Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Grusel > Gruselgarantie!

Und beim Windhauch kommt der Reiter

von Linda Rottler

1

Wenn Amy vor irgendetwas Angst hatte, dann vor ihrem Großvater. Denn er erzählte ihr immer schreckliche Geschichten und sein altes Gesicht hatte eine gewisse Boshaftigkeit in sich. Solange er gelebt hatte, hatte Amy nie gewusst, ob er wirklich ein böser Mensch war. Denn wenn sie ihn überhaupt mal lachen sah, dann war es ein scheußliches Lachen, was ihr immer wieder Angst einjagte. Und wenn Amy ihren Großvater besuchte, dann nur, wenn es ihre Mutter nicht wusste. Denn sie sagte immer: „Geh da nie allein hin, Schätzchen!“ Das war wohl, weil Amys Großmutter mysteriös zu Tode gekommen war und alle vermuteten, dass es Amys Großvater gewesen war.
Aber auch noch etwas anderes jagte Amy unheimliche Angst ein. Nämlich das Badezimmer. Aus der Decke kam Tag für Tag ein gruseliges Knackgeräusch.
Eines Tages war Amy mal wieder auf dem Weg zu ihrem Großvater. Auch wenn er ihr Angst machte, er war so allein und er tat ihr irgendwo, ganz tief in ihr drin, leid. Sie erzählte ihm von dem Knacken aus der Decke im Badezimmer und auch, dass sie sich deshalb immer im Obergeschoss wusch, weil sie dort noch ein Badzimmer hatten. Da wurden die Augen ihres Großvaters groß und er erzählte ihr eine Geschichte:
„Es knackt und tut und kracht,
Tag für Tag und Nacht für Nacht.
Und wenn der Wind rauscht knackt es weiter,
und dann kommt der schwarze Reiter.
Nimmt dich mit auf seinem Pferd,
dass man dich nicht schreien hört!“
Von diesem Tage an ging Amy nie wieder in das Badezimmer. Denn sie hatte furchtbare Angst, dass auch schon beim kleinsten Windhauch der schwarze Reiter kam und sie mitnahm.
Viele Jahre waren vergangen und Amy war nie wieder ins Badezimmer gegangen. Auch wenn sie langsam erwachsen wurde, konnte sie das Gedicht nicht vergessen. Im Gegensatz zu einer schlimmen Tat, die sie vor vielen Jahren begangen hatte. Das Knacken in der Decke hatte noch immer nicht aufgehört, im Gegenteil. Vor wenigen Tagen war es sogar noch lauter geworden, sodass man es bis zum Treppenhaus hörte. Etwa zur selben Zeit hatte Amy erfahren, dass ihr Großvater gestorben war, was das ganze nicht besser machte. Eines Nachts musste sie allerdings in das Badezimmer, aus dem dieses scheußliche Geräusch kam, denn in dem Badezimmer im Obergeschoss funktionierte die Toilettenspülung nicht mehr. Also musste sie nach unten gehen, als sie in dieser Schicksalsnacht aufwachte. Es stürmte draußen sehr heftig und es knackte und knackte. Sie schaltete das Licht ein und versuchte es schnell hinter sich zu bringen als sie ein heftiges Rütteln an der Fensterscheibe vernahm. Der Wind löste ein lautes Pfeifen aus, als er durch die Ritzen des Fensters kroch, nahezu wie der grausige Schrei einer Todesfee. Das Pfeifen war so laut und so schrill, dass die alte Fensterscheibe in tausend Stücke zerbarst. Amy stieß einen Schrei aus, der sofort verstummte, als sie bemerkte, was aus der Dunkelheit der Nacht durch das Fenster kletterte. Amy zitterte vor Angst stärker als die Bäume im Wind und vernahm vor sich die Nüstern eines kohlpechrabenschwarzen Pferdes. Es starrte sie mit einem beängstigenden Blick an, noch beängstigender als die Augen ihres Großvaters immer waren. Auf dem Pferd saß ein Reiter, noch schwärzer gekleidet als alles Schwarze was sie je gesehen hatte. Er erhob sein blutgetränktes Schwert und lachte. Und er lachte laut und grausam. Und es schien, als würden bei jedem Atemzug, den das Pferd in Amys Gesicht blies, gleich tausende Todesfeen schreien, als würden genau so viele Soldaten in einem Krieg sterben. „Jetzt hab ich dich!“, schrie der Reiter, „nach all den Jahren!“ Aus der Dunkelheit stieg schwarzer Nebel, ebenso schwarz wie der Mantel des Reiters. Obwohl Amy es nicht wollte, atmete sie tief ein und sog den dunklen Nebel in sich auf. Und sie spürte, wie er langsam ihre Atemwege hinab kroch und alles verätzte, bis hinunter in die Lunge. Sie spürte qualvollen Schmerz und rang mit aller Kraft nach Luft. Der Nebel legte sich in ihre Augen und sie begann zu weinen, wie sie es noch nie tat. Und auch ihre Augen liefen fast wie Tränen ihre Wangen hinunter. Und sie lag am Boden, kämpfte, um am Leben zu bleiben und der Reiter lachte und lachte, stieg von seinem Pferd und zog Amy mit sich auf den Rücken des Pferdes. Amy war gefangen in einer Zwickmühle aus ewigen Schmerzen und unerträglichen Qualen. Der Reiter lachte, stach ihr mit seinem Schwert ins Herz, tötete sie und erlöste sie von den Qualen. Er ritt in die Ferne mit ihr. Weit, weit weg, trug sie mit sich in die Dunkelheit des Todes und lachte immerfort. Er nahm seine Maske ab, die er trug und die Furcht einflößenden Züge von Amys Großvater kamen zum Vorschein. „Jeder bekommt, was er verdient!“, lachte er und warf Amy in die Tiefe Schlucht im weit entfernten, von Menschen nie betretenen, dunklen Land der Toten. Denn er hatte es ihr nie verziehen, wie sie ihm einst, als er sich von einem Schlaganfall erholen musste, alle Schläuche vom Körper riss und er nur knapp überlebte. Hatte ich vergessen zu erwähnen, welch ein böses Mädchen Amy gewesen war? Nun, das lag wohl in der Familie. Wie der Großvater, so die Enkelin. Und so waren beide im Land der Toten gefangen. Auf ewig, ohne Rückkehr und bekamen, was sie verdient hatten.

