Unendlichkeit
von
Yve
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1. Vorbereitungen
Die Vorbereitungen für das all jährige Tanzfest der Deverells liefen auf Hochtouren. Alles wurde mit Blumen und anderen Dingen, wie Schleifen geschmückt. Jeder konnte zu dieser Festlichkeit kommen, fast alle, natürlich waren nur reiche Personen erwünscht. Diese Vorbereitungen wurden wie jedes Jahr von Lilian Deverell vorgenommen. Sie liebte diese Feste abgöttisch, ihr Mann hingegen, George Deverell interessierte das herzlich wenig. Er widmete sich lieber seinen Geschäften. Er war Vorsitzender im Stadtrat und war ein sehr einflussreicher Mann, der von vielen Bewohnern der Stadt missachtet wurde, speziell von denjenigen, denen er den Ruin beschert hatte. Einer dieser verhassten Bewohner, war John von Lohan. Er wohnte hoch oben im Wald, in einem recht großen Haus, das man bereits als Villa bezeichnen konnte, zusammen mit seinem Sohn Alexander. John hatte ziemlich hohe Schulden bei Herrn Deverell. George hatte ihm finanziell unter die Arme gegriffen, als John sich nach dem Tod seiner Frau Claudia, in den Ruin gestürzt hatte. Er war nicht mehr arbeiten gegangen und hatte vieles vernachlässigt. Das alles ging an seinem Sohn Alexander natürlich nicht vorbei und Alexander war regelrecht verhasst auf die Familie Deverell. Vater und Sohn hatten oft Konflikte. Alexander verlangte schon seit einigen Monaten von seinem Vater, dass dieser die Zahlungen an Herrn Deverell unterlässt, da er ihn betrogen hatte und ihn nun bis er nichts mehr hatte ausnehmen würde, wie eine Weihnachtsgans. Sein Vater beteuerte immer wieder, dass das alles schon seine Richtigkeit hatte, jedoch wollte er nicht dass sein Sohn seine baldige Armut teilen musste und stellte ihm Marianne McAllister vor. Alexander verliebte sich nicht auf einmal in sie, nein, das kam alles nach einiger Zeit, nachdem sich die beiden besser kennen gelernt hatten. Und nun waren sie bereits verlobt. Alexander würde ihr die Sterne vom Himmel holen, wenn er es könnte.
Nun aber wieder zurück zu den Deverells. Frau und Herr Deverell hatten auch ein Kind. Eine Tochter. Sie hieß Johanna und wurde behütet wie ein Juwel. Im zarten Alter von 16 Jahren, soll sie ohne ihr Wissen dem Bürgermeistersohn Dominique de Chevallier versprochen werden. Die Eltern der beiden hoffen natürlich, dass die beiden sich verlieben, bevor sie heiraten sollen. Dominique verliebt sich auf Anhieb in sie, wie so viele junge Männer, da sie sehr schön ist. Ihre dunklen Locken gehen ihr bis zur Hüfte und ihre smaragdgrünen Augen scheinen ständig zu leuchten. Ihre Haut ist ziemlich blass, was diesen Effekt noch verstärkt. Sie ist sehr zierlich und ist gerade mal 1.65 m groß. Sie verliebt sich nicht in Dominique, im Gegenteil, sie entwickelt eine tiefe Abneigung gegen ihn.
Das Fest sollte abends stattfinden und die Präsens Johannas wurde von ihrer Mutter erwünscht, wie jedes Jahr.
, Johanna, Liebes, weißt du schon, was du morgen anziehst? Ich möchte, dass du wunderschön aussiehst.“
,,Ja ! Das Rote!“
das rote Kleid mit den freiliegenden Schultern war Johannas Lieblingskleid, sie trug es fast zu jedem Anlass und diesmal würde sie es auch tragen. Das Fest war jedes Jahr perfekt und dieses Jahr hatte es den Anschein, als würde es wie immer perfekt werden.
Während Lilian mit den Festvorbereitungen im Gange war, schien hoch oben im Wald, weit außerhalb New Orleans, eine andere Stimmung zu herrschen.
