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Kategorien > Fantasy > hey

Tatendrang und Schreibblockade

von danislavii

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Tatendrang und Schreibblockade

Weitere Blicke auf die blaue Wanduhr über meinem Schreibtisch. Ein tiefes, gelangweiltes und schon fast frustriertes Seufzen ist zu hören. Woher es kommt? Von mir. Ich habe ein Problem und dieses Problem trägt den schönen Namen Schreibblockade. Am Liebsten würde ich die Zeiger der Uhr mal anschubsen und zur Bewegung anspornen. Minute um Minute vergeht und vor mir auf dem weißen Blatt Papier hat sich noch nichts getan. Keine kleinen Männlein, die mir meine Hausaufgabe schreiben. Es herrscht immer noch Buchstabenmangel. Mein neuer roter Kugelschreiber, strotzend vor Farbe und Tatendrang, liegt nur gelangweilt neben meiner Kaffeetasse.
Ich frage mich wie spät es jetzt wohl ist. Ein prüfender Blick nach oben. Fluchend schieben sich meine Augenbrauen zusammen und ich starre kurz angesäuert auf die Uhr. Dieser verdammte Quarzgesteuerte Kerl! Es kann doch unmöglich erst zwei kurze Minuten seid dem letzten Zeitcheck her sein.
Und wo bleiben überhaupt meine Kreativität, Phantasie, mein Ehrgeiz? Ich brauche dringend eine Inspiration, die mir auf die Sprünge hilft.
Ein leises unscheinbares piepsen ertönt. Aha, es ist halb zehn, Zeit für eine kleine Pause. Beim Aufstehen schabt mein Stuhl über den Boden und macht dabei ein beinahe schon unangenehm klingendes Geräusch. In der Küche schmeiße ich erneut, um genau zu sein zum fünften Mal heute, die Kaffeemaschine an, die mir das mit einem recht lauten verächtlichen Brummen dankt. Zwei Stücke Zucker, ein Schuss Milch.
Wieder vor meinem Blatt lauernd, gähne und strecke ich mich erst einmal ausgiebig. Ein kleiner vorgezogener Mitternachtsimbiss könnte doch jetzt genau das Richtige sein. Gerade auf dem Weg zur Küche, mitten im schmalen unbeleuchteten Flur bleibe ich stehen und drehe mich auf dem Absatz wieder um. Ich habe mich durchschaut! Das war doch bloß wieder einer dieser Versuche, um vor der ungetanen Arbeit zu flüchten.
Also gut, rufe ich mich zur Ordnung, es wird Zeit, dass ich mich mal konzentriere und ein kleines Meisterwerk zustande bringe.
Mein Blick schweift zum Fenster. Draußen im Garten, auf einem der Zweige des großen Apfelbaumes, füttert eine Schwalbenmutter ihre Jungen. Eine leichte, sanfte Brise streichelt das Gras. Die Sterne scheinen mit dem Mond um die Wette…
Das ist es! Plötzlich öffnet sich ein winziges Löchlein im staubtrockenen Boden meiner Gedankenwelt. Das Loch wir immer größer und tausende bunt durcheinander wirbelnde Ideen sprudeln aus der neu hervorgetretenen Quelle und begraben die Schreibblockade unter sich. Schnell greife ich nach meinem Stift und lasse die Worte aufs Papier fließen.
Gefühlte zwanzig Minuten und sechshundert Wörter später zieht sich die Flut wieder zurück. Mein Text ist geschrieben und ich bin einfach nur glücklich darüber endlich schlafen gehen zu können.

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Kommentare

TJ Omar schrieb am 2008-09-04 21:30:47:
Hey, danislavii, eine echt gut geschriebene Geschichte. Du hast ein großes Talent zu schreiben. Die Geschichte läßt sich fließend und leicht lesen. Ein großes Lob dafür. Leider gibt es eine Sache zu bemängeln. Du hast die Geschichte in die Kategorie Fantasy gesteckt. Leider passt diese Geschichte hier nicht rein. Du hättest die unter "Alltag" oder "Gedanken" stecken können. Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, mach weiter so.

MfG TJ Omar

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