1

Kommentare

Piaf schrieb am 2010-10-23 18:09:51:
Also ich finde du hättest dir ruhig etwas mehr zeit für die ganze Sache lassen können. Etwas mehr ins Detail gehen, das ganze stimmungsvoller beschreiben....Die Ausdrucksweise is aber wirklich nicht schlecht, das Gedicht gefällt mir, selbst ausgedacht?
Daniela kitty.22@live.at schrieb am 2010-03-06 11:52:13:
Hi;,_: Sorry.; Aber di Gschicht is net besonders gruslig Aber es is a guade Ausdrucksweise
Malin abf mit J...for ever :P schrieb am 2009-10-16 14:38:26:
ich fand die geschichte voll alng,aber nit gruselig...,sorry meine meinung!=(
Horrorfan@live.de schrieb am 2009-06-11 16:38:26:
Ehm..ja was soll ich dazu wohl sagen des ist net gruselig! oder horror
Linda schrieb am 2009-05-21 16:18:04:
Das ist so leicht gesagt^^ Jaa ich muss zugeben, ist nicht so besonders... Ich hab ja noch mehr^^
RVHoppyGFeeNarzisse297199513 schrieb am 2009-05-15 21:21:58:
Das mit der Gruselgarantie stimmt ja schon... Ich find´s eigentlich nicht schlecht! =)
andji schrieb am 2009-03-03 19:37:27:
es tut mir leid aber die geschichte ist bloed.aber so schlimm ist sie ja auch wieder nicht.schreib bessere geschichten

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.