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Kategorien > Love Story´s > Alltag

Süß wie Zuckerwatte

von Ciina

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Leonie
Es roch nach gerösteten Mandeln. Man hörte Musik und Gelächter und ständig rempelte man wildfremde Leute an. Ich liebe Kirmes. Und dieses Jahr war es ganz besonders schön, denn mein Schwarm Justin hatte mich gefragt, ob ich mit ihm auf die städtische Kirmes gehen würde. Natürlich habe ich zu gesagt. Nun lief ich hinter dem blondhaarigen durch das dichte Gedränge und versuchte ihn nicht aus den Augen zu verlieren. An einem Schießstand hielt er an und grinste mir zu. Er bezahlte für 10 Schuss und zielte. Wenig später hatte ich ein Kissen in der Hand auf dem Stand: „Powerfrau!“ Wie (un-)romantisch. Irgendwie hatte ich mir den Kirmesbesuch anders vorgestellt. Ich hatte Mich mit Justin hoch auf dem Riesenrad gesehen, mit einem Teddy in der Hand und einem Lebkuchenherz um den Hals. Justin sagte mir, wie sehr er mich liebt und ich gestand ihm ebenfalls meine Liebe. Doch direkt am Anfang meinte Justin, er habe Höhenangst. Also fiel die romantische Liebeserklärung ins Wasser. Justin ging weiter und ich verlor ihn fast aus den Augen und schaffte es gerade eben noch seinen Ärmel zu erwischen. Verblüfft drehte er sich um und fragte irritiert:
„Was ist los?“
Hallo?! Was los ist? Wir haben ein Date und wir halten noch nicht einmal Händchen!!! Kein Wunder, dass wir uns fast verlieren!
„Ich hätte dich beinahe aus den Augen verloren!“, erklärte ich ihm leicht lächelnd und zupfte mir verlegen an einer Strähne.
„Oh!“, meinte mein Schwarm nur und ging weiter. Ich folgte ihm und sah dann einen Süßigkeiten-Wagen. Auf großen Schildern standen in gelben Lettern die Angebote. Schokofrüchte, gebrannte Mandeln, Lebkuchenherzen, Paradiesäpfel und, mein Herz machte einen Hüpfer, ZUCKERWATTE.
Wieder griff ich nach Justins Ärmel und zog ihn zu dem Laden.
„Was willst du denn hier?“, fragte mich der blonde. Ich lächelte und zeigte auf den runden Topf, der neben dem Wagen stand.
„Zuckerwatte!“
Der Junge, der hinter dem Topf stand, sah zu uns. Er hatte wuschelige hellbraune Haare und trug eine rote Schürze. Ich lächelte ihm zu. Er lächelte zurück und holte einen Stab hervor. Er begann die Zuckerfäden aus dem Topf auf dem Stab zu drehen.
„Zuckerwatte? Weißt du eigentlich, wie schlecht dieses Zeug für deine Zähne ist?“, Justin sah mich entgeistert an.
„Du hörst dich an wie mein Zahnarzt. Zuckerwatte ist voll lecker.“, erwiderte ich.
„Alles was süß ist, ist total ekelig. Weißt du was, ich habe gerade ein paar Kumpels gesehen. Ich gehe mal zu denen.“, erklärte Justin ganz ruhig und zeigte in einen bestimmte Richtung.
Moment! Was geht denn jetzt ab? Junge, wir haben ein Date. Du kannst mich doch hier nicht einfach stehen lassen!
„Nun, man sieht sich, Leo. Bis morgen!“, er verschwand in der Menge. Ich sah ihm einfach nur sprachlos nach. Ich weiß nicht, wie lange ich dort einfach nur so gestanden hatte, doch irgendwann tauchte Zuckerwatte in meinem Blickfeld auf.
„So ein Idiot. Lässt er einfach ein so süßes Mädchen stehen!“, ertönte es von rechts und als ich dahin sah, blickte ich in grüne Augen. Wow. Was für grüne Augen. Ich trat einen Schritt zurück und sah, dass der Zuckerwattenverkäufer vor mir stand. Er hielt mir die Zuckerwatte hin und grinste:
„Hier für dich.
„Danke.“, meinte ich nur und riss mir ein Stück ab. Ich merkte erst, dass ich weinte, als der Zuckerwattenverkäufer meinte:
„Hey, der Typ ist keine Träne wert. Komm, ich mach eben meine Schicht zu ende und dann machen wir zusammen die Kirmes unsicher.“
Er zog mich zu seinem Stand zurück und ich sah zu, wie er Zuckerwatte verkaufte. Während ich meine Zuckerwatte auf aß, trockneten meine Tränen und ich sah mir den Verkäufer näher an. Er war süß und sein Lächeln löste in mir Schmetterlinge aus.
