angekommen war.Diese unglücklichen Menschen gingen den direkten Weg in die Vernichtung,ohne das Lager überhaupt kennen zu lernen.
Die meisten trugen große gelbe Sterne auf den Kleidungsstücken.Es waren Französische Juden aus Paris.Schnell wurden die Menschen von den LKWs herab getrieben.Man trieb sie zu den bereits wartenden.Zu Salomon,zu all den anderen Muselmännern aus dem Lager.Starre erschreckte Gesichter fielen auf die herunterhekommenen , verlausten Häftlinge die bereits hier warteten.
Die Franzosen waren meist geschockt beim Anblick dieser Menschen, dieser lebenden Toten.
Die Tore des Gebäudes wurden geöfnett.Da rein!schrieh einer der Aufseher.Da rein,aber schnell! Die Menschen betraten einen großen weißgetünchten Raum.Unruhig
und unsicher vermischten sich dabei die Muselmänner mit den Franzosen.
Alles ging wahlloß umher.Dort hinein!rief der SS Mann.Er deutete auf eine große Türe. Über der ofenen Türe hing ein Schild. Dort stand in großen schwarzen Buchstaben,in mehreren Sprachen; "Zum Duschraum".
In einer Art Kleiderkammer standen Häftlinge bereit.Jeder dieser Häftlinge sprach mehrere Sprachen.In Französich und Polnisch forderten sie die Menschen auf sich zu entkleiden.Unruhe ging durch die Reihen der Menschen.Fragen wurden in den Raum geworfen.Fragen nach dem warum.
Man erklärte das diese Prozedur des Duschens und des Endlausens dringend notwendig sei.Einer der Häftlinge sprach laut und eindringlich auf die Menschen ein. Bitte legen sie ihre Kleidungsstücke sorgfältig zusammengelegt auf einen der Nummerierten Plätze,so ist es sicher das sie ihre sachen nachher auch wiederfinden werden! Man gab den Menschen so sicherheit,die sie noch nicht hatten.Durch die Aufforderung,die Kleidungsstücke sicher zu hinterlegen machte man glaubhaft das es sich tatsächlich nur um eine Dusche handelte.
Zögerlich fingen die ersten an sich zu endkleiden. Salomon war jetzt fast
nackt.Obgleich er wußte was ihm und diesen anderen Menschen jetzt bevorstand,kam keinerlei Gegenwehr.Alle anderen Häftlinge taten ihm gleich.,jeder wußte was ihn drinnen im innern erwartete,die Gleichgültigkeit aber mit der diese Menschen in den sicheren Tod gingen war erschreckend.Kinder weinten in allen Ecken.Sie konnten es nicht verstehen,niemand konnte es eigentlich verstehen was hier vor sich ging,und doch,alle taten was man verlangt hatte.
Nachdem alle ihre Kleidung abgelegt hatten warteten sie abermals.Stehend und frierend.Nackt und endblößt.Alte Frauen standen errötet da,man schämte sich vor all den anderen nackten Menschen.Dann kam der Befehl. In die Duschräume,brüllte ein Aufseher.
Wie ein Strom hungriger Kälber die an die Futterkrippe wandern so strömten die Menschen in den großen kahlen Raum.Die Wände waren weiß gekachelt.Überall aus den Decken ragten Duschköpfe .Salomon schlurfte müde inmitten der vielen Menschen in den großen Raum.Bange Gesichter waren um ihn herum ,die Augen der Menschen waren voller Angst und Unsicherheit.Nicht aber die von Salomon.Er dachte in jenen momenten an nichts mehr.Er war froh das es bald vorbei war,all das leid, all das schreckliche,er war nur froh über das was war.Die SS Maschienerie hatte ihn niedergemacht,hatte ihn zerstört,wie abertausende vor ihm und nach ihm.
