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Kategorien > Fantasy > Fremde Helden

Sternenwölfin Part 1

von Anariel, die Nomadin

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Sternenwölfin

Part -1
Die Höllischen Reiche


Rauhwen, eine junge Wölfin blickte gelangweilt in den Abgrund hinab. Tief unter ihr durchquerte der Styraks, der Totenfluß die Unterwelt. Rauchverhangene, skelettartige Bäume standen an seinen Ufern und spiegelten sich in seinem blutroten Wasser. Irgendwo in der Ferne loderten Flammen, vielleicht ein Vulkan, oder auch einer der Seelenöfen. Das lies sich auf diese Entfernung nicht genau feststellen. Der Himmel über ihr war schwarz, oder auch grau, niemals blau. Niemals schien hier die Sonne in diesem Reich der ewigen Schatten. Rauhwen hatte einen der Berge aus schwarzem Gestein bestiegen und sich hier niedergelassen. Das Lied ihres Rudels erklang. Sie jagten. Wohl wieder eine arme Seele, die sich hier her verirrt hatte. Ihr war es egal.
Ihr war langweilig! Und sie war es leid immer wieder kämpfen zu müssen und arme Seelen durch die Unterwelt zu jagen. Es musste doch noch mehr geben!
Die Stimme ihrer Mutter Ririaka, durchdrang ihre Gedanken. Der Ruf klang nun fordernd, und ungeduldig. Missmutig erhob sich die junge Wölfin und folgte seufzend dem Rufen ihrer Mutter. Ririaka führte das Rudel und es war nicht ratsam sie zu verärgern, auch wenn sie ihre Tochter war. Im Gegenteil, sie war mit ihr unter anderem fast sogar strenger als mit den anderen Rudelmitgliedern.
Sie sprang auf die Beine und rannte los. Geschickt sprang sie über eine tiefe Spalte, hetzte weiter, setze über einen großen Felsen hinweg und gelangte schließlich an den Fuß des Berges. Kurz darauf stand sie ihrer Mutter gegenüber. Die große, pechschwarze Wölfin mit den glühend, gelben Augen blickte ihrer Tochter ungeduldig entgegen. Im Gegensatz zu Ririaka war das Fell ihrer Tochter nicht vollständig schwarz, was seltsam war, da Höllenwölfe für gewöhnlich alle einen durchweg schwarzen Pelz hatten. Alle außer Rauhwen. Bei ihr hatten der dichte Kragen um das Gesicht herum, sowie die langen drahtigen Haare auf Rücken, Flanken und Schweif silberne Spitzen. Selbst ihre Ohrspitzen wiesen diesen ungewöhnlichen silbrigen Schimmer auf.
Ririaka seufzte. Wie so oft hatte sich ihre ungewöhnliche Tochter nicht bei der Jagd beteiligt, sondern war wieder verschwunden. Wie konnte sie ihr nur deutlich machen, das sie eben weil sie so ungewöhnlich aussah, sich besser mehr als gewöhnlich verhalten musste. Bereits aufgrund ihrer Fellfarbe wurde sie schon jetzt von manchem Wolf schief angesehen. Doch ihr seltsames Verhalten hatte Getuschelt und Flüstern im ganzem Rudel ausgelöst. Wie es schien waren einige dieser Gerüchte selbst schon hochgestellten Dämonen zu Ohren gekommen und nun wollte Lord Arakas, der diesen Teil der Hölle beherrschte Rauhwen in Augenschein nehmen. Ririaka machte sich große Sorgen deshalb.
Das ihre Mutter nur schwieg und sie durchdringend musterte lies Rauhwen sich zusammenducken. Ihre Mutter schien ehrlich wütend zu sein, oder auch besorgt. So genau konnte man es bei ihr nicht sagen. “Mutter?” Das Gesicht der Wölfin verfinsterte sich. “Warum bis du hier,” knurrte sie die jüngere an, “ und nicht beim Rudel? Du wärst wichtig gewesen bei der Jagd, doch deine Position war leer und so konnte einer der Gepeinigten entwischen! Was soll ich Lord Arakas dazu sagen?” Ririakas Nackenfell hatte sich aufgestellt und ihr Gesicht zeigte ein bedrohliches Zähnefletschen. Rauhwen duckte sich noch mehr zusammen und verdrehte den Kopf nach hinten. “Es tut mir leid.” Sie klang kleinlaut. Ririaka drehte sich abrupt weg und trottete los. “Komm schon. Wir werden später darüber reden. Jetzt müssen wir uns beeilen, denn Lord Arakas will dich in Augenschein nehmen.”
Rauhwen folgte ihrer Mutter mit hängendem Kopf. Der Höllenlord Arakas wollte sie sehen! War ihm zu Ohren gekommen, das sie anders war als der Rest? Höllenwölfe waren wild und soweit es in den höllischen Reichen möglich war, frei. Das war eines der Geheimnisse des Höllenschlundes. Niemand war hier frei, nicht wirklich!
Die höchste Annäherung an Freiheit besaßen die Wölfe der Unterwelt. Sie gingen wohin sie auch immer wollten, jagten in jedem der sieben Höllischen Reiche. Aber auch sie waren nicht wirklich frei. Auch die Wölfe der Unterwelt hatten sich den Höllenlords, in deren Gebieten sie verweilten zu erklären. Waren ihnen Rechenschaft schuldig. Und nun, nun wollte der Höllenlord, in dessen Gebiet sich das Schattenrudel bevorzugt aufhielt sie sehen! Um Rauhwens Herz schien sich ein Stahlseil zu schnüren, das sich mit jedem Schritt enger zog. Wenn Höllenwölfe angst empfinden konnten, dann musste sich das so anfühlen. Sie hatte Angst!

