Time Steps - Legenden der Zeit (Allmachts-Zyklus ;
von
Leinad Linguisti
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Aus dem vierteiligen Allmachts-Zyklus wird der zwanzigbändige Ewiger-Held-Zyklus. Ein aufmerksamer Leser machte mich auf die Parallelen zum Nihilismus aufmerksam. Nachdem ich mich in diesen Thema ein wenig eingelesen hatte, war mir klar, dass dies unbedingt fortgesetzt werden muss. Interessenten finden die weiteren Bände natürlich wie immer auf www.Animexx.de
Und nun viel Vergnügen beim zweiten Teil des ersten Buches!!!
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11.Teil: Stimme des Nichts
I.
Die Welt war finster. Roland vom Zeichen des Nichts saß noch immer im Schneidersitz auf dem Boden. Er grübelte nach. Seine anfänglichen Zweifel wichen dem Gefühl der Angst. Er hatte geglaubt nur gegen einen Feind ankämpfen zu müssen, doch jetzt sah es so aus, als habe ihn die Nichtexistenz belogen.
„Antworte mir. Was erwartet mich?“
Roland fürchtete sich. Fürchtete sich davor, dass sie ihm nicht antworten würde. Doch das leise Wispern drang endlich an sein Ohr.
„Dich erwartet ein Kampf auf Leben und Tod.“
„Du hast mich belogen.“
II.
„Es tut mir leid, wenn du diesen Eindruck hast“, sagte die Stimme emotionslos. Ich habe dich zu nichts gezwungen.“
„Ich habe auf dein Geheiß hin gehandelt. Auf deinen Befehl hin.“
„Du bist noch nicht bereit, Roland. Ich kann dir nichts befehlen. Ich bin was ich bin. Ich bin nichts. Ohne jemanden der an mich glaubt, gehe ich ein. Es gibt keinen mehr der noch an mich glaubt. Meine Brüder haben es da einfacher. Ihr Wille ist pure Macht. Was sie wollen kriegen sie.
„Sind sie die Allmächte, sowie du eine bist?“
„Sie halten sich für jene Mächte die ewig sind. Doch sie sind nur Ableger ihrer Macht. Unreine Bosheit gepaart mit dem Gestank der schwarzen Magie. Ich habe keine Macht. Ich kann nur erwecken, was ihn Gläubigen vorhanden ist.“
III.
„Ich bin also der letzte Gläubige.“
„Du bist einer von vielen, die den Glauben verloren haben. Es wird der Tat kommen, da ein mächtiger Mann das Sein und alle seine Anhänger vernichten wird. Im gleichen Augenblick wird die Welt aufhören zu existieren.“
„Bin ich dieser Mann?“
„Nein, aber du bist auf dem besten Wege ein Stück von ihm zu werden.“
„Warum muss alles vernichtet werden?“
„Weil es der Wunsch aller ist. Allen Seins und allen Nicht-Seins. Wir leben durch den Glauben. Das Nicht-Sein ist eine Besonderheit, weil es schwerer ist sich zu etwas zu bekennen, was man nicht ist. Es wird Opfer geben und du wirst mich verfluchen, Roland. So wie mich alle verflucht haben.“
„Das glaube ich nicht. Ich habe dir Treue geschworen.“
Die Stimme kicherte, wie ein Kind.
„Warte es ab, mein Retter. Warte es ab.“
12.Teil: Das Herzlicht (4) – Erläuterungen
I.
„Deine Aufgabe wird es nun sein zu suchen.“
„Und wonach soll ich suchen?“
„Wonach dir ist. Ich kann dir keine Aufgaben diktieren. Dir keinen Weg aufzeigen, denn du zu gehen hast. Dein Herzlicht wird dich führen. Bewahre dir deinen Glauben. Erhelle die Welt damit und hüte dich vor Dolnar. Der Krieger der letzten Stunde ist ein Wesen des Seins, sollten sich eure Klingen kreuzen würde es dich das Leben kosten.“
II.
