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Kategorien > Kurzgeschichte > Krimi

Süße Rache

von Shalaina

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Der Mann schrie. Er war gerade erwacht und fand sich allein, so glaubte er, in einem karg eingerichteten Raum wieder. Der Großteil des Raumes lag im Dunkeln. Als er versuchte den Kopf zu drehen schrie erneut vor Schmerz auf. Er lag rücklings auf dem Boden in einer klebrigen, festen Masse und konnte sich nicht bewegen ohne große Schmerzen zu erleiden. Bis auf einen Gurt, der um seinen Bauch gelegt war, war er nackt. “Was ist? Hast du etwa Angst?” erklang eine kalte, weibliche Stimme aus dem Schatten. “Wer ist da? Was willst du von mir?” Seine Stimme hallte durch den Raum. “Was ich von dir will? Ich will Rache! Rache für das was du mir angetan hast.” erklärte die Stimme. “Rache? Was habe ich dir denn getan?” “Das kann ich dir sagen. Vor drei Jahren bist du betrunken gefahren und hast dabei ein kleines Mädchen überfahren, dass auf dem Heimweg war. Sie wurde fünf Meter durch die Luft geschleudert und du hast sie einfach liegen lassen. Sie könnte jetzt noch leben wenn du angehalten und Hilfe geholt hättest. Sie war meine Tochter und alles was ich hatte. Und du hast sie mir weggenommen. Dafür wirst du jetzt bezahlen und die Schmerzen erleiden, die ich erleiden muss. Wenn das überhaupt möglich ist.” Die Frau trat ins Licht und baute sich über ihm auf. Früher war sie einmal hübsch gewesen. Jetzt war ihr Körper nur noch eine leere Hülle. Ihr Gesicht war bleich und ihre Augen eingefallen. Sie funkelten ihn voller Hass an. “Ich habe dafür schon bezahlt! Ich war zweieinhalb Jahre im Knast. Sie sind ja wahnsinnig!” schrie er und seine Stimme überschlug sich. Er hatte mit seiner Behauptung, sie sei wahnsinnig, gar nicht so unrecht. Sie machte seit dem Unfall eine Therapie und musste starke Beruhigungsmittel einnehmen. Sie drehte sich um und verließ den Raum. “HILFE! HILFE!” schrie er aus vollem Halse. Nach einiger Zeit vernahm er, wie sich die Tür öffnete und sie wieder eintrat.” Du kannst schreien so viel du willst. Dich hört hier niemand. Diese Anlage wurde vor 5 Jahren stillgelegt. Du bist mir hoffnungslos ausgeliefert. Auf diesen Tag habe ich seit 3 Jahren gewartet.” Sie steckte sich eine Zigarette an und beobachtete ihn amüsiert. Als sie heruntergebrannt war, beugte sie sich zu ihm herab und drückte die Zigarette auf seiner Wange aus. Er stöhnte auf vor Schmerz. Sie holte aus einer Ecke des Raumes eine Gasflasche hervor. “Dir ist doch bestimmt kalt, oder? Vielleicht kann ich dem Abhilfe schaffen.” sagte sie gutgelaunt. Sie drehte den Hahn der Flasche auf und hob den Brenner. Eine blaue Flamme zischte aus ihm hervor, als sie ihr Feuerzeug dranhielt. Ein bösartiges Lächeln zierte ihr Gesicht und verwandelte es in eine grausame Maske. Sie ließ die Flamme über seine nackte Brust wandern und flammte dabei seine Brusthaare ab. Seine Schreie verhallten ungehört in dem Gebäude. Als seine Haut anfing Blasen zu werfen, hörte sie auf. “Ups. War wohl etwas zu heiß.“ sagte sie mit geheucheltem Mitleid. Sie machte eine kurze Pause und ließ dann die Flamme über seine Arme und Beine wandern. Kurz darauf verlor er das Bewusstsein. Ein Schwall eiskaltes Wasser ließ ihn in die grausame Wirklichkeit und dem Schmerz zurückkehren. Als er die Augen öffnete sah er ihr Gesicht. “Da sind wir ja wieder. Dann können wir ja weiter machen.” “Nein. Bitte nicht.” flehte er sie mit heiser Stimme an. “Nein? Wenn das so ist können sie natürlich gehen. Ich hatte mir das eigentlich für später aufheben wollen, aber sie scheinen nicht so belastbar zu sein wie ich gedacht habe. Ich helfe ihnen hoch.” sagte sie mit einem lächeln und einem hinterhaltigen Funkeln in den Augen. Sie bückte sich und packte fest seine rechte Hand. Sie riss sie mit ihrer ganzen Kraft hoch. Er stieß einen fast unmenschlichen Schrei aus, als sich die Haut von seinem rechten Unterarm löste und in der klebrigen Masse kleben blieb. Blut schoß aus dem verletztem Arm und man konnte die einzelnem Muskeln sehen. Sie ließ den Arm achtlos fallen. “So wird das wohl nichts.” Sie griff nach einer Fernbedienung, die von der Decke hing, und drückte auf den roten Knopf. Von der Decke kam ein Seil, an dessen Ende ein Karabinerhacken befestigt war. Sie hakte den Bauchgurt an das Seil und drückte auf den grünen Knopf. Langsam straffte sich das Seil und zog am Bauch des Mannes nach oben. Es hörte sich an, als würde man Papier zerreißen, als sich die Haut vom rücken löste und kleben blieb. Die Schreie hallten durch den Raum und wurden von den Wänden zurückgeworfen. Als sich der linke Arm und die Beine lösten, verlor er vor Schmerzen erneut das Bewusstsein. Blut floss in Strömen aus der klaffenden Wunde und färbte den Boden rot. Zu seinem Glück bekam er nicht mit, wie sich die Kopfhaut von seinem Schädel löste und der weiße Knochen sichtbar wurde. Als er aus der nunmehr roten Masse befreit war, hielt sie den Kran an und schaute fasziniert auf die Muskeln und die Knochen der Wirbelsäule. Zu ihrer großen Enttäuschung ist er schneller gestorben als ihr lieb war. Sie ließ seine Leiche dort hängen und stieg auf das Dach des Gebäudes. Sie schaute sich den Sonnenuntergang an und wählte den Notruf. Als die Sonne hinter dem Horizont verschwunden war, erklangen in der Ferne die Sirenen der Polizei. Sie zog eine Pistole aus der Jackentasche und setzte sie an ihre Schläfe. In wenigen Sekunden würde sie wieder bei ihrer Tochter sein, denn jetzt hatte er seine gerechte Strafe erhalten und sie konnte endlich Frieden finden. Als die ersten Polizisten das Gelände betraten drückte sie mit einem Lächeln ab.

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Kommentare

ines schrieb am 2008-01-19 11:14:04:
crass...einfach nur crass
Heaven schrieb am 2007-04-17 20:06:01:
Nunja...für mich ein bisschen zu heavy...

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