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Kategorien > Gesellschaft > Kritisches

Straßenkinder in der Ukraine

von Eleóme

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>Mehr als ein Drittel der Bevölkerung der Ukraine lebt in existenzieller Not. Eines der wohl traurigsten Zeichen der Armut sind die Tausende von Straßenkindern, die in Kanälen, U-Bahnschächten und Kellern leben.<


Die wirtschaftliche Situation in der Ukraine ist nach wie vor für viele Familien sehr schwierig. Armut, Arbeitslosigkeit, Alkoholmissbrauch und Gewalt prägen den Alltag vieler Familien am Rande des Existenzminimums. Die Armut hat viele Gesichter. Das der bettelnden, halbverhungerten und verwahrlosten Straßenkinder ist eines davon.

Um zu überleben, sind sie gezwungen, zu stehlen oder sich zu prostituieren. Oft leiden sie an Hunger und Krankheiten. Um ihrem tristen Alltag zu entkommen, beginnen viele dieser Kinder Klebstoff zu schnüffeln. Meist sind sie von zu Hause weggelaufen.

Denn bei einer Arbeitslosenrate von bis zu 40 Prozent und keinerlei Sozialhilfe, schaffen es manche kinderreichen Familien nicht, all ihre Kinder zu ernähren. Oder aber eine Mutter sieht keinen anderen Ausweg, als ihr Kind nach der Geburt im Krankenhaus einfach liegen zu lassen.

Rund 43.000 Kindern und Jugendliche leben in der Ukraine offiziell ohne Obdach, die Hälfte von ihnen in staatlichen Heimen, die andere Hälfte auf der Straße. Diese Zahl ist erschreckend hoch: Zehntausende Minderjährige ohne Perspektive, die in Armut und drohender Verwahrlosung aufwachsen.

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