Roland erhob sich, als die Stimme nicht mehr sprach. Er wusste nicht wohin er gehen sollte. Er konnte nur bis auf wenige Meter weit sehen. Er schloss die Augen und wünschte sich einen Anhaltspunkt. Irgendeinen Ort wo er mit der Suche beginnen konnte. Als er sie wieder öffnete durchbrach ein heller Lichtstrahl das Dunkel. Silberne Treppenstufen führten bis in den Himmel hinauf. Roland nahm es als Zeichen hin. Der Korrektor setzte seinen Fuß auf die erste Stufe. Entgegen seiner Befürchtungen hielt sie. So erklomm er Stufe für Stufe. Doch es nahm kein Ende.
III.
Jedes Mal wenn er zurückblickte war ihm, als wäre er noch keine Stufe höher gekommen. Die silbernen Treppenstufen führten stur nach oben weiter. Als Roland einen Moment nicht aufpasste und seinen Fuß aufsetzte spürte er keinen Widerstand mehr. Erschrocken ruderte er mit den Armen, doch da war nichts woran er sich hätte festhalten können. Schreiend stürzte er in die Tiefe.
13.Teil: Time Steps (1) – Die Legende vom Anfang
I.
Roland fiel durch die Leere. Nachtschwarze Schatten griffen nach ihm, doch sie konnten ihn nicht berühren, da sein Herzlicht nach wie vor hell erstrahlte. Eine Stimme säuselte in sein Ohr.
„Bist du der, der dem Nichts dient?“
„Ja.“
„Bist du der, der alles verloren hat?“
„Ja.“
„Wirst du der sein, der das Nichts zum Sieg führt?“
„Ja.“
Die Stimme brummte.
„Dann hast du die Lehre des Nichts noch nicht verstanden. Dennoch sollst du der ersten Legende lauschen. Trage sie in deinem Herzen. Deine Reinkarnationen werden sie brauchen für die letzte Schlacht.“
II.
Roland sah Bilder vor seinem Auge ablaufen. Er tauchte vollkommen darin ein.
„Am Anfang war Nichts. Aus ihm spaltete sich das Sein ab. Das Sein schuf das Leben, das Nichts harrte aus. Die Allmächte wurden geboren und von Ihnen spalten sich jene ab die den Mächten an Kraft gleich kommen wollen. Von jenen spaltete sich der Glaube ab und der Mensch wurde geboren. Alles zerrinnt zwischen den Fingern der Zeit. Am Ende wird nur noch die vollkommene Stille und das absolute Nichts da sein.“
14.Teil: Ein weiter Weg
I.
Roland ließ das Meer von Bildern an sich vorbei gleiten. Er stand wieder auf den silbernen Stufen. Den Time Steps, soviel war ihm nun klar. Doch wozu das alles dienen sollte, war ihm ein Rätsel. Er vertraute sich dem Nichts an und stellte keine Fragen. Während er noch nachdachte waren seine Füße unbewusst weiter gegangen. Die Zusammenhänge zwischen Sein und Nicht-Sein waren ihm noch immer nicht völlig einleuchtend. Zu viele Unklarheiten und Lücken taten sich in seinem Kopf auf. Aber vielleicht war es auch nicht seine Aufgabe, darüber nachzudenken.
II.
Erneut brach eine der Stufen weg, doch diesmal ließ sich Roland einfach von der Leere treiben. Er hatte keine Angst mehr. Er wusste, dass ihm nichts geschehen würde.
15.Teil: Time Steps (2) – Die Legende vom Sein
I.
„Das Sein ist alles. Es lässt Dinge geschehen, die geschehen müssen. Es löscht Dinge aus, die keinen Wert mehr ab, frei jeder Ethik und Moral. Das Sein braucht dies nicht, denn es ist unantastbar in seinem Bestreben nach Perfektion. Der Mensch ist nicht perfekt, somit hat das Sein eine Aufgabe, die es nötig macht, dass man an es glaubt.“
II.
„Das Sein ist alles, was man anfassen, begreifen und verstehen kann. Für die Menschen ist es von zentraler Bedeutung, denn ohne den Sinn in ihrem Leben wäre dasselbige bedeutungslos. Sie brauchen eine Aufgabe. Ein Ziel vor Augen. Darum entstand das Sein.“
16.Teil: Das Herzlicht (5) – Roland will verstehen
I.
Der Korrektor stand wieder auf den silbernen Stufen. Neue Fragen kamen in ihm hoch. So viele Verwirrungen ließen seinen Kopf anschwellen. Nichts von alledem ergab einen Sinn. Nichts davon. Das Sein
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