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Kategorien > Fabeln & Märchen > Gothik Märchen

Taraniel und der shclafende Krieger 7 -Ende-

von Anariel, die Nomadin

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nicht beirren ließ das richtige zu tun. Ich sehe die Frau, die mich aus einem schrecklichen Fluch und den Klauen einer bösartigen Hexe befreit hat. Ich sehe meine Herrin!”
Langsam senkte der Krieger seinen silbernen Blick wieder und ganz langsam wurden dann auch seine Augen wieder menschlicher.
“Ich kann ihr Begleiter sein und ihr Beschützer. Ich kann ihr auf den Pfaden und Wegen folgen, die nur sie und die Wölfe kennen und benutzen können. Ich kann sie alle sehen, denn aufgrund meines Blutes habe auch ich das zweite Gesicht. “
Er blickte wieder auf. Das Gesicht des Königs zeigte einen seltsamen Ausdruck, den er nicht einordnen konnte, doch zumindest schien der Herrscher ruhiger geworden zu sein und nicht mehr ganz so verärgert. Schließlich seufzte der König.
“Du bist dir hoffentlich deiner Stellung bewusst, Krieger Lushian? Oder, du weißt doch, dass du offiziell gesehen nichts mehr weiter als ein Sklave und damit Eigentum bist?”
König Tauron klang jetzt nur noch ernst und Lushian nickte langsam. Er seufzte schwer und dann ergriff zu seinem Erstaunen der König seine gesunde Schulter und drückte diese kurz.
“Keine Angst,” meinte König Tauron, “niemand wird dich in dieser Form behandeln, außer es ließe sich gar nicht umgehen und dann auch nur, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gibt. Das verspreche ich dir, Krieger Lushian aus dem Silberschattenwald.”
Der Krieger blickte überrascht auf und sah, dass der Herrscher es vollkommen ernst meinte.
“Danke, mein König.”
Lushians Stimme war zu einem Flüstern herabgesunken, aber den König störte dies nicht. Der Krieger hatte genau so reagiert, wie er es sich erhofft hatte. Taraniel konnte mit unterwürfigen Menschen nicht viel anfangen und sie würde sich von einem solchen auch nichts sagen Lassen. Dieser Mischblütige Krieger jedoch schien offenbar das Zeug dazu zu haben wenn nötig seinen Kopf durchzusetzen. Genügend Kampfgeist dazu hatte er allemal. Wie auch die Tatsache bewies, dass sich der Verband um seine Schulter zwar rot färbte, der Mann sich aber dennoch kaum etwas anmerken ließ.
Plötzlich verstand der König, warum sich Roland, sein Hauptmann und auch seine Tochter so für diesen Fremden eingesetzt hatten. An ihm war etwas besonderes. Eine Ausstrahlung, wie sie eigentlich nur Helden hatten.
Eines seiner seltenen Lächeln fand den Weg auf des Königs Gesicht.
“Schlaf jetzt, Krieger. In wenigen Stunden werden wir dieses Lager abbrechen und ins Schloss zurückkehren. Dort soll dich erst einmal der Heiler in Augenschein nehmen.”
Ohne einen Antwort abzuwarten wandte sich der Herrscher um und ging zurück zu seinem Platz am Feuer. Dort angekommen hob er seinen Becher und kippte das leere Gefäß mit einem beinahe traurigem Gesicht auf den Kopf. Einer der Männer sah es, bückte sich schnell und hob eine blecherne Kanne empor. Ein bereites Grinsen teilte das Gesicht des Königs, während er dem Mann seinen Becher entgegenhielt, damit dieser ihn wieder fülle.
Lushian verfolgte dieses Geschehen mit staunendem Blick. Ihm wurde eines klar. Der König, so hart und kalt er nun sein mochte, war so nicht immer gewesen. Irgendetwas hatte dem König das herz gebrochen und es war einfach nicht mehr wirklich verheilt. Darum war König Tauron Arden Maraines jetzt so, wie er war. Aber er war gerecht, vielleicht gerechter als so manch anderer. Alles in allem, so dachte Lushian, hätte er es auch viel, viel schlimmer treffen können. Liese stöhnend legte er sich wieder zurück und lächelte, als Schimmer aus ihrem Versteck hervorkam. Die kleine Echse war erstaunlich schweigsam, aber sie nahm wohl auch wahr, wie erschöpft der Krieger war. Sie schmiegte sich nur wieder an seine Brust und bevor er sich versah, war er auch schon wieder eingeschlafen.

Stunden später geschah es, wie es der König gesagt hatte. Die Männer brachen das Lager ab und sie alle kehrten ein in das Schloss, wo sich der Heiler um Lushian annahm.
Und so kam es, das ausgerechnet die jüngste Prinzessin des geheimnisvollen reiches Schehelan als erste einen persönlichen Begleiter und Leibwächter bekam. Die sechs älteren Schwestern waren natürlich sehr neidisch und plagten fortan ihren Vater, das auch sie nun endlich einen eigenen Leibwächter bräuchten.
Am Anfang war das Volk gegenüber dem Fremden Krieger mit den hellen Haaren misstrauisch und vor allem seine Mischblütigkeit machte ihnen allen Sorgen. Lushian musste sich in ihren Augen erst noch beweisen, aber DAS ist schon wieder eine andere Geschichte….

Und die Moral……?
Nun das ist doch einfach.

“Wir müssen alle wieder lernen mehr auf unser Herz und auf unsere innere Stimme zu hören, so wie es Taraniel getan hat, als sie, anstatt wegzulaufen, Lushian geholfen hat.
Unser Herz, unsere innere Stimme, die sagen uns meist schon was richtig ist.
Und wir sollten jemanden nicht nach seinem Aussehen oder seiner Herkunft bemessen, denn der Mensch dahinter könnte doch trotzdem ganz nett sein.
Wir müssen lernen wieder hinzusehen und gut zuzuhören.”

by Tis-Anariel Januar 09

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Kommentare

The Shadow schrieb am 2009-01-25 23:06:09:
Uff, jetzt habe ich das endlich gelesen.
Wunderschön, einfach herrlich und genial geschrieben und so spannend, bis zum Schluß.
Aber du hast recht, das ist echt eine Mischung aus Gothic, Märchen und düstrer Fantasy.
ich kam nur einfal durcheinander, weil du beim dritten Teil die Nummer vergessen hast. Bin dann aber schnell dahinter gekommen....

Außer einigen Schreibfehlern und Buchstabendreher finde ich auch gar nichts zu kritisieren. Es ist vielleicht ein klein wenig lang fürn Märchen, aber es ist ja auch kein gewöhnliches Märchen und ich kenne deine Vorliebe für laaaange Geschichten-grinst-.

LG The Shadow
Anariel schrieb am 2009-01-19 18:59:06:
Hallo Simi,

freut mich, dass es dir gefallen hat,
Und da ich nun diese Geschichte, die sich so dazwischengedrängelt aht fertig habe, werde ich wohl demnächst den nächsten Teil von Schattenmacht fertig bekommen. Zudem bahnt sich eine Fortsetzung der Wildgesänge an.
Die anderen vier Fotsetzungsgeschichten liegen aber derzeit auf Eis, sind aber auch nicht vergessen.

Mit liebem Gruße
Anariel
Simi schrieb am 2009-01-19 17:34:37:
Herrlich geschrieben. Hab alles mit Spannung verfolgt und hoffe du schreibst auch an deinen anderen Geschichten weiter.
Gruß Simi

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