Die Türen wurden geschloßen,es wurde dunkel.Dicht an dicht drängten sich die kalten Leiber der Menschen aneinander.Über 900 waren hier
zusammengetrieben,in diesem sogenannten Dusch und Desinfektionsraum.
Minuten vergingen.Minuten in denen nichts geschah .Menschen schriehen auf,schriehen furchtbar und
ergreifend,flehten um Gnade,die die ahnten was ihnen bevortsand weinten bittere Tränen.Gebete ertönten,die allerletzten Gebete.
Frauen und Kinder schriehen.Manche begannen sich die Haare zu raufen,sie begannen sich die Haare auszureißen in ihrem Kampf,in ihrer Ohnmacht.Salomon glaubte endfernt die Sonne zu sehen.Schemenhaft stieg sie am Horizont empor,sein Herz fühlte sich plötzlich warm an,so warm wie schon seit langer zeit nicht mehr.Aber dann waren da noch all diese Menschen um ihn herum.Er wußte was hier eigentlich vor sich ging,er war lange genug hier um zu wissen was vor sich ging.Wieder sah er die aufgehende Sonne,ihm war warm und wohlig zumute.Dann kam der Augenblick des Abschiedes.Abschied von dieser Welt.
Zwei SS Männer öfnetten plötzlich eine Lucke in der Decke.Einer der beiden hielt eine Büchse in der Hand.Mit einem Öffner wurde der Deckel der Büchse abgenommen.Das Pulver fiel durch die Lucke ins Innere des großen Raumes.
Zyklon- B. Beim Kontakt mit der Luft begann das Gas sofort zu wirken.
Der Todeskampf der Menschen hatte begonnen.Die ersten röchelten schon sekunden später nach Luft.Auch Salomon spürte wie sich seine Kehle zuzog.Er faßte sich am Hals,jappste schwehr nach Luft,die Sinne schwanden schnell und tödlich.Alles um ihn herum wurde dunkel.Die Ewige Dunkelheit.
Die Menschen die der Lucke am nächsten standen waren sekunden später tot.
Das Gas breitete sich vom Boden her aus.Die Menschen die auf den bereits zu Boden gefallenen trampelten versuchten hastig nach oben zu klettern.Sie wühlten sich die Berge von nackten Leibern hinauf in der Hoffnung das sie mehr Sauerstoff bekamen.Fingernägel vergruben sich im Fleisch der Menschen.Sekunden nur,dann erreichte auch sie die Tödliche Wirkung des Gases.Die Kehlen gingen zu,die Luft blieb weg, die Menschen erstickten binnen Minuten.Zehn Minuten später war stille eingekehrt im Raum.
Salomon Salem war ,wie alle anderen tot.Vernichtet durch die absolut tödliche Wirkung des Zyklon- B. Nach weiteren zehn Minuten wurden große Elektromotoren eingeschaltet.Saugpumpen, die die Reste des Gases aus der Kammer herauspumpten.Rießige Ventilatoren wirbelten Frischluft ins Innere der Vergasungsräume.Dann wurden die Türen geöfnett.Unendliche Leichenberge quollen aus dem Innern hervor.Zunterst die Kinder,und die schwachen.Die furchtbare