„Wie heißt du?“, fragte ich und kam einen Schritt näher.
„Mike und du?“, er grinste mich an und reichte einem jungen Mädchen eine Zuckerwatte.
„Leonie. Kannst mich aber Leo nennen!“, ich riss mir wieder ein Stück Zuckerwatte ab und zog sie aus einander. Bald waren alle meine Finger total verklebt, doch das störte mich wenig. So ist das halt bei Zuckerwatte. Mike sah mich an und lachte. Er streckte die Hand aus und zupfte etwas von meiner Wange. Es war etwas von der pinken Zuckerwatte. Ich grinste, als er es sich in dem Mund steckte.
„Du bist süß wie Zuckerwatte!“, lachte er und ich merkte, dass ich rot an lief. Er zog seine Schürze aus und hing sie in den Wagen.
„Mama, ich geh ein bisschen mit Leo über die Kirmes!“, rief er der Frau in dem Wagen zu, die mich lächelnd ansah.
Dann zogen wir los. Ich hatte immer noch Justins „Powerfrau“- Kissen unterm Arm. Mike sah es, zog es mir weg und fing an zu lachen.
„Sehr romantisch ist der Kerl aber nicht, oder bist du so eine Powerfrau.“, grinste er. Ich verzog den Mund und brummte:
„Wohl beides!“
„Echt, hast du so viel power?“, fragte Mike mich überrascht.
„Nun, ich liebe Sport, bin in der Fußball-Mädchen-Mannschaft meiner Schule, und liebe es die Pipe unsicher zu machen!“, erklärte ich.
Mike sah mich ungläubig an und erklärte:
„So siehst du gar nicht aus!“
Ich trug ein rotes T-Shirt unter meiner Jeansjacke und einen Jeansrock. Meine braunen Haare hatte ich mir für mein „DATE“ extra hochgesteckt. Zwei Stunden lang!!!
Und wofür? Dass Justin mich stehen lässt und ich mit einem Fremden über die Kirmes ging. Na super, da hat sich der Aufwand aber gelohnt.
„Naja, ich dachte ja auch, dass ich ein Date hätte.“, wieder verzog ich das Gesicht.
„Okay, dann haben wir jetzt ein Date.“, meinte Mike und nahm meine Hand. Das „Powerfrau“-Kissen landete in der nächsten Mülltonne.
DATE? Wir? Mike und ich?
Ich sah Mike überrascht an. Der Typ war echt nicht schüchtern, doch um ehrlich zu sein es gefiel mir. In meinem Bauch spielten die Schmetterlinge verrückt. Mike war süß!!!!
Er drückte meine Hand und riss mich aus den Gedanken. Mit einem Lächeln (das süßer war als Zuckerwatte!) wies er auf einen Schießstand.
„Kein Frauenpower-Kissen!“, seufzte ich.
„Ich dachte eher an einen Wettbewerb. Jeder hat 10 Schuss und der Verlierer gibt dem Gewinner ein Eis aus!“, grinste er und zog mich mit. Okay, das reizte mich. Ich war immer bei Wetten und anderem dabei. Jetzt heißt es, bezahlen, zielen, schießen, laden, zielen und so weiter. Nun ja, ich kam bis zum bezahlen. Dann begann der Verkäufer mir zu erklären, wie man mit dem Gewehr umging.
Hallo! Ich kann schießen. Ich war als Kind im Schützenverein!!!
„Moment!“, unterbrach ihn gereizt, „Nur weil ich eine Frau bin, heißt das noch lange nicht, dass ich noch nie geschossen habe. Stellen sie sich vor. Ich habe sogar schon mal geangelt!“
Bums, das hat gesessen. Der Verkäufer sah mich erst erschrocken und dann wütend an. Er wandte sich ab und half einem anderen Mädchen. Mike stand neben mir und lachte sich kringelig. Warum?
Okay, es war witzig. Ich grinste ihn an und meinte:
„Fängst du an?“
Er nickte. Während er schoss beobachtete ich ihn. Eigentlich war er vom Aussehen überhaupt nicht mein Typ. Ich stand auf blonde Männer, wie halt Justin. Doch

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Kommentare

Coco schrieb am 2010-02-21 00:00:44:
Total süß
wirklich zum dahinschmelzen
vlg, coco
sandra.zierler@aon.at schrieb am 2009-11-11 20:23:22:
das ist süß du kannst gut geschichten schreiben
Leyla schrieb am 2008-09-14 11:16:29:
omg die geschichte ist soouuu power, mach weiter so!!!!!!
andrea schrieb am 2008-05-22 20:09:16:
echt klasse.
gefällt mir gut.
lg andrea
Lovely.wirter.girl schrieb am 2008-05-21 18:33:51:
ich finde die geschichte total niedlich!!
du hast sie sehr gut geschrieben!!
weiter so

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