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Kategorien > Fantasy > Linguisti

Tynessia, der unsichtbare Tempel (Die Chroniken de

von Leinad Linguisti

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sterbliche Welt hinüber getreten. Jetzt werdet Zeuge meines Triumphes.“
Der Gott über allen Göttern ließ ein Abbild von Terrafu erscheinen, doch die Menschen ignorierten den grauen Nebel. Sie schwatzten weiter drauf los.
„Das ist unmöglich. Sie ignorieren es einfach.“
Der Göttervater erbebte.
„Diese Narren haben mich vergessen.“

*

„Kehre in die Leere zurück, Oriphiees und mach dem ganzen Spuk hier ein Ende.“
„Oh, das werde ich, mein Junge. Aber euch beide nehme ich mit mir.“
Der Gott beschwor die Leere herauf und ließ sie tornadogleich auf die beiden Freunde zurasen. Leys hob beide Arme und Fa legte die Hände auf die Schultern seines Freundes. Bevor die Leere sie erreichen konnte zog sie sich zusammen und schoss speerartig zurück auf den Urheber. Der Vorhang aus Seide zerfaserte und gab das Bild eines gebrochenen Gottes preis.


82.Kapitel

Der Göttervater saß auf seinen Kissen. Die Knie untergeschlagen in weite Gewänder gehüllt. Sein Gesicht war spiegelglatt. Keine Haare, keine Augen, keine Nase, keinen Mund.
„Ergötzt euch an meinem gequälten Antlitz. Das ist es was Tira mir angetan hatte. Nun sehe ich ein, dass mich nichts mehr in dieser Welt hält.“
„Die Menschen haben ihren Glauben nicht verloren“, meinte Leys mitfühlend. Im Moment ist aber einfach nur kein Platz für Götter und Magie. Sie sollten ihren eigenen Weg gehen und vielleicht eines Tages werden sie erneut um Beistand bitten.“
„Bis dieser Tag kommt verharrt mein Geist in den Tiefen der Leere. Ich danke dir Leys. Du bist der Sohn den ich niemals hatte. Willst du deine Kräfte zurück?“
„Nein, nimm sie mit. Ich kann auch ohne sie leben. Wenn du Tira begegnest wünsche ich mir, dass sie dir verzeihen kann.“
Oriphiees verblasste. Partikel für Partikel löste sich sein Körper im Nichts auf. Bis am Ende seine Präsenz nicht mehr zu spüren war.

*

„Und was nun“, fragte Fa? Das war es also, mit der Magie.“
„Nicht ganz.“
Leys ließ seine Hände über Fa´s Körper kreisen, dann über seinen eigenen und schließlich verteilte er die Leere über Tynessia. Der Tempel löste sich auf und Leys und Fa standen auf einer schönen Lichtung und sahen dem Aufgang eines neuen Tages zu. Während die Sonnenstrahlen das Land berührten und den grauen Nebel wegwuschen fanden die Lippen der beiden zueinander und der Kuss besiegelte ihre Liebe.


Ende des letzten Buches

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