Arbeit der Sondereinsatzkommandos begann jetzt.Gleich neben dem Vergasungsraum waren drei große Lastenaufzüge.Die Häftlinge des Sonderseinsatzkommandos zerrten die ineinander verkeilten und steifen Leiber der erstickten auseinander.Mit Lederriemen die an den Handgelenken der Toten befestigt wurden zerrten sie die Körper aus dem Raum hinaus in einen der Lastenaufzüge.Dort wurden die Leichen gestapelt.Keine allzu schwehre Tätigkeit,die Körper der fast verhungerten waren leicht wie Papier.War ein Aufzug voll betätigte der Häftling eine Klingel und drückte den Schalter der den Aufzug aktivierte.Die Grausige Fracht wurde ein Stockwerk höher gefahren.Dort warteten bereits die Männer an den Verbrennungsöfen.
Wieder wurden Lederriemen an den Armen der Toten befestigt.Über den rauhen Zementboden schleiften nun die Leichenverbrenner die erstickten Leiber hin zu den Verbrennungsöfen.Die Böden hatte man naß gemacht,so das die Leichen besser rutschten.Vor den Öfen wartete bereits ein weiterer
Sondereinsatzhäftling.Der Boden war Blutrot verschmiert,überall standen Pfützen aus Blut und Wasser.Den Toten wurden nun noch die Goldzähne endfernt.
Mit einer Zange wurden die Zähne aus den Kiefern herausgebrochen.
Anhängende Knochen und Fleischreste löste man später in einem Salzsäurebad wieder ab.Ein weiterer Häftling,schehrte den weiblichen Leichen die Haare ab.Diese Haare wurden verkauft,an eine Matratzenfabriek im Ellsäsischen.Leichenflederei im Auftrag des Führers.Drei Leichname wurden jeweils in einen der großen Öfen
geschoben.Auch Salomons Körper verschwand so in einem der rießgen Verbrennungsöfen.Die Flammen züngelten auf.Waren die Leichen abgemagert bis auf die Knochen, dauerte es bis zu einer halben Stunde bis sie verbrannt waren.Waren es dagegen Neuankömmlinge, die ausreichend Fett hatten dauerte das ganze 10 Minuten weniger,das Fett brannte und sparte so wertvollen Koks.Binnen einer halben Stunde war nichts mehr von Salomon übrig.Die Familie Salem aus Warschau hatte aufgehört zu existieren.Ein einziges Schicksal, das für hunderttausende Schicksale steht.Die kurze Zeit
von der Errichtung des Warschauer Gettos,über die Internierung im KZ
Auschwitz, steht für abertausende vergleichbare Schicksale.
Wie fragt man sich heute konnte eine Handvoll Helfer und Helfershelfer all diese
Unwissenden Menschen so gezielt und geplant in den sicheren Tod führen?
Die perfekt ausgeklügelte Mordmaschinerie des Dritten Reiches mit ihren abertausenden Brutalen Schergen,die die Handlanger eines verrückten waren hatten dies bewerkstelligt.Wie konnten ein paar tausend Menschen über 7 Millionen nichtsahnende Juden Deportieren und schließlich ermorden?
Ein fast Industrieller Massenmord war ins Rollen gekommen,täglich bis zu
10 000 Menschen fanden den Tod in den Gaskammern des Dritten Reiches.
Die Geschichte von Salomon Salem,über 4 Jahre erzählt ist nur eine von vielen, ja von Millionen.Ein Einzellnes Schicksal.Der Untergang einer Familie.Die ,Auslöschung einer Familie.

