Über die Vorkommnisse in New Sutherland
von
Schetait 6
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Deutschland, 1987.
<br>Briefe eines unbekannten Mannes an eine unbekannte Dame,
<br>deren Tochter noch im Alter von 15 Jahren Furcht vor Spuk ver-spürt.
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<br>1. Brief
<br>13. Februar 1987
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<br>Madam, ich habe von Ihrem Problem gehört, ich las es in einer Zeitung. Ich muss zugeben, es ist sehr ungewöhnlich, dass ein Kind in diesem Alter nicht allein zu Bett gehen mag und erst recht nicht bei Dunkelheit. Aber ich muss Ihnen gestehen, mir macht etwas anderes mehr Angst. Aber um Ihnen dies zu erklären, muss ich Ihnen eine Geschichte erzählen. Sie ist sehr lang und ich werde Ihnen nicht alles in einem Brief schreiben können, denn das Schreiben strengt mich sehr an, denn ich bin ein alter Mann und habe - meinem Gefühl nach - nicht mehr lange zu leben. Doch vorher möchte ich noch diese Geschichte, die mir zeitlebens auf dem Herzen lastete, loswerden.
<br>Sie haben sicherlich bemerkt, dass dieser Brief ohne Absender kam. Nun, ich möchte nicht, dass irgendjemand meine wahre Identität kennt. Ich habe Angst, in einer dieser Seniorenan-stalten zu landen, in denen keiner einem Glauben schenkt.
<br>Aber ich verspreche Ihnen, immer wieder zu schreiben, solange, bis Sie die ganze Wahrheit wissen werden. Und bis dahin kann ich Ihnen nur empfehlen, die Wünsche Ihrer Tochter zu berücksichtigen. Und vielleicht übertreibe ich jetzt ein wenig und es hat alles nichts mit mei-ner kommenden Erzählung zu tun (bei Gott, ich hoffe es sogar, sogar SEHR), aber beten Sie, dass Sie und Ihre Familie vor Ihrer Tochter ableben wird.
<br>Und lassen Sie Ihre Tochter nicht wissen, was ich Ihnen schreibe. Ich bin nicht senil, ich bin nur besorgt, denn etwas derartig ähnliches ist den Menschen in meiner Geschichte widerfah-ren.
<br>Lange genug geredet, es wird Zeit, sich um das Wesentliche zu kümmern.
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<br>2. Brief
<br>15. Februar 1987
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<br>Glauben Sie an Geister?
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<br>Ich tat das nicht. Bis vor langer Zeit. Bis ich Urlaub machte, in Sutherland, England.
<br>Ich möchte Ihnen wirklich keine Angst einjagen, aber die Geschichte, die ich Ihnen zu erzäh-len versuche, geschah wirklich. Ich war nicht selbst dabei, aber ein alter Mann hat sie mir erzählt. Und natürlich ist alles schon sehr lange her und ich weiß, dass sich über die Jahre, sich über die Dauer die Zeit, Worte, Sätze und Geschichten verändern; man erfindet etwas dazu, lässt etwas aus, alles in allem belässt man sie nicht in ihrer ursprünglich Form. Ich weiß das und Sie wissen es auch.
<br>Aber im Gegensatz zu Ihnen war ich dort. Ich war am Ort des Geschehens und ich müsste lügen wenn ich sage, ich hätte dort nichts gespürt. Ich müsste lügen wenn ich sage, ich hätte keine Gänsehaut bekommen und ich müsste lügen wenn ich sage, dass ich nicht verdammt - und damit meine ich VERDAMMT - froh war, wieder daheim zu sein.
<br>Nicht etwa 100 Kilometer entfernt von diesem Ort, sondern daheim In einem anderen Land, in meinem Deutschland - in gewissem Sinn eine Lüge, denn ich bin gebürtiger Franzose -.
<br>Ich bin bei Gott kein gläubiger Mensch. Ich bin Börsenmakler, ich beschäftige mich nicht mit übernatürlichen Phänomenen. Im Gegenteil, ich finde für alles eine logische Erklärung.
<br>Stopp!
<br>Ich war, Ich bin, Ich beschäftigte und ich fand.
<br>Heute bete ich jeden Abend zu Gott ins Bett gehe, er möge mich beschützen, bei mir sein und mir Wärme geben. Am morgen gehe ich in meine Arbeit. Am Abend lese ich Bücher von E-rich von Däniken, sehe Filme von Erich von Däniken und schaue mir alles an, was irgendwie nicht mit der normalen Welt zusammenzuhängen zu scheint. Und ich versuche immer noch, logische Erklärungen zu finden. Und je mehr ich lese und sehe, desto mehr Geschichten, bes-ser, Dinge, kann ich finden, die man nicht aus einer logischen Perspektive betrachten kann.
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<br>Die Geschichte, die ich damals in Sutherland, England, zu hören bekam, ist eine davon. Viel-leicht nicht die schrecklichste, aber es war die erste und ich werde sie nie vergessen. Viel-leicht lag es auch an den Umständen, unter denen sie mir erzählt wurde. Vielleicht auch an dem Mann, dem Erzähler, der irgendwie seltsam war und zu allem zu passen schien. Viel-leicht aber, war es auch die Tatsache, dass jeder und zwar wirklich JEDER, sie zu glauben schien. Diese Menschen., sie hatten keinerlei Zweifel an der Richtigkeit! Ja, ich glaube sie waren nicht nur überzeugt zu wissen, dass sie stimmte, sie wussten, dass sie stimmte. Und ich glaube weiter, dass dies nicht nur an der Umgebung lag, in der ständig lebten, lag. Aber ich denke ich fange einmal vor vorne an.
