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Kategorien > Impressionen/Innerer Monolog > Gedankenchaos

Stille, Zeit, innere Ruhe?

von CrazyGirl

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Ich hab mehr Zeit zum Schreiben.
Mehr Zeit zum Nachdenken, vielleicht.
Das Badezimmer ist besetzt,
Man hört Geschirr klappern.
Irgendjemand räumt die Spülmaschine ein, irgendjemand knallt die Tür zu.
Stille ist ein Fremdwort.
Vielleicht ist es besser so.
Die Zeit vergeht zwar, aber sie tut dies langsam.
Schleicht vor sich hin und bleibt an jeder Ecke stehen.
Wie ein Mann, der über den Trödelmarkt schlendert und eigentlich nichts Bestimmtes sucht,
der sich mal hierfür, mal dafür interessiert.

Er allein entscheidet wo er stehenbleibt, was er sich wie lange ansieht.
Unabhängig von anderen,
kein Kind,
dass am Kassettenstand begeistert seine Hand ergreift, um ihm die Benjamin Blümchen Kassetten zu zeigen,
keine Frau,
die ihm mit einem "Oh guck doch mal"-Ausruf auf die Schulter tippt, um ihn auf den Schmuckstand aufmerksam zu machen.
Zeit ist unabhängig, frei.
Der Mann kann schnell oder langsam gehen, wie es ihm beliebt.
Die Zeit ebenso.
Ein schöner Vergleich, wenn auch sehr bildhaft.
Wem macht das was?
Es regt die visuelle Vorstellung an.

Gedanken verändern sich.
Eine Frage, keine Feststellung.
Im Widerspruch zu dem Punkt.
Ich mag Widersprüche.
Sie verdeutlichen Chaos und Unsinn,
Verwirrtheit und Lähmung,
die Tatsache sich nicht festlegen oder etwas entscheiden zu wollen.
Die innere Unruhe.
Wie sieht die innere Ruhe wohl aus? Existiert sie?
Und wenn ja, bei wem und warum?
Ist es erstrebenswert innere Ruhe zu finden?
Ich weiß es nicht und ich kann es mir nicht vorstellen.
Ich weiß nicht, ob ich jemals im Inneren ruhig sein werde oder ob ich das überhaupt will.
Ich suche nach dem Sinn und Zweck,
nach Antworten und Erklärungen,
nach Ursprung und Ziel.
Perspektive. Perspektivlosigkeit.
Sehr vielsagende Wörter, oder?
Ich stelle alles in Frage.
Ist das schlimm?
Gut oder schlecht?

"Why do we like to hurt so much?"

Aus Spaß?
Um andere leiden zu sehen?
Oder ausversehen?

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