Tränen der Sonne (Ausschnitt)
von
BSK
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Doch die Welt drehte sich weiter und weiter, die Blumen blühten weiter, es wurde Sommer, es wurde Winter und die Sonne strahlte in ausgiebiger Pracht. Doch diese Pracht, die uns Hoffnung hätte geben können erreichte uns nicht mehr. Wir sahen nur noch das Dunkle, Düstere und Schaurige, das sich in jedem von uns widerspiegelte. Viele die ich mochte starben und schon bald legte sich eine Stille über uns, weil es jeder sinnlos fand Freundschaften zu schließen, die man wieder verlor. Nicht einmal richtig reden und weinen konnten wir noch.
Mein toter Feind lag vor mir, seine blauen Augen starrten in den Himmel; obwohl sie offen waren, konnten sie nichts mehr sehen, denn ihr Lebenslicht war für immer erloschen. Doch diese Augen waren wie meine eigenen. Sie hatten blühende Wiesen gesehen, die Farbenpracht der Blumen und die Kronen der Bäume, die im Herbst ihre Blätter verlieren, um im Frühling wieder blühen zu können. Sein Herz hatte gewiss auch schon Liebe verspürt und vielleicht hatte er sogar eine Freundin, die nun auf vergeblich auf ihn wartete mit der Ungewissheit ob er noch am Leben war. Er würde nur noch in ihrem Herzen weiterleben und ich hoffte ich würde dies nie meiner Familie antun müssen. Er war genauso ein Mensch der ebenso wie ich dachte, litt und fühlte und überzeugt war das Richtige für sein Vaterland zu tun.
Ab sofort hatten wir alles verloren was wir besaßen, nur meine Mutter und meinen Großvater waren noch bei mir. Allerdings auch die Gedanken, die mir in meinem Kopf herumschwirrten und die Gefühle die in meiner Brust walteten. Gedanken der Hoffnung und Gedanken an die Erlösung. War der Tod die Erlösung? Vielleicht wäre es schöner gewesen zu sterben, dem weißen Licht entgegenzugleiten als hier auf der garstigen, dunklen Erde zu verweilen.
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