Sternennacht
von
Lille-peach
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1. Kapitel
Wenn du alleine durch einen dichten Walt bei Nacht läufst, eine Krähe schreien hörst und merkst das deine Verfolger sich langsam nähern. Wenn die Angst sich in dir ausbreitet, du stolperst und dir niemand hilf, dann weißt du, du bist in meiner Welt.
Es ist lange her, dass jemand die Sonne, den Mond oder einen einzigen Stern gesehen hat, sie sind alle gefallen, in die Tiefen der Nacht, der Dunkelheit, woher niemand sie je zurückholen kann. Ich bin ein Menschenkind, wer meine Eltern waren weiß ich nicht, seit ich denken kann lebe ich jetzt schon bei den Elfen. In ihren Städten mitten im Wald, wo niemand sie zu finden vermag. Sie nahmen mich damals auf als meine Eltern mich hier Aussetzten, von ihnen habe ich viel über meine Vergangenheit erfahren und trotz allen was ich über sie weiß und wie ich zu ihnen stehe habe ich es nie gewagt sie nach den Namen meiner Eltern zu fragen. Als ich dann sechzehn Menschenjahre alt war fingen sie an mir die alten Geschichten zu erzählen, wo Sonne, Mond und Sterne noch den Himmel schmückten und nicht die Dunkelheit jeden einzelnen Meter der Welt umfing. Zu gerne hätte ich die Sonne gesehen, aber noch viel lieber einen Stern. Die Elfen beschrieben die Sterne als Himmelsdiamanten, als das Schönste was die Welt je besessen hatte. Es hieß das der König der Menschen Darius, einen Stern gefangen hielt und mit ihm sein wunderbares Licht. Der König hatte vor vielen Hundert Jahren alle Völker versklavt, Elfen, Zwerge, Devils und Menschen. Doch dass Sonne und Mond, Sterne und Engel frei am Himmelszelt existierten konnte er nicht ertragen und brachte die Drachen des Südens unter seinen Befehl. Mit ihnen konnte er zum Himmel empor steigen und Krieg gegen die Himmelsmächte führen. Er gewann. Die Sonne und den Mond sperrte er in das tiefste Verließ unter seiner Festung, welches nach einiger Zeit von die Dunkelheit gefressen wurde und beide mit sich nahm. Die Stern wurden seine Diener und da sie hervorragende Kämpfer waren, die Männer seine Elitesoldaten. Doch nach einiger Zeit verblasste das Licht der Sterne langsam, da Trauer ihr Herz umfing und sie unglücklich werden ließ. Die alle Sterne so sagen die Menschen seinen dann auch in die Dunkelheit versunken, nur einen konnte der König retten. Den Stern Celeste. Die Elfen stimmen dieser Geschichte im eigentlichen Sinne zu, nur trägt ihre eigene eine Abwandlung in dem Punkt, dass alle anderes Sterne bis auf Celeste in die Dunkelheit sanken. Sie glauben das es noch einen Stern gibt der durch die Welt wandelt, den Polarstern, Filine.
Mein Name ist Evan, ich bin neunzehn, gerade aus den Jungenalter heraus, mein Gesamtes Leben habe ich bei den Elfen verbracht, sie haben mir alles beigebracht, zu lesen, schreiben und sogar zu kämpfen. Ich bin nun einer von ihnen, Avery, einer der Elfenkrieger hat mich damals aufgenommen und mich wie seinen eigenen Sohn großgezogen. Eigene Kinder hat er nicht, auch keiner der anderen Krieger hat Kinder. Sie sagen es lenkt in einem Kampf ab wenn man Angst um seine Kinder hat die womöglich selbst mitkämpfen, so ist es ganz natürlich, dass wer Krieger wird, keine Frau und keine Kinder hat. Auch ich bin einer ihrer Kämpfer. Avery hat mich das Kämpfen zwar gelehrt, doch um es einwenig auszufeilen habe ich mich noch richtig ausbilden lassen.