Die Geschichte von Salomon Salem ist die kurze Geschichte einer Jüdischen Familie im Dritten Reich.Der beginnende Krieg.Schließlich die Einpferchung im Warschauer Getto,die Deportation nach Auschwitz und das kurze aber schreckenvolle Lagerleben.Die Geschichte ist sehr kurz erzählt,knapp gehalten,nur die wichtigsten Details finden Platz in dieser Geschichte.Es ist eine Aneinanderreihung von Grausamkeiten die so oder so ähnlich tatsächlich stattgefunden haben.Sie endstammen keinem modernen Gruselroman.
Gesprochene Dialoge sind selten im Lager, es wird so gut wie nichts gesprochen,die Feindseelige Atmosphäre läßt kaum gesprochene Dialoge zu.
Salomon Salem ist meine Phantasiefigur,sie endstammt einzig und allein meiner eigenen Phantasie.

Kommentare

sandra schrieb am 2008-08-10 20:59:43:
oh weh... das ist echt...öde...
"Lekastenie" hat nicht nur dein vater
das klingt jetzt schwer unfein ausgedrückt, aber es gibt da so ein spruch "wen man keine ahnung hat, einfach mal die fresse halten"...und deine in der bild angelesenes halbwissen über den holocaust ist gelinde gesagt unerträglich.
beraluis@web.de schrieb am 2007-12-06 12:07:06:
Natürlich muss der Mensch lernen mit Kritik umzugehen, kritisiert zu werden gehört zum Leben dazu!
Ich war wirklich erstaunt als ich die vielen positiven Kommentare zur Geschichte meines Vaters gelesen habe und habe mich sehr gefreut.
Umso mehr habe ich mich über manch dumme Aussage von anderen Lesern geärgert, wie bereits gesagt gehört Kritik dazu jedoch finde ich sollten wir alle so zivilisiert und respektvoll sein diese in einer höflicheren Form auszudrücken.
Kritik soll dazu dienen aus Fehlern zu lernen und zur Verbesserung beitragen nicht zur Beldeidung! Über dieses sollten sich manche Menschen vielleicht einmal Gedanken machen.
Anbei möchte ich eine kleine Bemerkung machen: Einige Personen haben geschrieben( ich zitiere):" Die Rechtschreibung ist mir egal, mir gefällt die Geschichte aus so", dazu kann ich nur sagen RICHTIG
Was interessieren mich Rechtschreibung und Grammatik wenn die Geschichte mich anspricht.
Und da mein Vater seit seiner Kindheit an Lekastenie leidet finde ich es trotzdem bemerkenswert wie sich seine Schreibweise in den Jahren durch viele Übung gebessert hat und er den Mut hat seine Storys zu ´veröffentlich
In dieser Hinsicht habe ich großen Respekt vor ihm!!!!!
Danke an all die lieben Kommentare aber auch die freundlichen Kritiker...greetz:) Miri
Segi schrieb am 2006-03-27 16:00:28:
Die Geschichte ist ganz ok ach ja ich habe eine Geschicht guckt unter 1. Weltkrieg
Boncas schrieb am 2006-02-18 12:40:19:
Grausam treffend gut
seda.soylun@gmx.at schrieb:
zu lang aber es wahr sehr schön erzält
seda.soylun@gmx.at schrieb:
zu lang aber es wahr sehr schön erzält
tobi_st_91@hotmail.com schrieb:
Ich finde es sehr schön wie es geschriben ist und zu lang ist es sicher nicht.
Ich weiss nicht was du dir da gedacht hast seda soylun