Bald hatten sie das Schloss des Lord erreicht. Betrübt trottete Rauhwen ihrer Pechschwarzen Mutter hinterher, als diese über die Hängebrücke das dunkle Gemäuer betrat und zielstrebig den Thronsaal Arakas zuwandte. Die junge Wölfin bemerkte nicht, wie sich zahlreiche Dämonen und Höllenwesen nach ihr umdrehten und die beiden Wölfe misstrauisch musterten. Es war selten, das sich Höllenwölfe hier sehen ließen. Doch Rauhwen bemerkte dies nicht, lief sie doch mit hängendem Kopf ihrer Mutter nach und blickte nicht auf. Schließlich erreichten die beiden den Thronsaal und wurden fast sofort eingelassen. Abwartend ließ s9ch ihre Mutter in der Mitte des leeren Saals nieder Rauhwen tat es ihr gleich. Noch immer wagte sie es nicht aufzublicken.
“Hmm... Das ist dann wohl Ririakas ungewöhnliche Tochter Rauhwen, nicht wahr? Sieh mich an junge Wölfin! Ich will dir in die Augen sehen können!”
Irritiert hob sie den Kopf und blickte den Höllenlord geradewegs ins Gesicht. Die Stimme klang entgegen ihrer Vorstellung angenehm und weich. Dunkel auch, verführerisch und alles andere als gut. Aber dennoch angenehm dunkel und weich. Und auch die Erscheinung des Lords entsprachen nicht ihren Vorstellungen. Denn abgesehen von den gewunden Hörnern, den spitzen Eckzähnen, den glühend roten Augen, den großen ledigen flügeln und den krallen an den Händen sah sie sich einem muskulösem, gutaussehendem Mann mit scharfgeschnittenen, markanten Gesichtszügen gegenüber. Ihr erstaunen konnte sie nicht ganz verstecken und der Höllenlord lachte leise darüber. “Hast du ein Monster erwartet, kleine Wölfin?” Rauhwen zeigte ein kurzes, wölfisches Grinsen. “Um ehrlich zu sein, ja!” Weder lachte der Lord und die junge Wölfin stellte fest, das sie dieses Lachen durchaus mochte. “Ich habe eine Aufgabe, junge Rauhwen. Eine Aufgabe, die keiner der gewöhnlichen Höllenwölfe erfüllen wird können. Denn dort, wohin ich den Erwählten schicken muss, dort würde jeder Wolf der Hölle zu sehr auffallen.” Ein schräges Grinsen huschte über das Gesicht des Dämonen. “Aber du, junge Rauhwen, du bist nicht gewöhnlich. Du wirst immer noch auffallen, aber nicht so sehr, wie es ein anderer Wolf der Höllischen Reiche tun würde. Du bist anders!”
Die junge Wölfin legte den Kopf schräg. Was deutete dieser Lord an, welchen Ort meinte er wohl? Und was wollte er von ihr?
Arakas lachte erneut. “So viele Fragen, kleine Wölfin?” Rauhwen blickte ihn

