Und Dann Blühen Die Weidekätzchen
von
Arpi
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Und Dann Blühen Die Weidekätzchen
Waiting For July
Oranges rotes Licht fiel durch das staubige Fenster, des dreckigen kleines Hauses, in dem abgestorbenen kleinen Wäldchen. Unheimlicher Bodennebel umgab die düsteren Bäume. Weit hinten in der Ferne, auf dem Kohleberg, heulten die Wölfe. Mühsam kämpfte sie sich durch den schlammigen Feldweg, zu dem dreckigen kleinen Haus. Es war eisig kalt, aber die Kälte spürte sie kaum. Angestrengt keuchend kämpfte sie sich durch den schlammigen Weg. Hoffentlich gab es bald Frost, dass würde den Weg ins Dorf erleichtern. Endlich erreichte sie die Hütte. Die Kirschbäume im Vorgarten standen kahl und bedrohlich wie Wächter vor dem Haus. Keine Blumen steckten ihre Köpfe durch die schlammige Erde. Nur ein paar abgeschnittene Rosenbüsche verzierten kläglich die einsamen Kirschbäume. Für einen Moment dachte sie an den Frühling. Wo viele Wanderer, die an demHaus vorbeikamen, stehen blieben, um ihren wnderschönen Vorgarten zu bewundern. Den Vorgarten, den sie selbst angelegt und bepflanzt hatte, den sie jedes Jahr von neuem pflegte. Wie stolz sie immer war, wenn jemand ihr sagte, wie schön doch ihr Garten war! Aber keiner diese Menschen, hatte je den Garten hinter dem Haus gesehen. Den schönsten Garten, den es gab. Sie war sich sicher, dass dieser Garten sogar fast so schön wie Eden war. Sie seufzte. Wenn es doch schon wieder Frühling wär! Sie holte den Schlüssel aus ihrer Tasche und öffnete die Tür, dann trat sie ein und zog ihren Mantel aus. Es war ein kleiner Flur aber er reichte, um sich die nassen Sachen auszuziehen. Freunde und Verwandte, die fast nie zu besuch kamen, wurden sowieso immer in das Wohnzimmer zum Tee gebeten. Erst jetzt, wo sie in dem kühlen Flur stand, bemerkte sie, wie kalt es war. Zitternd ging sie die Treppen hinauf in ihr Zimmer, und zog sich um und kämmte sich die Haare. Obwohl es Winter war, trug sie einen Kimono. Sie trug immer Kimonos, für sie waren sie, wie ein Stück von Zuhause. Genau wie ihre japanischen Kirschbäume im Vorgarten. Nachdem sie fertig war, ging sie nach unten in die Küche und kochte Tee. Sie war spät dran, ihr Bruder würde schon warten. Und tatsächlich, als sie sein Zimmer, welches neben ihrem war, betrat, öffnete er seine trüben Augen. "Da bist du ja wieder", sagte er langsam. Sie lächelte. "Ich habe dir Tee mitgebracht!" Er lächelte auch. Vorsichtig richtete sie ihn auf und hielt ihm die Teetasse an die Lippen, damit er trinken konnte. "Weißt du noch, vor vielen Jahren, als ich noch sehen konnte...", begann er. Sie nickte. "Ja, wo wir in unseren Garten waren und ich dir von den Dorf in unserer Nähe erzählt habe!" - "Ich saß unter unserem Weidekätzchenbaum, den ich damals selbst gepflanzt hatte, als wir hier eingezogen sind!" Sie nickte erneut. Zum Glück konnte er nciht sehen, wie Tränen ihre Augen füllten. In jenem Sommer hatte er den Unfall gehabt. Seit dem war er blind und vollständig gelähmt. Damals waren nur seine Beine gelähmt. Sie erinnerte sich noch, wie sie ihm damals zu sehen musste, wie er verzweifelt versuchte, den kleinen Weidekätzchenbaum einzupflanzen. Der Baum, das letzte Geschenk ihrer Eltern, bevor sie zurück nach Japan zogen. Sie hatten sie eifnach zurückgelassen, da es ihnen in Japan nicht so gut gehen würde wie hier. Aber nun! Ihr Bruder war gelähmt und blind und sie musste alles allein erledigen. Nicht, dass sie ihrem Bruder je einen Vorwurf dafür gemacht hatte, schließlich war er ja ihretwegen blind geworden. "Ist unser Garten immer noch so schön, wie es alle sagen?", fragte