mit freundlichen Grüssen Tobi
vmvt18@yahoo.de schrieb:
Eine absolut geile Story. Echt spitze. und natürlich nicht zulang. Wenn die kürzer gewesen wäre, dann wär sie nicht so gut.
adidas schrieb:
Ich wünschte mir ich konnte fliehen einfach weg ganz ohne ziel bevor der wind sich dreht es ist noch nicht zu spät ich verlasse diesen ort ich gehe einfach fort eine stimme spricht zu mir:
Ich bin schon viel zu lange hier…ich bewege mich jeden tag 2meter über meinem grab sag mir was soll ich hier wenn die worte ihren sinn verliern?
fhm09@gmx.de schrieb:
Ich finde diese Erzählung furchtbar realistisch, sie zeigt das ganze Grauen des Lagerlebens. Man sollte diese Geschichte jedem Möchte-Gern-Nazi zur Abendlektüre vorlegen. Mich würde nur interessieren, woher der Autor all die Details genommen hat. Zusammenfassen: eine Geschiche die sehr nachdenklich macht und einen zweifeln lässt...
Was die vorhergegangenen Kommentare betrifft: wer zum Teufel kann so krank sein und diese Erzählung als 'absolut geile Story' bezeichnen - wohl nix kapiert, der/ die arme...
Tine schrieb:
Ansich mag ich keine Geschichten in der zuviele Details von den Charakteren bekannt gegeben werden. Denn eigentlich liebe ich Kurzgeschichten die dem Leser ermöglichen die Interpretation vom Grundstein her selbst zu suchen. Aber... ( und jetzt kommt das aber..:)) diese Geschichte mag ich trotzdem , weil sie einfach gut erzählt wird und weil es hier einfach dazu passt Namen und Daten einer Einzelperson zu nennen. Außerdem bietet die Thematik keine ja ohnehin wenig anders zu interpretierende Möglichkeiten. Von daher muss ich ein großes LOb aussprechen _ Sehr gut gelungen.
sag@ich.net schrieb:
Es ist wirklich eine packende Geschichte, die einen noch eine Zeit lang beschäftigt. Wennschreiben nur dein Hobby ist möcht ich mal was von deiner Arbeit sehn
lina-.89@web.de schrieb:
ich finde die geschichte sehr gut erzählt. vorallem fängt sie noch sehr leicht an. sie ist sehr realistisch geschrieben. man kann sich einfach sehr gut vorstellen, dass die polen es erst gar nicht glauben konnten, dass auf einmal der zweite weltkrieg anfängt, ja warum auch ausgerechnet bei ihnen? wegen eines kranken führers im großen deutschland.
natürlich ist sie traurig, weil sie eben realistisch ist. auch wenn viele rechtschreibfehler ;) sehr gut erzählte geschichte.
Luna schrieb:
Sehr gute Geschichte und sehr realistisch.
beraluis@web.de schrieb:
lieber Papa,
du weißt das mein Lesegebiet eher im Fabelbereich liegt aber für diese Geschichte die ich selbst gelesen habe als es mir nicht besonders gut ging,
diese Geschichte finde ich ist dir wirklich gelungen und als ich all die Lobe der anderen Leute gelesen habe war ich richtig stolz einen Vater mit so einem Talent zum schreiben zu haben.
Bitte schreibe noch viele weitere Geschichten und vielleicht ja mal einen für meinen Geschmack und gib nicht zu versuchen die Geschichten zu veröffentlichen!!!!!!
Miriam
Krass@nickelplated-steel.com schrieb:
Äußerst bedrückend. Genau so muss es sich zugetragen haben.
Daniel-John@web.de schrieb:
Echt krasse Geschichte... Hoffe sie öffnet ein paar Leuten mal die Augen! Nur leider werden Leute, die so eine Geschichte mal bitter nötig hätten (als Therapie) sie niemals komplett lesen.
Bis auf die vielen Rechtschreibfehler... schreint unter Word, da werden doch alle Fehler angezeigt!!
An den Autor: Respekt, kommt einem fast so vor als ob sie selbst dabei gewesen wären! Ein paar Sachen die man umänderen könnte!! aber es stellt die Grausamkeiten von damals gut nach

Gruß
Daniel
sabiss@toggo.de schrieb:
diese geschichte ist gut aber kurz!!

