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Kategorien > Fantasy > Düsteres & Geheimnisvolles

The Devils House (1)

von Anael

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Kapitel 1/ erster Absatz

Dev erwachte ruckartig und fuhr sich mit beiden Händen seufzend über das schweißnasse Gesicht.
Heute waren es genau 50 Jahre und selbst jetzt plagte ihn dieser verdammte Traum noch.
Er hörte ihre Stimme noch in seinem Kopf widerhallen, wie einen bitteren Nachgeschmack den man nicht wieder loswurde: "Der Weg den du gingst war der Falsche, aber deine Zeit ist noch nicht gekommen."
Er glaubte beinah noch die erkaltende Berührung ihrer Hände auf seinen Wangen zu spüren.
"Kehr zurück nach Hause, Krieger! Kehr zurück und dreh dich nicht um!"
Er erinnerte sich wieder an den Ruck der seinen Körper durchfahren hatte als sie sich von ihm abstieß und das hässliche Geräusch als sein Schwert aus ihrem Körper glitt.
Ein harter Aufprall war gefolgt.
Unter der Glasbarriere auf der er gelegen hatte, hatte er sie in die Tiefe stürzen sehen, blutend, ihre Waffen fallen lassend und…lächelnd.
Dieses verdammte vergebende, fast liebevolle Lächeln!
Statt zu lächeln, hätte sie ihn lieber töten sollen!
So war ihm nicht mal die Schmach der Niederlage erspart geblieben.
Nur langsam und vor allem schlecht gelaunt kämpfte er sich aus dem gewaltigen Himmelbett und stand eine Weile unschlüssig herum, bevor er schließlich den Weg ins Bad einschlug.
Beim Duschen wurde er plötzlich nachdenklich.
Er hatte diesen Traum schon sehr lange nicht mehr gehabt.
Warum ausgerechnet heute Nacht?
Er bekam die Antwort schneller als er erwartet hatte und als ihm lieb war.
Noch während er sich abtrocknete, stand auf einmal Gavin in der Tür.
Sein ehemaliger Lehrmeister und heute mit einer seiner engsten Vertrauten bedachte ihn kurz mit einem finsteren Blick und sagte dann kurz angebunden: "Zieh dir was an und dann komm! Es gibt da etwas das du dir ansehen solltest!"
Dev zögerte und betrachtete Gavin nur missmutig.
"Was ist denn schon wieder?"
"Das wirst du schon sehen. Mach hin jetzt!"
Sein Ton gefiel ihm zwar gar nicht, aber Dev befolgte die Anweisung trotzdem, wenn auch ziemlich lustlos.
Gavin hatte es augenscheinlich verdammt eilig, denn er wartete bereits vor einem schwarzen Tor, als Dev noch dabei war sich das schwarze Seidenhemd zuzuknöpfen.
Das Tor wirkte alles andere als einladend wie es so groß, rund und alles Licht förmlich aufsaugend mitten im Raum hing, wie ein Loch in Raum und Zeit das nirgendwo hinführte.
Tatsächlich diente es jenen die vermochten eines zu öffnen als "Abkürzung".
Sie landeten im Hochsicherheitstrakt der Krankenstation und mit einem ersten Anflug von Unbehagen registrierte er, dass er mit Calvin, Dragoran und Mithraik den Rest seiner ehemaligen Lehrerschaft vorfand.
Sie nahmen in voller Breite den Flur ein und alle schauten sie gebannt auf ihn als wären ihm über nacht Fühler am Kopf gewachsen.
"Was zum Henker ist denn hier los?"
Er las in jedem einzelnen Gesicht die Ratlosigkeit.
Von ihnen würde er keine Antwort erhalten.
Passend zu dieser Feststellung kam dann auch noch die Bemerkung Calvins: "Am besten ist es wohl wenn du es dir selbst ansiehst."
Mit einer leichten Kopfbewegung wies er auf die große Glasscheibe die einen Blick in das dahinter liegende Krankenzimmer bot.
" Herrgott nochmal…", grummelte Dev leise vor sich her als er vor die Scheibe trat und noch im selben Augenblick blieb ihm eine weitere ärgerliche Entgegnung im Halse stecken.
Er sah die Gestalt in dem Bett, aber sein Verstand weigerte sich einige endlose Minuten lang ihre Anwesenheit wirklich anzuerkennen.
Die schwarzen, über die Schultern hinaus fallenden Haare, die helle, fast marmorne Haut, die fein geschnittenen Gesichtszüge…das war sie, das war ganz eindeutig sie!
