Und plötzlich ist alles anders
von
Vitruvia
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Es war ein Dienstag. Ein Dienstag im Mai. Die Sonne schien, die Bäume blühten. Das Leben war schön.
Sie saß mit ihrem neuen Freund im Eiscafé und genoss ihr Leben. Siebzehn Jahre jung und frisch verliebt. Was gibt es Schöneres? Sie waren zwar beide ein wenig nervös wegen des bevorstehenden Termins, aber man sollte sich auch nicht all zu viele Gedanken darüber machen. Es war doch bloß eine ganz normale Vorsorgeuntersuchung. Was kann da schon schief gehen?
Sie verabschiedeten sich, er würde nicht mitkommen, da er in die Fahrschule muss. Die letzte Fahrt vor der praktischen Prüfung übermorgen. Sie war viel aufgeregter als er. Ist doch bloß ein Auto, sagt er. Ein Kuss und bis nachher, mein Schatz!
Da saß sie nun im Wartezimmer. Nicht lange. Aber lange genug, um sich Gedanken zu machen.
„Ach, so ein Blödsinn. Was soll denn auch passieren? Das würde ich doch mitbekommen! Jetzt mal keine falsche Panik.“
Sie war 17. Noch nicht mal Siebzehn ein halb. Gerade 17!
Die Ärztin sagte: „Darf ich gratulieren?“
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