bitte zurück schreiben wenn möglichst heute
beraluis@web.de schrieb:
Hallo Leute! Ich bin der Autor der Geschichte"Die Stätte des Grauens".
Ich hab mich doll über all die guten Kommentare gefreut.Es ist ein Ansporn für mich weiter zu machen.Vielen Dank!
felix_sn@web.de schrieb:
Diese Geschichte ist voll geil. und gut geschrieben
Pauker2@yahoo.de schrieb:
Ich habe die Geschichte zwar nicht ganz gelesen aber es ist sehr gut geschrieben worden. Wenn mann es liest fühlt man sich in die zeit und die Personen hineinversetzt. Es ist sehr gut gelungen.
sandra.cpk@aon.at schrieb:
Hy Leute also ich find die Story einfach super und wenn man wirklich die ganze Geschichte lesen will ist es auch nicht zu lang!!
mario1293@hotmail.com schrieb:
ich finde diese geschichte gut
sie ist einfach ein wenig
zu lang
Jemand schrieb:
soll ich dir mal was sagen? der text strotzt nur so von rechtschreib- und satzzeichenfehler! die formulierungen sind monoton. der text ist nur "lang", wie viele es sagen, sondern lang-weilig, daran krankt das ding. viele details sind völlig unglaubwürdig.
j.kliger@dokom.de schrieb:
das ist ja toll! Mensch da habe ich mich aber gefreut! ohm
j.kliger@dokom.de schrieb:
naja zu lang ist es nich!! bin froh dass ich es osweit geschafft hab weil ich ja eigentlich der totale lesemuffel bin aber naja gefallen hat sie mir trotzdem, obwohl sie in bisschen tragisch war
manuelgelszinnus@web.de schrieb:
nicht so schön
jemanden schrieb:
sie ist viel zu lang!
nettesofia@yahoo.de schrieb:
erstens:hast du eigentlichg eine ahnung vom 2. weltkrieg?
zweitens:vile zu lange geschichte, ich meine die verliert mit der zeit echt an spannung.
drittens:ich habe einige sprachliche unkorrektheiten erblickt, die man ohne weiteres verbessern könnte.
MEIN TIPP: lies dir nochmals die geschichte durch und verbessere deine fehler und erkundige dich über den 2.weltkrieg ein bisschen besser.
und falls du dich zu meiner meinung rechtfertigen möchtest kannst du mir gern eine mail schreiben. sorry das war jetzt nicht alles gegen ihre persönlichkeit aber gegen ihre geschichte, ich hoffe sie haben verständniss für meine äuserung.
benjoe@gmx.de schrieb:
Nach Punkt und Komma folgt ein Leerzeichen. Im Allgemeinen wird in diesem Text kein großer Wert auf Satzzeichen, Rechtschreibung, Grammatik und Recherche gelegt.

Der "israelitische" Friedhof in Warschau ist mir nur als "Jüdischer Friedhof" bekannt.

"...Unter Tags war..." - Eine Floskel aus dem Ruhrgebiet.

"bevoratete" - Mir ist dieses Wort nicht bekannt. Eigentlich gibt es von Vorrat kein Verb, abgesehen davon schreibt man es mit "rr"

"...du mußt nur fest an Gott glauben,..." - Im Judentum gibt es keinen Begriff für Gott (der namenlose)

"Nichts tröstet mächtiger alls die Gewißheit,mitten im Elend von der liebe Gottes umgeben zu werden." - das ergibt grammatikalisch keinen Sinn und ist auch kein Vers, selbst wenn, wäre es ein christlicher. (5 Fehler in einem Satz!)

An dieser Stelle habe ich aufgehört zu lesen. Hier hat sich jemand an ein Thema gewagt ohne das nötige Werkzeug zu haben. Zeitliche und dramaturgische Unsinnigkeiten durchwachsen diesen schlecht geschriebenen Text. Er ist voller dumpfer Klischees und enthält nicht die nötige Sensibilität, die dieses Thema erfordert. Hier hat sich der Autor übernommen und ist erbärmlich an der Schwere der Thematik gescheitert, Es wurde Weltpolitik mit individuellem Schicksal zu mischen versucht, was dem Autor bereits in den ersten Zeilen mißlingt. Inhaltlich erträglich bis hoffnungsvoll - schreibtechnisch und dramaturgischer schlecht bis unerträglich.
benjoe@worldonline.de schrieb:
Ganz vergessen: Die Rechfertigung am Ende des Textes war zu erwarten, da hat der Autor nochmal die Notbremse gezogen. Half aber nichts, die Geschichte bleibt ein reiner Zeitraub.

sag ich nicht schrieb:
diese geschichte ist so spannend das ich glad einschlafen könnte!!!! bitte streng dich nächstes mal mehr an. danke deine julia
cassandras_castle@yahoo.de schrieb:
Hallo!

an sich würde ich diese Geschichte nicht so schlecht finden und dieses Thema zu nehmen, erfordert ein gewisses Maß an Mut und verdient Respekt. Was mich störte, war teilweise die Auswahl der Namen, denn obwohl diese Geschichte doch durchaus nicht als humorvoll geplant war, haben mich die Namen zum Schmunzeln gebracht und das war wohl nicht der Sinn der Sache.

