Sternenwölfin Part 2 - II.Teeil
von
Anariel, die Nomadin
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Rauhwen indes lief mittlerweile so schnell, wie es ihr der enge Tunnel erlaubte. Sie konnte mittlerweile den Ausgang sehen, aber er war noch ein gutes Stück weit entfernt und sie hatte ein Problem. Vor einigen Minuten hatte sie eine Erschütterung in dem magischen Gewebe, das den Gang formte, gespürt und daraufhin wie es sich weit hinter ihr begann aufzulösen. Sofort hatte sie alle Kraft darauf verwandt, so schnell wie es nur ging zu laufen. Allerdings war das nicht einfach, da der Tunnel nur etwa drei handbreit höher als sie selbst war. Von daher konnte sie mit ihren Pfoten nicht so weit ausgreifen, wie sie es gerne getan hatte. Stattdessen war sie zu schnellen, kleineren Schritten gezwungen, was ihr nun langsam die Muskeln ihrer Beine übel zu nehmen schienen. Doch darauf konnte sie keine Rücksicht nehmen. Die Auflösung des Tunnels raste weit hinter ihr in einer beängstigenden Schnelligkeit heran, aber der Ausgang war nun wirklich nicht mehr weit entfernt. Plötzlich wichen die Steinwände etwas zurück und Rauhwen nutzte den zusätzlichen Platz sofort, in dem sie längere Schritte machte. Erleichtert nahm sie wahr, das die Wände nun stetig zurückwichen und endlich hatte sie genug Platz um richtig loszusprinten.
Ein letzter gewaltiger Sprung katapultierte sie über eine Schwelle und aus dem Tunnel heraus. Hinter ihr krachten die Steinwände wie ein zuschnappendes Maul zusammen und hätten ihr noch beinnahe die Schwanzspitze eingeklemmt. Rauhwen lief noch einige Schritte, bevor sie sich heftig hecheln niederließ und voller Schreck zu der nunmehr massiven Felswand zurückblickte. Nur wenige Augenblicke zuvor war dort noch der Tunnel gewesen. Nur langsam wurde der jungen Höllenwölfin klar, das sie es geschafft hatte. Sie hatte die Höllischen Reiche verlassen!
Nachdem sich ihr Atem etwas beruhigt hatte, verriet der Wölfin ein blick in die Runde dass sie sich wohl in einer großen, unterirdischen Höhle befand. Es war dunkel, aber nicht so dunkel, wie sie erwartet hatte. Was wiederum erklärte, warum ihr das Ende des Tunnels heller erschienen war, als der Tunnel selbst.
Nur langsam beruhigte sich ihr rasender Herzschlag, während sie dort an eine Felswand gekauert saß. Plötzlich erinnerte sie sich der Nachricht, die ihr der Höllenlord Arakas so heimlich hatte zukommen lassen. Sie fragte sich immer noch warum er das im Verborgenen getan hatte. Was mochte darin stehen, dass sogar ein so mächtiger Dämon es ihr nicht offen hatte sagen können. Mit einem Gedanken rief sie das gefaltete Stück Papier herbei und entfaltete es mithilfe der Magie sorgfältig. Erkannte dann aber, dass die Lichtverhältnisse zu schwach waren, als das sie es hätte lesen können.
Die Wölfin lies das Schriftstück erneut verschwinden, erhob sich steif und beschloss sich erst einmal einen etwas geschützteren Ort in dieser Höhle zu suchen, bevor sie den Lunama Sorta benutzte. Wer wusste schon was hier, unter der Erde für Kreaturen lauerten? Sie hatte keine Lust, dies herauszufinden, indem sie sich von hinten angreifen lies.
Nachdem sie einige Zeit vorsichtig durch die große Höhle geschlichen war, entdeckte die junge Wölfin einen schmalen Felsvorsprung, auf den sie leicht springen konnte. Das schmale Steinband führte noch ein Stück weit die Höhlenwand hinauf, bevor es dann horizontal abknickte und gerade weiter verlief. dort oben, wo es abknickte schien ein Spalt oder auch eine Öffnung in der Höhlenwand zu sein.
