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Kategorien > Fantasy > Linguisti

Tynessia, der unsichtbare Tempel (Die Chroniken de

von Leinad Linguisti

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Mit diesem Buch schließt sich der Kreis um die Chroniken der Gottgöttin. Aber keine Sorge. Weitere Romane sind in Planung. Nach wie vor finde ich es bedauerlich, dass sich kaum jemand dazu äußern mag. Dennoch wünsche ich nun viel Spaß beim dritten und letzten Buch.
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8.Teil: Sturz in die Finsternis I: Götterkraft und Ketzerei


44.Kapitel

Leys öffnete verschlafen die Augen als ein Regentropfen seine Stirn hinab lief und seine Wange streifte. Er war in einen dichten Kokon gehüllt der in wärmte. Als er seine Hände aus dem dichten Gewirr befreien konnte erkannte er, dass es Fa´s Dämonenschwanz war, der wie eine schützende Decke um ihn geschlungen war. Der Dämon schlief gegen einen Baum gelehnt und schnarchte vor sich hin. Leys löste sich aus dem liebevollen Geflecht, bevor der Dämon noch falsche Schlüsse ziehen konnte.

Von der Bewegung erwachte Fa.
„Was´n los“, fragte er verschlafen?“
„Nichts. Ich wollte uns nur Frühstück machen.“
Fa war sofort hellwach.
„Au ja. Was gibt es den leckeres?“
„Aufgewärmte Reste.“
„Meinetwegen“, meinte Fa schnaubend.“
Der Regen hatte mittlerweile stärker eingesetzt und plätscherte auf das dichte Blätterdach über den beiden.
„Wenigstens können wir uns mal einen Moment von dem Kampf erholen.“
Leys knabberte an einem Apfel. Seine Gedanken waren nach wie vor bei Fa. Der riesige Schlangenleib verunsicherte ihn. Fa folgte Leys Blick.
„Ich kann den auch umwandeln, wenn es dir unangenehm ist.“
„Nein, lass nur“, wehrte der junge Gott ab. Es macht mir nichts aus.“

*

„Du bist ganz schön still geworden“, meine Fa. Was bedrückt dich? Bin ich es?“
Leys lachte auf.
„Du. Ach mach dich doch nicht lächerlich.“
Seine Miene wurde ernst.
„Ich habe Angst vor Oriphiees. Der Schutz der mich vor ihren Blicken verborgen hielt, existiert nicht mehr. Ich bin leichte Beute.“
„Ja, dank mir“, sagte Fa zerknirscht. Wäre ich nicht so dumm gewesen, das wäre noch alles beim Alten.“
Leys drückte den Apfel fester.
„Ich hab doch gesagt, dass es in Ordnung war. Dein Schutz bedeutet mir sehr viel.“


45.Kapitel

„Wirklich?“
Leys nickte. Schon lange hatte er sich nicht mehr so geborgen gefühlt. Nachdem er die Wahrheit über Tiranes und Gesch erfahren hatte, glaubte er für immer alleine sein zu müssen, doch die Gegenwart seines Leibwächters hatte diese Gedanken getilgt.
„Deine Gegenwart ist mir auch sehr wichtig“, meinte Fa und errötete.“
Beide sahen sich leidenschaftlich an, bis Leys ein Ziehen an seiner rechten Hand fühlte und der Apfel den er eben noch verspeisen wollte in Fa´s Schwanz lag und in dessen Mund glitt.
„Danke schön“, sagte der Dämon grinsend. Du warst doch fertig oder.“
Leys seufzte. Ein Dämon hatte halt keinen Sinn für seichte Momente.


46.Kapitel

Oriphiees ließ die verbliebenen Hauptgötter einen Blick auf Leys werfen.
„Das ist er“, fragte die Göttin des Windes, Siabelson. Ein nichtiger Menschenwurm. Keine Gefahr.“
Der Gott-über-allen-Göttern gebot ihr zu schweigen.
„Dein kurzsichtiger Verstand kann den Quell seiner Macht nicht ersehen. Ich dagegen bin auf seine Ankunft vorbereitet. Tynessia wird sein Grab und die Wiedergeburt des Götterglaubens zu gleichen Teilen sein.“
Terineases, der Gott des Wassers schnaubte.
„Du denkst also wirklich, er schafft es bis in den unsichtbaren Tempel. Wie?“
„Mit meiner Hilfe“, sagte Oriphiees kalt. Tira und ich haben noch eine alte Rechnung zu begleichen. Leys wird die volle Macht meines Zornes zu spüren kriegen.“
„Das ist reine Selbstsucht und Selbstmord“, fuhr Liliarane, die Göttin des Zorn den obersten Herrscher an.“
Schlagartig wurde es still. Keiner hatte je so mit dem Göttervater zu sprechen gewagt.