lg
Nami schrieb:
Ich hab die geschihte nicht zu ende gelesen, aber was ich gelesen hab, wand ich total schön. es ist wirklich traurig, wie die SCHEIß nazis, die juden behandelt haben. am meisten hat mich die stelle berührt, wo der eine, ich glaub der hieß Isak von dem nazi zusammengeschlagen wird. mir kamen fast die tränen. aber auch die szene mit den kindern, wo die sterben ist sehr sehr traurig. was ich aber komisch fand, dass die juden, die aus polen kamen, deutsche nachnamen hatten. aber sonst ein wünderschöne, packende geschichte.
P.S. es ist die schönste geschichte auf dieser page. Mach weiter so!!!! :-)
erez_ta@netvision.net.il schrieb:
Shalom.
Es sei mir an dieser Stelle gestattet meine Meinung offen zu sagen.
Ich bin fassungslos um es einmal höflich zu formulieren.Diese Thematik setzt fundierte Kenntnisse voraus in den Bereichen Nazionalsozialismus,Polen WWII,Judaismus,Ghettorisierung und Vernichtungslager wie in dem Falle Ocwiecim (Auschwitz ) um nur einige Kernpunkte anzusprechen.Es gibt Menschen die sich an eine Thematik wagen mit der sie offenbar völlig überfordert sind.Bedauerlicherweise denn am Ende steht genau das was hier zu Papier gebracht wurde : Der klägliche Versuch die Shoah in Worte zu fassen von einem Autor der weder über die nötige schreibtechnische Fähigkeit,noch über die erforderliche Sensibilität oder Fachkenntnis verfügt um auch nur einen einzigen Absatz in beindruckender Weise dem Leser anbieten zu können.

Lehitraot chaverim
mkxksa@wje.com schrieb:
it`s very good!!!!!
Osiris@email.de schrieb:
Der Autor hätte sich besser informieren sollen. Ich persönlich fühle mich nicht gewachsen so eine Geschichte glaubwürdig zu erzählen und habe anscheinend 5 mal mehr Ahnung vom Nationalsozialismus und der deutschen Rechtschreibung. Obwohl ich kein Lesemuffel bin, habe ich nicht genug Ehrgeiz gefunden diese dennoch traurige Geschichte bis zum Schluss zu lesen.
Sehr verbesserungsbedürftig. Ich empfehle dem Autor sich anderen Themen in seinen Geschichten zu widmen.
hdmzm@zjum.de schrieb:
Die Geschichte ist wirklich sehr gut gelungen. Ich kann die Leute nicht verstehen, die diese Geschichte schlecht finden. Wirklich super gelungen.
Simy schrieb:
Ich finde die geschichte echt gut und konnte mich auch in Personen hinein versetzten!
DanielAkhtar@gmx.ch schrieb:
Hey, Autor dieser Geschichte, lass dich von den negativen bemerkungen nicht den Mut nehmen so weiter zu machen! Die, die schlechtes schrieben waren nur neidisch dass du die Geduld besitzt so lange und ausführliche Geschichten zu schreiben, das ist ein echtes Talent! Die Geschichte ist echt gut erzählt (wenn auch mit etwas vielen Rechtschreibefehlern, aber ich schreib auch nicht ohne Fehler!)Mir ist unklar woher du solche brutale Details kennst! Oder hast du das einfach selbst erfunden mit z.B. den Lederriemen? Es lief mir bei paar Abschnitten kalt den Rücken rutern. Aber mach weiter so!
chapirez@compuserve.de schrieb:
Klingt realistisch, genau so realistisch, wie die Erzählungen meiner Großmutter, die Auschwitz überlebte.
ritti-ratta schrieb:
Ich weiß nicht, um was es in der Story geht, aber ich find se viel zu lang!!!
Da bekommt man ja Kopfschmerzen!!!!
Trotzdem: Ist eigentlich ok, wenn du dir so viel zeit zum erfinden und abtippen genommen hast, Mann!