Wenn es sich nicht um einen Tunnel handelte, dann wäre dies wohl ein passendes Versteck für die Wölfin. Ihr Rücken wäre geschützt und sie hätte einen Großteil der Höhle vor sich und einen guten Überblick darüber. Nähern konnte man sich ihr dort nur über den Felsvorsprung oder durch die Luft. Entschlossen sprang Rauhwen mit einem geschmeidigen Satz auf das Felsband und schritt vorsichtig darauf in die Höhe. An der vermeintlichen Öffnung angekommen erkannte Rauhwen erleichtert, dass es sich tatsächlich nur um einen großen, recht tiefen Spalt im Fels handelte, der zum Glück unbewohnt war. Nachdem sie den Ort erkundet hatte lies sie sich nieder und blickte in die Höhle hinab, die sich vor ihr ausbreitete.
Die ganze Zeit hatte sie sich gefragt, woher wohl dieses ganz schwache Licht kam, das die Höhle erfüllte und nun sah sie endlich woran das lag. Überall an den Wänden und der Decke wuchsen große Flecke von einer Art kurzem Moos, das ganz, ganz schwach glühte. Verwundert betrachtete die Wölfin dieses Schauspiel einige Augenblicke und erkannte, das nicht nur das Moos selbstleuchtend war, sondern auch die kleinen Insekten, die darin hausten. Wie winzige Funken erschienen sie ihr, wenn sie ihren Platz wechselten. Der Anblick war wunderschön, fand Rauhwen. Dann fiel ihr wieder die Nachricht des Höllenlords ein und sie rief erneut das Schriftstück herbei. Zudem reif sie auch den Lunama Sorta zu sich und befahl dem Stein zu leuchten. Überrascht erkannte sie in dem sanften Leuchten, dass Lord Arakas eine überaus elegante, geschwungene Handschrift besaß. Sie begann zu lesen:
"Mutige Rauhwen Höllenwölfin, Tochter von Ririaka, der Anführerin des Schattenrudels,
zuerst einmal möchte ich dir gratulieren, denn wenn du nun diese Nachricht liest, bist du hoffentlich heil in der Welt der Sterblichen und Menschen angekommen. Du fragst dich sicher, weshalb ich dir eine geheime Botschaft zukommen lies, aber in meinem Schloss und in den ganzen höllischen Reichen gibt es viel zu viele neugierige Augen und Geister, die nicht erfahren sollen, was ich dir mitzuteilen habe. Dein Auftrag ist ein anderer, als der, der dir gesagt wurde. Das du dich lediglich in dieser Welt umsehen sollst, ist nur ein Vorwand gewesen um dir den Übertritt zu ermöglichen.
Merke dir das Folgende gut, Rauhwen, denn du musst dieses Schriftstück vernichten, nachdem du es gelesen hast.
Seit langer Zeit schon versucht Schahidan, ihre Macht als seine Stellvertreterin auszuweiten und die ganze Macht über die Höllischen Reiche an sich zu reißen. Jetzt ist sie ihrem Ziel bereits erschreckend nahe gekommen. Seit über drei Jahren hat man kaum mehr jemand den gefallenen Engel zu Gesicht bekommen. Ich war einer der Wenigen, da ich ihn schon seit Jahrhunderten sehr gut kennen, aber als ich vor vier Wochen versuchte ihn zu besuchen, wurde auch ich nicht mehr eingelassen. Von dem boten, der mir den Befehl brachte jemanden in die Welt der Menschen zu schicken weiß ich, dass es ihm nicht gut geht. Dieser so scheinbare sinnlose Befehl ist ein Hilferuf an die wenigen, denen er noch vertrauen kann. Ich und auch andere, darunter deine Mutter denken, das Schahidan versucht ihn zu töten. Wir nahmen bisher an, das sie zumindest bis zum Wechsel des Jahrtausends warten würde, da er zu dieser Zeit beinnahe frei und damit am verwundbarsten ist. Jetzt jedoch befinden sich alle Reiche im Umbruch und Schahidan will das wohl ausnutzen. Doch der Tod des gefallenen Engels hätte furchtbare Folgen auf das empfindliche Gewebe zwischen den einzelnen Reichen und würde nicht nur die
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Kommentare
Anariel schrieb am 2008-07-30 10:13:45:
Huhu Hanna-viktoria,
freut mich, dass sie dir gefällt.