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<br>Es war im Sommer 1984, ein heißer Sommer, der Deutschland völlig einnahm. Die Gewitter, welche in sporadischen Abständen immer wieder hereinbrachen, waren heftig und zerstörten so manche Existenz. Genau in diesem Sommer entschloss ich mich, mir wieder einmal einen verdienten Urlaub zu gönnen. Ich war ledig und daher war es kein Problem kurzfristig zu ver-reisen. Mein Beruf ist mit der Zeit immer anspruchsvoller und kräftezehrender geworden. Ich werde nun mal auch nicht jünger und somit ist ein Urlaub in regelmäßigen Abständen eine richtige Erholung für mich.
<br>Ich wollte in ein kühleres Land und entschied mich letztendlich für England. Auf das Drängen einer Bekannten hin, sollte mich mein Urlaub in eine Stadt namens "New Sutherland" führen. Sie behauptete es wäre eine schöne Gegend, nicht so bewohnt und befahren wie die Groß-stadt, aber auch nicht tristes Ödland.
<br>So kam es, dass ich nicht einmal eine Woche später in einem Flugzeug nach London saß. Von dort aus sollte ich bis nach Stanford mit dem Zug und danach weiter mit einem Bus fahren. Ich war nicht begeistert von dieser Idee, aber meine Bekannte hatte so von dieser Gegend geschwärmt. Ach, wie freute ich mich doch im Grunde schon darauf! Ich hatte auch noch kein Hotel gebucht, da diese Bekannte meinte, es gäbe einige Gästehäuser, in denen immer ein Platz frei wäre, für rastlose Menschen, welche durch Zufall in diese gottverlassene, Entschul-digung, in diese schöne Gegend kämen.
<br>Ich dachte mir mit Zeit sogar, dass sich vielleicht ein kleines Abenteuer entwickeln könnte, was eine willkommene Abwechslung zu meinem äußerst einseitigen Beruf darstellen würde.
<br>Ich möchte an dieser Stelle daraufhin weisen, dass ich meinen Beruf sehr liebe, auch wenn dies nicht immer so scheint.
<br>Auf jeden Fall wurde ich mit der Zeit, je mehr ich darüber nachdachte, euphorischer, bis ich schließlich voller Enthusiasmus in London ankam.
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<br>3. Brief
<br>22. Februar 1987
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<br>Dieser Enthusiasmus legte sich sofort, als ich erkennen musste, dass mein Zug eine Stunde Verspätung haben sollte. Nun, dachte ich bei mir, es ist ja allgemein bekannt, dass Englands Züge nicht gerade ein Vorbild seien sollen in Sachen Pünktlichkeit. Warum also sollte es mit einem anders sein?
<br>Ich überlegte wie ich die überschüssige Zeit nutzen sollte, aber da mir nichts einfiel und ich mich auch nicht traute, mich weiter als 100 Meter von meinem Bahnsteig zu entfernen, setzte ich mich auf eine Bank und beobachtete die Leute.
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Kommentare
Herr_Penaten@web.de schrieb:
Zur Story ist bislang nicht viel zu sagen, aber das kommt ja noch. Doch leider gefällt mir der Stil nicht besonders - er passt eher ins neunzehnte Jahrhundert, nicht dem Ende des Zwanzigsten. Zu viele Wiederholungen, Fehler und teilweise Verwirrung innerhalb der Sätze erschweren das Lesen.
Kleine Bemerkung zur Form:
Wenn du eine Geschichte hierhin schickst, solltest du vorher die Silbentrennung bei Word deaktivieren. Und die Unterteilungen der Briefe befinden sich an den unmöglichsten Stellen. Niemand würde dort aufhören und eine Woche später weitererzählen...
Aber ich werde mir ansehen wie es weitergeht.
- Stephen Kall
Socke1027@aol.com schrieb:
Hi!
Ich stimme meinem Vorredner in der Hinsicht, dass der Stil der Zeit, in der die Briefe geschrieben werden, nicht angemessen ist, doch ich bin beeindruckt. Wie wär´s, wenn du deine Geschichte einfach weiter in die Vergangenheit versetzst? Dann würden Stil und Zeit besser harmonieren. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was da in New Sutherland geschehen ist! Wird denn noch aufgelöst, was das alles mit der Tochter zu tun hat? Ich warte darauf, dass es mehr zu lesen gibt...
MichaelSpeier@vr-web.de schrieb:
ICh weiß nicht was ihr habt. Die Geschichte ist nicht nur gut, der SChreibstyle gefällt mir auch noch. Hat was von H.P.Lovecraft. Ich mag diese Art von Geschichten, und alles in Briefen zu halten ist auch eine gute Idee, damit ist man viel näher am Geschehen. Mir gefällt die Geschichte sehr gut und ich bin gespannt wie sie weiter geht.
lady_kali@web.de schrieb:
Ist doch gar nicht so übel... Ich habe schon seeeeeehr ciel schlimmeres gelesen... Würde gerne wissen wie es weiter geht!
Schwertbraut
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