WER DAS LIEST IST DUMM!!!
acconlon58@arcor.de schrieb:
Im Grunde sind die Gedanken sehr gut, aber die Geschichte ist doch etwas zu lang geraten. Sei vorsichtig, nicht in Klischees zu verfallen. Grundsätzlich sollte Kritik helfen und ich hoffe, dies habe ich hiermit getan
eric_schif@web.de schrieb:
voll cooel
Alucard87@gmx.de schrieb:
Ick will ja nicht meckern oder so weil die Geschichte wirklich gut ist aber es sind einige Geschichtliche Fehler drin .
1. es gibt zu der zeit keinen Israelischen
Friedhof weil israel erst 1948 gegründet wurde . du hättest jüdischen Friedhof schreiben müssen.
2. Der deutsche Angriff begann erst am 01.09.1939 da kann es nicht schon am 29.08.1939 in der Polnischen Zeitung stehen .
Wollte jetzt nicht deine geschichte schlecht machen oder so denn sie ist wirklich gut aber ich dachte es muss gesagt werden
mirko-asbjoern@mailme.dk schrieb:
Nicht schlecht
Bitte kein Spam schrieb:
Eigendlich dachte ich die Story wär gut, als ich die kommentare gelesen hatte aufjedenfall ein paar der Kommentare. Aber eigendlich hast du keine ahnung vom 2 Weltkrieg legst es aber so hin als wär es so..und Zweitens zuviele Rechtschreibfehler.
dfhgfgjkhfk, schrieb:
zu brutal
der_philosoph@greek.com schrieb:
find ich gut alles kunden hier :)
rechtschreibfehler sind egal ... ich kanns auch so lesen ... und die die dich so kritisiert haben die sollns erstmal versuchen ... bitte kein spam ... ist ein troll wenn er sich auf die aussagen anderer stützt ... er fand die story gut und nur weil hier manche meinten sie müssten klugscheißen hat er seine meinung geändert ... das ist schwach ...
wünsch dir weiter glück mit deinen geschichten ;)
kiLLa_iRa@hOtmAiL.cOm schrieb:
wOw....die geschichte is einfach krasS...ich hab sie gelesn und denke noch immer drüber nach..nicht so wie bei andren geschichten...sie prägt einen dazu,darüber nachzudenken...ich freue mich schon auf deine nächste geschichte;)
rEsPeCt!

yA DeLiCoZ
lol@lol.com schrieb:
Ich finde die geschichte scheiße aber richtig
choclatehelena@gmx.de schrieb:
klasse story.
wäre die geschichte kürzer gefasst worden, wäre sie nie so grandios geworden.ich lese viel über die juden verfolgung im 2. weltkrieg aber noch nie hat ein autor geschafft mich so in den bann zu ziehen wie diese.gratulation an den verfasser dieser geschichte!hoffe es folgen noch ein paar!!!
jackybrown 21 schrieb:
übrigens wenn ich ein buch lese lese ich dieses des inhalts wegen und nicht wegen der rechtschreibung. ich habe neulich eine biographie einer jüdin gelesen, bei der ich identische situationen laß wie in dieser geschichte.
Cought up in a war, that we are not part of. schrieb:
Super Story. Respect das sich der Autor an dieses Thema so ausführlich herangewagt hat.
-lkhfkjnäfgIAOH schrieb:
das is ja sehr viel text
Ich oder du vllt schrieb:
ich finde was Hitler da gemacht hat ist echt scheisse ich habe einen abgrundtiefen hass gegen ihn
katidieEine2005@web.de schrieb:
Also ich finde das sehr traurig was alles im weltkrieg passiert ist. wir behandeln im fach geschichte das thema 2. weltkrieg und dashalb findeich es echt total doof.
bla@hotmail.com schrieb:
schoen...
Shs schrieb:
Sehr gut
yoda schrieb:
weltkrieg geschichten sollten viel besser sein
Bewertung:grottenschlecht
beatzboy@hotmail.de schrieb:
wieso machst du aus dieser geschichte kein roman?ich finde die geschichte echt cool!

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