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Kommentare

Anariel schrieb am 2007-05-02 14:39:39:
Hallo ihr lieben,

erst mal ein großes Danke für die Kommis.
es freut mich sehr, das euch auch diese Geschichte gefällt.

Jeiy,
schön das ich die düstere Stimmung hinbekommen habe.

Sturmkind,
-lach- dann haben wir schon wieder was gemeinsam. Ich bin nämlich auch son Wolfsfan. Da kommt bald mehr dazu.

Ephraton,
das ehrt mich nun aber wirklich. Ich tue stets mein Bestes. Danke.

Elfantaenzerin,
Auch an dich ein Danke. Die Fortsetzung wird bald fertig werden, hoff ich.

Huhu Su-c,
über deine Kommis freu ich mich auch immer sehr.
Keine Sorge, Nima und Adelahn wird bald fortgesetzt, sträubt sich nur im Moment ein klein wenig.

Was diesen Höllenlord angeht....kommt noch, das kommt schon noch. Der ist nicht ganz so freundlich, wie er sich gibt.-grins-;)

Mit liebem Gruße
Anariel
su-c schrieb am 2007-04-29 22:52:07:
Ich bin's mal wieder ;-)
Also, zunächst mal finde ich das eine sehr ungewöhnliche, aber einfallsreiche und besondere Idee. Normalerweise liest man von Elfen, Dämonen und Zwergen, aber das hier ist wirklich mal was anderes und darum sehr interessant.
Das einzige, das mir jetzt aufgefallen ist, was du vielleicht anders hättest machen können, ist die Beschreibung von Lord Arakas, bzw welche Rolle er jetzt genau in der Hölle spielt und wie mächtig er ist. Dadurch, dass die Wölfe einfach so zu ihm reinspazieren können, und er so lieb und freundlich ist, habe ich nicht so sehr den Eindruck, dass er besonders mächtig ist.
Ansonsten gefällt es mir und ich lese auf jeden Fall weiter. Allerdings, muss ich ehrlich sagen, würde ich mich noch mehr freuen, wenn du an Nima & Adelahn weiterschreiben würdest, da diese Geschichte zurzeit mein Favourit unter deinen bisherigen ist. Aber das gehört jetzt nicht hierher^^
LG su-c
elfentaenzerin@gmx.de schrieb am 2007-04-28 15:33:22:
hallo anariel
Eine tolle Geschichte.Ungewöhnlich und spannend! Auch dein Schreibstil ist klasse -sehr flüssig und wie ich finde lückenlos. Ich hoffe du setzt die Geschichte bald fort.
Liebe Grüße und ein FIGHTING!














Ephraton schrieb am 2007-04-27 09:38:08:
Hallo Anariel,
eine sehr interessante Story und ich muss ehrlich sagen, deine Beschreibungen haben Bilder vor meinem geistigen Auge entstehen lassen wie ich es sonst nur aus richtig guten Büchern kenne. Ich freue mich auf eine Fortsetzung. Grüße Ephra
Sturmkind schrieb am 2007-04-27 07:56:40:
*hach* Sehr schön! Wieder etwas Neues... und ich liebe Wölfe. Hat mir gut gefallen, hoffe auf mehr =)
Jeiy schrieb am 2007-04-26 18:42:10:
Hallo Anariel!
Mir gefällt deine Geschichte wirklich sehr gut. Ich mag die düstere Stimmung und die Art wie du erzählst! Das Gedicht dazu habe ich (wenn ich mich nicht völlig täusche) auch schon mal gelesen und ich kann nur sagen: Mach weiter so! ^^
Mfg
Jeiy

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