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Kategorien > Märchen > Märchen

Sternenmärchen Teil 2

von LaLuna

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Die beiden waren schon eine ganze Weile unterwegs und eines Tages kamen sie an einem Herz vorbei. Dieses Herz schwebte mitten im Sternenhimmel und sah sehr einsam und verletzlich aus. Der Engel war von diesem Anblick gleich fasziniert und seine Neugierde war geweckt. "Wessen Herz ist das?" wollte der Engel sogleich von dem "Mann der vom Mond gefallen ist" wissen. "Ach, das ist nur das Herz des gefallenen Königs." Der "Mann der vom Mond gefallen ist" zog den Engel an der Hand. "Er hat es hier nach oben, zum Sternenhimmel, geworfen damit es nicht zerbricht." Er zog wieder an der Hand des Engels um ihn fort zu bringen. Doch der Engel erwiderte: "Ich will zu dem Herz gehen und mir seine Geschichte anhören." Der Engel löste seine Hand aus der des Männleins und ging auf das Herz zu. " Nein, mein kleiner Engel, lass uns weiter gehen. Ich will dir noch ein paar Träume und Sterne zeigen. Lass doch das Herz des gefallenen Königs und folge mir." Der "Mann der vom Mond gefallen ist" zeigte sich sehr eifersüchtig und so kurz vor seinem Ziel, mit dem Engel auf den Mond zurückzukehren, wollte er kein Risiko eingehen. Das Strahlen des Engels hatte ihn Gefangen genommen. Auch er begann dadurch zu Strahlen und mit ihm sein ganzes Reich. Er war seinem Ziel so nahe und hatte schon so lange dafür gekämpft, das er jetzt nicht aufgeben wollte. Doch er war sich der Gefahr, die von dem Herz ausging ,sehr wohl bewusst. Dem Engel war das egal und schwubdiwub saß er auch schon neben dem Herzen und bat es ihm seine Geschichte zu erzählen. Das Herz, dass sich manchmal sehr einsam fühlte dort oben im Sternenhimmel, war sehr erfreut über den Besuch und war gern bereit dem Engel Auskunft zu geben. Doch es warnte diesen auch, denn es war keine fröhliche, sondern eine traurige Gesichte, die voller Blut war. Und so begann das Herz seine Geschichte zu erzählen. Schmollend setzte der "Mann der vom Mond gefallen ist" sich auf einen anderen Stern und beobachtete wie der Engel dem Herzen zuhörte. Hatte er nicht alles für seinen Engel getan? Hatte er ihn nicht durch sein Reich geführt und ihm alle Träume und Sterne gezeigt?

Unterdessen saß unten auf der Erde die kleine Waldfee Isabel auf einer Glockenblume und schaukelte. Isabel war es langweilig. Es war zwar eine wunderschöne sternenklare Nacht. Aber hier im Wald war einfach nichts los. All die anderen Waldfeen waren schon längst schlafen gegangen. Nur Isabel konnte einfach nicht einschlafen. Und deswegen saß sie hier auf dieser Glockenblume, schaukelte, wippte mit ihren in Ringelstrümpfen steckenden Beinen und summte ein fröhliches Lied vor sich hin. Sie legte sich ein wenig zurück und schaute hinauf zum Sternenhimmel. Schön war er heute Nacht. So weit und groß. Doch da bewegte sich doch etwas? Isabels Aufmerksamkeit war geweckt. Sie breitete ihre kleinen, goldenen Flügelchen aus und flog eilig in ihre Wurzelhöhle zurück. Dort holte sie ihr Fernglas aus dem Schränkchen. Endlich war etwas los. Das war ganz nach Isabels Geschmack. Blitzschnell flog Isabel zurück zu ihrer Glockenblume und hielt wieder Ausschau. Diesmal mit ihrem Fernglas. Nun konnte sie alles viel besser sehen. Potz Blitz, das war doch der "Mann der vom Mond gefallen ist" und mit ihm zusammen ein Engel. Aber dieser Engel kam Isabel seltsam bekannt vor. Das war doch ihre Freundin die kleine Hexe. Oh je, der "Mann der vom Mond gefallen ist" hatte aus ihr einen Engel gemacht. Isabel musste ihr unbedingt helfen auf die Erde zurück zu kommen, bevor es zu spät war. Sie begann aufgeregt hin und her zu fliegen. Was sollte sie nur tun? Wenn die beiden erst einmal den Mond erreichen würden konnte sie nicht mehr helfen. Isabel nahm wieder das Fernglas zur Hand und blickte hinauf. Sie sah das die beiden dort oben das Herz des gefallenen Königs erreicht hatten. Sicher würde der Engel seine Geschichte hören wollen. Das konnte sich die kleine Waldfee schon denken. Auch wenn der "Mann der vom Mond gefallen ist" nicht begeistert zu sein schien, so würde Isabel doch ein wenig Zeit gewinnen. Selbst wenn sie einen Weg hoch zum Sternenhimmel finden würde, musste sie trotzdem den falschen Engel vom Zauber des Mondstaubes befreien. Doch dazu reichten ihre magischen Kräfte nicht aus. Verzweiflung übermannte die kleine Waldfee. Es fiel ihr schwer einen klaren Gedanken zu fassen. Doch die Angst und die Sorge um ihre Freundin brachte sie dazu nach einer Lösung zu suchen. Isabel überlegte angestrengt und kam zu dem Entschluss das hier nur der Rat des großen Hexenmeisters weiterhelfen konnte. Eiligst machte sie sich auf den Weg zum Schloss des großen Hexenmeisters.


Fortsetzung folgt!

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