The Devils House
von
Anael
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Prolog
Aus den Askar-Chroniken
In einem Land weit entfernt, noch weiter entfernt als der Horizont, lebte einst ein stolzes und fortschrittliches Volk.
Sie verstanden sich meisterhaft auf die Kunst des Bauens, denn ihre Bauten ragten bis in den Himmel hinauf und die Maschinen die sie schufen trugen sie auf geebneten Straßen bis in die entferntesten Winkel ihres gewaltigen Landes.
Auch waren sie Meister der Zauberkunst und was ihre Maschinen nicht verrichteten, das erledigten die Zauberformeln ihrer Magier.
Doch all ihr Wissen und ihr Können machte die Menschen übermütig und selbstgefällig.
Schon immer war es ihnen ein Dorn im Aug, dass sie trotz ihrer Fähigkeiten doch immer der Macht der Elemente unterworfen waren und sie ersannen einen Plan um dies zu ändern.
Ihre mächtigsten Magier sponnen gewaltige Zauber und es gelang ihnen schließlich die Macht der Elemente in vier menschlichen Körpern zu bannen.
Mit der gebannten Macht der Elemente wurden sie nur noch hochmütiger und bald war die Luft geschwängert von den Gasen ihrer Maschinen und der Boden starb unter dem Gewicht ihrer ständig wachsenden Städte.
Die Pflanzen mussten ihren Bauten und Straßen weichen und die Tiere verstummten, aus Angst ihre Anwesenheit zu verraten.
Die Wasser trübten sich und das Leben in ihnen verschwand.
Und die Elemente, durch die Zauber der Menschen an ihren Willen gebunden, mussten dem Sterben stumm zusehen.
Der Übermut der Menschen erzürnte schließlich Jah'ron, den Schöpfer des Landes Askar, des ursprünglichen Landes bevor den Menschen das Leben eingehaucht worden war und er entsandte die Dämonen der Unterwelt um die Städte der Menschen zu zerstören und ihre gesamte Existenz auszulöschen, als Strafe für ihren Hochmut.
Angeführt wurden sie vom Dämonenfürsten, dem Sohne Jah'rons und als die Legionen der Dämonen und Untoten über Askar hereinbrachen ward aus dem Lande der Menschen eine verbrannte Wüste.
Wie ein gewaltiger Sturm rasten sie über das Land und färbten die Erde rot mit dem Blute der Menschen und die Asche der brennenden Städte verdunkelte die Sonne.
Doch die Menschen nahmen die Strafe Gottes nicht einfach hin.
Drei der in ihrem Dienst stehenden Elemente woben mächtige Schutzwälle um die letzten verbliebenen Städte um so die völlige Vernichtung abzuwenden.
Doch das vierte Element, das Feuer in Gestalt einer jungen und schönen Frau, war eine Kriegerin und sie ward auserwählt das letzte große Menschenheer gegen die Dämonen zu führen.
Als nun die letzte, alles entscheidende Schlacht statt finden sollte, traf das Heer der Menschen auf eine Übermacht und doch wich die mächtige Kriegerin keinen Schritt zurück.
Die Erde erzitterte als die Heere aufeinander prallten und auf ihrem imposanten, nachtschwarzen Schlachtross kämpfte sie sich gnadenlos und unnachgiebig ihren Weg durch die Reihen der Dämonen.
Die Schlacht dauerte viele Stunden und beide Seiten erlitten schwere Verluste.
Als sich die Kriegerin und der Dämonenfürst endlich gegenüberstanden, erreichte die Schlacht ihren Höhepunkt.
Der Kampf war hart und erbittert und beide trugen schwere Verletzungen davon und doch gelang es der Kriegerin schließlich den Dämonenfürsten zu entwaffnen und nieder zu werfen.
Doch sein Leben verschonte sie.
Gerade als sie ihm den Rücken zuwandte, ergriff der Dämon erneut sein Schwert und stürmte unter zornigem Gebrüll auf sie zu.
Die Kriegerin wandte sich nur stumm zu ihm um und beide durchbohrten einander im selben Augenblick.