Gerne würde ich einen Stern sehen, dieses ist mein allergrößter Wunsch, doch er wird sich nie erfüllen. Avery meint, dass ich mir wenn ich mit meiner Ausbildung fertig bin mir ein Pferd nehmen soll, einige Elfen, die die selben Träume haben und gen Norden reiten soll, denn dort soll nach Elfen Sagen der letzte freie Stern wandeln, Filine, der Polarstern. Ich habe darüber immer gelacht, da ich nie gewagt hätte die Wälder zu verlassen, doch meine Neugier wuchs von Tag zu Tag und so habe ich mich umgehört und bei einigen Elfen gefragt ob sie Lust hätten mit mir zu kommen. Drei haben sich gemeldet. Leander, Gabriel und Adeaz. Gabriel war einer meiner besten Freunde und ich wusste, dass er nur um auf mich aufzupassen mit uns kam. Meine Sachen waren gepackt, heute würden wir aufbrechen, würde es noch Tag und Nacht geben so würden wir Nachts reisen, doch jetzt spielte es keine Rolle mehr. Gabriel würde bald zu mir kommen und gemeinsam würden wir unsere Pferd satteln und die anderen abholen, die am Rande der Elfenstadt auf uns warteten.
“Hast du Angst?” Avery stand auf einmal hinter mir, Elfen bewegten sich so leise, dass ich sie selbst nach so vielen Jahren nicht kommen höre.
“Wovor sollte ich Angst haben?” erwiderte ich gleichgültig.
“Vor dem Fremden, dem Neuen”
“Ich bin kein Kind mehr Avery, hast du dass immer noch nicht begriffen!” Avery sorgte sich noch immer sehr um mich, ich war halt wie ein Sohn für ihn. Wenn mich jemand fragen würde ob ich Avery als meinen Vater ansehe, würde ich “ja” sagen, aus dem einfachen Grund weil er genau das, die letzten neunzehn Jahre meines Lebens war.
“Ich weiß dass du kein Kind mehr bist, doch mache ich mir Sorgen, was dir passieren könnte”
“Du hast mich doch auf die Idee gebracht” ich schaute mich zu ihm um und sah die Sorge in seinen schwarzen Augen. Alle Elfen haben schwarze Augen, genau wie alle Zwerge grüne Augen haben und wir Menschen entweder braun, blau, grün oder eine Farbkomposition dazwischen haben können. Es war einfach von der Natur so festgelegt. Meine Augen waren blau, ein klares reines blau, das schon fast ins türkise ging. Die Elfen liebten meine Augen, eigentlich ja kein Wunder und doch genoss ich es wenn eine der schönen jungen Elfendamen tief in meine Augen sah.
“Ich weiß, aber ich dachte nie dass du sie ernst nimmst, es war eher als Scherz gesehen. Niemand hat auch nur einen Hinweis auf einen Stern im Norden gefunden, doch andere Kreaturen leben dort, dass weißt du. Die Harpyiren, sie sind Vogelwesen, aus der Zeit wo Sonne und Mond noch regierten…”
“Du meinst sie haben die Sonne und den Mond gesehen?” wenn sie die Sonne und den Mond gesehen hatten, dann sicherlich auch die Sterne. Die Sterne, was würde ich nur dafür geben einen von ihnen zu sehen.
“Ja, sie sahen Mond und Sonne, sie sahen den Tag und die Nacht, wie Leben entstand und wieder verschwand. Es sind uralte Wesen von einem Alter, dass sie die Geburt von Sonne und Mond miterleben konnten, wie die einzelnen Sterne am Himmelszelt auftauchten und wie der erste Engel den Himmel betrat.”
“Dann werde ich nach ihnen suchen, sie können mir bestimmt auf der Suche nach dem Stern helfen, wenn sie so uralt sind wie du sagst” meine Begeisterung war ins unermessliche gestiegen, das erste Mal in meinem Leben hatte ich tatsächlich die Chance einen Stern zu sehen.
“Du solltest dich von ihnen fern halten. Es heißt sie fordern einen hohen Preis für ihre Dienste” Averys Stimme war angespannt, er wusste dass er mich nicht aufhalten konnte und das war es was ihn wahnsinnig machte.
“Ich bin bereit jeden Preis zu zahlen.” sagte ich und es klopfte, dass musste Gabriel sein, schließlich wollte er mich ja abholen. Ich öffnete die
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Kommentare
Gimliy schrieb am 2008-06-30 13:13:12:
Hallo. Das ist genial! Wahnsinn.
Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.
Gruß: Gimliy
lasranda schrieb am 2008-06-29 21:10:18:
hm auch coool^^
woher nimmst du nur diese ideen? du genie ;P hdl
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