Und der Blick wandert ins Raumeck
von
Michael Behofsics
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Ich sehe eine Wand in einer Galerie vor mir, an dieser Wand hängt ein Bild, gemalt auf Leinen oder Holz, oder der Wand selbst. Von mir.
Ich sehe 2 m mal 1,60 m große Fotografien hängen. Die Motive entstammen meinem Geist,
Ich sehe arschkriechende Schleimer sich an mich biedernd, mit Käsehäppchen und Sekt in der Hand.
Ich sehe falsches Lachen und grausige Fratzen, sich das Hirn nach einer Meinung zermarternd die sie nicht haben.
Ich sehe mich kotzen, auf die Bourgeoisie, die Kleingeistigkeit, die Verständnislosigkeit, die Lächerlichkeit. Und sie lieben es.
Ich sehe mich Kichern im Schatten.
Ich sehe mich Feuer legend in den Köpfen jener, die nicht wissen wie sie Feuer machen können.
Ich sehe mich durch einen Schleier aus Grau und Rot und Bier.
Ich sehe große Menschen sich erheben, und damit wachsen, während ich klein bleibe.
Ich sehe mich auf dem Boden, den Kopf in den Händen versunken.
Ich sehe mich grinsend, lächelnd auf die Nichtigkeiten herabblickend.
Ich sehe dich kopfschüttelnd aus der Tür gehen.
Und trotzdem drehst du dich noch einmal um, und deine Augen sind glasig.
Das alles sehe ich, dennoch bin ich blind.
Man sieht nämlich nicht gut mit einem Brett vorm Kopf.
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