The Gypsy / Die Zigeunerin
von
Master of Dreams
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Hans Gabriel
The Gypsy
Die Zigeunerin
Kurzgeschichte
© By H. G. 2009( master of dreams)
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Still saß ich auf dem bequemen Stuhl vor ihr, einer Zigeunerin. In einem schwacherleuchteten Hinterzimmer eines Ladens für Esoterik, Ritualbedarf und Wahrsagen, der nur wenige Meter von diesem Rummelplatz entfernt, nicht weit vom Hafen stand. In meinem Kopf trudelte es wie ein Karussell, immer im Kreis. Ich hatte ihr gesagt, dass die Liebe doch eine Schmerzhafte Sache sei. Die Zigeunerwahrsagerin schaute mich bestürzt an aus ihren kohlrabenschwarzen Augen, schaute wieder in meine Handfläche und nickte. Dann sagte sie, „ wenn du sie schon nicht Vergessen kannst dann versuche doch mit den Gegebenheiten klar zu kommen. Mein Gott was nützt dir der Alkohol mein Freund, er hilft dir auch nicht weiter. Siehe selbst wie weit du es gebracht hast. Du sagst keiner liebt dich, keiner mag dich. Ich sage dir du hat alle vertrieben, vergrault mit deiner bissigen gemeinen Art. Allein wirst du bleiben, einsam ohne Kinder, ohne Familie, ohne Partner.
„ Hör mir, hör mir einfach mal zu du, du, ach egal, hör einfach zu“, sagte ich angeheitert zu ihr.
Ein plötzlich aufkommendes Gefühl als sollte ich ihr alles erzählen drängte mich nun.
Dann…
„Gut, erzähl mir was du auf dem Herzen hast wenn es dich erleichtert. Es tut manchmal gut wenn einer zuhört, na los“, sagte sie mit sanfter ruhiger Stimme zu mir.
„Okay.“
„Vor einem Jahr war ich noch verheiratet gewesen, mit ihr. Sie war schön. Blond, drall, guten Sex, alles gut. Ich, ich sehe sie vor mir, schwarze Seidenunterwäsche, Kerzenlicht, Champagner, alles gut. Alles okay, auch der Job.“
„Keine Sorgen?“ fragte sie.
„ Nein keine.“
„ Es lief einfach alles wie geschmiert, ohne Probleme ja wir waren sogar sehr, sehr glücklich zusammen. 12 Jahre lang.“
„Mit andern Worten ihr habt euch geliebt, ich behaupte sogar, dass du sie sehr geliebt hast.“
„ Ja. Dann kam der Absturz. Meine Firma Konkurs. Scheidung. Zusammenbruch, Klinik.“
„Ich glaube sie hat nur dein Geld geliebt nicht dich“, sagte sie nachdenklich.
Jetzt unter brach sie mich immer öfters. Was wollte sie wohl damit bezwecken? Noch konnte ich mir keinen Reim darauf machen, aber ist mir auch egal. Ich griff in die Manteltasche nach meiner Flasche Whisky und wollte gerade einen kräftigen schlug nehmen, als ihre Hand die meine fest hielt.
„ Willst du, dass du hier noch ein Opfer der Ganoven wirst, die sich hier in der Gegend herumtreiben“, fragte sie. „ Wenn ja dann ist mir das egal.“
„Ich weiß wann ich genug habe, also was soll das ganze Theater. Ich sage dir nach dem ich Alkohol getrunken habe geht es mir vorübergehet etwas Besser.“
„ Ist nur Einbildung mein lieber.“ Weiter sagte sie, „ aber das ist doch auf Dauer keine Lösung, oder was meinst du?“
„ Meine Liebe, ich wollte von dir nur die Zukunft Vorausgesagt bekommen, aber keine Moralpredigt.“
„Na und, ist das so schlimm, ich möchte dir ja nur helfen. Ein wenig jeden falls. Falls es dir recht ist.“
„ Schon gut, schon gut, Verzeih mir war nicht so gemeint. Reden wir also weiter über mich. Das heißt wenn du willst.“ „Ich darf doch Du sagen?“
„ Natürlich. Und du sollst auch weiter erzählen. Ich bin zwar eine Wahrsagerin, aber ich kann auch zuhören, wenn es drauf an kommt. So kann ich in die Tiefen der Seele eines Menschen hineinsehen und klarlegen wie er sich helfen kann.“
„Was du ja noch tun wirst, wenn ich zu Ende erzählt habe. Nicht wahr.“
„Ja.“
Die Hand, die, die meine festhielt löste sich mit einem male und ich nahm einen kräftigen Schluck aus der Flasche. Für einen kurzen Moment wurde ich wieder hellwach. Es funktionierten all meine kleinen grauen Zellen wieder. Ich weiß ja, ja alles nur eine Art Einbildung, dass unter diesen Umständen sich die Zunge schneller löst. Trotzdem, ich erzählte ihr die eine Geschichte von meiner Verflossenen Liebe Petra in diesem momentanen trügerischen Wohlbefinden.
