Tara
von
PhilippPer
1
2
Sie ging einige Schritte vor und tastete mit starren zitternden Fingern nach einer Wand oder irgendetwas anderem; Hauptsache etwas. Sie spürte, wie ihre weit aufgerissenen Augen trocken wurden, als sie nach einer ganzen Ewigkeit, sie vor Angst immer noch nicth schließen wollte. Sie hoffte, in dieser endlosen Dunkelheit nur ein wenig Licht zu erhaschen, damit ihre geweiteten Pupillen ein wenig Ruhe bekommen könnten.
Vor Dunkelheit hatte sie niemals wirklich Angst. Es gab immer wieder, als sie ein Kind war, mal Nächte, in denen sie dachte, ein Monster wäre unter ihrem Bett, aber niemals konnte sie deswegen nicht einschafen. Aber diese Dunkelheit, sie hatte etwas Bedrückendes, etwas Beängstigendes. So eine große Angst hatte sie noch nie. Ihre Tränen flossen in Strömen und sie schrie immer wieder, in der Hoffnung irgendeiner würde sie hören. Egal wer. Sie schrie sich die Kehle aus dem Hals, brüllte schluchzend, kreischte.
Sie hatte das Gefühl, sie wäre die ganze Zeit in gleicher Geschwindigkeit gelaufen, mit sorgfältig behutsamen Schritten, um bloß bei so einer Dunkelheit nicht zu stolpern, aber sie merkte auf einmal, dass ihre Schritte langsamer und schleppender geworden waren.
Wieviel Zeit war vergangen? Minuten, Stunden seitdem sie hier eingeschlossen war? War sie überhaupt eingeschlossen? Wände gaben kein Echo ihrer Schreie wider. Nichts war hier, kein Stuhl, kein Sofa, garnichts. Und diese Leere hier erdrückte sie. Sie spürte, wie ihr der Atem stockte, mit jedem Atemzug, den sie sich aus dieser dünnen Luft holte. Sie brüllte immer wieder, schrie nach ihren Freundinnen. Als dann wieder nach einer ganzen Ewigkeit, ihre Beine nachgaben, sie erschöpft mit dem Gesicht auf dem Boden aufkam und das Gefühl hatte, Blut würde ihre die Schläfe hinunter rinnen. Aber es war nichts Feuchtes auf ihrer Stirn, als sie schwer atmend mit der linken Hand hinfasste. Sie richtete sich wieder schluchzend auf und blieb kniend hocken.
"Laney", schrie sie so laut sie konnte und bemerkte, wie ihre Stimme nachgab und nur noch ein krächzendes Geräusch von sich gab, "Isabelle."
Dann legte sie sich vorsichtig auf den Boden und schloss die Augen.
Als sie wieder aufwachte, war eine unglaubliche Kälte im Raum. Sie richtete sich auf und bemerkte, das ihre linke hand am Betonboden festgeeist war. Sie sprang erschreckt auf und bemerkte das Gelcihe an ihren chienbeinen. Sie ging langsame Schritte vor und sah auf ihre farblose Hand, um wenigstens ein paar helle Umrisse zu erkennen, damit sie wusste, dass ihre Augen in dieser Dunkelheit nicht versagten. Doch erkennen kontne sie nichts. Sie fasste mit der anderen Hand zu dieser und drückte sie an ihre Brust. Sie drehte sich nochmals zu allen Seiten. Nichts war da und sie fragte sich langsam, ob sie ihre Augen überhaupt offen hatte. Sie fühlte Müdigkeit in ihrer Haut und ein langes Ziepen in ihren Knien und Unterschenkeln; es war Zeit sich hinzusetzten.
Sie bückte sich und suchte den kalten Betonboden ab. Als sie nichts fand, setzte sie sich nieder und drückte ihre kalten Knie an ihre Brust.
Die Kälte stieg an. Dieser Raum wurde mit einer unglaublichen Schnelligkeit furchtbar kalt. Als wäre es Winter, schien sich alles in ihr zusammenzukrampfen. Sie stand auf und ging einige Schritte hin und her, fing schließlich im Raum im kreis zu rennen an. Sie atmete immer schwerer und schließlich wurde sie wieder langsamer und ging wieder in normaler Geschwindigkeit, sicher, sie hätte sich wenigstens ein bisschen aufgewärmt.
