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Kategorien > Fantasy > Linguisti

Terrafu, das gebrochene Land (Die Chroniken der Go

von Leinad Linguisti

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Dies ist das zweite Buch über die Chroniken der Gottgöttin. Die Trilogie wird mit dem Buch Tynessia, der unsichtbare Tempel abgeschlossen werden. Nach wie vor bitte ich um Meldungen bei Gefallen damit ich für zukünfige Bücher planen kann. Und um konstruktive Kritik bei Nichtgefallen.

Und nun viel Spaß beim zweiten Buch!!!
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5.Teil: Am Himmel die Sonne, am Boden das Land


21.Kapitel

Helles Licht blendete Fa, als er zur Besinnung kam.
Wo war er?
Seine Knochen taten ihm weh. Jeder Muskel in seinem Körper sandte Schmerzen aus. Langsam kamen die Erinnerungen wieder. Tiranes. Die schwebende Festung war im Begriff gewesen zu zerschmettern. Die schützenden Ringe waren nicht mehr da gewesen. Er war aus dem Fenster gefallen und irgendwie hatte er überlebt. Fa richtete sich auf. Seine Augen wurden groß, als er die Zerstörung sah. Tiranes war gefallen. Die Menschen lagen verstreut und in ihrem eigenen Blut schwimmend überall herum.
„Kein schöner Anblick, nicht wahr?“

Fa bemerkte aus den Augenwinkeln wie sich ihm eine junge Frau näherte.
„Ich habe dich gerettet.“
„Ich danke dir. Wer bist du?“
„Du kannst mich Shaodin nennen.“
„Aber Shaodin ist eine Göttin. Die Göttin der …“
„ Zwietracht. Ich weiß, mein junger Dämon.“
Fa neigte das Haupt, trotz der Schmerzen. Eine leibhaftige Göttin stand vor ihm.
„Vergebt mir, Gebieterin.“
Die Frau lachte hell auf.
„Genug der Förmlichkeiten. Shaodin heiße ich. Du hast Glück das mich der Rat entsandt hat. Doch sonst konnte ich niemanden retten. Vielleicht ist es auch besser so. Tiranes war verseucht.“

*

„Fi´ita. Sie hat die Stadt unter Kontrolle. Ich hab sie gesehen. Sie hat sich verkleidet.“
„Die Göttin der Finsternis ist tot. Wir alle haben ihren letzten Schrei gehört. Nur haben wir keine Ahnung wer sie getötet haben könnte. Sterbliche sind dazu nicht in der Lage. Wir sind ratlos.“
„Tot. Sie ist tot.“
Fa fuhr sich über die Schläfe. Seine Gedanken kehrten schnell zu Leys zurück.
„Leys, wo ist Leys?“
„Du meinst deinen Freund?“
„Er ist nicht mein Freund. Wir können uns nur gut leiden.“
„Aber sicher“, sagte Shaodin lächelnd.“


22.Kapitel

„Ich befürchte er ist unter den Opfern.“
„Nein, das ist nicht möglich. Das glaube ich einfach nicht. Ich bin ganz allein.“
Die Göttin verzog die Lippen zu einem schmollenden Ausdruck.
„Ganz allein würde ich nicht sagen. Es sei den meine Gesellschaft behagt dir nicht?“
Fa wusste, dass man eine Göttin nicht reizen sollte. Er nahm ihre Hand in die Seine und hauchte ihr einen Kuss auf den Handrücken.
„Keineswegs, meine Herrin. Ich fühle mich bei euch sehr wohl.“
„Wir sollten uns aufmachen. Hier gibt es nichts mehr zu tun. Begleite mich nach Terrafu.“
„Was werde ich dort finden?“
Die Göttin berührte seine Wange. Ihre Finger waren kalt. Fa jagte ein Schauer über den Rücken.
„Du wirst dort zur Ruhe kommen und deine Sinne werden betört werden. Es wird dir gefallen.“


23.Kapitel

„Lass mich es zu Ende bringen.“
Das war alles woran er noch denken konnte, bevor er in die Dunkelheit gerutscht war. Doch wer war er? Gierige Klauen griffen nach seinem Körper. Er hörte das Reißen von Fleisch und seine eigenen Schreie als aus seinem Blut eine Unzahl von Dämonen hervor kroch.

