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Kategorien > Fabeln & Märchen > Gothik Märchen

Taraniel und der shclafende Krieger 7 -Ende-

von Anariel, die Nomadin

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Etwa eine Stunde später saß der König an einem kleinen Lagerfeuer, trank gerade seinen vierten Becher mit Kaffe leer und musterte Taraniel staunend. Dann schüttelte er lachend den Kopf.
“Was für ein Abenteuer,” rief er lachend, “und ich war nicht dabei, wie ungerecht!”
Dann jedoch wurde sein Blick wieder ernst.
“Das war aber auch ein gefährliches Abenteuer,” meinte er leise, “du hättest dabei nicht nur verletzt, sondern getötet werden können und nun also weiß Faoris, dass du weißt, wo dieses vermaledeite Juwel hingegeben wurde.” Er seufzte erneut. “Taraniel, du musst vorsichtiger sein!”
Nun sah er wieder streng aus, der König und seine Stimme klang ganz genauso. Aber er meinte es seiner ungewöhnlichen Tochter nicht böse, er machte sich einfach nur Sorgen um sie.
Dann hob er den Blick und sah Stirnrunzelnd über das Feuer hinweg zu der Stelle, an der Lushian mittlerweile fest schlief und seufzte erneut. Als er aber seine Tochter wieder ansah, war aller Zweifel aus seinen Gesichtszügen verschwunden.
“Ich habe nur zugelassen, dass er sich dir ausliefert, weil ich gesehen habe, wie er dich beschützt hat. Vor Faoris, meine ich. Ich habe gesehen, wie er sich zwischen dich und die Hexe geworfen hat.” Der König machte ein kleine Geste zu dem schlafenden Krieger hin. “Ich glaube er würde sein Leben geben um dich zu beschützen und das empfinde ich nicht nur als tapfer, sondern als bewundernswert. Ich denke auch, dass wenn du es nicht angenommen hättest, er sich dann ohne zu Klagen in sein Schicksal gefügt hätte.”
Der Mann runzelte konzentriert die Stirn und sah seine erstaunte Tochter dann lange in die Augen.
“Ich möchte, Taraniel,” meinte er nun, “dass du, sobald er wieder hergestellt ist, diesen Krieger mit auf deine nächtlichen Streifzüge nimmst.”
Ein kurzes Grinsen huschte über das Gesicht des Königs, als er sah wie die Prinzessin erschrocken die Augen aufriss.
“Ja ich weiß von deinen Ausflügen und ich weiß auch, dass du es auch gegen meine ausdrückliche Erlaubnis weiterhin tun wirst. In der Beziehung bist du ganz genauso wie deine Mutter.”
König Tauron lächelte ein wenig wehmütig, dann jedoch wurde sein Gesicht wieder streng.
“Hörst du Taraniel, sobald er wieder genesen ist nimmst du ihn mit, jedes einzelne Mal. Du wirst nicht mehr über dieses Spalier nach draußen klettern, sonder normal durch eine Türe gehen. Meinetwegen nimm die Hintertür der Küche und du wirst jemanden Bescheid sagen, dass du nach draußen gehst und wann du ungefähr wiederkommst und wenn du wiederkommst wirst du der Wache bescheid geben, dass du wieder da bist. Bis dein Krieger jedoch genesen ist, wirst du nicht in den Wald gehen. Wenn du unbedingt in die Nacht hinaus willst, dann beschränkst du dich gefälligst auf den Schlossgarten und den Schlosspark! Hast du mich verstanden, Tochter?”
Taraniel nickte schnell und versprach mit ernster Stimme, dass sie in Zukunft ihre nächtlichen Streifzüge mit Lushian unternehmen würde. Sie versprach auch, dass sie eine Tür benutzen würde und der Wache bescheid geben würde, wann sie ging und kam. Außerdem würde sie, solange der Krieger noch nicht genesen war im Schlosspark bleiben. Das alles versprach die Prinzessin mit todernster Stimme und sie meinte es auch ernst, das konnte ihr Vater ihr ansehen. Er nickte anerkennend. Gleichzeitig wartete er auf das Aber, das mit Sicherheit kommen würde. Innerlich seufzte er bereits und fragte sich, was der Prinzessin wohl einfallen würde.
Einige Minuten saßen Vater und Tochter einträchtig nebeneinander im beginnendem Morgen und blickten in das kleine Lagerfeuer. Taraniel konnte es kaum glauben, dass sie so glimpflich davon kommen sollte, dennoch machte sie sich wegen der Wölfe sorgen.
“Aber Vater,” sprach da Taraniel es schon aus, “was ist mit den Moorwölfen? Ich meine Graupelz, Silberauge, Weißer Stern und Goldener Blick werden sich Sorgen machen und Graupelz meinte, ich solle sie unbedingt auf dem Laufenden halten was mit meinem Kriegerfreund geschehen würde und wie es ihm ginge. Ich habe es den Wölfen versprochen, wie soll ich das nun halten, wenn ich nicht in den Wald gehen soll und sie nicht in den Schlosspark dürfen?”
Der König blickte die Prinzessin mit zusammengekniffen Augen an.
“Ich sagte es schon vor Jahren,” stellte der Mann fest, “und ich sage es nun erneut: Ich will keine Wölfe in meinem Garten und auch nicht im Park! Das ist viel zu gefährlich und was denkst du wird dir die Köchin erzählen? Die wird nämlich um ihre Hühner und Hasen fürchten!”
Seine Augen hatten sich geweitet und Taraniel musste unwillkürlich kichern. Es war nicht gut Magda, die Oberköchin des Schlosses zu verärgern. Nicht nur konnte die kräftig gebaute Frau richtig laut werden, wobei sie sich wenig um den Rang ihres Gegenüber scherte, nein sie zu verärgern hieß auch auf diverse Leckerein zu verzichten und das war nun wirklich nicht klug.
“Vater,” ihre Stimme klang ein wenig amüsiert,” ich meine ja nicht für immer, sondern nur solange ich nicht zu ihnen gehen kann. Sie sind sowieso nicht so gerne so nahe bei Menschlichen Behausungen und vor Magda haben sie sowieso einen höllischen Respekt. Sie finden sie beeindruckend und in ihren Augen ist sie bei uns so was wie eine Große Mutter bei ihnen. Ich werde ihnen auch sagen, dass sie sich von der Küche und den Ställen der Hühner und Hasen fern halten sollen. Bitte Vater, sag nicht nein. Nur solange wie ich nicht zu ihnen kann, ja. Bitte!”
Ihre Stimme hatte nun einen bettelnden Klang angenommen und der König schüttelte einfach nur den Kopf.
“Na gut,” brummte er , “aber sobald diese Krieger wieder auf den Beinen ist, dich begleiten und beschützen kann, dann ist der Schlossgarten ebenso wie der Park wieder für Wölfe verboten. Und wehe es fehlt auch nur ein einziges Hund oder ein Hase, dann erklärst DU das Magda.”
Lachen warf Taraniel ihrem Vater die Arme um den Hals und umarmte ihn stürmisch.
“Danke Vater. Vielen, vielen, vielen Dank! Und ich passe ganz besonders gut auf, dass sie sich benehmen.”
Der König lächelte leicht.
“Ja, ja,” meinte er, “aber nun ist es gut, meine Tochter. Du warst die ganze Nacht auf den Beinen, also legst du dich am besten noch ein wenig hin und schläfst noch zwei oder drei Stunden. “
Die Prinzessin nickte langsam, dann gähnte sie hinter vorgehaltener Hand.
“Ja, mein Vater,” meinte sie, “ihr habt wohl recht. Ich werde mich auch niederlegen, sobald dich noch mal nach Lushian gesehen habe. Der Arme wurde verletzt, als er sich zwischen mich und Faoris geworfen hatte.”
Sie sah ihren Vater an und der König brummte leise, gab dann aber mit einem Nicken sein Einverständnis. So erhob sich die Prinzessin und ging zu dem Platz hinüber, wo der Krieger fest schlief. Vorsichtig ging sie vor dem Mann in die Hocke und betrachtete ihn mit schräg gelegtem Kopf und sehr aufmerksam. Erleichtert registrierte sie den dicken Verband, mit dem seine Schulter verbunden war. Die kleine Drachenechse Schimmer hatte sich dicht an die Brust des Mannes geschmiegt und

