Umöglich
von
Jessy-chan
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Unmöglich
Kevin öffnete die Tür. Er war zuhause, wieder mal. Er ging durch den Flur legte seine Sachen ab und zog seine Jacke aus. Es war wie jeden Tag er kam heim ohne begrüßt zu werden, wie immer. Er zog seine Schuhe aus, wie immer. Er brachte seine Tasche nach oben in sein Zimmer, wie immer.
So ist es immer, dachte er. Er senkte den Kopf. Dann ging er in die Küche, wo seine Mutter schon auf ihn wartete. Sie begrüßte ihn nicht, zumindest nicht so, wie eine Mutter ihr Kind begrüßen sollte. Sie schälte Kartoffeln. So ist es doch schon seit es passiert ist.
Seitdem ist sie so. Seitdem. Hilf mir Kartoffeln schälen, sagte sie grimmig.
Kevin setzte sich auf den Stuhl. Er war traurig. Traurig über sie, traurig über das was passiert war. Sehr Traurig. Hilfst du mir jetzt, sagte sie ungeduldig. Und legte ihre fettigen Haare nach hinten. Seitdem lässt sie sich richtig gehen, dachte er. Dabei hat sie doch gar nichts damit zu tun. So was ist jetzt, Kevin; schrie sie.
Ich kann nicht !, sagte er und sah dabei auf seine Hände. Sie sahen für ihn anderes aus als für alle anderen. Er sah es noch, das was alle anderen nicht sahen, das was er schon längst abgewaschen hatte. Das Rote; das sah er noch.
Du wirst doch wohl noch Kartoffeln schälen können, schrie sie erzornt. Sie stand energisch auf und starte Kevin an. Dieser sah nur weg. Weg von ihr.
Ich kann das nicht !, schrie er und sprang auf. Seine Mutter wurde zornig .Sie hob den Kochlöffel. Kevin !
Kevin sah sie böse an.
Ich kann es nicht!
Ich kann es nicht!
Ich kann es nicht!
Die Mutter ließ den Löffel wieder sinken. Wer keine Kartoffeln schälen kann der bekommt auch nichts zu Essen. Scher dich weg, du blödes Balg nur wegen dir ist er gegangen, schrie sie. Ohne zu wissen was sie da eigentlich sagte.
Kevin rannte aus der Küche .Er hatte seine Schuhe angezogen und war weg, wie immer.
Auf der Straße ging er nun entlang. Keiner verstand ihn, je. Außer Anna . Aber Anna war weg, für immer. Das war es ja grade was ihn traurig machte. Mutter machte es traurig das Vater weg war. Anna interessierte sie nicht. Kevin interessierte sie nicht. Niemand interessierte sie, dachte er traurig.
Niemand interssiet sich für mich, schrie er. Niemand! Er rannte wie ein wild gewordener Affe durch die Straße ohne nach vorn zu sehn. Getrieben von dem Zorn. Von seinen Zorn. Dabei rannte er gegen die Nachbarin die grade über die Straße ging.
Aber ,aber Kevin. Sei vorschichtig, sagte sie behutsam. Dadurch wurde Kevin rausgerissen aus seinen Zorn, zurück in die Gegenwart. Tut mir Leid, Frau Meier, sagte er erschrocken.
Gut das ich dich sehe. Sag bist du so lieb und kaufst mir ein Brot beim Bäcker? fragte sie. Kevin dachte kurz nach, aber da Geld ja sowie so schmutzig war, willigte er ein. Das ist ja lieb von dir !,sagte sie und holte aus ihren Geldbeutel einen 10 Mark schein. So hier behalte den Rest, sagte sie freundlich.
Zum ersten Mal seit langen strahlte Kevin über sein ganzes sonst so trauriges Gesicht. Ja, mach ich Frau Meier. Er nahm das Geld und rannte los.
Ein Brot ist nicht teuer dachte er höchsten 3 Mark. Dann bleiben 7 für mich. Kevin freute sich, wahnsinnig. Jetzt kann ich mir endlich das Gesteck kaufen, das für Anna.
Kevin ging das Brot kaufen. Danach holte er sein Geld, aus seinem Versteck.
Nachdem er das Brot zu Frau Meier gebracht hatte, ging er zu dem Blumenladen.
Er freute sich so wie er sich schon lange nicht mehr gefreut hatte. Er öffnete die Tür.
Ging zur Verkäuferin. Guten Tag, ich hätte gerne diese Gesteck dort oben, sagte er und wurde etwas rot dabei. Natürlich, mein Kleiner. Sie ging und holte es. Kevin war ganz aufgeregt. Als sie damit zu ihm kam, freute er sich. Magst du es dir selbst einpacken ?,fragte die Verkäuferin.
Kevin war verunsichert er sah wieder auf seine Hände, das Rot war wieder da. Seine Fröhlichkeit verschwand.
Ich kann das nicht, sagte er. Wieso denn nicht es ist doch ganz einfach ?,sagte die Verkäuferin.
Ich kann es aber nicht!
Na gut ich nach es dir, sagte sie. Sie packe ihm das Gesteck ein. Dann ging Kevin.
Er ging auf den Friedhof, mit der Tüte wo das Gesteck drin war. Er freute sich schon auf Anna. Doch je näher er ihr kam, desto unwohler wurde ihn zugleich. Er musste immer daran denken, wie sie da lag in seine Armen und alles war rot, doch er konnte nichts tun. Das es nicht seine Schuld war hatte er endlich begriffen. Der Mann war es gewesen .Nicht er.
Er war da, bei ihr. Er sah sich um und sah nur den Friedhofs Wärter der die Hecke schnitt. Er ging zu ihm. Entschuldigen sie, fragte Kevin.
Was ist ?;fragte der Friedhofs Wärter. Könnten sie dieses Gesteck für mich auspacken und auf das Grab legen ?;fragte Kevin nervös.
Warum, machst du es nicht selbst ?;fragte er.
Ich kann es nicht, sagte Kevin.
Der Wärter stoppte seine Arbeit und sah Kevin an. Du kannst es also nicht ?
Ich kann es nicht, wiederholte Kevin.
Dann kann ich es auch nicht, meinte der Wärter und machte seine Arbeit weiter.
Kevin war geschockt. Der Wärter ging etwas zu Seite, so weit das er Kevin noch in Blick hatte. Kevin sah auf seine Hände, das Rot war noch da.
Dann sah er auf die Tüte mit dem Gesteck. Und danach auf Anna . Er hatte sich doch so gewünscht ihr dieses Gesteck zu schenken, und jetzt das!
Das ist doch unmöglich, sagte Kevin.
Ich kann es nicht !,Schrie er.
Kleiner, weißt du nichts ist unmöglich, nichts. Sagte der Wärter und ging an eine andere Hecke und ließ Kevin da stehen.
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Kommentare
zhara schrieb am 2008-02-24 10:24:45:
wow, das ist aber eine sehr schöne Geschichte. Du lässt manche Sachen offen, wo man sich den rest selbst zusammenreimen muss. Das ist schön und man macht sich mehr Gedanken darüber. Was aber ein bisschen stört ist, das du nirgendswo die Anführungszeichen gesetzt hast. Dadurch weiß man nicht was gesagt oder gedacht wird.
Aber das nur fürs nächste mal.
Deine zhara
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