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Kategorien > Fantasy > Gladiatorenkampf

Tod in der Arena

von Kenshin Himura

1

Es war dunkel, nur dunkel. Es kam ihm so vor, als ob er die Augen geschlossen hätte. Neben sich hörte er leises Schluchzen und Zähne die so laut klapperten, das Rian glaubte man müsste es auch außerhalb der Kammer hören. Eine leise Stimme fragte zitternd:
„ Werden wir sterben?“
Seine Zähne klapperten so doll das er die Worte kaum über die Lippen brachte. Rian atmete tief durch, dann sagte er mit ruhiger Stimme:
„ Ja.“
Er blieb es ein paar Sekunden still, erst dann sagte Rian langsam:
Ja, wir werden sterben.“
Der Mann neben ihm brach in schluchzen aus und Rian konnte es zwar nicht sehen, doch er glaubte zu hören, wie der Mann neben ihm auf den staubige Bode sank.
„ Sei leise, sie kommen!“ sagte Rian mit ausdrucksloser Stimme, denn er hatte von außerhalb ein lauter werdendes Geräusch gehört.
„ Sie können uns quälen, sie können verkrüppeln, sie können uns töten.“
Rian verstummte kurz , er zog allen Mut und Entschlossenheit aus seinem Körper für diesen Satz zusammen
„ Aber sie können uns nicht unsere Ehre nehmen.“
Das klang ziemlich geschwollen für einen Mann der in ein paar Minuten sterben würde, fand er. Trotzdem fuhr er mit nun weniger strenger Stimme fort:
„ Steh auf, sollen sie dich so vorfinden?“
Der Mann gehorchte ihm zwar, wie er an dem knirschen des Sandes neben ihm erkannte, doch er schluchzte weiter, Rian glaubte noch stärker als zuvor. Plötzlich öffnete sich vor ihnen ein Lichtspalt der in Sekundenschnelle größer wurde, gleißendes Licht blendete die beiden. Instinktiv schloss Rian die Augen.
Seine Gedanken überflogen jetzt, da es so weit war, noch einmal seine ruhige Kindheit auf dem Land. Sein Erwachsenwerden mit seinem einzigen wirklichen Freund, dem Elfen Salhida, mit dem er täglich den Schwertkampf übte um ein großer starker Held zu werden, was damals sein Traum war. Seine Frau und ihre beiden Kinder. Und schließlich der Tag an dem er nach Hause kam und sein Haus samt Familie in Flammen stehen sah. Die Magier, die mit hochmütiger Stimme sagten, seine Familie hätte Gotteslästerung begangen und sie würden nun verbrannt und zu Takierus, dem Gott der Dunkelelfen geschickt, weil sie ihm Menschenopfer gebracht hatten. Aus Zorn über diese Lüge hatte Rian dem Obersten Magier angegriffen. Und nun war er hier, zum Tode verurteilt.
Rian und sein Begleiter, ein kleiner zur Glatze neigender Mann mit einer verdreckten Hose und nacktem Oberkörper, wie er jetzt im hellen erst erkennen konnte, betraten die Arena.
Die Arena, in die sie hinausgetreten waren, war gewaltig um sie herum saßen auf grobbehauen Steinbänken und klapprigen Holzstühlen über 5000 Menschen, Elfen, Goblins, Kobolde, Grims , Zwerge, Urgotianer und Rian sah sogar ein paar Zentauren.
Vor ihm auf dem Sandboden der Arena standen 3 Menschen, ein Ork und sogar ein Wesen, das in seiner monströsen Rüstung wie ein Troll aussah.
Hinter den beiden fiel die Tür, durch die sie die Arena betreten hatten, zu. Die Menge erwartete ruhig und gespannt das Blutbad, für das sie angereist und bezahlt hatten. Einer der Gladiatoren, ein großer Mann, der nur Bein und Armschienen zu seinem Schutz trug, schwang einer Speer lässig durch die Luft, holte mit einem Mal aus und schickte das Geschoss auf seine tödliche Reise. Rian sprang vom Eingang weg, aus dem Augenwinkel sah er, das sich sein Mitgefangener nicht rührte, er stand nur zitternd dar und schien leise zu beten, es rettete ihn nicht. Der Speer bohrte sich mit einem knackenden Geräusch in die Brust des Mannes und trat aus dem Rücken wieder aus. Rian erstarrte. Rian schloss kurz seine Augen, nicht denken, nur reagieren. Er ging zu dem Toten und zog den Speer aus dem Körper, wenigstens hatte er jetzt eine Waffe.
Aus dem Augenwinkel sah er eine Bewegung, einer der Gladiatoren drang mit einer schweren Axt auf ihn ein. Rian riss den Speer hoch, die Wucht des Schlages zerschlug den Speer und zwang ihn ein paar Schritte zurückzuweichen. Als der Angreifer seine Axt wieder hob rammte ihm Rian die abgebrochene Speerspitzer in die Seite. Die Bewegung des Mannes stoppten abrupt und er ging vor Rian in die Knie, mit schnellen Griffen löste er das Kurzschwert das an der Seite des Gladiators hing und drehte sich zu den übrigen Gegnern um, keine Sekunde zu spät. Der Angriff des nächsten Gladiators war so schnell das Rian nur knapp ausweichen konnte. Doch er hatte keine Zeit sich zu sammeln, schon schlug einer der anderen von der Seite, mit seinem Speer nach ihm, man merkte das er im werfen besser als im kämpfen war. Rian ließ seine Klinge nach oben zischen und enthauptete den Speerkämpfer, der andere Kämpfer nutzte seine Chance und rammte Rian das Schwert in den Rücken, sodass es vorne aus dem Körper austrat. Blutspuckend ging Rian zu Boden. Sein Blickfeld wurde kleiner, es kam ihm vor als würde mit dem Blut auch sein Leben aus ihm herausfließen. Er spürte wie sein Schwert seinen Fingern entglitt, mit aller Kraft versuchte er nicht ohnmächtig zu werden, aber die Dunkelheit kam von allen Seiten. Rian war so müde, so müde und kraftlos. Er fiel vorne über, doch spürte er schon nicht mehr das Aufschlagen auf den Boden. Sein letzter Gedanke war, ob er seine Familie im Jenseits sehen würde. Bestimmt.

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Kommentare

DerErzähler schrieb am 2008-12-07 15:30:09:
cooles Ding die kampf szenen könnten ein bisschen dynamischer geschrieben worden sein aber sonst wirklich sehr sehr cool
Luis schrieb am 2008-11-07 17:00:33:
Hättest ihn ruhig als Figur für eine Geschichte nehmen können! Du kannst auch echt gut schreiben.
Sarah schrieb am 2008-08-12 16:23:50:
Echt heftig, aber spannend geschrieben.
Lg Sarah

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