Tränen, die nicht helfen
von
Sandraaa
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Weinen wollte sie nicht. Nein, keine Träne war er Wert, das wusste und sagte sie sich...jedoch konnte sie es nicht. Sie konnte ihn weder aus ihren Gedanken verdrängen noch die Tränen zurück halten.
Sie saß in der Wanne. Gefüllt war sie mit schönen warmen Wasser und die Wärme drang durch ihre Haut. Über ihr ein Fenster durch das sie den Himmel sah. Sie konnte durch die angelaufene Scheibe nur unklar den grauen und tristen Himmel erkennen doch das, was sie erkannte, spiegelte ihr Innerstes, ihre Gefühlslage wieder. Grau, trist, wolkenbehangen, kalt, trostlos, traurig und verregnet sah es draußen sowie in ihren Innersten aus. Der Radio lief nur so im Hintergrund damit ihr die Stille, die sie umgab, nicht bewusst wurde. Die Musik nahm sie nicht wirklich wahr, höchstens unterbewusst, da sie in ihren Gedanken verschwunden war. Aber dann, auf einmal ertönten im Radio die ersten Töne dieses Liedes und kurz darauf hörte sie die singende Stimme. Es riss sie aus ihremTagtraum, alles kam ihr sofort wieder so nah und vertraut vor und alles erschien ihr vor ihren Augen, in ihrer Nase und ihren Ohren - sein Bild, sein Geruch und seine Stimme. Doch das schlimmste was zurückkam, war die Erinnerung an das, was er ihr damals gesat hatte und vor allem wie er es ihr gesagt hatte. Jedes Wort und jeder Klang der Worte die aus seinem Mund kamen und dann konnte sie die Tränen nicht mehr zurückhalten. Erst eine, dann eine Zweite und dann eine Dritte. Die Tränen rollten über ihre Backe und die einzellnen Tränen tropften in ihr Badewasser. Jetzt verlor sie komplett die Fassung ud keine weitere Träne blieb in ihren Augen. Sie weinte so viel, mehr als sie je zu erdenken wagte dass ein Mensch weinen könnte. Zu den Tränen hinzu kam ein Schrei der Verzweiflung und ihre Faust durchbrach das Wasser inn der Wanne und schlug in der Wannenseite ein jedoch betäubte der Schmerz in ihrem Herzen den Schmerz in ihrer Hand. Keinen Schmerz kein garnichts - sie war leer. Alles verschwand bis auf den Schmerz in ihrem Herzen. Das Lied war schon lange vorbei aber sie war immernoch aufgewühlt. Sie hielt es nicht für möglich, aber ihre Augen trockneten und die Tränen verschwanden ins Nichts. Aber ihr Wunsch, dass der Schmerz und die Erinnerungen an ihn aus ihrem Kopf verschwinden erfüllte sich nicht. Sie war wieder wie in Trance - ihr Körper war wie gelähmt. Sie spürte nichts, sah nichts und nahm nichts wahr. Sie spürrte weder das kälter werdende Wasser, noch erkannte sie klar die Wanne in der sie lag, das vermeindliche Klopen an der Badezimmertür und die Musik im Hintergrund nahm sie erst recht nicht mehr wahr. Sie merkte nicht wie sie langsam immer tiefer ins Wasser eintauchte. Erst als ihr Kopf und die Badewannenkannte aneinander stießen ging ein Ruck durch sie und sie war wieder voll da. Sie erwachte aus ihrem tranceartigen Traum. Sie meinte wieder ein Klopfen zu hören, war sich aber alles andere als sicher. Wie konnte sie sich nur soetwas einbilden, fragte sie sich. Auf einaml konnte sie sich wieder bewegen, jedes einzellne Glied ihres Körpers. Sie sprang auf , nahm noch schnell ein Handtuch und wickelte es um ihren nassen und mittlerweile abgekühlten Körper. Sie riss die Tür auf und doch wie erwartet, aber anders als erhofft stand keiner vor der Tür. Sie trat einen Schritt raus in die Kälte und immernoch keiner war da. Einbildung. Phantasie. Sie hatte es sich eingebildet, das war ihr klar. Sie ging zurück ins Bad und schloss dir Tür hinter sich zu und stellte sich vor den Spiegel. Allein. Sie hatte erwartet er stand vor der Tür, aber tief in ihr wusste sie, dass dieser Wunsch von ihr unrealistisch war. Er würde nie da sein, das müsste sie endlich akzeptieren - aber noch, konnte sie es nicht. Ihr Spiegelbild betrachtend rollten wieder Tränen über ihr Gesicht und ihre Beine waren so weich, dass sie nur den nötigen Halt beim Waschbecken fand. Nach einiger Zeit aber immer noch weinend ging sie in ein warmes Zimmer mit Kamin und legte sich unter eine flauschig warme Decke und schlief irgendwann unter ihren Tränen ein...
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