Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Love Story´s > Emotionen

The Loveing II

von Sokudus

1 2

„ICH HASSE DICH!“

Noch mehr als der Schmerz, der von der Figur herrührte, die soeben seinen Kopf traf, schmerzten ihn diese Worte. Er taumelte zurück.


„Linda ich…warte doch mal kurz ich…“

Das junge Mädchen hatte tränen in den Augen, hielt ihr Shirt an ihren nackten Oberkörper gepresst und setzte ihre Versuche fort, ihn mit allen Gegenständen zu treffen, die sie gerade in Wurfreichweite hatte.


„WAS erlaubst du dir eigentlich, WIESO spielst du so mit mir, WAS soll das ganze?! ICH hätte dich JETZT gebraucht, WARUM bist du nie für mich da, wenn ich dich brauche?!“

Sie brauchte ihn jetzt…?
Er war nie da, wenn sie ihn brauchte…?
Wieso er mit ihr spielte…?
Das stimmte doch so nicht…


---------------------------------------------------------------------

Ungefähr 60 Minuten zuvor.

„Wohin gehen wir nun?“

Mit einem Lächeln auf den Lippen, das ihre höchste Glückseligkeit zeigte, hing Linda an Fabians Arm und sah zu ihm hinauf. Er blickte zu ihr hinab und lächelte ebenfalls.


„Ich dachte wir könnten noch irgendwo etwas trinken gehen? Vielleicht in dieses neue Kaffee in der zweiten Straße?“

Sie nickte nur und lächelte weiter, während sie den Weg betrachtete. Wie schön es geworden war. Anfangs hatte sie wirklich Zweifel gehabt, ob Fabian es ernst meinte. Auch die Warnungen von George hatten nicht dazu beigetragen, dass sie mit Fabian eine Beziehung anfangen wollte. Doch er war immer in ihrer Nähe gewesen, hatte sie beschenkt, hatte ihr eine richtige Aufwartung gemacht und hatte sich so ihr Herz erobert. Zwar kursierten Gerüchte über ihn, dass das alles nur Fassaden seien, die er aufbaut um Mädchen ins Bett zu bekommen, aber diesen Gerüchten schenkte Linda natürlich keinen Glauben.
Sie hatte Fabian als netten, zuvorkommenden Jungen kennen gelernt.
Und sie liebte ihn.
Blinzelnd, in Gedanken versunken sah sich Linda um.


„Das…ist aber nicht die Straße zu dem Kaffee, oder?“

Fabian grinste und nickte sacht

„Doch, dass ist eine Abkürzung, die ich kürzlich gefunden habe. Vertrau mir.“

Sie lachte nur leise und nickte. Sicher vertraute sie ihm. Sie liebte ihn. Und Liebe baute natürlich auf Vertrauen auf. Und wenn Vertrauen nicht gegeben war konnte man auch schlecht von Liebe sprechen. Es war ein Gefühl, dass sie so vermisst hatte. Nachdem sie Georg gesagt hatte, dass sie ihn nicht lieben konnte, da er ihr bester Freund war, hatte er alles nur erdenkliche versucht, ihr ein guter Freund zu sein. Dabei war er nie aufdringlich gewesen, oder bevormundend. Doch als sie anfing, sich mit Fabian zu treffen, hatte er alles versucht sie davon zu überzeugen, dass Fabian schlecht für sie sei.

Dieser dumme Junge, dachte sie vergnügt, als sie mit Fabian in eine Gasse einbog.
Schlagartig wurde es dunkler. Die großen Häuser ließen kein Sonnenlicht in die Gasse.

Zum ersten Mal, seit sie sich mit Fabian traf wurde sie unruhig, sie blickte sich um…diese Gasse war ihr unangenehm.


„Fabian...bist du wirklich sicher dass dieser Weg….Fabian?“

Er grinste sie an. Das furchterregendste Grinsen, was sie bisher bei ihm gesehen hatte. Seine Augen schweiften über sie, als würden sie sie ausziehen und seine Zunge strich lüstern über seine Lippen. Er zog sie an sich und versuchte sie zu küssen. Seine Hand glitt schnell über ihren bauch, über ihr Shirt und unter ihren Rock.

Ekel breitete sich in Linda aus und sie drehte sich von ihm weg, stieß ihn weg und taumelte zurück.