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Kommentare

The Shadow schrieb am 2009-01-25 23:06:09:
Uff, jetzt habe ich das endlich gelesen.
Wunderschön, einfach herrlich und genial geschrieben und so spannend, bis zum Schluß.
Aber du hast recht, das ist echt eine Mischung aus Gothic, Märchen und düstrer Fantasy.
ich kam nur einfal durcheinander, weil du beim dritten Teil die Nummer vergessen hast. Bin dann aber schnell dahinter gekommen....

Außer einigen Schreibfehlern und Buchstabendreher finde ich auch gar nichts zu kritisieren. Es ist vielleicht ein klein wenig lang fürn Märchen, aber es ist ja auch kein gewöhnliches Märchen und ich kenne deine Vorliebe für laaaange Geschichten-grinst-.

LG The Shadow
Anariel schrieb am 2009-01-19 18:59:06:
Hallo Simi,

freut mich, dass es dir gefallen hat,
Und da ich nun diese Geschichte, die sich so dazwischengedrängelt aht fertig habe, werde ich wohl demnächst den nächsten Teil von Schattenmacht fertig bekommen. Zudem bahnt sich eine Fortsetzung der Wildgesänge an.
Die anderen vier Fotsetzungsgeschichten liegen aber derzeit auf Eis, sind aber auch nicht vergessen.

Mit liebem Gruße
Anariel
Simi schrieb am 2009-01-19 17:34:37:
Herrlich geschrieben. Hab alles mit Spannung verfolgt und hoffe du schreibst auch an deinen anderen Geschichten weiter.
Gruß Simi

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