Plötzlich fiel sie kopfüber wieder auf den Boden. Sie war gestolpert und das nicht über ihre eigenen Füße. Und dieses mal rann ihr tatsächlich Blut aus den trockenen Lippen. Sie wischte sich das dünne Blut vom Kinn und tastete nach dem gegenstand über den sie gefallen war. Sie krabbellte sicher Minuten auf dem Boden und sie befürchtete, sie würde dieses gewisse Etwas wohl nicht mehr finden, als sie so etwas wie einen Riemen am boden entdeckte und kräftig daran zog. Er bewegte sich zuerst nicht, als sie schließlich einen nicht zu schweren Gegenstand an sich ziehen konnte und ihn schützend an sich drückte. Was es war, konnte sie nicht sagen, mit ihren tauben Fingern, konnte sie das jetzt wohl auch nicht erfahren. Er war von einer dünnen Schicht Eis überzogen und sie kratzte ihn mit ihren langen Fingernägeln zitternd vor Kälte ab.
Schließlich setzte sie sich wieder auf den Boden und schloss mühsam die Augen. Diese Kälte war schrecklich. Noch kontne sie sich mit ihrer eigenen Wärme ein wenig warm halten, aber langsam konnte sie nichts mehr tun. Der gegenstand, den sie gefunden hatte, half ihr nicht im Geringsten, er half sogar, die Kälte zu bündeln und gab sie an sie weiter. ihre Oberschenkel wurden immer kältre und langsam spürte sie auch ihre Finger nicht mehr. Ihre Füße brannten inzwischen vor Kälte und ihre Zehen wurden langsam eingeengt und schienen zu schrumpfen. Sie war einfach viel zu müde. Ausgelaugt, erschöpft. Mehr konnte sie nicht. Eine Pause brauchte jeder. Sie würde ein paar Minuten sitzen und sich ein bisschen ausruhen. Dann würde sie weitergehen und einen Ausgang suchen. Aber nicht jetzt.
Ihr Sweatshirt und ddas Unterhemd halfen ihr überhaupt nicht. Sie nahmen eher die Kälte von Außen auf, als ihre eigene Körperwärme. Und der kurze Jeansminirock bedeckte gerade so ihren Hintern, was sollte der schon bei so einer bedrückenden Kälte nützen?!
Sie zog ihre Sweatshirtärmel über die Hände und setzte sich dann auf sie. Was sie jetzt eigentlich ncoh tun konnte, war warten. Warten auf jemand anderen, warten auf ein wenig Wärme, warten, dass sie sich aufwärmte, damit sie nicht so gelähmt hier auf dem Boden sitzen musste. Sie wartete, (was konnte sie sonst schon tun?), legte mal den einen, dann den anderen Oberschenkel auf den anderen und schnaufte mal ab und zu. Sie überlegte, was sie wohl aufhatten. Vielleicht in Mathe wiederholen, in Spanisch Vokalbeln lernen. sie wusste es nicht mehr als würde die Kälte alle ihre Gedanken einsaugen.
Ihre eisigen Lippen verzerrten sich zu einem kleinen Lächeln. Sie küsste zart ihren Ring am linken Ringfinger und hauchte geschwächt in ihre kalten Hände.
Wieso war sie hier? Sie war doch gerade noch zu Hause und unterhielt sich mit Laney und Isabelle und dann war sie auf einmal hier. Oder war da noch was? Hatte sie veilleicht etwas Falsches gegessen und war jetzt irgendwie in Ohnmacht gefallen? Nein, eigentlich nicht. Sie hatte sich wohl gefühlt, auch unter der erbitternden Kritik ihrer Freundinnen. Es war ein schöner Tag gewesen, wo sie mal wieder ihrer Mama beim Aufäumen half. Grogory und Philipp taumelten die ganze zeit um sie und wollten sie ärgern. Mama und sie putzten gerade ein paar Schränke, als es an der Tür klingelte. Sie warf den Lappen wieder in den Eimer, schlängelte dich an Phillip und Gregory vorbei und machte die Tür auf. Laney und Isabelle traten ungefragt hinein und gingen sofort in ihr Zimmer nach oben. Sie musste sich Laneys Anschuldigen anhören, sie hätte sich
1
2
Kommentare
PhilippPer schrieb am 2009-01-06 14:08:56:
War erst der Prolog, tut mir leid, es geht noch weiter
lia felicity schrieb am 2009-01-05 00:05:39:
ich check die geschichte nicht... aber spannend ist sie trotzdem!!!
lia felicity schrieb am 2009-01-05 00:05:19:
ich check die geschichte nicht... aber spannend ist sie trotzdem!!!
Elphan schrieb am 2008-12-29 15:59:27:
Supi Geschichte... ich bi schon einmal nach Tara gereist, es war super!!! Waren zwar nur ein einhalb Wochen, aber trotzdem... vll solltest du das auch mal machen, es ist wunderschön dort
Kommentar hinzufügen