,,Habt keine Angst Vater, ich werde mich um alles kümmern.“
John saß mit gesenktem Kopf an seinem Schreibtisch. Neben ihm sein Sohn Alexander. John seufzte.
,,Ach mein lieber Junge, sei vernünftig…Es hat keinen Sinn..“
Alexanders Lippen umspielten ein sarkastisches Lächeln.
,,Du kannst dich doch nicht so runter machen lassen, glaubst du es ist vorbei, wenn er dich ausgenommen hat und du am Boden liegst? Er wird dich treten, mit seinen Füßen!
Ich werde da morgen hingehen und wenn ich ihn umbringen muss!“
John war sichtlich verzweifelt, er wollte nicht, dass sein einziger Sohn zu den Deverells ging und ihnen drohte oder sogar… nein, das machte er nicht.
,,Denk doch an Marianne..“
Nun brach es ganz aus Alexander heraus. Er lief wild gestikulierend auf und ab und schimpfte dabei, ohne Luft zu holen.
,,Marianne! Was nützt mir das? Nichts unternehmen? Was soll ich ihr sagen? Verzeih, aber wir werden kein Dach über dem Kopf haben, noch Geld? Sie ist meine Verlobte und ich liebe sie und möchte ihr wenigstens ein Dach über dem Kopf geben.“
Seufzend und noch immer völlig ruhig blickte John zu seinem Sohn auf.
,,Falls es wirklich zu meinem Ruin führen sollte, kannst du zu Marianne und ihrer Mutter gehen. Dann könnt ihr da leben.“
Alexander warf seinem Vater einen missbilligen Blick zu und presste wütend die Lippen aufeinander.
,,Es ist doch ganz klar, dass ich Marianne etwas bieten möchte und nicht sie mir! Es steht ganz außer Frage, dass ich zu ihr ziehe.“
John konnte einfach nichts machen, Alexander wollte einfach nicht verstehen…
Währendessen betrat Marianne den Raum. Alexander und sie waren verabredet. Als er sie erblickte rang er sich ein mildes Lächeln ab.
,,Wie schön dich zu sehen, Marianne.“
Er ging auf sie zu und gab ihr einen Kuss.
,,Ich freue mich auch dich zu sehen.“
Die beiden verabschiedeten sich von Alexanders Vater und unternahmen einen kleinen Spaziergang im Wald. Es war ein wunderschöner Tag. Der Wind brachte eine warme Brise mit sich und es roch überall nach den Blumen, die im Wald zu dieser Jahreszeit blühten. Hier und dort flog ein Schmetterling und trotz all dieser Dinge, war Alexander angespannter denn je.
,,Alex, was ist denn los mit dir? Stimmt irgendetwas nicht?“
Marianne machte sich sorgen, das konnte er an ihrer Stimme hören, sie erlebte ihn nun das erste Mal so angespannt und nachdenklich.
,,Es ist alles in Ordnung, mach dir keine Sorgen.“
Er zog sie näher an sich heran und lächelte ihr zu. Der Tag verging schneller, als er begonnen hatte und den ganzen Tag konnte John an nichts anderes denken, als an das waghalsige und naive Vorhaben seines Sohnes. Er wusste, wenn Alexander Herrn Deverell wirklich etwas antun sollte, dann würde er dafür sein restliches Leben in einem Gefängnis fristen oder was das Wahrscheinlichste und das eindeutig Schlimmste wäre, dass er hingerichtet werden würde. Wenn das zweite eintreten würde, dann wusste John, würde er das nicht überleben können. Nicht noch einen Tod eines geliebten Menschen. Er erinnerte sich noch lebhaft an den Tod seiner Frau. Wann war sie noch mal dahingeschieden? Ach ja , jetzt fiel es ihm wieder ein, es war nun fast ein ganzes Jahr her. Sie könnte noch leben, wäre sie nicht an diesem besagten Tag in die Stadt gefahren. Sie könnte noch leben…
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Kommentare
Franci schrieb am 2007-11-03 19:18:45:
ich finde du kannst sehr gut schreiben, bin schon sehr gespammt wie's weitergeht!! werde die fortsetzung auf jeden fall lesen!! lg franci^^
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