„ Pass auf meine liebe…; Ich hatte mich soweit wieder gefangen. Verdiene jetzt bei einer Zeitung durch Kurzgeschichten und einigen Kommentaren wieder gutes Geld. Aus dem Restvermögen was mir noch geblieben war nach dem ich alles bezahlt hatte erhielt sie die Hälfte. Aber ich fand bald heraus, dass sie auf großen Fuß lebte und Schulden gemacht hatte. Und so kam es…
Ich bin eines Abends zu Hause da klingelte das Telefon. Es war Petra. Ich dachte das darf nicht wahr sein. Das ist ein Alptraum.
„Hallo Lucas“
„Hallo“
„Mein Schatz, ich vermisse dich.“
„Ich weiß, du brauchst Geld“
„Du bist gemein.“
„Bitte lass mich in Ruhe.“
„Lucas bitte.“
„Was willst du von mir?“
„Ich will dich sehen. Heute.“
Mir war klar, sie brauchte Geld. Wenn Petra Geld brauchte, dann rief sie mich an. Ich hasste das. Ich hasste das weil ich ihr hörig war. Verdammt hörig.
„Also hör zu, du kleines Flittchen…“
„ Lucas bitte.“
„Also gut.“
Klar sie hatte gewonnen. Wie immer. Kein Kunststück. Beim meiner Einsamkeit. Meiner ewigen Abstinenz. Ich ging ins Bad, duschte mich, sprühte mich mit Rasierwasser zu. Hm… wozu, du Idiot? Ich kannte sie. Das was dann unwiderruflich sowieso passieren wird. Sex mit ihr, dann gebe ich ihr das Geld, die verdammten fünfhundert Mark. Hätte sie sowieso gekriegt, aber sie wusste genau das ich sie noch liebte. Verdammt, verdammt, verdammt. Ich schlug mit der Faust gegen die Wand. Mein Nachbar reagierte nicht. Hatte wohl Ausgang heute. Der lustige Witwer.
Ich stellte den CD-Player an. Sanfte Music ertönte. Legte mich aufs Sofa, und zündete mir eine Marlboro an.“
„Trinken, Rauchen, meist du das, das dein Körper auf dauer aushält. Nun du musst es ja wissen. Willst wohl wieder in die Klinik“, warf die Zigeunerin ein. „Trotzdem, bei allem Respekt was du durchgemacht hast ist das nicht gut.“
„Okay, aber wenn ich mich zugrunde richten will, dann ist das schließlich meine Sache, oder.“
„Rege dich nicht auf mein lieber, erzähle weiter.“
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Es war ihre Stimme, ihre sanfte Stimme die mich wieder beruhigte.
Mit einem kurzen Blick schaute ich zum Fenster hin, in dem sich der Lichtschein einer Kerze wiederspiegelte, die auf dem Tisch stand an dem wir saßen. Es war dunkel und windig geworden. Einige Gäste verließen die gegenüberliegende Hafenkneipe mit hochgeschlagenen Jackenkragen. Ich überlegte wie ich hierher in das abgelegene Hafenviertel gekommen bin. Ich wusste nur das ich den Rummelplatz verlassen hatte um in Richtung Taxi zulaufen. Das wusste ich noch. - Einen Moment war ich noch still. In Gedanken dachte ich, was hat dich eigentlich hierher zu ihr getrieben. Wieso erzählst du ihr das alles. Ich gab dem Momentan etwas
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