Na klar wird die fortgesetzt. Nur bin ich derzeit sehr mit anderem beschäftigt und konzentriere mich vor allem auf Schattenmacht.
Mit lieben Gruße
Anariel
Aber es ist geplant, das es auch hier weitergeht.
hannah-victoria schrieb am 2008-06-16 17:41:04:
haiiii echt schön die story
hast du geplant sie weiter zu schreiben???? wäre schade wenn nicht
würd mich freuen
ggggglg hannah^.-
Anariel schrieb am 2008-03-21 01:34:48:
Hallo Lucia,
schön dass dir auch dieser Teil gefällt.
Den Namen Schahidan habe ich ganz freischaffend von Satan abgeleitet und diese Stelle nimmt sie in so etwa in dieser Geschichte ein. Da hab ich mir viel künstlerische Freiheit genommen.-grinst-
Ja derzeit bin ich sehr in Schattenmacht und in ein anderes Projekt, das ich nebenbei schreibe(hier aber erst mal nicht einstellen werde) verstrickt. Aber keine Sorge, ich setze Sternenwölfin auf jeden Fall fort. Nur derzeit ist die entsprechende Muse in Urlaub oder so.-g-
Mit liebem Gruße
Anariel
Lucia schrieb am 2008-03-19 15:35:44:
Hey Anariel,
jetzt hab ichs auch mal nachgelesen. Und muss sagen, nach diesem Brief bin ich noch gespannter auf den weiteren Verlauf der Geschichte, auch wenn er schon einiges erklärt hat, das mir sehr gefällt ... zum Beispiel, dass diese Schahidan offenbar Macht über den großen, tollen Lucifer gewonnen hat ^^ - wer ist die denn? (übrigens kannte ich die Bedeutung seines Namens gar nicht, oder hab sie vergessen ... danke Jeiy :))
Also, auch wenn dich Schattenmacht momentan gefangen hält, würde es mich doch sehr interessieren, was du aus dieser Geschichte machst ...
Lg, Lucia
Anariel schrieb am 2008-03-10 21:41:48:
Hallo jeiy,
freut mich, dass es dir gefällt.
Hmm, ja derzeit schleichen sich gerne Verschreiber ein. Irgendwie kommt meine Tastatur nicht so ganz mit meinen Fingern mit, bzw. die Hochstelltaste, von daher stimmts manchmal nicht mit der Großschreibung. Ich sollte wieder genauer nachlesen, bevor ich einstelle.
Diesen Teil werde ich nochmal ein klein wenig nachbearbeiten. Nichts am Inhalt nur am Ausdruck muss ich an ein, zwei Stellen noch ein wenig feilen.
Hmm tatsächlich weiß ich selber noch nicht so ganz, wie groß seine Rolle denn nun wirklich sein wird, aber irgendwie hab ichs in letzter Zeit mit ihm, keine Ahnung warum.-leise lacht- Überhaupt hab ichs in letzter zeit sehr mit Dämonen, Engeln und dergl....
Nun denn, nachdem ich endlich diese verflixte Überleitung geschafft habe, wird es wohl jetzt wieder leichter zu schreiben sein.
Hoffe ich zumindest.
Mit liebem Gruße
Anariel
Jeiy schrieb am 2008-03-10 17:39:03:
Hallo Anariel,
Ich habe shcon richtig auf eine Fortsetzung deiner Sternenwölfin Geschichte gewartet! ^^
Ich finds gut, dass hier so einige Dinge geklärt werden (auch, wenn trotzdem wieder neue Fragen aufgeworfen werden ^^) und außerdem freut es mich sehr zu hören bzw. zu lesen, dass auch diese Geschichte wieder mehr mit meinem lIeblingsengel zu tun haben wird ^^ Man weiß zwar bis jetzt noch nicht, wie groß Lucifers Rolle hier sein wird, aber das ist ganz gut so. Es soll sich ja alles nach und nach klären. Also, schön weiter schreiben! ^^ (die paar rechtschreibfehler, die du gemacht hast, lasse ich jetzt mal unbesehen, die störn mich nicht wirklich ^^)
Mfg
Jeiy
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