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Kategorien > Fantasy&Märchen > Fantasy

Sultan del Arabika Teil 11

von Luna

1

„ Da bist du ja“, lispelt Rosi. Wir haben dich schon überall gesucht“.
„ Huhu, huhu ich weiß“, antwortet Golden Lady und flattert mit ihren Flügeln.
„ Aber ich hatte so viel zu erledigen. Ich bin über Wälder und Felder geflogen, um die kleinen Ausreißer zu suchen. Aber ich habe sie nicht gefunden“.
Samira, Rosi und Quasselstrippe sind sprachlos. „ Kleine Ausreißer?“ nuschelt Quasselstrippe. Keine großen Bärenkatzenvögelgestalten?“
„ Nein“, antwortet ihnen Golden Lady. „ Kleine süße Fellbündel. Sie haben ein Gesicht wie ein Bärenkind und auch das einer kleinen Katze. Huhu, sie singen wie die Vögelchen, die mir jeden Tag begegnen. Und schnurren und brummen sich an.“
Sultan del Arabika, der bis vorhin noch an wilde Tiere geglaubt hatte, ist ziemlich verlegen. Er scharrt mit einer Hufe ein bisschen in der losen Erde und schnaubt leise vor sich hin.
Harald, wetzt sein Geweih an einem Ast. Melchior, dreht ihnen sein Hinterteil zu und Baron steht einfach nur da. „ Buh“, ruft Beppo laut.“ Aufwachen bitte, die Gefahr ist gebannt.“ Beppo schmeißt sich auf den Rücken und grunzt gefährlich. „ Ich bin ein verkleideter Bärenkatzenvogel, nehmt euch in acht. Versteckt euch unter dem Heu im Stall“. Melchior, gibt ihm mit seinen Huf einen Schubs. „ He“, grunzt Beppo. Verstehst du keinen Spaß?“ Melchior schüttelt seinen Kopf und schnaubt. „ Nicht, wenn er auf Kosten anderer geht mein Lieber“.
Golden Lady, die mittlerweile auf Rosis Rücken sitzt, sorgt für Ruhe. „ Huhu, ich werde euch erzählen, was ich weiß“, sagt sie bedächtig. Aber nur, wenn ihr aufhört zu streiten.
„Emma, darf ich mich auf deine Schulter setzen?“ fragt Golden Lady. „ Sicher darfst du dass“, antwortet Emma und fragt sich, woher golden Lady ihren Namen weiß. „ Huhu“, haucht die alte Eule. „ Ich weiß was du jetzt denkst. Aber wir alle wissen wer du bist.
Rückt zusammen, ich kann nicht so laut reden wie Beppo.“
„Ich bin an dem gleichen Abend wie Beppo zum Dorf geflogen und habe alles gesehen und gehört. Wie du Beppo. Nur ich, bin noch lange geblieben und habe gewartet. Huhu und wie die mopelige Popola endlich schlafen ging, bin ich zum Käfig geflogen und habe mit meinem Schnabel den Vorhang ein Stück zur Seite geschoben. Da saßen sie. Fünf kleine Fellbündel. Wie schon gesagt, mit dem Gesicht einer kleinen Katze und doch auch wieder eines kleinen Bären. Sie haben sich so erschrocken und haben sich eng aneinander gedrückt. Huhu. Sie gehen aufrecht, wie die Menschen und summen sehr schöne Lieder.
„ Ach wie schön“, flüstert Samira unter Tränen. „ Erzähle weiter, bitte“.
Golden Lady muss erst einmal tief Luft holen, bevor sie weiter spricht. Auch in ihren Augen schimmern Tränen. „ Ich habe die Kleinen beruhigt und ihnen gesagt, dass ich ihnen nichts tun will. Aber sie sollen mir erzählen, warum sie so traurig sind. Dann werde ich versuchen, ihnen zu helfen. Sie haben mir erzählt, dass die mopelige Popola sie von einer alten Frau gekauft hat, deren Mann gestorben war. Er hatte sie von einer Reise mitgebracht und gut für sie gesorgt. Aber wie er von ihr gegangen war, reichte ihr weniges Geld nicht mehr für alle. Die mopelige Popola, hat der alten Frau Geld gegeben und die Möpelkes mitgenommen. Von da an, mussten sie in ihrem kleinen Minizirkus als Attraktion auftreten. Sie hat ihnen kaum zu essen gegeben. Und wenn sie nicht laut genug summten, hat sie sie mit einer Nadel gestochen. Die meiste Zeit, sperrte sie die Kleinen in ihren Käfig ein. Und du hast es ja auch gesehen Beppo. Wenn sie wütend ist, schlägt sie mit einer schweren Stange gegen das Gitter um die Möpelkes zu verängstigen.“
„ Was hast du dann getan?“ will Baron wissen und schnieft leise vor sich hin.
„ Ich bin zu Luna Chiara der kleinen Waldkönigin geflogen und habe ihr alles erzählt. Sie war so traurig über das Schicksal der Möpelkes, das sie sofort Joshi den Traumkobold aufgesucht hat. Zusammen sind sie zu der mopeligen Popola und Joshi hat sie in einen schlimmen Traum fallen lassen. Dann haben sie das Gitter geöffnet und die Kleinen freigelassen. Aber sie waren so schnell, dass Luna Chiara und Joshi ihnen nicht folgen konnten. Ja, und seit dem verstecken sie sich in unserem Wald. Huhu, hört alle gut zu.

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