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Kategorien > Jugendliebe > 1. Liebe

Träume von Lila

von Emy

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Träume von Lila

1. Kapitel

„Es ist mir egal, was du denkst“ rief sie empört.
Ihre Mutter stemmte tadelnd die Hände in die Hüften und blickte ihre Tochter mit strengem Blick an. Langsam und bedächtig fing sie an zu Reden: „Jetzt hör mir mal gut zu!“ Sie machte eine bedeutende Pause, dann fuhr sie mit demselben, strengen Ton fort: „Ich weiß, dass du heute Abend mit deinen Freundinnen ins Kino wolltest, doch das Meeting ist nun mal wichtig. Ist es denn wirklich nicht möglich für dich den Kinoabend zu verlegen und heute einmal auf deine Brüder aufzupassen“
Lila stöhnte laut auf: „Ihr wolltet dieses Kind!“ schrie sie. „Ich habe nie um ein Geschwisterchen gebeten!“
„Das ist ja wohl die Höhe“ entfuhr es ihrer Mutter. „Du wirst heute Abend nicht ins Kino gehen, sondern auf deine Schwester aufpassen!“ bestimmte sie einfach so. „Du kannst gleich deine Freundinnen anrufen und absagen. Und außerdem hast du sicherlich noch einiges für die Schule zu tun!“
Natürlich machte Lilas Mutter wieder Anmerkungen über ihre Schulleistungen, welche im Gesamtbild eigentlich gut waren. Nur in manchen Fächern hatte Lila eben Probleme.
Lila entfuhr ein entrüsteter Schrei: „Wie gut soll ich in der Schule eigentlich noch werden?! Es läuft doch gut!“
„Und wie sieht’s aus mit Informatik und Mathematik?!“ war die Gegenfrage ihrer Mutter.
Lila schwieg. Sie wusste, dass sie sich an diesen Fächern dauernd aufhängte. Dennoch nervte sie das Verhalten ihrer Mutter.
Dauernd wurde etwas von ihr verlangt: Sie sollte gute Noten haben, sie sollte lernen, nebenbei erwarteten ihre Eltern, dass sie sich mit Freunden treffen sollte und leben wie ein Teenager und wenn sie das tat, zogen sie an ihrer imaginären Leine, die Lila schon seit ihrer Kindheit mit sich umherschleppte.
„Ich denke wir hätten das jetzt geklärt, Lila“ meinte ihre Mutter und nahm ihren schwarzen Mantel vom Haken. „Deborah ist in ihrem Zimmer. Du kannst ja ein wenig mit ihr spielen, und vergiss nicht: Um acht geht die Kleine ins Bett. Und bitte pünktlich! Du weißt, sie kommt sonst aus dem Rhythmus, und wenn dein Vater anruft, dann halte dich kurz. Ferngespräche sind teuer“
„Als ob es an Geld mangeln würde“ murrte Lila und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Deswegen müssen wir ja nicht gleich verschwenderisch werden“ belehrte Lilas Mutter sie und begann sich die Schuhe anzuziehen. „Ich hoffe, dass ich spätestens um zehn wieder da bin“
„Wann kommt Papa eigentlich wieder?“ fragte Lila beiläufig.
„Das weißt du doch!“ antwortete die Mutter vorwurfsvoll und zog die Brauen in die Höhe. „In zwei Tagen“ meinte sie dennoch und Lila nickte nur. Sie legte ihre bereits gepackte Tasche wieder auf den Boden und legte ihre schwarzen Chucks zurück in den Schuhschrank.
Kein Wunder, dass sie keine wirklichen Freunde hatte und mit 16 ½ auch noch nie eine feste Beziehung hatte, geschweige denn, dass sie auf einer der wenigen Party, die sie besucht hatte mal auch nur irgendwelche Freundschaften geschlossen hatte oder wenigstens mit einem Jungen mal rumgeknutscht hat.
Immer wurde ihr alles verboten, was andere durften. Ihr Leben war langweilig und es versetzte ihr immer einen Stich ins Herz, wenn sie spürte, dass sie etwas verpasste.
„Also, mein Schatz!“ meinte Lilas Mutter plötzlich. „Ich gehe dann. Wenn du willst kannst du auch noch mal mit Deborah spazieren gehen“
Lila nickte nur und erwiderte die leicht unterkühlte Umarmung ihrer Mutter.
„Bis dann, mein Engel“ mit diesen Worten verließ Lilas Mutter die Wohnung und schloss leise die Tür hinter sich.
Erleichtert atmete Lila aus und lehnte sich gegen die Wand. Seltsamerweise empfand sie weder für ihre Eltern und für ihre Schwester irgendwelche Hassgefühle. Das einzige Gefühl, was sich ständig bei ihr ausbreitete war das Gefühl der Einsamkeit.
Lila seufzte leise und stieß sich von der Wand ab.
Langsam öffnete sie die Tür zum Kinderzimmer ihrer Schwester. Die Kleine, vier-jährige saß auf dem Boden und spielte mit ihren Barbies. Nach einer Weile schaute sie zu Lila auf: „Mama musste gehen, oder?“
Lila nickte: „Ja, leider. Aber ich kümmere mich um dich. Und wenn du morgen früh aufwachst ist die Mama auch wieder da“
„Ja, ich glaube dir“ Sie schaute Lila eine Weile an, dann wandte sie sich wieder ihren Barbies zu.
Lila hieß nicht schon immer Lila. Ihr eigentlicher Name war Lia. Doch vor zwei Jahren hatte Deborah aus Versehen ein l mit hinein geschmuggelt und so wurde aus Lia einfach Lila. Und seitdem wurde sie von ihren Eltern und auch von ihren Bekannten und vielleicht auch Freunden Lila genannt.
Lächelnd dachte sie an ihre Namensänderung. Doch dann wurde sie von Deborah aus ihren Gedanken gerissen: „Schau mal, Lila! Willst du diese Puppe spielen?“
„Oh, ich will eigentlich gar keine Puppe spielen“ meinte sie und als sie Deborahs traurigen Blick sah, meinte sie entschuldigend: „Aber wir können raus gehen. Auf den Spielplatz und dort ein wenig schaukeln. Wie wäre das, Debbie?“
Sofort war Deborah Feuer und Flamme. Sie ließ ihre Barbies sofort fallen und sprang auf: „Darf ich auch meine neuen Stiefel anziehen. Die in Pink?“
Lila lächelte verschwörerisch und nickte: „Klar“ Doch schnell fügte sie noch hinzu: „Aber nur, wenn du Mama nichts erzählst. Du weißt, ich kriege sonst wieder Ärger“
Debbie nickte eifrig und stürmte an Lila vorbei. Diese lachte leise, erhob sich ebenfalls und ging hinter ihrer Schwester her.
Debbie hatte schon längst ihrer Schuhe angezogen und zerrte an ihrer Jacken, damit sie vom Haken fiel.
„Warte ich helfe dir“ meinte Lila und reichte ihr die Jacke. Dann nahm sie sich selber ihre schwarze Filzjacke und zog sie an. Danach schlüpfte sie noch in ihre grauen Uggs und setzte Debbie wider ihren Wille eine Mütze auf.
„Ich will keine Mütze. Es ist doch warm draußen!“ beschwerte sie sich.
„Du spinnst wohl“ lachte Lila. „Es ist November, es ist kalt!“
Debbie zog eine Schnute und schlug die Augen nieder. Lila kannte alle ihre Maschen, wenn ihre Schwester ihren Willen durchsetzen wollte. Immerhin hatte sie ihr alle selber beigebracht. Und Debbie war, was das anging, sehr lernfähig.
„Und jetzt ab“ Lila klopfte ihr spielerisch auf den Po und erhob sich selber. Schnell warf sie sich ihre schwarz-rote Stofftasche mit Lederriemen über die Schulter und folgte Debbie. Noch in letzter Sekunde fiel ihr der Schlüssel und bevor die Tür zufiel angelte sie ihn sich vom Abstelltisch.
Dann rannte sie mit schnellen Schritten ihrer Schwester hinterher, welche flinker und frecher war, als sie im erstem Moment aussah, mit den roten Löckchen und den blau-grauen Augen.
Die Augen waren das Einzige was alle Mädels in der Familie gemein hatten, sonst sahen sie sich kein bisschen ähnlich.
Ihre Mutter war blond und hatte feine Haare, wohingegen Lilas Haare haselnussbraun und lockig waren. Lila sah weder ihrer Mutter noch ihrem Vater ähnlich. Sie war eben die Außergewöhnliche der Familie, und es störte sie kein bisschen. Denn im Inneren war sie die