ihr Bruder. "Nein. Es ist Winter", antwortete sie. "Es tanzen also kleine rosa Blüten vor meinem Fenster und laden mich ein, meine Weidekätzchen zu besuchen?" Sie seufzte. "Nein, heute nicht. Bald. Die rosa Blüten ruhren sich aus, ihre Füße tuen vom vielen Tanzen weh und deine Kätzchen schlafen. Bald werden sie wieder Tanzen und du wirst zu deinen Weidekätzchen gehen können! Bald...", versprach sie und stellte den Tee auf den Nachttisch. "Erzähl mir nochmal wie schön es im Frühling ist!" Sie setztesich neben ihm. "Wenn du im Frühling durch den grünen Wald gehst. Ohne Schuhe, durch das kühle feuchte Moos. Wenn du immer weiter gehst, kommst du irgendwann zu unseren Haus. Ein kleiner Weg aus weißen weichen Sand führt zur Tür. Er is links und rechts begrenz von roten, weißen, gelben und rosa Rosenbüschen. Hinter den Rosen ist eine wunderscöne grüne Wiese, auf der links und rechts vom Weg jeweils ein Kirschbaum steht. Und im Wind tanzen die rosa Blüten durch die Luft und um dich herum. Wenn du durch das Haus gehst, betrittst du unseren Garten. In der Mitte diesen Gartens wächst der Weidekätzchenbaum. Rechts ist ein großer Teich und abends kann man die Frösche quaken hören. Seerosen blühen auf ihm und auf einer Seite des Teiches wächst Schilf, das dir im Wind die schönsten Geschichten erzählt. Alte Birken sind der Zaun unseres Gartens. Links steht eine Trauerweide. Darunter gibt es ein Bett aus Moos, in das ich mich immer lege. Du sitzt immer under dem Weidekätzchenbaum, im grünen Gras unter dem wachsamen Auge der Sonne." Sie verstummte. Er war eingeschlafen. Vorsichtig legte sie seinen Kopf auf das Kissen und deckte ihn zu. Dann gingsie in die Küche und begann Reis zu kochen.
Zeit war vergangen. Monate. Erneut ging sie durch den Wald zu ihrem Haus. Die Vögel sangen und überall blühten Blumen. Kein unheimlicher Bodenneben bedeckte den Boden und die abgestorbenen Bäume wirkten auch nciht mehr so bedrohlich. Als sie die Hütte betrat, musste sie keine nassen Sachen mehr ausziehen, auch umziehen musste sie sich nciht, denn den Kimono hatte sie schon an. Sie ging sofort in die Küche und kochte Tee, dann beeilte sie sich, um zu ihrem bruder zu kommen. "Du kommst früh. tanzen die Blüten wieder?" Sie lächelte. "Ja, sie tanzen. Trink deinen Tee, danach bringe ich dich zu deinen Weidekätzchen!" Dass seine Weidekätzchen ie mehr aufwachen würden, verschwieg sie ihm. Er war doch immer so glücklich, wenn er nach draußen in der Mitte des Gartens sitzen durfte! Schnell trank er seinen Tee aus und sie trug ihn in den Garten. Wie leicht er geworden war! Jedes Jahr wurde er leichter. Fast so, als würde er verschwinden. Sie erschauderte. Als sie den Garten betrat, sah sie den abgestorben Weidekätzchenbaum in der Mitte des grünen Grases. Vorsichtig setzte sie ihn neben dem toten Baum ab. "Falls was ist ruf mich, ich gehe den Teich säubern und Unkraut jähten!" Sie lächelte als sie sah, wie glücklich er da im grünen Gras lag. Ob er wohl die Sonne auf seiner Haut spürte? Sie wußte es nicht. Sie arbeitete und arbeitete und arbeitete. Als die Sonne unterging, sah der Garten wieder schön aus wie eh und je. Nur der tote Weidekätzchenbaum stand in der Mitte, wie ein Schandfleck. Sie seufzte. Es wurde wieder kälter. Bald würde die Sonne ganz hinter dem Horizont verschwunden sein. Sie ging zu ihrem Bruder, um ihn zu wecken und wieder zurück ins Haus zu bringen. Doch ihr Bruder reagierte nicht. Er atmete
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Kommentare
Plusch Bär schrieb am 2009-05-21 15:02:28:
Viel zu lang und ohne einen Absatz.
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