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Kategorien > Fabeln & Märchen > Gothik Märchen

Taraniel und der schlafende Krieger 6

von Anariel, die Nomadin

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und tatsächlich fühlte er sich auch so. Nur langsam wurde ihm bewusst, was die Prinzessin gesagt hatte und ein kleines, schräges Lächeln fand den Weg auf sein Gesicht. Er war zu müde um ihr Verb al zu antworten, doch die junge Frau verstand ihn auch so, was ihr Gesicht verriet. Sie blickte sich suchend um.
“Komm schon Schimmerchen,” meinte sie ein wenig lauter, “du kannst rauskommen. Weder dir noch Lushian kann jetzt noch ein Leid geschehen.”
Ganz langsam kam das Geschöpf aus einem nahem Busch hervorgekrochen.
“Wirklich?” Die zaghafte Frage der Drachenechse rührte die Prinzessin.
“Ja wirklich,” meinte sie, “jetzt wird alles gut.”
Noch bevor die junge Frau geendet hatte war Schimmer schon zu ihr und Lushian gehuscht und schmiegte sich nun an den Krieger. Taraniel blickte auf, als Roland erneut seine Hand auf Lushians Schulter legte. Ein winziges Lächeln umspielte die Lippen des Hauptmannes.
“Hab keine Sorge, Prinzessin,” meinte er nun, “ich kümmere mich persönlich um ihn. Aber ihr solltet nun zu eurem Vater gehen, der König wartet bereits.”
Die Prinzessin seufzte, dann jedoch erhob sie sich, sah erneut den Hauptmann an und nickte. Sie wandte sich ab und begann langsam auf ihren Vater zuzugehen, der gerade den anderen Männern dabei zusah, wie sie ein Lager für die nächsten Stunden herrichteten. Dann jedoch blickte sie doch noch einmal zurück und sah wie Roland Lushian auf die Beine halft. Sie sah auch, wie der Krieger zusammenzuckte, als er dabei versehentlich seine Schulter belastete. Diesem Verhalten und dem vielem Blut nach, war die Wunde, die er dort davongetragen hatte nicht harmlos. Ihr wurde schlagartig klar, dass Lushian ihr vermutlich das Leben gerettet hatte.
Sie wandte sich wieder ihrem Vater zu, der noch immer die Männer beobachtete und sie damit natürlich sehr nervös machte.
Als er seine Tochter näher kommen hörte, blickte der König auf und schüttelte belustigt den Kopf. Taraniel war froh das zu sehen. So hart und gnadenlos ihr Vater auch war, so hatte er doch seinen Sinn für Humor nicht ganz verloren. Zudem war er gerecht, auch wenn er so ein strenger Herrscher war. Aber gerecht, ja das war ihr Vater und darüber war die Prinzessin ehrlich froh. Der König seufzte tief, wandte sich erneut um und sah den Männern weiterhin zu. Taraniel trat zu ihm und sah ihn von der Seite her an.
“Ich hoffe,” meinte er plötzlich,” Roland, oder einer der anderen Männer, kann mir so etwas wie einen Kaffe kochen, denn genau das brauche ich nun.” Er sah seine Tochter wieder an. “Und du meine Liebe wirst mir dann erzählen was hier vorgefallen ist und wie du dazu kommst einen wildfremden Krieger zu befreien. Wie hattest du es genannt? Aus dem Stein? Das musst du mir auch noch erklären!”
Taraniel lächelte hilflos und versprach ihrem Vater, dass sie alles erklären könnte und auch würde.

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Kommentare

Mareike schrieb am 2009-01-15 00:56:28:
Sehr, sehr schön...
bin schon gespannt, wei es weitergeht. Meine 14 jährige Tochter übrigens auch. Die amüsiert sich königlich über den doch teilweise sehr märchenartigen Schreibstil...

LG Mareike + Töchterchen

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