TOPP, die Wette – Der Anfang...2
von
Alias.I.
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und wenn er so weitermachte, würde er bald in einer Ecke liegen und schnarchen, und dann hätte sich das Problem gelöst. Mein Gott, bin ich gemein, dachte Irma.
Aber tatsächlich wusste sie nicht mehr, warum sie jemals Gefühle für Bernie gehegt hatte. Mittlerweile argwöhnte sie, dass sie ihren Ex damit ärgern wollte, indem sie mit seinem besten Freund rummachte. Tja, so musste es wohl gewesen sein. Und hoffentlich hatte Chris nichts von diesem Spielchen mitbekommen...
„Sprich doch noch ein bisschen lauter! Da hinten haben sie dich noch nicht gehört!“ Irma warf unauffällig einen Blick hinter sich – und schaute Chris voll in die Augen. Er grinste.
Hilfe, wie peinlich! Sie verzog das Gesicht zu einem nichts sagenden Lächeln, jedenfalls sollte es so aussehen wie ein nichtssagendes Lächeln, aber es geriet wohl eher zu einer Grimasse.
„Du spinnst doch!“ sagte sie zu Bernie. Sie ließ ihn einfach stehen und marschierte aus dem Zimmer heraus.
Und plötzlich fiel ihr wieder ein, was sie vor ein paar Wochen zu Chris gesagt hatte, nämlich: Jeder der mit mir schläft, verliebt sich in mich! Ha! Jetzt konnte der Blödmann mit eigenen Augen sehen, dass es stimmte. Na ja, ein bisschen stimmte. Manchmal...
Ein paar Stunden später hat sich die Lage nicht groß geändert.
Was für ein Eiertanz. Man geht sich aus dem Weg, behält sich aber trotzdem im Auge. Sehr seltsam, aber aufregend.
Einmal sieht sie ihn zufällig mit einem Pärchen herumstehen. Aber es ist in Wirklichkeit gar kein Pärchen, die pennen nur ab und zu miteinander. Und Olivia ist so ziemlich die größte Schlampe überhaupt, die geht mit jedem ins Bett, aber sie ist eine Schönheit und sieht außerdem noch interessant aus. Sie hat eine bestimmte Masche, Männer anzumachen, nämlich sich hilflos hinzustellen und aus ganz großen Augen zu glotzen... Total bescheuert, aber es wirkt immer. Auch jetzt sieht sie so hilflos aus, und ihre Augen kullern fast aus ihrem hübschen Gesicht. Wen will sie wohl anmachen?
Na wen wohl? Irma muss ein Lachen unterdrücken.
Das Objekt von Olivias Begierde kümmert sich absolut nicht um sie, aber Irma wettet, dieser Schweinehund registriert jeden Blick, den eine Frau ihm zuwirft. Oder wie in diesem Falle nicht zuwirft...
Hach, ist das schön und aufregend. Irma greift sich Freund Ralf, sie gehen ins Tanzzimmer und inspizieren die CDs. Aber da ist wirklich nix Gescheites dabei, nur Stones, Roxy Music und Trini Lopez. If I had a hammer... Und ein bisschen was aus den Achtzigern, Tears for fears, Billy Idol…
Karel, der Wirt torkelt herein. Mann, ist der besoffen! Und er ist anscheinend aggressiv wie ein alter gereizter Elefant. Irma schwant Böses. Die Party wird wohl nicht mehr lange dauern, denn wenn Karel in diesem Zustand ist, legt er sich mit den eigenen Gästen an, beleidigt sie, droht ihnen Schläge an – und sogar Lokalverbot, was natürlich viel schlimmer ist.
Leider hat sie Recht. Die Stimmung ist versaut, die ersten Gäste verlassen die Party. Und es gehen immer mehr, bis schließlich nur noch ein paar Leutchen übrig bleiben.
Och schade, das ist ja wohl gelaufen. Und wo ist Maja abgeblieben? Wahrscheinlich ist sie frustriert ins Bett gegangen, denn wenn ihr Göttergatte Karel diesen Zustand erreicht hat, dann kann ihn niemand mehr beeinflussen, geschweige denn besänftigen. Arme Maja, denkt Irma. Scheiß Saufen! Obwohl, sie hat selber auch ganz schön zugelangt heute Abend und ist deswegen, hupps, auch ganz schön angeschickert.
Aber sie will nicht, dass die Party vorbei ist! Was kann sie tun, damit die Party nicht vorbei ist?
„Wir könnten zu mir gehen.“ Huch, was sagt sie da? Aber jetzt hat sie es gesagt und muss dazu stehen. Und vielleicht...
„Ich komme mit. Natürlich nur, wenn du nichts dagegen hast“, sagt eine Stimme, die sie irgendwie kennt. Und der Besitzer dieser Stimme ist, na wer wohl? Ja! Es ist Chris!
Er hat ihre Worte mitbekommen. Sonderbar, sonderbar, aber vielleicht war er gerade in der Nähe. Und es gut, es ist saugut, dass er mitkommt. Vielleicht hat sie es ja nur gesagt, damit er mitkommt, denn wenn er nicht mitkommen würde, wäre alles andere schal und langweilig.
Sie lächelt ihn an und sagt lässig: „Was sollte ich dagegen haben.“ Und denkt bei sich: Konsequenz, dein Name ist nicht Irma...
Fortsetzung hmmm.... ;)
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