Leys erwachte auf einem Lager aus Kissen und Decken. Schweiß perlte in feinen Bahnen sein Gesicht hinab. Ein Traum. Es war nur ein Traum gewesen. Neben seinem Bett stand eine Schale mit Wasser. Er tauchte die Finger hinein und benetzte sich damit, dass erhitzte Gemüt. Als sein Blick einen Spiegel streifte schrie er noch einmal auf. Sein Herz raste. Der Puls kaum noch zu messen.
Eine fremde Erscheinung starrte ihn an.
„Wer ist da?“

*

„Es freut mich dich wach zu sehen, junger Mann.“
„Diese Stimme“, ging es Leys durch den Kopf. Laut fügte er hinzu: Du bist die Stimme die ich unten im Abgrund gehört habe.“
Die Gestalt nickte.
„Gestatte mir, mich in deiner Welt zu zeigen.“
Leys verschränkte die Arme vor der Brust.
„Warum nimmst du mich nicht noch einmal als deinen Wirt? Tu dir keinen Zwang an.“
Die Erscheinung schüttelte traurig den Kopf.
„Leys, es tut mir leid. Aber ich durfte nicht zögern. Nicht noch einmal. Darf ich mich zeigen?“
„Wozu?“
„Um zu reden. Um dir alles zu erklären.“

„Danke, aber ich habe von Erzählungen die Nase voll. Jeder will mir eine andere Version seiner Geschichte weiß machen. Kommst du mir jetzt auch noch mit einer Story von der bösen Blutgöttin.“
„Tira war eine missverstandene Person.“
„Woher willst du das wissen?“
„Weil ich es bin.“


24.Kapitel

Shaodin ging neben Fa her. Sie roch an den Blumen die überall wuchsen.
„Wie kommt es, dass alles auf einmal so hell ist? Wo ist der Abgrund?“
„Eine Täuschung“, sagte die Göttin kichernd. Eine von vielen die Fi´ita gesponnen hatte. Wir Göttinnen neigen zu Scherzen. Was sollen wir auch sonst tun, wo wir doch ewig leben?“
„Ich möchte gar nicht ewig leben.“
Shaodin sah ihn erschrocken an.
„Natürlich willst du es. Jedermann wünscht sich ewiges Leben. Keine Angst vor Krankheiten und Schmerzen.“
„Fi´ita litt Schmerzen“, gab Fa zu bedenken. Sie war nicht unsterblich.“
„Doch war sie. Sie wurde von meinesgleichen verraten und ermordet. Der Mord an einer Göttin ist ein schweres Vergehen. Wir werden den Verursacher finden und bestrafen.“

*

„Und wenn der Verursacher ein Mensch ist?“
Die Göttin lachte kurz auf.
„Kein Mensch wäre zu so etwas in der Lage. Seien wir mal ehrlich. Sterbliche sind schwach. Sie leben in ihrer eigenen kleinen Welt.“
„Sie halten dich und deinesgleichen am Leben. Ohne den Glauben hättet ihr keine Daseins…“
Shaodin wirbelte herum und packte Fa an der Kehle. Sie drückte leicht zu. Doch was den Exdämon am meisten ängstigte war ihr Gesicht. Es war emotionslos und kalt.
„Nimm diese Worte nie mehr in den Mund. Die Götter sind die Trennlinie zwischen der Ordnung und dem Chaos. Ohne uns würde die Welt zerbrechen.“
Die Göttin gab ihn wieder frei.

Fa hustete.
„Glaubst du eigentlich deine eigenen Worte?“
„Reiz mich nicht, Dämon.“
„Ich bin kein Dämon mehr, meine Herrin. Leys hat mir ein Leben gezeigt, dass auch ohne Blut zu trinken, schön sein kann.“
Shaodin trat näher an ihn heran und knabberte an seinem Hals. Dem Jüngling wurde es heiß und kalt.
„Dann lass mich dir auch etwas Schönes zeigen. Meine Welt wird dich erfreuen.“


25.Kapitel

Leys begriff die Worte nur langsam. Stück für Stück fügte sich das Puzzle zu einem großen Ganzen zusammen.
„Du lebst?“
Tira stieß einen heiseren Laut aus.
„Leben würde ich das nicht nennen. Ich treibe zwischen den Zeiten umher. Durch meine Selbsttötung habe ich mein Recht auf ewiges Leben verwirkt.“
„Dann hast du dein Volk also doch geliebt.“
„Lass mich zu dir, Leys. Wir haben zu reden.“

„Meinetwegen. Aber keine Tricks mehr.“
Die Gottgöttin trat aus dem Spiegel heraus und setzte sich vor Leys auf den

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