Über meine Art zu Schreiben
von
Demeter
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Rote Fäden.
Rote Fäden, die zu Worten werden.
Die zu mehr als Worten werden.
Denn mein Herzblut steckt darin.
Bin ich gezwungen zu schreiben, stelle ich es mir immer so vor.
Mein blasser Körper in einer weißen, sterilen Umgebung.
Meine Augen sind geschlossen.
Dann beginnt der Tanz.
Gleich einem roten Band ziehen meine Fingerspitzen filigrane Schleifen.
Ausgeprägte Kurven, die sich aufschichten.
Es wächst und wächst und wächst.
Obwohl „wachsen“ nicht das treffende Wort ist. Viel mehr benutze ich es in Ermanglung eines besseren.
Wenn ich frei Schreibe, ist es wie an einem offenen Fenster mit weißen Vorhängen und einer leicht blauen Musterung.
Ich stehe nicht unter Druck, die Kunst kann frei fließen. Oder ich sitze nur mit dem Stift in der Hand.
Was niedergeschrieben werden will, wird sich bemerkbar machen. Andere Gedanken ziehen flüchtig vorbei.
Bin ich allerdings gezwungen, eine textlich anspruchsvolle Aufgabe zu erfüllen, bedarf das des Willens.
Schon in allem was ich auch nur formuliert habe, steckt ein Teil von mir.
Ist es aus Blut gemacht, ist es meine Arbeit.
Ist es aus einem Windhauch, ist es…
nicht so greifbar, nicht so scharf umrissen…
nicht von hier.
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