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Kategorien > Fantasy > Freundschaft

The Nightwaxs I

von Beachgirl

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Wenn es morgens um vier an der Haustür klingelt, ist das meist kein gutes Zeichen, viel mehr ein direkter Stoß in die Gefahr. Das schoss auch der Vierzehnjährigen Jymica durch den Kopf, als sie von klingelartigen Geräuschen aus dem Tiefschlaf gerissen wurde. Eine Weile lag das Mädchen mit geöffneten Augen auf dem Rücken, starrte zur Decke und bewegte sich nicht. Ihr Herz raste wild vor Angst. Was war geschehen, dass irgendjemand bei ihnen klingelte? Irgendeinen präzisen Grund musste es doch geben. Wer klingelt schon grundlos an der Haustüre, noch dazu mitten in der Nacht. Im Erdgeschoss wurde die knarrende Schlafzimmertür ihrer Eltern ruckartig geöffnet, darauf folgten Schritte. Leise seufzte das Mädchen. Eines ihrer Elternteile war ebenfalls wach geworden. Abermals klingelte es. 4,O1 Uhr las sie auf ihrem rötlich leuchtenden Wecker. Leises Murmeln drang zu ihr hinauf. Wer mochte das bloß sein? Ihre aufsteigende Angst wandte sich zur Unbehaglichkeit. Sie musste wissen, wer zu Besucher war. Beinahe geräuschlos rollte sie sich vom Bett und schlich zu dem offen stehenden Fenster, das sie wegen der Sommerhitze bereits vor dem zu Bettgehen geöffnet hatte und sah heraus. Ihr Blick fiel auf die ruhige, unbefahrende Straße, die grell von den Laternen erhellt wurde. Niemand war zu sehen. Keine Menschenseele! Das Mädchen beugte sich etwas weiter vor, um mehr sehen zu können .Der pfeifende Nachtwind erfasste ihr schönes ,dunkelblondes Haar ,das sich elegant in ihrem Nacken kräuselte und wirbelte es herum. Doch auch diesmal bemerkte sie niemand .Kopfschüttelnd trat sie vom Fenster weg und huschte zum Kleiderschrank. Ihre bloßen Füße sanken in den warmen, weichen blauen Stoff ihres Teppichs. Welch ein wohltuendes Gefühl. Einen Moment lang stand sie da, mit geschlossenen Augen. Ganz still und lauschende. Die Stimmen waren lauter und deutlicher geworden, wodurch das Mädchen nun endlich wusste, wer sich da unterhielt, mitten in der Nacht. Ihre Vater und Frau Scheidweiler ,die Mutter von ihrer besten Freundin Hanna seit Kindergartentagen. Dennoch war es Jymica schleierhaft. Freilich sollte Hannas Mutter sie zu Flughafen bringen, aber erst um halb acht. So war es vereinbart gewesen. Denn Hanna hatte mit dem Geld, das sie zur Kohnformation bekommen hatte, eine zweiwöchige Sommertour in ein Ferienlager auf Neuseeland geplant .Gemeinsam mit ihren Freunden Oliver ,Niklas und ihr, Jymica sollten dies die schönsten Wochen an den wundervollsten, weißesten Küstenstränden werden, die sie sich vorstellen konnten. Das hatte Hanna ihnen zumindest vorgeschwärmt, auch wenn Jymica nicht sonderlich viel von feinen Buchten und kilometerweiten Sandstränden hielt. Ob die Strände nun “gigantisch“ waren oder nicht, Hauptsache sie, die vier Freunde, waren zusammen. Das war das, was für sie viel zählte. Allerdings schien es mit der Planung Probleme gegeben zu haben.
Schnell streifte sie sich die Kleidung über, die sie bereits am Vortag habe zurechtlegen müssen und huschte dann auf leise Sohlen die Wendeltreppe hinunter zu ihren scheinbar besorgten Eltern. Für einige Minuten verbarg sie sich in dem Schatten, den die immer noch offen stehende Schlafzimmertür bot und verfolgte so gut es ging das Gespräch. Einfach aufzutauchen wäre töricht. Die Eltern würden sie zurück ins Bett schicken, wenn sie sich nicht geschickt in das Gespräch einfügen konnte. “.. Uta, es besteht bestimmt keine Gefahr. Mach dir keine Sorgen. Wieso sollte ausgerechnet ihr Flug...?“ entgegnete Jymica Vater in einem beruhigtem Tonfall. Allerdings schnitt ihm Uta, Hannas Mutter das Wort ab und meinte:“Das sagen sie alle, bis sie abstürzen. Wieso unser Flug...! Ich finde wir sollten der Warnung folgen. Das sind unsere Kinder. Sollte wir sie der Gefahr aushändigen !?“ Jymica erstarrte. Es ging scheinbar um ihre Sommertour. Aber was für eine Gefahr? Diese Antwort bekam sie zugleich geliefert. Ihr Vater räusperte sich und setzte zur Erwiderung an. “Ein Warnung aus den Medien. Dort machen die doch aus jeder Mücke gleich eine Elefanten. Ich glaube kaum, dass unsere Kinder durch die Unwetterwarnung gefährdet sind. Außerdem, was willst du daran ändern? Der Flug startet, auch wenn du dich beklagst, glaub mir. Und wenn du zum Flugpersonal gehst, sagen die mit höchster Wahrscheinlichkeit “Verehrte Madam, dann lassen sie Ihre Kinder halt zu Hause“ Den ist das doch egal. Und mit dieser Beschwerde würdest du unsern Kindern, ihre Träume zerstören. Sie haben sich so auf die Reise gefreut.“ Jymica Vater schüttelt heftig den Kopf. “Ich will nicht ständig hören wollen, dass wir es schuld sind, dass sie nicht gefahren sind“, fügte er leise hinzu. Das Mädchen lehnte sich unvorsichtig gegen die noch offen stehende Tür. Sie war zu müde um sich auf den Beinen zu halt. Plötzlich geschah es! Die Tür fiel mit einem lauten Krach ins Schloss und Jymica blickte zuerst ihren verwirrten Vater, dann Frau Scheidweiler an. “Wir fahren! Egal was passiert das haben wir uns geschworen“, verkündete sie müde lächelnd. Ratlos sah Hannas Mutter zu Jymica Vater herüber und nickte. Es war entschieden. Sie würden fahren, ob ihre Eltern sie daran hindern würden oder nicht. Seufzend klopfte Uta dem Mädchen auf die Schulter und murmelte:“ Hol deine Sachen. Wenn ich schon mal hier bin, kann ich dich auch gleich mitnehmen. Niklas und Oliver habe ich bereits abgeholt .Wenn ich sie jetzt um diese Uhrzeit zurückbringe müsse, würde ich nochmals die friedliche Ruhe der Nacht stören. Zudem wäre mir das entsetzlich peinlich. Mach dir keine Sorgen, Marcus“, meinte die Mutter ,als sie in das sorgenvolle Gesicht des Mannes blickte. Alles wird gut. Wenn wir am Flugplatz ankommen, besorg ich den Kindern etwas zu essen. Jymica, gehe jetzt bitte und hol deine Sachen“ Gähnend verschwand diese in ihrem Zimmer. Sie hörte nur noch die Stimme der Frau ,die sich wieder an den Vater gewandt hatte. Ist das wirklich ein gute Entscheidung...!?“, zischte sie . Auch das Mädchen überdachte dies. Wenn nicht, wären sie alle vier der gewaltsamen, unvorhersehbaren Natur ausgeliefert. Aber nun gab es kein Zurück mehr. Sie würden fliegen***

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