Tränen des Engels
von
Pointer
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Ich hörte Gesang. Durch den Nebel hörte man den Gesang wie von
einem Engel. Ich fuhr mit einem kleinen Boot durch das Wasser,
durch den Nebel. Der Gesang tauchte immer mehr in mich hinein
und wurde lauter. Es war Entspannend. Ich atmete tief durch,
die Lunge füllte sich mit klarer, wohlrichender Luft.
Plötzlich verstummte der Gesang und ich horchte auf wo
sie geblieben sein mag. Man hörte ein schluchzen, weinen. Ein
leises schluchzen gemischt mit einem zarten weinen. Da sah ich
sie. Sie war ein Engel. Ein Engel der weint? Ja, ein Engel der
weint. Ich habe vorher noch nie einen Engel gesehen oder gar
gesehen das sie auch weinen.
Ich stieg aus dem Boot und trat auf den Fels wo sie hockte und
weinte. Als ich sie in meine Arme neben wollte, trafen die
ersten Tropfen die ihr von ihrer zarten Wange runterliefen auf
den Fels. Ich war geblendet, meine Augen schmerzten als wolle
jemand sie mir rausreissen, ich schrie.
Plötzlich wachte ich Schweiss gebadet auf. Ich saß in meinem
Bett und schaute mich um, schaute wer mich verwundert anguckte.
Sie legte sich wieder hin und machte das Licht aus. Es schossen
mir 1000 Gedanken durch den Kopf, meine Augen wanderten im
dunklen Zimmer hin und her als suchten sie nach Licht. Ich
atmete tief durch. Als ich dann wieder diese wohlriechende Luft
roch legte ich mich auch ganz Nahe zu ihr und fing an zu weinen.
Es war mein Engel.
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