Lange blieben sie so stehen, während die Schlacht um sie herum erstarrte.
Was dann geschah ist den Überlebenden nur noch schemenhaft in Erinnerung geblieben.
Eine gewaltige Feuersäule soll die Kriegerin und den Dämonenfürsten umfasst haben und jeder Dämon der auf Erden wandelte soll gleichermaßen von einer Säule aus Feuer an Ort und Stelle gebannt worden sein.
Die Säulen erhellten die Nacht und tauchten den ascheverhangenen Himmel in ein bedrohliches, feuriges Orange.
Der Boden zu ihren Füssen ward zu Glas und unter ihnen grollten in weiter Ferne die Wellen eines endlosen Ozeans aus Dunkelheit.
Das Schwert, welches nicht den Körper des Dämonen durchbohrt hatte, rammte sie in den gläsernen Boden und unter ohrenbetäubendem Kreischen und Bersten zerbrach das Glas.
Unter Schreien und Wimmern stürzten die Dämonen in die Tiefe, der Boden ward wieder zu Erde und Gestein und die Dämonen waren nie wieder auf Erden erschienen.
Doch auch die Kriegerin verschwand in der Umklammerung des Dämonenfürsten und ward niemals wieder gesehen.
So endete die Schlacht zwischen Menschen und Dämonen und das Land entstand neu unter der Hand der Menschen, welche durch ihren Sieg bestärkt nur noch schlimmer auf die Natur einwirkten.
Die verbliebenen Elemente jedoch lösten sich aus den, vom Krieg geschwächten Händen der Magier und kehrten zurück zum Schöpfer Jah'ron in die Kaskadischen Ebenen, die kein Sterblicher je erreichen konnte.
Sie kontrollierten von dort die Kraft der Elemente in der Menschenwelt, mal zu deren Nutzen, aber viel häufiger zu deren Schaden und jenes war ihre Rache für den Hochmut der Menschen der sie ihrer Schwester beraubt hatte.
So ist es bis zum heutigen Tag und so wird es sein bis zu jenem Tag an dem die vier Elemente erneut vereint sein werden...
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Kommentare
Yasin schrieb am 2006-11-05 01:16:12:
Ja ähm meine bescheidene Meinung. ^^
Muss zugeben, dass ich ähnliches bisher nie gelesen hab. Also, sprich Fantasy etc.
Habe mir dein Prolog jetzt zwei mal durchgelesen, weil ich die Geschichte genau verstehen wollte. Das ein oder andere mal konnte ich nicht so gut folgen. Aber denke das lag an mir. ^^ Nehme an, dass Prolog für Vorgeschichte steht, bzw als Einleitung dient, Denke das ist dir gut gelungen. Fast schon filmreife Story bisher. Gefällt mir wirklich sehr gut. Nicht zu einfach gestrickt aber auch nicht unnötig in die Länge gezogen, bzw. es undurchsichtig gemacht. Also, "on-point", wie wir Köche sagen würden. ^^ Schön geschrieben. Man kann sich das hervorragend bildlich vorstellen.
Gute Namen die du den Personen etc gegeben hast.
Nach meinem Empfinden nimmt folgender Satz für einen kurzen Moment die Spannung, "Die Schlacht dauerte viele Stunden und beide Seiten erlitten schwere Verluste". Geht irgendwie zu schnell finde ich, nach dem es davor so schön aufgebaut wurde. ^^ Ähm ja :P Nur mal um auch wirklich kritisch zu sein, ^^ Mehr fällt mir nicht ein. Freu mich auf die Kapitel. Und Hut ab schonmal. -Sterne ^^
Lucie Harker schrieb am 2006-10-15 18:25:54:
Hi Anael!
Dein Prolog gefällt mir sehr gut und ich bin gespannt wie es weitergeht.
Dein Schreibstil gefällt mir. Du führst den Leser gut durch deine erschaffene Welt.
Ein großes Lob von mir und ich werde auch gleich weiterlesen!
Viele liebe Grüße
Lucie
Lexa schrieb am 2006-10-11 01:28:08:
Eine sehr gelungene, gut geschriebene Geschichte. LG Lexa
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