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Kategorien > Fantasy&Märchen > Fantasy

Sultan del Arabika Teil 8

von Luna

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„ Tula, ist die Mutter. Sie schützt und bewacht die Einhörner. „ Barsus, ist der Torwächter. Er lässt die Seelenpferde ein. Und öffnet das Tor, wenn ein Einhorn die Welt der Menschen besuchen will. Und da gibt es noch Ziandra, die Bewacherin der geheimen Schrifttafeln“.
Emma hört ganz gespannt zu und knabbert dabei an ihrem kleinen Finger.
„ Dass heißt wenn ihr tot seid, lebt ihr in Tubarzia weiter“, flüstert sie andächtig.
„ Ja, so ist es“, antwortet Sultan leise. „ Aber wenn einer von uns starke Not hat, kann er Tula bitten schon zu Lebzeiten das Tor zu öffnen“. „ Na, dass machen aber nicht viele von uns“, beteuert Quasselstrippe. Hier ist es ja auch schön“, kichert sie.
„ Tubarzien, Tubarzien da hat man kleine Warzien“, ertönt es plötzlich hinter einem Busch nahe am Wald. Sultan del Arabika, springt auf und schimpft sofort laut los „ Beppo, hast du schon wieder gelauscht?“ Hinter dem Busch raschelt es und der Kopf eines Wildschweins, schiebt sich durch das Grün der Blätter. „ Sorry“, grunzt er. Sollte ich nicht? Aber obwohl ihr versucht habt leise zu sprechen, habe ich alles gehört“. „ Dem Lauscher im Busch, trifft des Jägers Schuss“, schnaubt Sultan. „ Alles klar mein Alter“, grunzt Beppo und schiebt sich ganz aus dem Gebüsch. „ Die Spinne an der Decke, fliegt zur Strafe in die Ecke. Genau so ein dummer Spruch“. Sultan holt tief Luft, aber er weiß nicht, was er darauf sagen soll. „ Wer ist denn dieser kleine Frischling?“ fragt Beppo und schiebt seine Rüsselnase an Emma heran.
„ Bäh“, ruft Emma und lehnt sich ein Stück zurück. „ Ein Wildschwein rüsselt mich an“.
„ Wenn ich dich anrüsseln würde meine Kleine, sähest du nicht mehr so frisch aus“, grunzt er. „ Außerdem, bin ich ein Keiler, Kei-ler. Capito?“ Baron, erhebt sich ganz langsam und stellt sich vor Beppo. Dabei schnaubt er laut und hebt ein Bein. „ Willst du mir was mit deiner Hufe überziehen?“ fragt Beppo spöttisch. „ Pass auf, dass du dabei nicht umfällst. Wackelst ja jetzt schon hin und her“.
Sultan del Arabika, wird nun langsam ungeduldig. „ Was willst du?“ fragt er Beppo und baut sich in seiner ganzen Pracht, vor dem Wildschwein auf. „ Gar nichts will ich“, antwortet Beppo. „Ich war gerade in der Nähe und dachte, ich schau mal vorbei. Und da habe ich gehört, was ihr erzählt habt. Das ist alles.“ Samira, die sich mittlerweile wieder zu ihnen gesellt hat, ergreift das Wort. „ Ist ja gut Beppo“, sagt sie und beugt ihren Kopf zu ihm herunter. „Aber du darfst mit niemanden über Tubarzia reden, hörst du? Das Land der Einhörner, ist ein ganz geheimer Ort, wovon nur die Pferde wissen“. „Ja, nur die Pferde“, wiederholt Quasselstrippe aufgeregt. „ Alles Quatsch“, grunzt Beppo. „ Jedes Tier weiß von Tubarzia“. „Was?“ rufen alle erschrocken. „ Ja, wo lebt ihr denn?“ ruft Beppo und setzt sich auf seine Hinterläufe. „ Das kann nicht sein“, flüstert Samira. „ In Arabika, wussten es nur die Pferde.“ „ Hier ist nicht Arabika meine Liebe, hier ist die Realität“, antwortet Beppo ihr. „ Ja, aber….“, sagt Melchior ganz unglücklich. Sultan del Arabika, will nun mehr von Beppo wissen. „ Erzähle uns, was ihr alles über Tubarzia gehört habt“, fordert er ihn auf. „Sag du mir erst, warum dass kleine Ding mit euch sprechen kann? Dann, beantworte ich deine Frage“, brummt Beppo und grinst scheinheilig. Sultan seufzt laut, gibt sich aber geschlagen.
„ Diese kleine Dame, heißt Emma und besitzt die große Gabe, mit Tieren kommunizieren zu können“, wiehert er laut. „ Und nun, sag es?“
„Schon immer?“ will Beppo wissen. Emma, die sich nach Beppos Rüsselangriff hinter Sultan versteckt hat, tritt vor und geht auf Beppo zu. „ Nein, erst seit kurzem“, antwortet sie für Sultan del Arabika. „Und nun erzähle uns was du weißt“. „ Na gut, na gut“, sagt Beppo und wackelt aufgeregt mit seinem Rüssel. „ Alle Tiere wissen, dass es Tubarzia gibt. Sie wissen von Tula, Barsus und Ziandra. Aber gesehen, hat noch keiner von ihnen ein Einhorn. Dass, ist das Privileg der Menschen.“
Sultan del Arabika ist erleichtert. „ Du sagst auch die Wahrheit?“ fragt er Beppo. Dabei schaut er ihm tief in seine Wildschweinaugen.

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