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Kommentare

Yellow Orchid schrieb am 2010-02-02 22:47:38:
Hey Emy

Über den Anfang deiner Geschichte lässt sich ja leider noch nicht viel sagen. Hättest du vielleicht eine kurze Inhaltsangabe für mich *neugierig-bin*?

Was mir bisher aufgefallen ist:

- der Name "Lila" gefällt mir. Ich habe deine Geschichte angefangen zu lesen, weil es mich glatt an den FIlm "Lila Lila" erinnert hat :-)

- Zu Beginn schreibst du einmal Brüder und dann Schwester. Das solltest du dann wohl korrigieren.

- Deine Sprache ist gut, allerdings haben sich so einige Kommafehler in den Text geschlichen. Vielleicht liest du ihn ja noch einmal für dich Probe? Sonst helfe ich gerne damit :-)

- Das Wort "Mädels" gefällt mir nicht, bzw. ist mir zu umgangssprachlich. Wie wäre es mit "Mädchen"? :-)

- Ein Kind mit einem jungen Pferd zu vergleichen... Irgendwie hapert es da ein wenig, wenn ich ehrlich sein soll.

- Allgemein könntest du in deinen Beschreibungen vlt. etwas ausführlicher sein, dann wirken die einzelnen Absätze auch nicht so kurz ^^

Ich freue mich auf eine Fortsetzung!

Gruss, Yellow Orchid

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