*

„Dein Glück, liebste Zornesgöttin ist es, dass ich keinen postwendenden Ersatz für dich finden kann. Im Moment jedenfalls nicht.“
„Bitte, Herr vergebt mir.“
„Leys wird durch ein Gefühl beeinflusst, dass mir schön früher sehr zugesetzt hat. Die Liebe. Wenn wir ihn aufhalten wollen, müssen wir ihn dieser Illusionen berauben. Der Dämon Fa untersteht nach wie vor den Geboten der Finsternis. Sein Dämonenblut wird Leys an uns ausliefern. Du wirst dich darum kümmern, Liliarane.“
„Ja, Herr.“


47.Kapitel

Nach dem kargen Frühstück wollte Leys so schnell wie möglich einen Unterschlupf finden.
„Hier wird es doch wohl eine Stadt geben“, meinte Leys hoffnungsvoll. Ich würde gerne mal wieder in einem richtigen Bett schlafen.“
Die Antwort wurde ihm durch sich nahende Menschen abgenommen. Sechs Soldaten mit spitzen Lanzen und Schwertern kreisten sie ein. Doch sie hatten nur Augen für den Dämon.
„Weiche von ihm, Dämon der Finsternis.“
Fa bedachte sie mit einem fragenden Blick.
„Ich hab doch gar nichts getan.“

Die Soldaten ritzten seine Haut ein.
„Aua, das tut doch weh.“
Fa fauchte und sein Schwanz schlug wild um sich. Dabei traf er einen der Männer. Leys stellte sich schützend vor seinen Freund.
„Lasst ihn zufrieden. Er ist nicht böse.“
Ein freudloses Schnauben ließ ihn zusammenfahren. Ein siebter Mann trat durch das Dickicht. Seinem Aussehen nach war er Priester.
„Er hat dich bereits mit seinen Lügen umgarnt, mein Junge. Ich kann dich retten, doch dazu muss die Saat des Bösen getilgt werden. Nehmt den Dämon fest, ich werde ihn einem Säuberungsritus unterziehen.“
Fa wurde von den Männern in Schach gehalten und dann mit kräftigen Stricken zu Boden gerungen und gefesselt.
„NEIN.“
Leys wollte dem Einhalt gebieten, doch seine Magie versagte. Noch nicht, flüsterte ihm eine leise Stimme zu. Hilflos musste er mit ansehen wie Fa über den Boden geschleift wurde.


48.Kapitel

Der Priester bot ihm ein Pferd an, welches im nahe gelegenen Waldrand verborgen gehalten worden war. Leys lehnte ab. Der Priester zuckte nur mit den Achseln und stieg dann selbst hinauf. Leys folgte ihm in gebührendem Abstand. Aus der Ferne konnte er eine Stadt ausmachen. Dem jungen Gott wurde es mulmig im Bauch. Das gleiche Gefühl welches er bei Shaodin gespürt hatte. War die Stadt nur ein weiterer Hort der Götter?

*

Fa wurde in eine dunkle Zelle geworfen und Leys bekam ein schlichtes Zimmer. Die Stadt zählte kaum einhundert Seelen, sodass man sie mehr als ein Dorf sehen konnte. Leys redete auf den Priester ein, der neben ihm auf einem Stuhl saß.
„Bitte, sie müssen mir glauben. Fa ist nicht böse. Wir sind zusammen gereist. Wir kämpfen gegen die Götter.“
Den letzten Satz hätte er besser nicht ausgesprochen. Der Priester sah auf und bedachte Leys mit einem tödlichen Blick.
„Das ist Ketzerei“, hauchte der Gottesmann. Niemand hat das Recht Fa´atos zu verleugnen.“
„Fa´atos? Der Gott des Lichtes ist hier?“
„Unser Herr Fa´atos umgibt uns stets mit seiner göttlichen Aura“, sagte der Priester salbungsvoll. Er der im Licht wandelt, ist unser Erlöser.“

„Was passiert mit meinem Freund“, lenkte Leys das Gespräch zurück aufs eigentliche Thema?“
„Der Dämon

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