The Devil's House (2)
von
Anael
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Kapitel 2
Erster Absatz
Crow bezog ein geräumiges Zimmer gegenüber von Devs Gemächern und lange sah man nichts von ihr.
Das Einzige was den Leuten auffiel, war die unnatürliche Wärme die auf den endlosen Flur hinausstrahlte.
Als den Bediensteten die unheimliche Hitze zu seltsam wurde, traten sie an Dev heran.
Doch erst als ihr unablässiges Bitten doch nach dem Rechten zu sehen, ihm auf die Nerven zu gehen begann, erklärte er sich bereit nach ihr zu schauen.
Gleich sieben der etwa eintausendfünfhundert Angestellten umringten ihn und verfielen in zweifelndes Gemurmel als auch nach mehrmaligem Klopfen kein Laut aus dem Zimmer drang.
Das Gemurmel wurde lauter, je länger sie unschlüssig vor verschlossenen Türen standen und Dev musste es schließlich mit einer herrischen Geste zum Verstummen bringen.
"Na schön, wenn sie nicht freiwillig aufmacht, dann geh ich eben so rein. Immerhin ist es noch mein Haus soweit ich weiß.", und mit einem genervten Blick legte er die rechte Hand auf eine der beiden gewaltigen Türen.
Doch kaum hatte er sie einen Spalt breit geöffnet, ließ die entweichende Hitze die Zustände im Raum erahnen.
Die Bediensteten wichen erschrocken einige Schritte zurück und auch Dev zögerte.
Nach einem kurzen Moment in dem er sich innerlich gegen die zu erwartende Hitze gewappnet hatte, öffnete er die Tür ganz, schloss sie aber sofort wieder hinter sich um das Zimmer vor den neugierigen Augen der Diener zu verbergen.
Die Temperatur war hart an der Grenze des erträglichen und auch nach längerem Suchen konnte er die Quelle dafür nicht ausfindig machen.
Das Feuer im Kamin war etwas größer als normal, aber bei weitem nicht stark genug um solch eine Hitze zu erzeugen.
"Crow?"
Er sah sich suchend, auf eine Antwort wartend um, doch erst sein zweites Rufen war von Erfolg gekrönt.
Vom Bett her ertönte das leise Rascheln des Bettzeugs und gerade als er sich in Bewegung setzen wollte, drang ihre Stimme zwischen den leicht durchscheinenden, weißen Vorhängen hervor: "Du solltest nicht näher kommen! Ich glaube nicht, dass du soviel Hitze abkannst. Bist ja mehr ´ne kleine Eisprinzessin."
Sein Blick verfinsterte sich und eine leichte Verärgerung stieg in ihm auf.
Trotzig stolzierte er auf sie zu und obwohl er es bei jedem Schritt mehr bereute, hielt er erst direkt vor dem ausladenden Bett an.
Die flammende Hitze hier machte das Atmen fast unmöglich und der Schweiß der ihm wie kleine Flüsse aus jeder Pore rann brachte auch keine merkliche Abkühlung.
"Na, zu warm?"
Ihr spöttisches Grinsen schürte nur noch mehr den Zorn in ihm.
"Nein, keineswegs.", erwiderte er betont nüchtern, doch die Worte konnten nur schwer darüber hinwegtäuschen, dass er sich vorkam wie auf einem Scheiterhaufen.
"Selbst hier komme ich nicht dazu, in Ruhe meine Kräfte zu sammeln.", seufzte sie und setzte sich, die leichte Seidenbettdecke wegschiebend, auf.
Er ließ sich auf der Bettkante nieder und musterte sie einige Zeit erstaunt.
Einerseits wegen ihrer Worte, andererseits wegen ihrer Kleidung.
Die schwarze Schlafanzughose aus Seide und das dazu passende Top wirkten an ihr irgendwie seltsam.
Wegen der Hitze auf alle Fälle, denn während er sich am liebsten die Klamotten vom Leib gerissen hätte um seinem Körper wenigstens ein wenig Abkühlung zu verschaffen, schwitzte sie nicht einmal.
Vielmehr als das erregten aber die weißen Teddybären, die Top und Hose zierten, seine Aufmerksamkeit.
Als sie sich mit dem Handrücken auch noch verschlafen das linke Auge rieb konnte er nicht mehr anders.
Seine Verärgerung verschwand und er begann plötzlich sie auf eine seltsame Art und Weise niedlich zu finden.
Er versuchte das zärtlich aufkeimende Gefühl der Zuneigung niederzukämpfen indem er sich auf ihre Worte zu konzentrieren versuchte, doch es gelang ihm nur schwer.
"Du brauchst diese Hitze um deine Kräfte zu sammeln?"
Sie lachte kurz und freudlos.
"Diese Wärme reicht gerade aus, um mich bei Kräften zu halten. Um meine Macht voll zu sammeln bedarf es einer Feuersbrunst."
Eine seiner Brauen hob sich kritisch, sie bemerkte es und lächelte amüsiert.
"Keine Angst, ich werde keinen Großbrand verursachen. Du kannst weiterhin ruhig schlafen."
"Mit dir will ich schlafen!"
Er ohrfeigte sich innerlich für diesen Gedanken.
Was war denn das?
Hatte er das gerade wirklich gedacht?
Er würde doch diese Frau nicht anfassen!
Dieses freche, vorlaute Biest das an all seinem Unglück Schuld war!
Er war froh wenn er sie wieder los war!
Er hätte nichts dagegen gehabt wenn sie auf der Stelle tot umgefallen wäre!
Sie war schuld daran, dass in seinem Land Krieg herrschte, dass der Sohn den Vater erschlug, Kinder zu Waisen und Frauen zu Witwen wurden!
Er würde für die Ursache allen Übels keine Zuneigung entwickeln, geschweige denn es anfassen!
Entweder war sie doch nicht in der Lage seine Gedanken zu lesen oder sie ließ es sich nicht anmerken, auf alle Fälle zeigte keine Regung in ihrem Gesicht dass sie wusste was in ihm vorging.
"Ich hab Hunger! Was gibt's zu futtern?"
Der plötzliche Themenwechsel riss ihn aus seinen Gedanken und er erwiderte nur abwesend: "Nun, das Frühstück hast du verpasst und bis zum Mittag sind es noch ein paar Stunden."
Sie machte ein enttäuschtes Gesicht und bevor er selbst registrierte was er da von sich gab fügte er freundlich hinzu: "Naja, wir finden in der Küche vielleicht was zu essen für dich."
Wieder setzte es innerliche Ohrfeigen.
Jetzt hatte er sich diesen Quälgeist auch noch selbst aufgeladen.
Seine Dummheit kannte heute irgendwie keine Grenzen.
"Supi. Ich geh nur schnell duschen.", und sie sprang freudestrahlend auf und lief quer über das Bett Richtung Badezimmer das nur einige Schritte entfernt, links vom Bett lag.
"Lass dir Zeit." rief er ihr leise seufzend hinterher, aber da war sie schon längst im Bad verschwunden.
Duschen, das war eine gute Idee.
Er zog mit spitzen Fingern das schweißnasse T-Shirt von seiner Brust und runzelte unwillig die Stirn als der Stoff mit einem leisen, feuchten Geräusch zurück auf seine Haut klatschte.
Er würde auch eine Dusche brauchen, soviel war sicher.
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Kommentare
Lexa schrieb am 2006-10-21 06:27:51:
Wow, so wird mir mal das Aufstehen versüßt, da leg ich mich gleich wieder nieder, aber halt, ich glaub hab was zum Essen gefunden, derHunger geht vor *g*. LG Lexa
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