Aber das konnte nicht sein!
"Das ist völlig unmöglich! Das ist…das…ist…"
"Unglaublich?", half ihm Mithraik nüchtern weiter.
Mehr als ein abwesendes Nicken brachte Dev nicht zustande, während seine Augen unablässig an dieser Gestalt klebten, die einfach nicht hier sein durfte.
"Wie kommt sie hier her?", flüsterte er tonlos.
"Keine Ahnung."
"Ist sie ansprechbar?"
"Keine Ahnung."
"Lebt sie denn überhaupt noch?"
"Keine Ahnung."
"Was wisst ihr überhaupt?", entgegnete Dev jetzt merklich gereizt.
"Von ihr? Nichts!"
Dev warf Dragoran einen flüchtigen, aber genervten Blick zu.
"Bevor ich hier noch länger Rätsel raten spiel, geh ich selber nachsehen was mit ihr ist, und wenn sie noch lebt, bekommt sie nen Tritt in den Arsch!"
Damit riss er die Tür zu dem Zimmer auf und stapfte auf das Bett zu.
"He…he du?", und er gab ihr einen solchen Schubs, dass sie fast aus dem Bett gerollt wäre.
Ihre Antwort war ein leises missmutiges Grummeln, mehr aber auch nicht.
"Sie lebt auf alle Fälle noch!", stellte Mithraik gewohnt nüchtern fest.
"Nicht mehr lange!", und Dev wollte sie mit einem weiteren Schubs endgültig aus dem Bett befördern, als ihre linke Hand plötzlich vorschnellte und ihn am Handgelenk packte.
"Das möchte ich dir nicht raten wenn du an dieser Hand allzu sehr hängst, Dämon!", erklärte sie ruhig.
"Ich geb sie gern her wenn ich dich vorher damit erwürgen kann.", erwiderte Dev grimmig.
"Dir hat ein Mal Prügel wohl nicht gereicht, was? Du bettelst ja geradezu um ein zweites Mal."
Über Devs Kopf schien eine fast greifbare Gewitterwolke Blitze zu spucken und die Ader an seiner Schläfe begann vielsagend zu pochen, doch bevor er etwas zurückfauchen konnte zog sie ihn unvermittelt so dicht an sich, dass ihr Atem warm über seine Wange strich.
"Lass mich schlafen!", flüsterte sie ruhig, aber bestimmt.
"Das ist mein Eigentum in dem du da schlafen willst!"
"Jetzt nicht mehr! Ich hab dieses Bett sozusagen okkupiert und jetzt hör auf hier so rumzunörgeln! Hast du eigentlich auch nur die leiseste Ahnung wie schwer es war euch allesamt hier zu bannen damit ihr nicht in euer eigenes Verderben rennt? Wenn ich euch hätte töten wollen, hätte ich es damals getan! Wie du siehst lebt ihr aber alle noch und das nicht mal schlecht! Also lass mich jetzt gefälligst schlafen! Ich, bin, müde!"
Ihm fiel keine gescheite Antwort ein und so starrte er nur stumm und unschlüssig in ihre grünen, von Erschöpfung gezeichneten Augen.
"Deine Zeit ist noch nicht gekommen!"
Die Worte die sie damals gesagt hatte, hallten wieder durch seinen Kopf.
Noch einen Moment betrachtete er dieses seltsam vertraute Gesicht, ließ dann aber schließlich schweigend von ihr ab.
Sie drehte sich auf die Seite und schlief augenblicklich wieder ein.
"Fragt sich wer hier den Arschtritt bekommen hat."
Dev bedachte Calvin mit einem scharfen Blick, erwiderte aber nichts.
"Was machen wir jetzt mit ihr?"
Dragoran wies mit einem fragenden Blick seiner haselnussbraunen Augen auf ihre schlafende Gestalt und warf denselben Blick dann Dev zu.
"Wir lassen sie schlafen."
Und sie schlief sehr lange, drei Wochen und vier Tage genau und nichts und niemand war in der Lage sie aufzuwecken.
Sie sah fast aus wie tot, so reglos lag sie da, ohne einen Laut von sich zu geben und alles was

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Kommentare

Lexa schrieb am 2006-10-15 20:08:53:
Hatte gerade einen riesigen Spaß, beim Lesen der Geschichte, musste lauthals lachen. An welcher Stelle? Egal, freu mich auf die nächste Runde. LG Lexa
Lucie Harker schrieb am 2006-10-15 18:34:08:
Hallo!
Sehr gut, mehr kann ich nicht sagen. Bin gespannt, wie es weitergeht. Ich hoffe, du lässt nicht zu lange auf dich warten!
Viele liebe Grüße
Lucie

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