Straßenkinder in Rumänien
von
Eleóme
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Wenn im Elternhaus Armut und Alkoholismus oder Gewalt einziehen, verlassen die Kinder ihr daheim und ziehen auf die Straße. Im rumänischen Schiltal werden es täglich mehr. Ein Drittel der Straßenkinder in Bukarest stammt aus dieser Region. Armut und Arbeitslosigkeit zerfressen die Region und viele Familien lassen ihre Kinder ziehen, weil sie einfach keinen zusätzlichen Esser mehr ernähren können. Doch der scheinbare Ausweg ist eine Sackgasse. Essen, warme Kleider, Schuhe, ein sicherer Platz zum Schlafen – das gibt es auch auf der Straße nicht. Und ohne Ausbildung wird der Traum von einer besseren Zukunft nie Realität werden.
Nora ist Sozialarbeiterin der Caritas in Petrosani. Mit einem Team von Ehrenamtlichen kümmert sie sich um diese Kinder. Damit die Straßenkinder von Petrosani zumindest nicht hungern müssen, etwas zum Anziehen bekommen. Und einen Menschen, der für sie da ist.
Alte Menschen, Behinderte und Waisenkinder bzw. Kinder, die vor der Gewalt und dem Alkoholismus ihrer Eltern von zu Hause weglaufen, sind die Leidtragenden.
BEISPIEL: PANA
Beispiel Pana, 17 Jahre: Er entdeckte seinen Vater auf dem Dachboden, mit einer Schlinge um den Hals und an einem Balken hängend. Pana war damals gerade 13 Jahre alt. Einige Zeit später musste er mit ansehen, wie seine Mutter, die mit Prostitution ihr Geld verdiente, von ihrem Freier aus dem geschlossenen Fenster geworfen wurde. Sie überlebte ihre Verletzungen nicht. Seitdem lebt Pana auf der Straße.
Pana ist kein Einzelfall. Es gibt viele Straßenkinder in Rumänien. Schätzungen liegen zwischen 1.000 und 30.000, so genau weiß das niemand. Die Bevölkerung reagiert mit Ablehnung und Diskriminierung auf die Kinder. Bezeichnend ist, dass das Wort „Straßenkinder“ in der Umgangssprache gleichbedeutend ist mit „Ratten“ oder „Abschaum“.
In Brasov leben 20 bis 30 Kinder ab einem Alter von acht Jahren ständig am Bahnhof. Pana ist einer der Ältesten. Die Älteren unter diesen Bahnhofskindern leben in einer totalen Hoffnungslosigkeit und ohne jede Perspektive. Das Gesetz in Rumänien verlangt die Absolvierung von mindestens acht Schuljahren vor dem Beginn einer Berufsausbildung. Ohne Schulbildung besteht nicht einmal die Möglichkeit, als ungelernter Hilfsarbeiter eine Anstellung zu finden.
Abgesehen davon, dass Pana zu alt ist, um nochmals in die erste oder zweite Klasse zu gehen, gibt es ein weiteres Problem hinsichtlich eines Schulbesuchs: Viele der am Bahnhof lebenden Kinder haben keine Papiere, sind nirgendwo registriert und damit für den Staat nicht existent. Infolge dessen dürfen die Kinder größtenteils eine Schule nicht besuchen, denn jemand, den es nicht gibt, hat kein Recht auf Bildung.
Die Älteren unter den Straßenkindern vegetieren am Bahnhof erbärmlich vor sich hin. Sie flüchten sich in die Scheinwelt der Drogen. Dafür kaufen sie sich billige Lacke oder Klebstoffe und schnüffeln die Ausdünstungen dieser chemischen Produkte. Die gesundheitsschädigenden Auswirkungen dieser Art des Drogenkonsums insbesondere auf das Gehirn sind hinlänglich bekannt. Härtere Drogen wie Kokain und Heroin gibt es am Bahnhof (bisher noch) nicht, wodurch das Problem der Beschaffungskriminalität weitgehend entfällt. Die Jugendlichen, die schnüffeln, werden von der Polizei im Bahnhofsgebäude nicht geduldet und sind deshalb gezwungen, im Freien zu übernachten. Im Sommer schlafen sie in den Büschen vor dem Bahnhofsgebäude, im Winter auf Warmwasserrohren in der Kanalisation, wo sich im matschigen Schlick Ratten und Ungeziefer tummeln.
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Kommentare
polutcher98@hotmail.com schrieb am 2010-10-07 09:30:21:
man weiß es nicht einfach nur schade aber schöner text
Kathrin U schrieb am 2010-04-22 10:31:07:
das ist schrecklich was den kindern dort passiert soetwas kann man kein verständnis zeigen es ist aber gut das den kindern dort geholfen wird ......
Mia & Emma schrieb am 2009-11-28 15:45:52:
es ist schrecklich das mache kinder nicht einmal existierern und deshalb keine schule besuchen dürfen!!!!!!!
Eli schrieb am 2009-08-19 17:33:33:
Ich finds auch gut das den Kindern geholfen wird! Und Danke für den Artikel, hat mir sehr geholfen für ein Schulprojekt! Da sammeln wir u. a. auch Spenden! =)
Pia´chen schrieb am 2009-03-06 10:06:53:
das is hamma das ihr denen helft xDD
das freut mcih richtig ich werde noch viel spenden....
haunze digga
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