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Kategorien > Märchen > Märchen

Sternenmärchen Teil 3

von LaLuna

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Die kleine Waldfee Isabel war ganz außer Puste, als sie beim Schloss des großen Hexenmeisters ankam. Die große Türe des Schlosses stand bereits offen. Man schien sie schon zu erwarten. "Ich bin gekommen um..." Isabel versuchte wieder ihren Atem unter Kontrolle zu bringen als sie in der Eingangshalle dem großen Hexenmeister entgegen trat. "Sprich nicht weiter, ich weiß warum du gekommen bist. Auch ich beobachte jede Nacht den Sternenhimmel und habe längst entdeckt was der kleinen Hexe wiederfahren ist." Die große, imposante Gestalt des Hexenmeisters in seinem weiten, dunkelblauen Mantel der mit goldenen Zeichen bedeckt war, schüchterte die kleine Waldfee einwenig ein. "Nun willst du bestimmt wissen wie du ihr helfen kannst?" Isabel landete vor dem Hexenmeister auf dem Steinboden. Sie hatte nicht mehr die Kraft sich mit ihren Flügelchen in der Luft zu halten. Ängstlich blickte sie nach oben und mit ihrem zarten Stimmchen antwortete sie: "Ja, ich würde ihr gerne helfen." Das ist sehr mutig von dir." Der Hexenmeister beugte sich einwenig nach unten, um die kleine Fee besser sehen zu können. "Pass auf, es ist Eile geboten. Der "Mann der vom Mond gefallen ist" und der falsche Engel werden den Mond schon bald erreichen. Wir haben Glück, dass der falsche Engel sich noch bei dem Herzen des gefallenen Königs aufhält und dessen Geschichte lauscht." Der Hexenmeister hielt seine geöffnete Hand der kleinen Waldfee entgegen und diese kletterte mit zittrigen Beinen darauf um sich sogleich nieder zu lassen. Vorsichtig hob der Hexenmeister Isabel nach oben und hielt seine Hand direkt vor sein gütiges Gesicht. Der Anblick seiner schönen blauen Augen beruhigte Isabel einwenig. "Dies ist eine lange und traurige Geschichte. Aber schon bald wird das Herz seine Geschichte beenden und der falsche Engel wird mit dem "Mann der vom Mond gefallen ist" weiterziehen. In weiteren zwei Nächten werden sie den Mond erreicht haben. Ist dies einmal geschehen so gibt es keine Hoffnung mehr für die kleine Hexe. Ich gebe dir hier ein Elixier." Der Hexenmeister griff in die Luft und hielt ein winziges Fläschchen in der Hand. Dies reichte er der verwunderten Waldfee. "Dies ist das Elixier der Liebe. Du musst es dem falschen Engel verabreichen. Es ist das einzige was den Zauber des Mondstaubes aufhebt. Nun gehe zum gefallenen König. Nur er kann dir denn Weg zu seinem Herzen und damit in den Sternenhimmel zeigen." Der Hexenmeister ging auf das Fenster zu und öffnete es. "Aber sei auf der Hut, nur wenige Menschen können dem Glitzern und Funkeln der Sterne widerstehen. Die meisten lassen sich davon blenden und sind dann macht- und willenlos." Er strich der kleinen Waldfee behutsam mit einem Finger über den kleinen Kopf. "Die Kraft sei mit dir. Nun mach dich auf den Weg, kleine Isabel, viel Glück."
Oben im Sternenhimmel lauschte der Engel noch immer der Geschichte des Herzens. Die Tränen liefen ihm über die Wangen. Die Geschichte des Herzens hatte ihn sehr berührt. Als dies der "Mann der vom Mond gefallen ist" sah wurde er sehr zornig. Denn er wusste das richtige Engel keine Tränen hatte. Doch er wollte einfach nicht verstehen, dass man aus einer kleinen Hexe niemals einen richtigen Engel machen konnte. Er war so geblendet von der Vorstellung dies müsste sein Engel sein. Wütend stampfte das Männlein auf seinen Stern auf. Er versuchte seine Gefühle unter Kontrolle zu bringen, denn er hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Doch auch wenn der Mondtaub der kleinen Hexe die magischen Kräfte und die Erinnerung an ihre Welt nahm und wenn das Funkeln und Glitzern der Sterne sie blendete, ihre Tränen hatte sie nicht verloren und somit auch nicht die wichtigste Verbindung zu ihrer Welt. "Komm jetzt, mein kleiner Engel, wir müssen weiter. Wir sind nur noch zwei Nachtreisen vom Mond entfernt und es gibt noch viel schöneres zu sehen und schönere Geschichten zu hören, als die des Herzens des gefallenen Königs, komm jetzt." In der Stimme des Männleins war ein Drängen zu hören, obwohl sie noch süßer klang als Honig. So versuchte der "Mann der vom Mond gefallen ist" den Engel wegzulocken. Das gelang ihm allerdings nicht, denn dieser weigerte sich. Er wollte unbedingt die Geschichte des Herzens zu Ende hören. Und so blieb dem "Mann der vom Mond gefallen ist" nichts anderes übrig, als mit seinem Groll auf den anderen Stern zurückzukehren, sich niederzusetzten und weiter zu schmollen.


Fortsetzung folgt!

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Kommentare

www.maik93@gmx.de schrieb am 2009-06-15 10:18:18:
hammer schön jjajajaja
LaLuna schrieb am 2008-03-24 14:42:46:
Liebe Anariel,
Freut mich das dir mein Märchen gefällt. Dies ist schon eine ältere Geschichte von mir. Ich habe aber das Gefühl das sie mit mir mitwächst. Viel Spaß beim lesen von Teil 4 und Teil 5.
Deine LaLuna
Anariel schrieb am 2008-03-22 21:50:38:
Hallo,

habe jetzt die ersten drei Teile deines Märchens gelesen und finde es schlichtweg sehr, sehr schön.

Mit lieben Gruße
Anariel

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