„Fabian, was soll das?! Was machst du da?“

Fabian wischte sich grinsend über die Lippen und steckte die Hände in die Hosentasche.

„Ich habe mir schon gedacht, dass du kratzbürstig sein würdest, wenn es um das letzte geht, was du mir noch geben kannst. Ich dachte mir schon, dass du mich abweisen würdest, aber wusstest du, dass ich sehr ungehalten werde, wenn mich jemand abweist? Los Jungs! Ihr könnt ran!“

Neben Fabian traten zwei Gestalten aus dem Schatten…sie kannte diese Typen aus der Schule. Sie standen immer Abseits von den anderen, waren üble Raucher und man sagte sogar, dass sie Drogen nahmen. Und mit solchen Leuten hatte Fabian Kontakt?
Hinter sich hörte Linda ein leises, grausames Lachen…und schon hielten sie 4 Hände von hinten fest.
Sie schrie, sie schrie ihre Angst hinaus. Sie wand sich unter den Händen, die sie packten und berührten. Ihre Angst war fast Greifbar…
Warum? Warum tat ihr Fabian so etwas an…sie liebte ihn doch, liebte er sie nicht? Warum nicht…was hatte sie falsch gemacht?


„Hilfe….Hilfe…hilfe…“

„Du kannst so lange herumschreien wie du willst, hier wird dich niemand hören, wir sind so weit von der Straße und jedem Geschäft weg, dass deine Schreie einfach verhallen…“

Fabian lachte laut und dreckig.
Doch nur kurz, denn eine schnelle Faust aus dem Schatten traf seine Wange und ließ ihn ohne Umschweife zu Boden gehen. Die anderen hielten in ihren Bewegungen inne und starrten zu dem jungen Mann, der aus dem Schatten hervortrat, auch Linda sah zu diesem…und Tränen traten in ihre Augen.


„Georg“

Georg ballte die Faust und sein Gesicht war Wutverzerrt.

„Wenn ihr nicht sofort eure Hände von ihr nehmt, schwöre ich euch, sterbt ihr alle…!“

Auch wenn sie in der Überzahl waren, ließen sie Linda los und traten zurück. Der Schlag, den Georg Fabian verpasst hatte, war überzeugender gewesen als alle Versprechungen, die Fabian ihnen gemach hatte.

Als sie alleine waren…und nur Fabian noch wie leblos auf der Erde saß, brach Linda zusammen und weinte. Sie weinte stark, ihre Wangen röteten sich, ihr Körper zitterte und nahm die Jacke, die Georg ihr über die Schultern warf gar nicht mehr wahr. Auch nicht, wie er sie sanft hochhob und mit ihr diese furchtbare Gasse verließ.


------------

Einige Minuten später in Georgs Wohnung.

„Ich wollte in das neue Café, weil du mir ja abgesagt hattest…als ich deine Schreie hörte.“

Georg setzte sich neben sie und gab ihr ein Glas Wasser. Wie schön er war, dachte Linda. Sie hatte niemals so richtig erkannt, wie attraktiv er war. Seine Grün-blauen Augen musterten sie besorgt und in ihnen war eine Liebe zu sehen, die Linda vollkommen missverständlich war. Sie spürte eine Sehnsucht in sich…eine Sehnsucht, die sich bisher bei niemandem gespürt hatte… außer bei ihm…


„Ich hole dir ein T-Shirt von mir…deins ist etwas zerrissen…“

Sie sah an sich herab. Tatsächlich, dass hatte sie gar nicht wahrgenommen.

Er nickte und stand auf, um ins Nebenzimmer zu gehen. Sie fummelte an ihrem Shirt herum und blickte ihm nach. Sie zitterte leicht und hatte einen Entschluss gefasst. Es dauerte nicht lange bis Georg mit einem T-Shirt wiederkam. Er reichte es ihr lächelnd und drehte sich dann weg, um ihr ein schnelles umziehen zu ermöglichen.
Sie blickte ihn an und zog ihr Shirt aus.


„Ich bin fertig.“

Sie erhob sich und ging auf ihn zu, als er sich zu ihr umdrehte. Sein Lächeln verschwand, als er sie sah und sie drückte sich an ihn sie streichelte seine Wange und nährte sich mit ihren Lippen nahe den

1 2

Kommentare

Lola-chan schrieb am 2006-10-26 17:54:47:
das ist super geschrieben! hast du gut gemacht so einfühlsam

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.